Beate Boeker – Amore Mortale (Florentinische Morde) Band 2

Amore Mortale… wie ich das italienisch liebe, welches Beate Boeker immer in ihrem Buchtiteln verwendet. Man wird direkt auf die Geschichte eingestimmt.

Ich lade euch daher zur heutigen Rezension ein die sich mit dem Buch von Beate Boeker – Amore Mortale aus der Reihe Florentinische Morde, aus dem Genre Krimi beschäftigt.

Ich freue mich total, dass Beate Boeker mir den zweiten Band aus ihrer Krimireihe zur Verfügung gestellt hat, um diesen lesen und rezensieren zu dürfen.

Wir treffen daher heute Carlina und Commissario Garini wieder und erfahren wie es mit den beiden weitergeht oder auch nicht.

Für die Rezension zu Band 1 >HIER< klicken!

 

Worum geht es in Amore Mortale?

Das Weihnachtsfest steht kurz vor der Türe und Carlina kommt aus dem arbeiten in ihrem kleinen Dessousgeschäft Temptation in Florenz nicht mehr raus. Sie hat alle Hände voll zu tun!

Wie jedes Jahr, kommt auch Casanova Trevor Accanto in Carlinas Geschäft vorbei um dort Dessous für seine neuste Affäre zu kaufen. Er ist mit Abstand Carlinas bester und treuster Kunde ihres Geschäftes.

Trevor bleibt immer nur über Weihnachten in Florenz und hat für diese Zeit jeweils eine wunderschöne Frau an seiner Seite. Dieses Mal ist es Annalisa, die Cousine von Carlina. Als diese davon erfährt, ist sie alles andere als glücklich, denn Carlina kennt Trevor und weiß, dass er regelmäßig ein gebrochenes Herz zurück lässt, wenn er zurück in die USA fliegt.

Kurz darauf wird Trevor tot aufgefunden – offenbar wurde er mit einer Strumpfhose aus Carlinas Laden erwürgt.

Carlina steht somit wieder im Fokus der Ermittlungen rund um Commissario Garini. Doch das ist nicht das Einzige Probleme von Carlina, was macht sie nur mit ihren Gefühlen für den gutaussehenden Commissario?

 

Wer ist Beate Boeker?

Als Beate Boeker 2005 ernsthaft mit dem Schreiben von Büchern anfing, stellte sie fest, dass die Unterstützung für angehende Autoren in Deutschland eher gering ist und entschied sich dazu, ihre Erstlingsexemplare in den USA zu veröffentlichen.

Daher wechselte sie kurzerhand die Sprache, vom deutsch ins englische und ließ ihre Bücher bei Avalon verlegen. Dort erschienen sie als gebundene Ausgabe. Mittlerweile gibt es über Amazon ihre Bücher auch im Taschenbuch Format oder als E-Books, da diese Avalon aufgekauft haben bzw. da sie ihre Romane als Indie-Autorin teilweise selbst veröffentlicht.

Die Übersetzung der Bücher folgt langsam. Der deutsche Buchmarkt kann sich daher Stück für Stück über die Werke freuen.

Mittlerweile gibt es über Amazon ihre Bücher auch im Taschenbuch Format oder als E-Books, da diese Avalon aufgekauft haben bzw. da sie ihre Romane als Indie-Autorin teilweise selbst veröffentlicht. Die E-Books der „Florentinische Morde- Reihe“ hingegen werden von Midnight by Ullstein verlegt.

 

Wie hat mir Amore Mortale gefallen?

Was soll ich sagen… Beate hat mich wunderbar durch meine Weihnachtszeit begleitet und es einfach gigantisch. Ich habe den letzten Satz des Buches am Heiligabend gelesen und es war sehr passend. Mehr will ich nicht verraten…

Wir treffen in Amore Mortale auf Altbekannte. Jeder Leser von Band 1 „Hochzeitstorte mit Todesfall“ wird sich an die überaus sympathische Carlina erinnern. Eine im Leben stehende florentinische Frau, mit einem kleinen Hang zu Leoparden Prints, Katzenaugen in denen sich so mancher Mann verliert, ihrem eigenen Dessousgeschäft Temptation und einer aberwitzigen Familie.

Der Inhalt:

Ich sage mal so, mit dieser Familie will man nicht gesegnet sein, außer man kann über den Dingen stehen. Eine Familie zum knutschen, zum Schämen aber leider auch zum lieb haben. Wo man sich sicher sein kann, egal wo einer von Ihnen auftaucht, herrscht Chaos! Das findet auch ziemlich schnell Commissario Stefano Garini heraus. Der gutaussehende Commissario, der zufällig immer wieder Carlina über den Weg läuft. Ja, es knistert zwischen den Beiden. Aber wer glaubt, dass es ein happy End geben wird, hat noch ein wenig verfehlt. Denn Beate stellt nicht die Turtelei und Liebelei der beiden in den Vordergrund, sondern ganz klar den Mord. Das Beisammensein, das umeinander herum tänzeln ist Nebenschauplatz, der aber für das richtige „Amore“ sorgt, das Herz ein wenig zum Schmelzen bringt und man als Leser einfach hofft, dass die beiden zueinander finden. Aber… kommt Zeit, kommt vielleicht das ersehnte Happy End, oder auch nicht… oder doch?!

Wieder einmal passiert ein Mord. Ausgerechnet an dem Casanova Trevor Accanto, der ein Stammgast in Carlinas Geschäft ist und dort für seine Affären Unterwäsche kauft. Ausgerechnet mit einer Strumpfhose aus Carlinas Geschäft wurde er ermordet. Natürlich schlagen alle Alarmglocken bei Garini an, denn Carlina ist die Hauptverdächtige. Doch was passiert, wenn außer Carlina noch viele andere Frauen in Frage kommen, denn Trevor war recht umtriebig in Florenz und hat sich die Weihnachtszeit immer mit einer neuen Frau an seiner Seite versüßt. Könnte nicht auch eine von denen die Mörderin sein und alles nur so aussehen lassen, als sei Carlina schuldig?

Ein verworrenes Spiel beginnt.

Die Protagonisten:

Wir lernen Trevor, der wirklich smart ist ebenfalls kurz „persönlich“ kennen. Im Laufe des Buches wandelt sich das Bild von ihm ein wenig. Denn aus dem Casanova wird ein Mann, der ziemlich alleine gelebt hat, zurückgezogen, ohne Freunde… anders als er dies in Florenz mit den schönsten Frauen ausgelebt hat. Trevor wird zum Sinnbild von „Der erste Schein trügt, denn er ist anders als man glaubt!“ Ich finde dies sehr passend, denn sein wirkliches Leben ist ein völlig anderes, als er zur Schau stellt. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum seine Affären stets nur über Weihnachten andauern und er keine der Damen jemals in die USA einlädt, wo er wirklich lebt. Er trennt sein Leben strickt und spielt in Florenz allen einen Mann  vor, den es nicht gibt. Ein Schein- Casanova wie er im Buche steht.

Das Spiel welches sich nun um den Mord an Trevor Accanto dreht, gipfelt in einem zweiten Mord. Einem brutalen, genauso Hinterrücks und Feige wie bei Trevor. Die Schlingen um Carlina ziehen sich immer mehr zu. Denn auch den zweiten Toten kennt sie nur zu gut.

Die Story:

Eine Story in Amore Mortale, ist unendlich spannend, ein wenig verworren und verzwickt, ein wenig chaotisch aber sehr plausibel und in ihrer Darbietung und Ablaufhandlung sehr schlüssig. Für mich bleiben keine Fragen offen und in meinen Augen wurden alle wichtigen Puzzleteile an den rechten Platz gerückt und somit zu einem Ganzen zusammengefügt um am Ende den/ die Mörderin zu fassen und zu finden. Beate Boeker hat es mal wieder geschafft mich trotz aller Indizien auf die falsche Fährte zu locken. Lange hatte ich jemand anderen in Verdacht, im ersten Moment sogar Carlina, dann wieder verworfen und dann doch wieder hervorgekramt. Für den Leser sehr angenehm, immer etwas zum Nachdenken und nachgrübeln zu haben. Die kleinen Brotkrumen, die Beate im Buch verstreut, aufzupicken und zusammen zu tragen. Selbst zu überlegen, ob man etwas überlesen hat und dann am Ende überrumpelt und überrascht zu sein, was aufgedeckt wird.

Der Schreibstil:

Den Schreibstil von Beate mag ich sehr. Er ist simpel, einfach, gradlinig, aber auch anschaulich und wunderbar umschreibend. Man bekommt als Leser eine Vorstellung, kann sich in die einzelnen Situationen hineinversetzen, entwickelt sein eigenes Bild von den einzelnen Protagonisten und verliebt sich Stückchen um Stückchen in diese wunderbaren Figuren und die Stadt Florenz.

Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band. Dieser ist, soweit ich weiß gerade in der deutschen Übersetzung. Wer so lange nicht warten mag, kann schon jetzt auf den amerikanischen zurückgreifen und vorweg lesen, wie es mit Stefano, Carlina und ihrer leicht chaotischen Familie weitergeht.

Mal schauen… ob Florenz nicht in den nächsten Jahren auf meiner Reiseagenda auftaucht und ich den Spuren von Carlina folge.

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  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (24. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1979061440
  • ISBN-13: 978-197906144
  • Preis: 9,90 € Taschenbuch

Laura Dave – Hello Sunshine

Hello Sunshine… nicht nur ein toller Titel, sondern auch ein wirklich tolles Buch!

Heute geht es also um das Buch von Laura Dave – Hello Sunshine, aus dem Genre Liebesroman.

Diese Rezension ist entstanden aufgrund einer Teilnahme an einer Ausschreibung vom Verlag „Blanvalet“. Sollte meine Rezension gewinnen, dann komme ich mit dieser in eine Sonderbeilage der Brigitte. Ob dies passieren wird, dass hängt einfach von Glück und Gefallen ab. Dennoch, lieben Dank an Blanvalet für dieses schöne Rezensionsexemplar.

Diese Teilnahme hat meine Meinung zu dem Buch nicht beeinflusst. Eher habe ich ein Buch für mich kennengelernt, was ich unter Umständen nicht ausgewählt oder gelesen hätte. Umso schöner war es für mich, ein Buch zu lesen, was mich nachdenklich gemacht hat und mit dieser Story überrascht hat.

Aber… ich verrate hier nicht zu viel, ihr müsst einfach die Rezension lesen.

 

Worum geht es Hello Sunshine?          

Sunshine MacKenzie lebt ihren Traum!

Sie hat alles was man sich nur vorstellen kann. Einen wunderbaren Ehemann namens Danny, eine eigene YouTube Kochshow die ihr ein unbeschwertes Leben ermöglicht und sie begeistert Millionen von Menschen mit ihren Lifestyle Büchern.

Ein Leben, wie ein Traum!

Doch was passiert, wenn der 35 jährige Geburtstag völlig anders verläuft als geplant? Wenn plötzlich alles aus der Bahn gerät und nichts mehr so ist, wie es vor wenigen Minuten noch war?

Wenn dein Account gehackt wird und die Welt erfährt das du gelogen hast. Das deine Rezepte gar nicht von dir stammen, sondern einer anderen Feder entsprungen sind.

Ihre Fans sind empört und Sunshine sieht nur eine Möglichkeit, sie muss untertauchen, New York verlassen. Doch wohin? Ihr Weg fü0hrt sie zurück zu ihren Wurzeln, zu dem Küstenstädtchen aus dem sie einst geflohen ist, Montouk in East Hampton.

Wird sie sich hier selbst finden oder sind die Lügen stärker?

 

Wer ist Laura Dave?

Laura Dave hat bereits einige international erfolgreiche Romane veröffentlicht. Darüber hinaus schreibt sie für namhafte Zeitungen und Magazine, wie zum Beispiel The New York Times, Oprah Magazine und Glamour. Cosmopolitan kürte sie zur »Witzigsten und furchtlosesten Erzählerin des Jahres«.

 

Wie hat mir Hello Sunshine gefallen?

Es ist bereits ein paar Tage her, dass ich das Buch rund um Sunshine MacKenzie ausgelesen habe und es hat mich in meinen Gedanken nicht mehr losgelassen. Es hat etwas in mir bewegt und mich dazu gebracht immer wieder über dieses Buch, seine Geschichte und was es uns als Leser mit auf den Weg geben will nachzudenken.

Schon komisch, denn eigentlich war meine Erwartungshaltung, als ich mit diesem Buch begonnen habe, eine völlig andere. Ich dachte ein Buch, welches auf eine lockere flockige Art, den Sommer einleitet, eines was ein wenig vom Alltag ablenkt und vielleicht ein wenig Romantik mit sich bringt um das Herz schmelzen zu lassen. Doch, was dieses Buch erreicht hat, war vorher nicht absehbar, denn dem Genre Liebesroman wird dieses Buch nicht zu 100% gerecht.

Der Inhalt:

Laura Dave entführt uns als Leser in eine Welt, die mittlerweile für viele normal ist. Vom YouTuber zum Star. Sozusagen von Zero to Hero! Plötzlich hat man Millionen Follower, die über einen alles wissen, die Fans sind, alles verfolgen was man tut und macht, einem nacheifern und stets Kommentare unter den Videos hinterlassen. Man wird von jetzt auf gleich zu einem gläsernen Menschen, einem Mensch der ungewollt alles von sich preisgibt, und sei es noch so privat. Sei es bewusst, sei es unbewusst oder etwa doch geplant? Ist man bereit sein wahres Ich nach außen zu kehren oder baut man sich seine Karriere auf Lügen auf?

Die Protagonisten:

Sunshine und Danny:

Wir lernen dank Laura Dave die Welt von Sunshine McKenzie kennen. Sie hat alles was man sich nur vorstellen kann. Einen eigenen, mehr als erfolgreichen YouTube Kanal, auf dem sie ihre originellen Rezepte präsentiert, mehrere herausgegebene Lifestyle Bücher, einen weiteren Vertrag in der Tasche für eine eigene Fernsehshow. Zudem den besten Mann an der Seite, denn man sich nur vorstellen kann, der nicht minder erfolgreich ist als Architekt und seine Frau enorm unterstützt. Sunshine ist eine selbstbewusste junge Frau, sie treibt mit Hilfe eines Agenten ihre Karriere voran und oftmals ist alles minutiös geplant und durchgetaktet. Sie ist ein offener Mensch, jemand dem sein eigener Kopf, seine eigenen Gedanken wichtig sind. Sie braucht Stabilität um sich wohl zu fühlen und vor allem braucht sie Danny, ihren Mann. Er ist die stabile Konstante in ihrem gesamten Dasein, genauso wie die neue gemeinsame Wohnung als Rückzugsort. Sunny ist eine natürliche Person, jemand der das nette Mädchen von nebenan verkörpert, eine Person zum Pferde stehlen. Ist dies ihr Erfolgsrezept?

Sunshine:

Sunshine steht als Protagonistin angefochten im Vordergrund der Erzählung, denn Laura Dave hat die Geschichte aus der ICH Perspektive von Sunshine geschrieben und lässt den Leser somit an den Gedanken und Handlungen von ihr teilhaben. Es ist oftmals so, als sei man Sunshine selbst, als sehe man Situationen aus ihrem Blickwinkel und kann vieles intensiver nachempfinden und nachspüren. Sie bleibt als Protagonistin dadurch nicht unantastbar, sondern wird greifbar und zum Leben erweckt.

Hello Sunshine steht mit ihrem gesamten Leben in der Öffentlichkeit und wird Opfer eines Hackerangriffs auf ihre Accounts.  Jemand bezichtigt sie des Verrats, der öffentliche Lügen und deckt noch viel mehr auf. Der Leser erfährt in diesem Zuge die wahre Geschichte, wie alles begann. Wie das erste Video gedreht wurde, wie Sunshine zum kochen gekommen ist, wie das erste Video online ging… und all das war eine Lüge. Die Wahrheit folgt und zum ersten Mal, wird dem Leser bewusst, was sich noch alles hinter dieser kleinen Lüge auftürmt. Welcher Berg dort einzustürzen droht!

Die Familie:

Sie flüchtet daher in ihre Geburtsstadt, Montouk. Dort will sie neuen Fuß fassen, sich von der öffentlichen Demütigung erholen und einen Plan entwickeln, wie es weiter gehen soll. Der Leser wird Zeuge, ihrer Transformation. Wie sie sich wandelt, wie sie Pläne schmiedet, Entscheidungen trifft und wieder verwirft, neue Pläne erstellt und umsetzt und sich ihren Ängsten stellt. Der Angst selbst eine Familie zu gründen und gleichzeitig die Angst vor Zurückweisung ihrer eigenen Familie.

Laura Dave hat eine wunderbare Geschichte rund um Sunshine MacKenzies Familie entwickelt. Eine kleine aber feine Geschichte, die oftmals der Schlüssel für viele Probleme und Handlungen in der Vergangenheit gewesen ist. Eine Schwester namens Rain, mit ihrer kleinen hochbegabten Tochter Sammy, einem leicht stinkenden Fischer namens Ethan und einem Chefkoch mit dem einfachen Namen Z. Sie alle werden Bestandteil des Buches und bilden einen tollen Cast rund um Sunshine. Jeder Protagonist steuert ein wenig zum gesamten Puzzle bei und unterstützt mit seinem Sein, das Happy End. Oder wie ich es eher nennen würde, ein überraschendes Ende. Wir erfahren etwas über die Familiengeschichte über die Streiterin zwischen den Schwestern und warum Rain, lieber ihr Leben lebt, als mit Sunshine zu tauschen. Auch das Rätsel um die Kuriosen Namen wird aufgedeckt.

Spielorte:

Hello Sunshine spielt in zwei Städten. Einmal in New York City, einer schrillen Stadt, die niemals schläft in der nur das Leben tobt. Eine Stadt die der Place to be ist, um jemand zu werden und Geschichte zu schreiben. Man merkt die Hektik, man merkt das unpersönliche und oberflächliche. Den Kontrast dazu bildet der kleine Küstenstädtchen Montouk, in den East Hamptons… ja, man kann anscheint von dort kommen und nicht nur der Urlaub verbringen. Es ist eine Flucht von Sunshine, eine… die sie auf den Boden der Tatsachen zurück holt, die ihr Leben von jetzt auf gleich entschleunigt und es ihr ermöglicht zur Realität zurück zu finden. Sie wird geerdet. Der Leser selbst merkt den Unterschied zwischen den beiden Lebensstilen sehr deutliche, denn die Protagonisten unterscheiden sich innerhalb der beiden Städte sehr stark voneinander und zeichnen somit die Wandlung von Sunshine nach. Ruhig, besonnen, ehrlich… gegen Schrill, gehetzt, Fassade!

Der Schreibstil:

Ich habe mich in den Schreibstil von Laura Dave verliebt. Denn er ist locker, flüssig, spritzig, ein wenig witzig und wunderbar gradlinig zu lesen. Sie umschreibt vieles mit grandios gewählten Adjektiven, lässt Bilder im Kopf des Lesers entsteht und entführt ihn auf eine Reise. Eine Reise, die mit Lügen begann und mit etwas anderem, der Wahrheit endet.

Gefühle:

Hello Sunshine, hat es geschafft, mich auf eine falsche Fährte zu locken um dem Hacker hinterher zu jagen. Mir als Leser glauben zu machen, es liege auf der Hand, wer so handelt um Sunshine zu zerstören. Laura Dave hat bewusst den Leser in diesem Glauben gelassen und gekonnt mit dieser Theorie spielt. Aufgedeckt, wird es…. Relativ zum Schluss… und sehr überraschend!

Ein Buch welches mich sehr überrascht und nachdenklich gemacht hat. Als Blogger, Influencer oder YouTuber ist man präsent, man offenbart einen Teil seines Lebens. Gibt man aber immer die Wahrheit preis oder ist alles nur Fassade und gelogen? Wenn man sein Leben auf Lügen aufbaut, kann es passieren, dass irgendwann dieses Kartenhaus zusammen fällt. Das alles was man bis dato erreicht hat weg ist und jemand anderes, die Konkurrenz sofort davon profitiert. Das man von jetzt auf gleich zu einem niemand wird. All dies lernen wir aus diesem Buch. Den absoluten Ruhm, der tiefe Fall, das sich freistrampeln um an die Oberfläche zu kommen und zu retten was zu retten ist und das Erlernen von Umdenken und was wirklich wichtig ist zu erfahren, was Familie bedeutet und die Wahrheit. Nicht alles was glänzt ist aus Gold, es ist immer nur wichtig sich selber treu zu glauben.

Gefühle 2.0:

Ein Buch, was den Zahn der Zeit trifft, denn ich glaube fest daran, dass uns bewusst heutzutage viel vorgemacht wird, nicht mehr alles authentisch und echt ist. Das die mediale Welt dafür sorgt, dass uns viele Sunshines begegnen, viele die wir toll finden und nacheifern, weil wir so sein wollen wie sie. Doch jagen wir vielleicht einer Lüge hinterher? Wer weiß…

Laura Dave bringt es gekonnt auf den Punkt und entführt den Leser in eine Parallelwelt eine die vielen fremd ist, eine die man vielleicht auch gar nicht am eigenen Leibe kennenlernen möchte, die wir aber dank Sunshine erfahren. Das Gute wie das Böse, das Glamouröse bis hin zum Müll. Eine Welt, die uns danach nicht mehr fremd erscheint, aber erschreckend und anders.

Lasst euch darauf ein und taucht ein, in eine Welt aus Lüge und Realitätsverlust. Eine Welt, die oftmals zu Real erscheint und zu greifbar, als das man denken könnte, sie sei erfunden und erlogen.

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Weitere Bücher aus diesem Genre findet ihr unter meiner Rubrik „Erwachsenenliteratur„. Stöbert mal ein wenig in dieser herum!

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. April 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734103533
  • ISBN-13: 978-3734103537
  • Originaltitel: Hello Sunshine
  • Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
  • Erscheinungstermin:  16.04.2018 (Taschenbuch)

 

Jana Herbst – Irgendwas mit Liebe

Irgendwas mit Liebe ist das neuste Werk von Jana Herbst.

Ich freue mich wahnsinnig das neue Buch von der lieben Jana in den Händen halten zu dürfen. Ich kenne Jana alias Claudia seit ihrem allerersten Buch und bin seitdem begeisterte Leserin dieser. Mittlerweile sind wir so etwas wie befreundet! Daher auch unsere gemeinsame Exkursion zur Leipziger Buchmesse 2017, was schon sehr spontan war und binnen 24 Stunden geplant.

Deswegen sind es immer wahnsinnig tolle Momente etwas in Händen zu halten, was von einer Person stammt, die man kennt und schätzt.

Genießt daher heute mit mir zusammen die Rezension zu dem neusten Buch von Jana Herbst – Irgendwas mit Liebe, aus dem Genre Roman.

 

Worum geht es in Irgendwas mit Liebe Buch?

Luisa Elmas, Strafverteidigerin. Taff, souverän, unnahbar und mit allen Wassern gewaschen gewinnt stets ihre Fälle und boxt ihre Mandanten frei. Denn sie ist die letzte Instanz bevor es ins Gefängnis geht. Sie ist die Person, die sich noch für den Mandanten einsetzten kann, bevor es zu spät ist.

Es scheint bei ihr alles perfekt zu laufen. Nur noch einen Fall, den Fall und sie wird Partnerin in der angesehensten Kanzlei für Strafverteidigungen in Berlin. Doch was passiert, wenn plötzlich alles anders kommt? Was passiert wenn sie überfallen, bedroht und selber zum Opfer wird? Alles ins Wanken gerät und ihre eigene Sicherheit bedroht ist? Aufgeben… niemals!

Umgehend besucht sie einen Kurs bei YouTube-Selbstverteidigungsstar Iljas Rick.
und er weiß, wie er sie schützen kann. Denn er ist ehemaliger Polizist und hat noch immer einen wahnsinnigen Beschützerinstinkt, der ihn zwingt Luisa zu helfen. Doch was er gar nicht leider kann, sind Strafverteidiger.

Können die beiden zusammen für Luisas Sicherheit sorgen? Oder ist der Funkenregen zwischen den beiden zu groß, die Anziehung zu immens, dass sie die kommende Bedrohung aus den Augen verlieren?

 

Wer ist die Jana Herbst?

Jana Herbst ist das Pseudonym von Claudia Giesdorf, die 1982 in Rheinland-Pfalz geboren wurde. Eine ihrer schönsten Kindheitserinnerungen ist das Klackern der Schreibmaschine, wenn ihr Opa etwas darauf geschrieben hat. Stundenlang stand sie vor dem Gerät, tippte wahllos auf Buchstaben und stellte sich vor, Schriftstellerin zu sein. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun in Berlin, mittlerweile mit Mann und Tochter, nach deren Geburt sie beschlossen hat, noch einmal zu studieren. Nun schließt sie bald ihr Studium der Klassischen Archäologie ab und weiß ziemlich genau was sie schreiben soll, wenn eine Tastatur vor ihr steht.

 

Wie hat mir Irgendwas mit Liebe gefallen?

Dieses Mal beginne ich ein wenig anders, und zäume das Pferd von hinten auf.

Wer die Bücher von Jana Herbst gelesen hat, wird bei diesem einen großen Unterschied feststellen. Einer, der mir als Leser sofort ins Auge gesprungen ist. Ihre Art und Weise des Schreibens hat sich massiv verändert. Während die ersten beiden Bücher, sehr locker und flapsig waren, halten wir nun ein Buch in den Händen bei dem jeder Satz wohl überlegt ist. Denn wir haben hier eine Mischung aus Witz, Humor und Ernsthaftigkeit gepaart mit Spannung vor uns. Eine Mischung, die nicht ganz einfach ist, aber hervorragend umgesetzt wurde. Ihr Schreibstil ist locker, flockig wenn es um etwas heiteres, etwas zum Lachen geht, etwas was die Mundwinkel und das Herz zum Schmunzeln bringt aber dann auch wieder klar, prägnant und präzise wenn die Ernsthaftigkeit der Geschichte zum Tragen kommt und die Spannung zunimmt. Eine explosive Mischung, die dem Leser einen großen Lesespaß garantiert und für Abwechslung sorgt. Ich mag diesen Stil, denn er sorgt für Überraschungen und ist dadurch nicht eintönig sondern einzigartig und zeigt gleichzeitig, wie sehr sich Jana weiterentwickelt hat.

Der Schreibstil:

Jana hat eine ganz eigene Art von Humor, den sie in ihre Geschichte einfließen lässt. Sie erzählt keine Witze, sondern bindet Szenarien so ein, dass man sich an den Kopf fasst und denkt, wie kommt man als Autor auf solch strange Gedanken, Irrungen und Verwirrungen. (Hier verrate ich nicht mehr, dass müsst ihr selber lesen und ihr werdet schnell die Szenen und Paarungen finden, die ich meine!) Sie verzichtet gänzlich auf verschachtelte Sätze, sondern entführt den Leser direkt in ihre Welt. In die Welt von Louisa und Iljas. Von zwei Protagonisten die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Die Protagonisten:

Louisa:

Die Hauptprotagonistin Louisa Elmas wuchs in einer Kommune auf. Dort hat sie sich immer fehl am Platz gefühlt und konnte mit dem ganzen Lebenswandel der Menschen dort nicht viel anfangen. Daher hat sie sich ein Hobby gesucht, welches sie inspiriert, der Natur näher bringt und für einen Ausgleich in ihrem Leben sorgt. Ihren geheimen Ruhepol. Hier verrate ich nicht mehr! Denn sonst würde ich Spoilern! Dieses Hobby, so sei verraten ist ein Schlüssel für einige Abhandlungen in dieser Geschichte. Dennoch…pssst! Louisa wäre nicht Louisa, wenn das Aufwachsen in der Kommune keine Spuren hinterlassen hätte. Ihre Sucht nach Süßigkeiten, nach allem was süß ist, nach Kaffee, nach Designersachen und nach einer eigenen Wohnung. Sie lebt ihre Laster aus und geht offen mit diesen um. Louisa ist sehr straight, taff in ihrem Beruf, hat einen großen Gerechtigkeitssinn und sieht sich als letzte Instanz vor dem Gefängnis und kämpft für jeden einzelnen Mandanten bis aufs Blut,  hat in den Jahren das Lachen verlernt und lebt eigentlich nur noch dafür, Partnerin in der Kanzlei zu werden. Sie fokussiert ihr Ziel und lässt dieses nicht aus den Augen. Trotz alledem, habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen, denn sie ist von ihrer Art ein wahrer Schatz und wäre eine großartige Freundin. Sie ist anders, sie ist reifer und dieses anders ist sehr gut. Sie ist eine Frau, die mitten im Leben steht, eine die nicht so schnell klein zukriegen und die weiß, was sie will!

Iljas:

Neben Louisa ist Iljas Rick der männliche Hauptprotagonist. Ein ehemaliger Polizist, der aufgrund einer Situation in seiner Vergangenheit dem Beamtentum den Rücken gekehrt hat und nun als YouTuber sein Geld verdient. Er dreht Videos, in denen er seinen Followern zeigt wie sie sich verteidigen können. Iljas verdient damit richtig gutes Geld, richtig gut… wenn ihr versteht was ich meine! Er hat unendlich viele Follower und diese lieben seine ruhige besonnene Art, seine Präzision und sein Geschick. Er ist eine Statur von Mann, durch und durch trainiert und ein Verfechter von allem Süßen. Nur gesundes kommt auf seinen Tisch. Was aber viel schlimmer ist, mit kleinen Strafverteidigerinnen kann er überhaupt nichts anfangen, denn diese haben seinen Job bei der Polizei doppelt so schwer gemacht und waren am Ende einer der Auslöser, warum er diesen Beruf nicht mehr ausüben wollte.

Louisa und Iljas:

So unterschiedlich die beiden auf den ersten Blick zu sein scheinen, so gut ergänzen sich die beiden. Sie können definitiv nicht miteinander, aber anscheint auch nicht ohne einander. Denn Luisa weckt Gefühle in Iljas, die er so vorher noch nicht kannte und Iljas, bringt Louisa zum Lachen. Doch, ob die beiden wie Magneten zueinander finden oder sich doch abstoßen muss ich leider offenlassen.

Iljas muss sich mit seiner Vergangenheit beschäftigen und auseinander setzen, während Louisa es zulassen muss, nicht immer und stets perfekt zu sein. Einfach die Seele baumeln zu lassen und nicht an den nächsten Gerichtstermin zu denken oder wieder in der Notaufnahme zu landen, weil die beiden missgeschicklich aneinander geraten sind. Es knistert ganz zart zwischen ihnen und es baut sich eine kleine leichte Brise von sexueller Irritation auf. Wobei aus der Irritation sehr schnell Erotik wird, die Jana Herbst wirklich gut umsetzt und den Leser zu einem stillen Beobachter dieser Szenen macht. Die Erotik Szenen runden das Gesamtbild um die beiden Protagonisten ab und unterstreichen noch einmal die Anziehung, die die beiden füreinander spüren und empfinden.

Neben den beiden gibt es noch weitere tolle und liebevoll entwickelte Protagonisten. Jeder von ihnen hat seine ganz eigene kleine Geschichte, die der Leser während des Buches kennenlernt und vieles dadurch besser versteht und das eine oder andere kleine Puzzleteil an seinen Platz fällt. Die Geschichte wird dadurch rund und erhält mehr Tiefe.

Das Thema:

Jana Herbst, legt für Irgendwas mit Liebe ein Thema zugrunde, was top aktuell ist. Der Übergriff auf Frauen, die ausgeraubt oder tätlich angegriffen werden. Ihre daraus resultierende Angst und die Frage nach dem, wie kann ich mich als Frau selber schützen. Was muss ich tun um mich selbst sicher zu fühlen und nicht als ewiges Opfer zu enden? Sie hat dies sehr gut in ihrem Buch transportiert und den idealsten Weg gewählt, ein Kurs in Selbstverteidigung. Etwas, dass nicht abwegig ist sondern, in so einem Moment auf der Hand liegt. Doch, wenn aus einem einfachen Raub, plötzlich Stalking wird. Eine Bedrohung und wenn der ganze Alltag ins Wanken gerät und nichts mehr so ist, wie es vorher war. Was dann?

Es zeigt, wie viele Menschen auf soziale Medien zurückgreifen um sich verteidigen zu können, um sich sicher zu fühlen und sich in einem Kurs nicht öffentlich als Opfer outen zu müssen. Sie können anonym bleiben und von dem Wissen anderer profitieren.

Diese beiden Themen verknüpft Jana Herbst miteinander und schafft es, eine Story zu enzwickeln, die witzig und spritzig ist, die zum Nachdenken anregt, die von einem auf den anderen Moment von todernst zu hysterischem Lachanfall wechselt. Spannung ist zusätzlich garantiert. Wobei die Spannung nicht gänzlich aufrechterhalten wird, immer mal wieder abflacht und dann erneut zum Leben erweckt wird und noch ein Stückchen mehr die Leiter empor klettert. Bis zum Schluss habe ich gerätselt und hatte die unterschiedlichsten Personen in Verdacht, aber … wer wirklich dahinter steckt, darauf wäre ich nie gekommen. Verraten hier, … nein!

Meine Meinung:

Irgendwas mit Liebe ist ein wunderbares und wirklich sehr zu empfehlendes Buch! Eines was den Tag versüßt… was die Nächste zu kurz werden lässt und was unter jedem Weihnachtsbaum liegen sollte.

P.S. Diese Rezension ist nicht beeinflusst von meinem Namen in der Danksagung!!! Das weiß die liebe Jana alias Claudia genauso gut wie ich und du!

 

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Weitere Büche von Jana Herbst findet ihr >HIER<!

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 603.0 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 370 Seiten
  • Verlag: Feelings; Auflage: 1 (1. Dezember 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B073VC5PF6
  • Preis: 12,99 € (Taschenbuch)

Loewe Lernkrimis

Die Lernkrimis vom Loewe Verlag  stand bei Maxi ganz oben auf dem Wunschzettel. Deswegen freut es uns umso mehr, dass dieser Wunsch erfüllt wurde.

Dieses Mal handelt es sich um ein Buch, was direkt zwei Dinge miteinander kombiniert. Das lesen und das Lösen von Rätseln. Das Rätselraten ist als Krimi getarnt, mit vielen tollen Aufgaben, dies soll animieren, Spaß und Freude schenken.

Daher, lasst euch überraschen und taucht ein mit mir in die Welt von Jo, Hannes, Paula und Frau Meier. Wenn es heißt, Loewe Lernkrimis, aus dem Genre Kinderbuch.

 

Worum geht es in den Lernkrimis?

Zwei spannende Lernkrimis in einem Band!

Die Spur zum Kellerfenster
Wo ist Hamster Karli? Wurde er etwa entführt? Das Detektiv-Team macht sich auf die Suche und stößt schnell auf interessante Spuren. Können sie Karli finden?

Das Monster im Schulkeller
Beim großen Kostümfest verschwindet plötzlich eine Schülerin. Hat der Besucher im unheimlichen Monsterkostüm etwas damit zu tun? Paula, Jo und Hannes folgen den Hinweisen.

 

Wer sind die Autoren?

Annette Neubauer: Jahrgang 1963, hat schon als Kind lieber spannende Fälle gelöst als mit Puppen zu spielen. Im Jahr 2000 begann ihre Tätigkeit als Kinderbuchautorin. Seither hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht. 2009 wagte sie schließlich den Sprung und lebt seither als freie Kinderbuchautorin in Köln.

Christiane Wittenburg: Ist Grundschullehrerin und schreibt seit ein paar Jahren Bücher für Kinder. Sich Krimis und knifflige Rätsel auszudenken, macht ihr ebenso viel Spaß wie sie selbst zu lesen und zu lösen. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt sie in der Nähe von Freising.

Hans-Günther Döring ist Jahrgang 1962. Seine große Leidenschaft gilt dem Zeichnen, der Fotografie und der Musik. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Töchtern in der Nähe von Hamburg.

 

Wie haben mir die Lernkrimis gefallen?

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Paperback. Eines im wirklich guten und handlichen Format, was sich auch mal schnell in die Tasche stecken lässt um Unterwegs zum Einsatz zu kommen. Es ist etwas größer als DIN A 5.

Dies hat mir sehr gut gefallen und meinem Sohn ganz besonders. Denn er hat festgestellt, die meisten Bücher der Großen sind nicht mit so einem „dicken“ Umschlag versehen, sondern haben einfach einen aus Papier. Das hat ihn richtig Stolz gemacht.

Inhalt:

Das Buch selber besteht aus zwei Geschichten.

Die einzelnen Geschichten umfassen ca. 35 Seiten, gepaart mit Rätseln und Aufgaben die gelöst werden müssen.

Die Schrift ist relativ groß gewählt, so dass auch ein Leseanfänger mit über die Schulter schauen und die ersten erlernten Buchstaben selber finden und erkennen kann.

Die einzelne Geschichte selber, wird immer auf der linken Seite erzählt, während auf der rechten Seite direkt eine Aufgabe dazu gestellt wird. In dieser ist manchmal sogar ein weiterer Hinweis versteckt. Dadurch wird ein Anreiz geboten, das Rätsel zu lösen um weiter zu erfahren, was es mit der Geschichte auf sich hat. Schließlich will man dem Dieb auf die Spur kommen bzw. den Hamster finden.

Aufgaben:

Die zu lösenden Aufgaben, sind dem Fach Deutsch zuzuschreiben und ermutigen das Kind auf jeden Fall am Ball zu bleiben und beim lesen aufmerksam zuzuhören. Es finden Wiederholungen des Vorgelesenen statt, gleichzeitig wird aber auch das lesen von Erstlesern gefördert und die Konzentrationsfähigkeit verstärkt unterstützt.

Illustration:

Sehr ansprechend sind die Illustration in dem Buch, die haben meinem Sohn besonders gut gefallen. Aufgrund dieser, konnte er selber als Erstleser mit gerade einmal 5 Buchstaben das eine oder andere Rätsel lösen und so ein weiteres Indiz sammeln. Dies hat ihn mächtig stolz gemacht.

Rätsel:

Die beiden Geschichten sind absolut kindgerecht, kniffelig zu lösen und auch ein klitzekleines bisschen spannend.

Die Lösungen, welche gesammelt, können auf den letzten Seiten im Buch in eine große Lösungsseite eingetragen werden. Durch die einzelnen Buchstaben erlangt man ganz zum Schluss den Lösungssatz und erhält somit das Ergebnis seiner mühsamen Indiziensuche.

Für uns Eltern gibt es noch einen separaten Lösungsteil. Denn, ich gestehe bei manchen Rätseln musste auch ich schwer überlegen.

 

Was sagt Maxi dazu?

Mir hat besonders gut gefallen, dass wir es überall mit hinnehmen konnten und ich immer ein Buch zum Rätseln dabei hatte. Schade fand ich, dass ich nicht alle Aufgaben alleine lösen konnte, sondern immer etwas Hilfe benötigt habe.

Ganz besonders gut, fand ich Geschichte 2, die war echt spannend. Auch die Rätsel haben mir viel mehr Spaß gemacht und waren besser. Schön fand ich auch die Bilder, die haben mir geholfen, die Geschichte zu verstehen und mich unterstützt beim Lösen der einzelnen Aufgaben.

Mama musste mir aber beim Schreiben helfen und mich auch das eine oder andere Mal korrigieren. Denn nicht alles war richtig, sondern mitunter wirklich schwer.

 

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Weitere tolle Kinderbücher findet ihr >HIER<!

  • Taschenbuch: 72 Seiten
  • Verlag: Loewe (24. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785588348
  • ISBN-13: 978-3785588345
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 – 8 Jahre
  • Preis: 5,95 €

 

Marie Lu – Young Elites „Die Gemeinschaft der Dolche“ Band 1

Young Elites… endlich, kann ich es lesen!!!

Ich war begeisterter Leser von Marie Lu´s erster Triologie „Legend“ und umso gespannter auf ihre neue Reihe „Young Elites“.

Natürlich ist es schwer an eine erfolgreiche Serie anzuknüpfen, diese zu toppen oder zumindest gleichwertig zu halten und den Leser erneut zu begeistern. Ob es ihr gelungen ist, lest ihr weiter unten.

Heute geht es in der Rezension um das Buch von Marie Lu – Young Elites „Die Gemeinschaft der Dolche“ Band 1, aus dem Genre Jugendbuch Fantasy.

 

Worum geht es in Young Elites?

Adelina, Tochter eines reichen Kaufmannes, wird vom mysteriösen Blutfieber heimgesucht und gezeichnet. Ihre ehemals schwarzen Haare verfärben sich über Nacht silbern. Doch auch eines ihrer Augen fällt dieser Krankheit zum Opfer und macht Adelina nun noch offensichtlicher zu einer ausgestoßenen. Denn die Gesellschaft duldet diese Menschen nicht und verbannt sie. Viele von ihnen werden getötet und vor aller Augen verbrannt.

Die Krankheit hat Adelina alles genommen. Eine strahlende Zukunft, einen Mann an ihrer Seite und die Chance selbst eine Familie zu haben. Doch diese Krankheit, hat auch etwas Besonderes aus ihr gemacht. Ihr Kräfte verliehen, die sie von den anderen Gezeichneten abhebt. Doch mit dieser Gabe ist sie nicht alleine.

Denn die Gemeinschaft der Dolche, ist ein Geheimbund aus Gezeichneten mit magischen Kräften, die ihnen durch die Krankheit verliehen wurden. Doch sie werden vom König gejagt und gleichzeitig gefürchtet, denn mit ihren Fähigkeiten wären sie in der Lage, ihn vom Thron zu stürzen und alles zu verändern. Doch die Dolche schaffen dies nicht alleine, dafür benötigen sie die Hilfe von Adelina.

 

Wer ist Marie Lu?

Marie Lu, Autorin der Bestseller-Trilogie Legend, wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of Southern California studierte. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie bei den Disney Interactive Studios, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann und drei Hunden in Santa Monica, nahe dem Meer.

 

Wie hat mir Young Elites gefallen?

Mittlerweile ist es 14 Tage her, dass ich das Buch ausgelesen habe. In dieser Zeit habe ich immer mal wieder an die Geschichte und ihre Protagonisten gedacht. Und eine zentrale Frage ist mir dabei nicht aus dem Kopf gegangen… Ist dies wirklich ein Jugendbuch?

Ein Buch welches eine sehr komplexe Heldin hat, eine die von ihren dunklen Kräften gefangen gehalten wird, die sich an der Angst der anderen labt und wächst. Eine Gabe, die kaum zu kontrollieren ist und stets in brutaler Gewalt mündet. Ein Buch, was sehr düster in seiner Gesamtheit ist, mystisch, fiktional und dunkel.

Alleine diese kurze knappe Passage gibt die Gesamtheit des Buches wieder und umreißt das Buch in seinen Zügen. Deswegen hat sich für mich die oben bezeichnete Frage aufgetan, ob das gewählte Genre das Richtig ist. Oder bin ich nur zu zart besaitet?!

Der Spielort:

Das Buch spielt in einer märchenhaften Welt. Eine Welt, die erschaffen wurde, um die Dolche und die Gezeichneten zum Leben zu erwecken. Sie erinnert ein wenig an Venedig, aufgrund ihrer Kanäle und kleinen Gassen und gleichzeitig, hat man das Gefühl in der Renaissance angekommen zu sein, da von Kurtisanen die Rede ist. Der Ort des Geschehens ist fiktiv, erschaffen für diese Geschichte und wahrscheinlich erschließt sich jedem Leser ein anderes Bild und ein jeder wird etwas anderes in dem geschriebenen finden, was eine Interpretation der erschaffenen Welt zulässt.

Die Protagonisten:

Adelina:

Als Hauprotagonistin treffen wir Adelina an. Ein wirklich starkes, wunderschönes Mädchen. Sichtbar gezeichnet von einer Krankheit, die sie zu einer Aussätzigen macht. Sie ist nicht wirklich die typische Heldin, die man im ersten Moment vermutet. Sie ist vor allem in ihrer gesamten Wandlung sehr komplex und bedarf viel Aufmerksamkeit vom Leser. Adelina, trägt eine Gabe in sich, die es ihr ermöglicht Ängste in Menschen hervorzurufen, die es eigentlich nicht gibt und Bilder zu erschaffen, die nicht vorhanden sind. Ihre Gabe ernährt sich von den Ängsten der anderen und zieht sie zunehmend in das dunkle hinein. Adelina, trägt die Dunkelheit in sich und wird immer mehr von dieser übermannt. In meinen Augen ist sie eine tragische Heldin, denn das wofür sie kämpfen will, fängt an sie zu zerstören und macht es ihr fast unmöglich, den Menschen, der sie sieht und schätzt zu retten. Adelina, ist überwältigt von Missgunst, Unmut, Angst und Misstrauen. Sie lässt niemanden an sich heran und schenkt kaum einem Menschen, das Vertrauen ihr näher zu kommen. Aktuell lernen wir Adelina als eine Person kennen, die sich immer wieder wandelt. Wenn man das Gefühl bekommt, sie fängt an sich zu öffnen, passiert stetig etwas Neues, was dafür sorgt, dass dieser kleine Funke sofort erlischt. Wir erleben das Erwachen der dunkleren Seite und der wachsenden Gabe, die von ihr Besitz ergreifen zu scheint. Von daher muss man hier abwarten, was die anderen beiden Bände bringen werden und welche Wandlunge sie dort vollzieht.

Weitere Protagonisten:

Die anderen Protagonisten, müssen erlebt werden, um zu begreifen was es heißt eine Gabe zu besitzen oder seine Gabe zu vertuschen um an Macht zu gelangen. Wozu Menschen bereit sind, um sich ihr Leben, ihr Antlitz und ihren Ruhm zu erschaffen. Jeder Protagonist ist einzigartig in seiner Art und Weise, die er darstellt um dem Buch und der Geschichte einen Sinn zu verleihen. Jeder einzelne trägt zu einem großen Puzzle bei, was gefüllt und fertigstellt werden muss. Doch, jeder einzelne von Ihnen ist sehr komplex und hat manchmal zu Schwierigkeiten beim lesen geführt. Denn die oftmals fremden Namen, mit den unterschiedlichen Gaben, mit der Gestaltung der Kulisse und der Wahl der Zeit in der diese Geschichte spielt, war es für mich nicht immer einfach nachzuvollziehen. Ich habe lange gebraucht, um jeden einzelnen Protagonisten von den anderen unterscheiden zu können, um dann am Ende zu verstehen, wer welche Aufgabe und wer welche Position in dieser Geschichte bekleidet. Dennoch bleiben hier viele Fragen offen?

Die Story:

Die Geschichte selber, ist faszinierend, von ihrer Idee der Umsetzung. Marie Lu hat wieder einmal eine ganz eigene Welt erschaffen, in der Young Elites spielt. Eine Welt voller Farbe, Fantasie und vielen unterschiedlichen Eindrücken, die sie versucht in ihrer Geschichte zu verarbeiten. Ich hatte oftmals das Gefühl in einem Venedig zu sein, was gerade Karneval feiert, in einer prunkvollen Villa zu stehen, in der Männer Ausschau nach ihrer neusten Kurtisane halten, in der schwule zu Frauen werden und die Begierde der Männer ins unermessliche steigt. Ein Land regiert von einem König, welcher die Marionette der Königin zu sein scheint. Oder täuscht dies nur? Eine Geschichte die beherrscht wird von Dunkelheit, von Gewalt, von Blut, von Fantasien und der Angst. Eine Geschichte, die nach außen hin, schillernd wirkt durch die unterschiedlichen Kulissen aber in Wahrheit unter einem dunkeln Schleier verborgen liegt.

Meine Meinung:

Für mich ist dieses Buch sehr brutal und blutrünstig. Sehr dunkel und bedrohlich und meine Frage, ob es wirklich ein Jugendbuch sein kann, kann an dieser Stelle nicht ausreichend beantwortet werden. Auf der einen Seite tendiere ich zu einem Ja. Denn die Schreibweise von Marie Lu, ist sehr einfach, simple und unverschnörkelt. Sie verzichtet auf verschachtelte Sätze und bringt auch fremdes ziemlich schnell auf den Punkt, so dass man als Leser keine Schwierigkeiten hat ihr zu folgenden und in das Geschehen einzutauchen, die Sprache und Einfachheit der Jugend. Auf der anderen Seite tendiere ich zu einem Nein, denn ein brutal verübter Mord, ist in meinen Augen nicht für ein Jugendbuch geeignet.

Hier wird es nie, die richtige oder falsche Antwort geben. Hier bleibt Spielraum für das eigene Empfinden.

Wohin die Reise geht, wird sich zeigen!

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  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (16. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785583532
  • ISBN-13: 978-3785583531
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Originaltitel:The Young Elites
  • Preis: 18,95 € (gebundene Ausgabe)

Linnea Svensson – Villa Wunderbar – Ein Waschbär zieht ein

Die Villa Wunderbar ist bei uns eingezogen.

Vielen Dank an den Loewe Verlag für dieses wunderschöne Rezensionsexemplar.

Maxi und ich durften das Buch von Linnea Svensson – Villa Wunderbar „ Ein Waschbär zieht ein“, aus dem Genre Kinderbuch gemeinsam lesen und bewerten.

 

Worum geht es in der Villa Wunderbar?

Mathilda und Joschi leben mit ihren Familien in einer alten Villa. Seit kurzem gibt es in Omas Waschsalon „Waschnuss“ noch einen kleinen Untermieter namens Henri den Waschbären.

Henri lebt in einer alten Waschtrommel. Ist süß, klein, kuschelig und hat es Fausdick hinter den Ohren.

Aber das ist nicht alles, den Henri kann sprechen. Doch dies ist ein großes Geheimnis und wird von den drei Freunden geteilt. Gemeinsam erleben sie mit einem Stück Kuchen, einem Kakao und einer großen alten Villa wunderbare Abenteuer und es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

 

Wer sind die Autoren?

Linnea Svensson, das sind: Sandra Grimm und Ann-Katrin Heger, die viel Spaß mit der wunderbaren Villa und ihren lustigen Bewohnern hatten. Klar, dass die beiden am liebsten selbst dort einziehen würden. Auf den Dachboden. Oder ins Nebenhaus. Oder ins Haus gegenüber. Auf jeden Fall so nah wie möglich!

Nikolai Renger ist in Karlsruhe geboren. Er ist als freiberuflicher Illustrator für verschiedene Verlage und Agenturen tätig.

 

Wie hat mir die Villa Wunderbar gefallen?

Dieses Rezensionsexemplar hat mich ganz besonders gefreut, denn schon lange hatte ich kein Buch mehr in der Hand, was sich so wunderbar zum Vorlesen und gemeinsamen Kuschelstunden auf der Couch geeignet hat wie dieses.

Das Buch ist im Din A5 Format gehalten und liegt sehr gut in der Hand. Die Seiten sind ein wenig dicker vom Papier, was ein langes Lesevergnügen garantiert, da sie doch robuster gegen das ständige Umblättern sind.

Die Ausstattung:

Die 20 Geschichten haben meistens eine Stärke von 3-4 Seiten. Dadurch wird die Aufmerksamkeit nicht ganz so stark beansprucht und die Geschichten lassen sich wunderbar einteilen, damit das Interesse an dem Buch nicht ganz so schnell verfliegt.

Die Schrift ist relativ klein gehalten, so dass es kein Buch für Leseanfänger ist, sondern eher für Fortgeschrittene Leser oder als Vorleselektüre dient. Ergänzt werden die Geschichten mit wunderbar schönen und treffsicheren Bildern. Mir persönlich gefallen die Bilder sehr gut, da sie liebevoll gemalt sind und die Geschichte in einer Zeichnung unterstützen und zusätzlich die Aufmerksamkeit des Kindes anregen.

Die Geschichten:

Die Geschichten selber, finde ich total gelungen und sehr herzlich. Zum einen sind es kleine Abenteuer die erlebt werden und zum anderen wird das Thema Freundschaft behandelt aber auch Rätsel müssen gelöst werden. Henri als Waschbär ist einfach zuckersüß und hat einen eigenen Kopf, den er natürlich immer wieder versucht durchzusetzen. Ein Buch, welches wirklich Junge und Mädchen anspricht, abholt und begeistert. Vor allem, wenn so tolle Protagonisten am Werk sind, wie in diesem Fall.

 

Was sagt Maxi dazu?

Maxi selber hat ein Waschbär Kuscheltier. Dieses heißt Sebi. Eigentlich wird Sebi sehr stiefmütterlich behandelt und kaum angeschaut. Doch seitdem wir mit diesem Buch angefangen haben, ist Sebi der Held. „Mama, ohne Sebi können wir das Buch nicht lesen.“ Anscheint, werden dort Verbindungen hergestellt, die eine Mama nicht nachvollziehen kann. J

„Das Buch gefällt mir total. Meine Lieblingsgeschichte ist die, mit dem Seifenkistenrennen. Vor allem mag ich die Stellen mit dem Waschbären, die sind sehr lustig. Besonders wenn Mama beim lesen ihre Stimme verstellt.

*Zack, aufgeflogen*

 

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  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Loewe (18. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785585144
  • ISBN-13: 978-3785585146
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre
  • Preis: 12,95 € (gebundene Ausgabe)

Yukon „Mein gehasster Freund“ – Till Lindemann & Joey Kelly

Yukon… Ein Buch, welches mich sehr überrascht hat. Niemals hätte ich gedacht, dass mich die Bilder in Yukon so fesseln.

 

Ich war nicht auf der Buchmesse in Frankfurt, habe in letzter Zeit aber so viele tolle Bücher zugesandt bekommen, dass mich der große schwere Karton nicht gewundert hat.

Allerdings war die Überraschung, als ich diesen dann geöffnet habe, doppelt so groß.

Was ich eher seltener rezensiere sind Bildbände. Doch was mich aus dem Karton angelacht hat, hat mich mehr als überrascht und ich konnte nicht anders, als mir Zeit zu nehmen, das Buch zu öffnen und ganz in Ruhe dieses durchzublättern und einfach nur wirken zu lassen.

Vielen Dank daher an die Verlagsgruppe „Nationale Geographics“ für diesen tollen Bildband.

Heute geht es um eine strange Kombination aus Joey Kelly & Till Lindemann, Yukon „Mein gehasster Freund“, aus dem Genre Reise & Abenteuer Bildband.

 

Worum geht es in Yukon?

Till Lindemann und Joey Kelly, zwei Männer der Extreme.

Der eine ist Sänger von Rammstein, der in seinen Texten provozierende wie feine Töne anschlägt und der andere Mitglied der Kelly Family und Ausdauersportler. Zwei Welten treffen aufeinander. Hart und zart!

Die beiden Männer folgen dem Mythos Yukon und stellen sich der Herausforderung des Flusses.

Die grandiosen Landschaftsaufnahmen von Thomas Stachelhaus erzählen von dem Abenteuer auf diesem grimmigen, kalten Strom.

Mit einem Interview der beiden Künstler und unveröffentlichten Gedichten von Till Lindemann.

 

Wer sind die Autoren?

Joey Kelly, geboren 1972 bei Toledo in Spanien, ist Bandmitglied der legendären »Kelly Family«, die bis heute über 20 Millionen Tonträger verkauft hat. Als Ausdauersportler und Abenteurer absolvierte er über 100 Marathons und Ultra-Wettkämpfe weltweit.
Till Lindemann, geboren 1963 in Leipzig, verbrachte seine Jugend mit Leistungssport (Schwimmen), trat eine Lehre als Tischler an und arbeitete als Zimmermann und Korbflechter. Seit 1994 ist er Sänger und Texter der Band »Rammstein«.

 

Wie hat mir Yukon gefallen?

Dieses Buch ist wahrlich kein Leichtgewicht. Mit seinen knapp 2,5 kg liegt es schon etwas schwerer in den Händen. Daher bietet es sich an, sich ein bequemes Plätzchen zu suchen, das Buch vor sich hinzulegen und langsam und genüsslich zu genießen.

Der erste Eindruck:

Alleine der Erste Eindruck, vermittelt dem Betrachter des Buches, das es sich nicht einfach um einen x-beliebigen Bildband handelt, sondern um ein wirklich hochwertiges und aufwendig gestaltetes Buch. Das Buchcover zeigt die beiden Hauptprotagonisten und ist ein Fotodruck in sehr detailreicher und hochauflösender Form. Die goldenen Lettern fallen einem direkt ins Auge. Der Schriftzug mit dem Titel ist in einem Reliefdruck gehalten und die Haptik des Buches ist unwahrscheinlich gut. Alleine das drüber fahren mit den Fingern über das Wort „Yukon“ lässt jeden Haptiker in Verzückung fallen.

Dem Betrachter wird auf den ersten Seiten des Buches, grafische Ausschnitte zweier Karten gezeigt, in denen der Teil des Yukon markiert ist, dem sich die beiden Protagonisten gewidmet und bezwungen haben. Dadurch lässt sich besser nachvollziehen wohin ging die Reise und die einzelnen Fotos haben eine noch stärkere Bedeutung erlangt, nachdem sichtbar wurde, welche Gebiete und Länder sie durchquert haben.

Die Fotos:

Die meisten der Bilder sind doppelseitig gedruckt, in einer wahnsinnig guten Qualität. Man kann bei längerer Betrachtung der Fotos, unwahrscheinlich viele kleine Details sehen und auch Dinge auf Fotos entdecken, die beim ersten schnellen schauen nicht direkt ins Auge fallen.

Die Fotos zeigen eine unendlich Weite, strahlen eine wahnsinnige Gelassenheit aus und lassen den Betrachter dennoch spüren, dass diese Wildnis die auf uns so wahnsinnig ruhig daherkommt, harter Kampf sein muss. Man kann oftmals die Kälte und die unendliche Einsamkeit spüren.

Man sieht Bilder von Joey Kelly, nachdenklich sitzend, während hinter ihm eine weite von Nichts ist. Irgendwo mitten im Nirgendwo. Bilder von Till Lindemann, wie er Gedanken niederschreibt, Gedichte verfasst und man an seinem Gesicht ablesen kann, dass er ganz tief in sich selber ruht und eine Ruhe ausstrahlt, die zu der gesamten Umgebung passt.

Die Geschichte:

Ein Teil dieser Gedichte, ist in dem Bildband verarbeitet. Beim durchstöbern stößt man immer mal wieder auf eines davon. Gelesen habe ich sie alle… und sie sind, was ich niemals gedacht hätte, sehr gut. Sie zeigen mir eine völlig andere Seite von Till. Nicht die, die ich sonst als Rammstein Frontman wahrnehme, sondern eine gefühlvolle, nachdenkliche Seite, die ich ihm nie zugetraut hätte.

Die Protagonisten:

Die Kombination der beiden Männer finde ich sehr interessant. Für mich, der softe Joey Kelly gegen den Knallharten Till Lindemann. Eine hochexplosive Männerfreundschaft, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Können diese beiden Männer ein gemeinsames Abenteuer bestehen und daraus einen grandiosen Bildband machen?! Ja, das können sie. Till Lindemann, der provozierende ins Mikrofon schreiende Sänger gegen Joey Kelly den Extremsportler? Hart gegen zart! Oder vertut man sich anfänglich mit diesem Gedanken?

Auch hier, ein dickes Ja! Denn eigentlich ist Till der eher zartere der Beiden, denn er wäre planlos auf den Trip gegangen, gäbe es da nicht Joey den Harten, der alles durchgeplant hat. Dies erfährt man aber nur im Interview. Leider gibt es in dem Bildband kein Inhaltsverzeichnis, so dass das Interview gesucht werden muss. Das Suchen lohnt sich, denn ich finde dieses Interview toll, da man die beiden Helden in dem Buch noch etwas besser kennenlernt und versteht, wer welchen Part in diesem Abenteuer bekleidet hat. Warum ein Till Lindemann, der vermeintlich Harte, zum Softie wird und die Duracell Batterie bei Joey Kelly einfach kein Ende findet. Dieses Interview ergänzt wunderbar das ganze Buch und macht die Bilder noch greifbarer und haucht jedem einzelnen davon Leben ein.

Auf den letzten Seiten des Buches, findet man zusätzlich noch ein Portrait über den Fluss Yukon. Es hat mir sehr gut gefallen und ergänzt das Buch. Mit diesem mehrseitigen berichtet vervollständigt sich das Ganze und man kann als Betrachter noch stärker die Bilder nachvollziehen und in das Abenteuer eintauchen.

Ein tolles Geschenk für alle Fans von Joey und Till und natürlich für jeden der einfach gerne einmal abtauchen möchte und die Unendlichkeit des Seins spüren will.

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  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: NG Buchverlag GmbH; Auflage: 1 (5. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866906404
  • ISBN-13: 978-3866906402
  • Preis: 79 € (gebundene Ausgabe)

Simone Wille – Tokyo Cakes „Süße Rezepte aus Japan“

Tokyo Cakes… ich fasse es nicht. Endlich das Buch mit den grandiosen Rezepten aus Asien! Tokyo Cakes ist mehr als nur ein Buch… es ist eine Genussreise.

Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für dieses wunderschöne Rezensionsexemplar.

Ich darf das erste Backbuch in den Händen halten, welches sich mit Backleckereien aus Tokio befasst.

Geschrieben und gestaltet wurde es von Simone Wille – Tokyo Cakes „Süße Rezepte aus Japan“, aus dem Genre Kochen und Genießen.

 

Worum geht es in Tokyo Cakes?

Es handelt sich um das erste Backbuch, das seine Leser in die japanische Genusswelt einlädt. Ob Cheesecake, Matcha Fondant oder Cold Brew Coffee Jelly, dieses Buch bietet ein großes umfangreiches Sammelsurium an kulinarischen Köstlichkeiten.

Die Rezepte sind auf die europäischen Küchen abgestimmt, so dass es zu keinerlei Problemen in der Nachahmung und Herstellung der raffinierten und einfachen Rezepte kommen sollte.

Eine Vielzahl an Rezepten,  Tradition trifft auf Moderne – ein Fest für Gaumen und Auge, fotografisch festgehalten.

Rezepte für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis gleichermaßen, die ihr persönliches Repertoire um einige außergewöhnliche Köstlichkeiten erweitern möchten.

Wer kann da widerstehen? Tokyo Cakes sind fast zu schön, um sie zu essen – aber auch zu köstlich, um es nicht zu tun.

 

Wer ist Simone Wille?

Simone Wille, geboren 1980 in München, röstete im Feinkostgeschäft ihrer Familie schon als Kind Kaffeebohnen von Hand. Sie hat in Salzburg und London Journalistik studiert und auf der ganzen Welt gearbeitet. Bis heute verfasst die Autorin am liebsten Artikel und Bücher zum Thema Kulinarik, Kultur und Lebensstil. Seit 2006 ist sie zusätzlich bei Dallmayr als Tee-Expertin und Kommunikationsleiterin tätig. Sie lebt, kocht und schreibt in München.

 

Wie hat mir Tokyo Cakes gefallen?

Schon lange verfolge ich auf Facebook verschiedene Blogs die japanische Köstlichkeiten nachkochen und dies in Form von kleinen Videos zeigen. Ich bin immer sehr angetan vom Ergebnis und der mitunter einfachen Zubereitung, dass ich schon seit langem damit geliebäugelt habe, solch ein Rezept nach zu backen. Doch, meist scheitert es an den Angaben der Zutaten. Sie sind nicht wirklich präzise.

Daher freut mich dieses Buch ungemein und ich habe es lange und ausgiebig durchgeblättert, mir viele dieser wundervollen Rezepte angeschaut und durchgelesen und kann zumindest sagen, es klingt alles sehr europäisch.

Das Buch ist relativ handlich. Es ist etwas kleiner als ein DIN A4 Blatt, liegt aber sehr gut in der Hand. Das Cover ist in Weiß gehalten und zeigt bereits typische japanische Bilder von Leckereien und kleinen Cafés bzw. Kaffeeständen. Es ist sehr ansprechend und besticht durch die hellen Farben.

Die Blattfarben sind nicht schneeweiß, sondern leicht abgetönt und sehr angenehm fürs Auge. Dadurch kommen die Fotos fein, simpel und auf den Punkt rüber. Aus meiner Schulzeit kenne ich dieses Papier noch als recyceltes Papier, da es immer einen leicht dunkleren Touch hatte als das meiner Klassenkameraden. Mir gefällt dies sehr gut, da es angenehm für die Augen ist und einfach super zu den asiatischen Köstlichkeiten passt.

Das Buch ist in verschiedene Kapital eingeteilt. Angefangen mit Kuchen, Torten, Käsekuchen, Getränke etc. Mir gefällt dies sehr gut, da man direkt nach seinen persönlichen Vorlieben schauen kann und dann erst im Nachhinein nach allen anderen Köstlichkeiten. Besonders toll gefällt mir das Kapitel mit den Käsekuchen, denn ich liebe sie.

Simone Wille hat versucht jeden Kuchen ansprechend zu fotografieren und neben dem Rezept zu platzieren. Dadurch läuft einem noch mehr das Wasser im Mund zusammen. Die Fotos selber bestechen durch ihre Puristik und ansprechende Platzierung der Kuchen/ Torten. Die Titel sind immer in Deutsch gehalten, mit den typischen japanischen Schriftzeichen als Untertitel.

Alle Rezepte beinhalten Zutaten, die ohne Probleme hier bei uns auch zu bekommen sind. Spätestens im Biomarkt, oder einem gut sortierten Asiatischen Supermarkt. Mittlerweile gibt es diese in vielen großen Städten.

Gepimpt wird das Buch mit tollen Bildern von Tokio und eingefangenen Momenten in Cafés bzw. Straßenbars. In den Bildern wird eine wahre Ruhe ausgedrückt, was untypisch für das Laute Tokio ist. Man hat oftmals das Gefühl gar nicht dort zu sein, sondern eher in einem kleinen Dorf, weit weg von allem. Mit einer Stille um einen herum, die es ermöglicht vollständig in das Backbuch einzutauchen, sich jedes Bild mit dem passenden Rezept anzuschauen und einfach zu träumen und in den Genüssen zu schwelgen und schweben.

Am Buchende ist ein Anhang zu finden, in welchem Tipps zu den verwendeten Backformen, Techniken und Backhinweisen gegeben werden. Sowie ein Glossar mit den unterschiedlichsten Zutaten, die für uns in Deutschland nicht alltäglich sind oder die, die von unseren abweichen. Z.B. das Mehl.

Ein super Geschenk für Backfeen, die gerne mal etwas Neues ausprobieren wollen.

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  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag (13. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827013372
  • ISBN-13: 978-3827013378
  • Preis: 24,00 € (gebundene Ausgabe)

Beate Boeker – Hochzeitstorte mit Todesfall (Band 1)

Hochzeitstorte mit Todesfall, ist das erste Buch einer toller neuen Krimireihe.

Ich freue mich total, dass ich erneut ein Buch von Beate Boeker lesen und rezensieren durfte.

Ich habe sie in Leipzig kennengelernt und seitdem schätze ich ihre Bücher sehr und war tierisch begeistert, als sie mir den ersten Band aus der Krimireihe „Florentinische Morde“ zur Verfügung gestellt hat.

In der heutigen Rezension geht es um das Buch von Beate Boeker – Hochzeitstorte mit Todesfall (Band 1), aus dem Genre Krimi.

 

Worum geht es in Hochzeitstorte mit Todesfall?

Carlina und ihre Cousine Emma, wollen ihnen Großvater zu Emmas Hochzeit abholen. Die Zeit drängt, denn es sind nur noch 30 Minuten, bis Emma vor den Traualter treten soll. Doch die beiden finden den Großvater tot am Küchentisch sitzend vor. Was nun?

Emma ist nicht bereit sich den schönsten Tag in ihrem Leben vermasseln zu lassen, wegen einer Leiche und stachelt Carlina dazu an, ihr zu helfen den Tod zu vertuschen. Nur für ein paar Stunden! Was würde da näher liegen, als ihren Opa ins Bett zu verfrachten und es so darzustellen, als hätte er sich hingelegt und wäre dabei für immer eingeschlafen! Perfekter Plan! Oder auch nicht?

Doch die Folgen sind unausweichlich. Haben sie allen Gästen am Tag zuvor erzählt, Opa würde sich nicht gut fühlen, stellt sich nun heraus, er wurde vergiftet. Carlina ist die Hauptverdächtige und wird von Commissario Stefano Garini auf Schritt und Tritt durch Florenz verfolgt.

Doch was, wenn noch ein weiterer Mord passiert?

 

Wer ist Beate Boeker?

Als Beate Boeker 2005 ernsthaft mit dem Schreiben von Büchern anfing, stellte sie fest, dass die Unterstützung für angehende Autoren in Deutschland eher gering ist und entschied sich dazu, ihre Erstlingsexemplare in den USA zu veröffentlichen.

Daher wechselte sie kurzerhand die Sprache, vom deutsch ins englische und ließ ihre Bücher bei Avalon verlegen. Dort erschienen sie als gebundene Ausgabe. Mittlerweile gibt es über Amazon ihre Bücher auch im Taschenbuch Format oder als E-Books, da diese Avalon aufgekauft haben bzw. da sie ihre Romane als Indie-Autorin teilweise selbst veröffentlicht.

Die Übersetzung der Bücher folgt langsam. Der deutsche Buchmarkt kann sich daher Stück für Stück über die Werke freuen.

 

Wie hat mir Hochzeitstorte mit Todesfall gefallen?

Ich freue mich total, endlich wieder einen Krimi in den Händen zu halten, der mehr zu bieten hat als nur Spannung und Überraschungen, sondern auch wunderbare sympathische Protagonisten und einen Hauch Humor.

Die neue Krimireihe von Beate Boeker spielt in Florenz. Ein Touch Italien wird auf jeden Leser automatisch übertragen und eine Sehnsucht beginnt…

Im Mittelpunkt dieser Reihe steht eine typische italienische Familie. Nah ja, nicht ganz so typisch, denn diese Familie ist nervig, hängt immer zusammenrum und kennt man einen, kennt man alle. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel und sind leider Gottes Urkomisch. Hier finden wir stets ein Fünkchen Humor, auch in den Zeiten von Morden.

Die Protagonisten:

Carlina:

Carlina, die Hauptprotagonistin wohnt im italienischen Großfamilienhaus unter dem Dach, in einer kleinen Wohnung. Sie hat ein Faible für Animalprints und das nicht nur bei Accessoires sondern vor allem auch bei ihrer Unterwäsche. Sie betreibt eine sehr kleine, feine erfolgreiche Dessous Boutique mit dem Namen „Temptation“. Leider ist sie Single, denn der richtige Mann ist ihr noch nicht über den Weg gelaufen. Sie ist eine gestandene Frau, will ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, braust ganz standesgemäß mit ihrer Vespa durch Florenz und lebt das Leben. Sie ist herzensgut, eine wahre Sympathieträgerin und man will sie sofort als Freundin haben. Männer finden ihre Katzenaugen anziehend und Carlina ganz entzückend. Wahrlich kann sie sich vor Verehrern nicht retten! Doch was, wenn sie plötzlich Schmetterlinge im Bauch verspürt, wenn stets ein gewisser Commissario Stefano Garini bei ihr im Geschäft auftaucht?

Stefano Garini:

Der zweite grandiose Protagonist. Commissario Stefano Garini, sexy bis zum Umkippen, typisch italienisch aber ich glaube größer und männlicher. Ein Berg von einem Mann, an den man sich einfach anlehnen will. Er wird gerufen um den Mord aufzuklären. Doch, ziemlich schnell, wird ihm klar, in dieser Familie durchzudringen wird schwierig. Warum er sich plötzlich zu Carlina hingezogen fühlt, ist ihm auch noch nicht ganz klar, aber sein Ziel, er muss sie beschützen und schnellst möglich den Mörder finden, denn er könnte es sich nicht verzeihen, wenn ihr etwas zu stößt.

MMH… ob sich da wohl etwas anbahnt zwischen den beiden?!

Natürlich, es werden zarte Bande geknüpft… ganz zart und fein. Aber, dies steht nicht im Vordergrund des Buches. Sondern der Mord an dem Großvater. Dieser wird von allen Seiten beleuchtet und jedes Familienmitglied steuert seine eigene neue Geschichte zu Opa bei. Am Ende gibt es mehr Verdächtige als Familienmitglieder und eine lustige Geschichte nach der anderen.

Der Mantoni Clan:

Auch wenn ich am Anfang meine Zweifel hatte bzgl. der ganzen Namen bei dieser doch sehr großen italienischen Großfamilie, hat Beate Boeker es in meinen Augen wunderbar hinbekommen, dies dem Leser auf eine liebevolle, einfache und gleichzeitig lustige Art näher zu bringen. Denn jedem Familienmitglied wird gleichzeitig eine kleine Besonderheit zugeschrieben. Z.B. hat der verstorbene einen Zwillingsbruder und dessen Frau ist stetig Knoblauchzehen und stinkt danach. Und schon wusste der Leser genau, um wen es sich dreht. Sehr clever gelöst um alle Familienmitglieder unter einen Hut zu bekommen.

Die Story:

Hochzeitstorte mit Todesfall gefällt mir ausgesprochen gut. Natürlich geht es um einen Mord. Einer der im ersten Moment aber gar nicht danach aussieht. Denn eigentlich, hätte es auch ein natürlicher Tod sein können, hätten Emma und Carlina, nicht einen Fehler begangen als sie Opa ins Bett gelegt haben, sie haben seine Socken vergessen auszuziehen. Und schon kam der Stein ins Rollen. Es war nicht einfach nur ein Tod, es war ein Mord!

Spätestens da wusste ich, es wird noch lustig!

Hochzeitstorte mit Todesfall, passt in meinen Augen sehr gut und harmoniert auch wunderbar mit dem erzählten überein. Es gab für mich keine Stelle in dem Buch, an der ich mich gefragt habe, wieso etwas nicht harmonieren könnte. Sie ist schlüssig, ergibt ein ganzes und lässt auch am Ende keine Fragen offen. Sie besitzt ein großes Potenzial an Spannung, incl. einer spektakulären Flucht und einem grandiosen Showdown, wie es hätte nicht besser sein können. Alles ergibt ein großes Ganzes und schließt den Mord gänzlich ab. Das Techtelmechtel zwischen Carlina und Stefano tut dem eigentlich Geschehen in diesem Buch kein Abbruch, denn es ist lediglich ein Nebenschauspiel und ergänzt das Bild ganz wunderbar. Die Geschichte ist daher schlüssig bis ins letzte Detail, schließt komplett mit dem Buch ab, lässt aber für den zweiten Teil genug Spielraum und offene Fragen in Bezug auf Carlina und Stefano übrig, damit es mit den beiden weitergehen kann.

Zusätzlich steht natürlich die Familie von Carlina im Vordergrund, denn sie ist so herzlich und durchgeknallt lustig, dass es eine wahre Freude war, Szenen mit dieser zu lesen. Aber, bestimmt auch nicht ganz leicht in einer solchen Familie zu leben. Carlina, hat es auf den Punkt gebracht: Heiratet man einen von Ihnen, bekommt man sie alle! Dies ist auch im Buch sehr stark zum Ausdruck gekommen und zeigt einfach den Zusammenhalt von italienischen Großfamilien und wie sie miteinander umgehen. Wirklich toll geschrieben und in Worten transportiert!

Der Schreibstil:

Ich mag den Schreibstil von Beate Boeker sehr. Er ist leicht, flüssig, gradlinig und auf den Punkt. Sie schreibt für mich nicht wie eine Newcomerin auf dem deutschen Markt, sondern wie eine erfahrene Autorin, die genau weiß, wie sie ihre Leser fesseln, ans Buch binden und gleichzeitig begeistern kann. Es war ein wahres Lesevergnügen und irgendwie hat es mich enttäuscht, als es vorbei war.

Ich vermisse das Florenz, welches mir all abendlich ein Stück Urlaub geschenkt hat, ich wüsste zu gerne ob es den Laden Temptation wirklich gibt, ich würde mich direkt beraten lassen und am liebsten würde ich ein Abendessen bei Carlina und ihrer Familie einnehmen.

Ihr seht, ich bin infiziert und das zurecht!

Ich freue mich schon jetzt auf die gesamte Reihe, denn sie verspricht schon nach Band 1 herausragend zu werden, denn die beiden Hauptdarsteller legen den Grundstein für tolle neue Storys, Morde, Mordfälle und lustigen Zusammentreffen mit einer wahren italienischen Großfamilie.

Es war eine wahre Freude Hochzeitstorte mit Todesfall zu lesen und Teil der Familie zu werden um den Mord an dem Großvater aufzuklären.

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Weitere Bücher von Beate Boeker.

  • Taschenbuch: 294 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (15. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1547009268
  • ISBN-13: 978-1547009268
  • Preis: 9,90 € (Taschenbuch)

Nina MacKay – Aschenputtel und die Erbsen Phobie

Aschenputtel und die Erbsen Phobie… wer bei dem Titel nicht schmunzelt, dem fehlt Humor. Aschenputtel und die Erbsen Phobie… kann nur zum lachen sein, oder?

Ich durfte auf der Leipziger Buchmesse 2017 die liebe Nina persönlich kennenlernen. Daher freut es mich ungemein, dass sie mir ihr neustes Werk zum Lesen und rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

Heute geht es um das den zweiten Teil einer Buchreihe von Nina MacKay – Aschenputtel und die Erbsenphobie, aus dem Genre Fantasy.

 

Worum geht es in Aschenputtel und die Erbsen Phobie?

Alle Happy Ends sind in Gefahr! Wirklich alle…

Red dachte, alles wäre ab sofort einfacher, doch dem ist nicht so. Seit der Reise nach Wonderland und der Suche nach den verschwundenen Prinzen, den Happy Ends, ist nichts mehr wie vorher.

Prinzessin Jasmin kocht vor Wut! Sie will alles, komme was wolle. Sie sinnt auf Rache und will vor allem Herrscherin über alles werden, wirklich alles. Ein Krieg scheint unmittelbar bevorzustehen.

Red und die Gang der Prinzessinnen müssen die Hexen des Märchenwaldes auf ihre Seite ziehen und gemeinsam mit ihnen und ihrer Magie gegen Jasmin und ihr Gefolge kämpfen. Denn Jasmin fürchtet nur eines, Märchen-Magie.

Doch wer ist nun das verlorene Kind, welches der Schlüssel ist, um den Krieg für sich zu entscheiden? Die Prinzessinnen und Red stehen vor einem Rätsel. Eines was sie kaum lösen können, oder doch?

Red zählt bedingungslos auf Ever. Doch nach einem Zwischenfall ist dieser wie vom Erdboden verschwunden und Red ist allein. Nicht ganz, denn wir haben ja noch Jaz, der an Red klebt wie eine Tube Sekundenkleber. Er will sie von sich und seiner Liebe überzeugen. Wird es ihm gelingen?

Aber wo zum Teufel ist nun wieder Ever?

Und was hat das nun alles mit Aschenputtel und der Erbsen Phobie zu tun?

 

Wer ist Nina MacKay?

Im realen Leben arbeitet sie als Marketing Managerin. Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Charakteren. Vorzugsweise mit Literweise Kaffee im Gepäck. Früher hat sie als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihr größtes Hobby, genauso wie der tägliche Austausch mit ihrem Jungautoren Verein und den zwei Betaleser-Gruppen auf Whatsapp.

 

Wie hat mir Aschenputtel und die Erbsen Phobie gefallen?

Nina hat mich wirklich lange auf diesen Band warten lassen. Ziemlich früh stand der Titel fest, wurde immer wieder von ihr promotet, doch der Erscheinungstermin lag in noch so weiter Ferne.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, stelle ich fest… wow, du hast es bereits durchgelesen und könntest gerade schier durchdrehen, denn dieses Band endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger! NINA, wie konntest du nur?!

Aber mal von Anfang an.

Es handelt sich um Band zwei ihrer Märchenbuchreihe. Meiner Meinung nach, ist Band  1 Pflicht da ansonsten das Verständnis bei Quereinsteigern fehlt. (>Klicke< hier für die Rezension zu Band 1) Denn die in Band 1 vorangehende Geschichte ist quasi der Sockel auf dem nun aufgebaut wird.

Die Story:

Wir befinden uns wieder im Märchenwald. Doch, dieses Mal ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen, sondern die Happy Ends der Prinzessinnen sind in Gefahr. Vor allem das von Cinder (Cinderella) und ihrem Mann Prinz Charming. Ich gebe zu … jedes Mal wenn ich diesen Namen gelesen habe, musste ich an diesen schmierigen Einfaltspinsel Charming aus den Shrek Filmen denken und habe innerlich den Kopf geschüttelt, mit den Worten: „Cinder wie konntest du nur?!“

Doch das ist bei weitem nicht alles. Jasmin, Prinzessin bzw. jetzt Königin von Morgenland wird zu einer kleinen Rachsüchtigen Kuh. Auch hier… Nina, du erschütterst mein Bild aus Kindheitstagen, wenn ich an die kleine süße Jasmin aus Disneys Aladin denken muss.

Aber nun gut, wir werden alle erwachsen, sei es drum!

Dieses Buch spielt nach Band 1 und setzt in seinen Erzählungen auch voraus, dass Kenner dieses Werkes am Lesen sind. Denn es gibt kaum Erklärungen zum vorherigen, nur ganz wenige Anspielungen, die der Leser nur dann wahrnehmen wird, wenn er weiß worum es geht.

Die Protagonisten:

Wir treffen hier auf Altbekannte, die wir bereits in Band 1 sehr lieb- und gern gewonnen haben. Dieses Mal ergänzt sich das Ganze um weitere Märchenfiguren, die wir kennenlernen und deren ganz eigene Art mit ihrem „Schicksal“ umzugehen. Nehmen wir da mal Gretel. Sie betreibt, um das Trauma Hexe und Hexenhäuschen hinter sich zu lassen, ein Sonnenstudio und züchtet parallel Meerschweinchen. Okay, nun mal im Ernst… wie krank muss man sein, um auf solche Ideen als Autor zu kommen. Einfach strange! Und dies, dass kann ich euch sagen ist mal wieder nur eine von vielen.

Die Rätsel:

In diesem Buch werden Rätsel aus Band 1 aufgeklärt und fallen beim Puzzle an die richtige Stelle. Hier primär das Dreigespann Red, Jaz und Ever. Denn das dies nicht auf Dauer so bleiben kann, war klar. Doch wie diese Konstellation am Ende aussehen wird, das lasse ich mal offen. Doch, und das kann ich verraten, hat es mit dem Cliffhanger zu tun. Ein Rätsel löst sich auf und ein anderes, dramatisches öffnet seine Türen… NINA, das ist nicht dein Ernst oder?! Ich würde euch am liebsten verraten, was der Cliffhanger ist… aber, nein! Ich kann nicht. Ich bin noch immer viel zu erschüttert…

So, durchatmen, Haare wieder richten und weiter geht’s´!

Ne, jetzt mal ein wenig den Spaß zur Seite… Ohne Witz und mit ganz viel Ernst. Diese Geschichte gibt neue Rätsel auf und löst andere. Vieles wird klarer und lässt den Leser dann doch wieder im ungewissen.

Die Story:

Dieses Mal, springt die Geschichte des Öfteren zwischen den einzelnen Ländern hin und her. Denn zum einen gilt es nach Morgenland zu kommen und Jasmin aufzuhalten und zum anderen können die Happy Ends nur dann gerettet werden, wenn der 8. Zwerg und das verlorene Kind gefunden wird. Dadurch teilen sich die Prinzessinnen auf und machen sich mit Sack, Pack und ihren auserwählten Gefährten auf den Weg. Alleine dies, bedeutet für den Leser immer ein gewisses Maß an Obacht, denn es kann zu einem Personenwechsel in den jeweiligen Kapiteln kommen. Gut, dass daher über jedem steht, aus welcher Sicht der Leser gerade dieses Geschehen beobachtet und verfolgt. Doch, dies hat mich oftmals in leichte Schwierigkeiten gebracht und es war nicht unüblich, dass ich das eine oder andere Mal auf meinem Reader vor und zurück blättern musste.

Vielleicht ist es mir deswegen auch nicht zwingend einfach gefallen in diese Geschichte direkt von Anfang an einzutauchen. Mit den Charakteren hatte ich persönlich kein Problem, mit dem Schreibstil auch nicht, eher mit der Thematik, dass der Wechsel der einzelnen Perspektiven mitunter zu schnell kommt und ich als Leser gedanklich noch gar nicht so weit war. Dies hat mich ein wenig Kraft und Zeit gekostet und war nicht ganz so einfach. Aber, je tiefer ich in diesem Buch drin gesteckt habe, umso einfacher, flüssiger und verständlicher wurde es und das Lesevergnügen hat dem keinen Abbruch getan.

Der Schreibstil:

Ich mag den Schreibstil von Nina MacKay total. Er ist ein wenig durchgeknallt, sehr facettenreich, sehr emotionsgeladen und gleichzeitig so simpel und einfach. Ein Stil, der nicht unbedingt zu diesem Buch passt und dieser endlosen Kreativität, die schon ein wenig GaGa- Sein voraussetzt, denn er ist punktiert, gut dosiert, verständlich und lässt sich trotz diesem Anfall von Wahnsinn sehr gut lesen. Sie versucht auf verschachtelte Sätze gänzlich zu verzichten und drückt ihr Märchensein klar, deutlich und gradlinig aus. Dadurch fällt es dem Leser, trotz der geballten Power an Witz und Charme nicht schwer dieses Buch zu lesen.

Es ist lustig geschrieben, bringt einen immer wieder zum Lachen, zum Schmunzeln und einfach zum Kopfschütteln. Man erschafft sich seine eigenen gedanklichen Äußerlichkeiten von jedem Protagonisten und versucht dies dann mit dem Buch abzugleichen. Leider, habe ich bei den Hexen immer noch meine Schwierigkeiten, denn für mich sind sie immer noch so, wie ich sie als Kind in Erinnerung behalten habe. Doch, Nina hat sie in die Neuzeit katapultiert, ihnen Flohtox als Behandlung verschrieben und anscheint nicht ganz so unsexy gemacht… Nah gut, hier trennen sich dann unsere Vorstellungen dieser Spezies. Hinzu kommt eine ganze Portion Spannung. Denn der Cliffhanger, der auf eine spannende Fortsetzung schließen lässt, ist so platziert, dass er einem einfach ans Herz gehen muss, dass die Spannung kaum auszuhalten ist und man sofort wissen will, wie es weiter geht. Aber da müssen wir uns wohl noch ein wenig gedulden.

Die Kritik:

Aber, bei all dem Jubel und der Heiterkeit… einen Kritikpunkt habe ich.

Der Titel selber heißt: Aschenputtel und die Erbsen- Phobie…. Doch, mir ist ein kleines bisschen zu wenig die Erbsen Phobie im Buch behandelt worden. Vielleicht ist meine Erwartungshaltung dahingehend höher gewesen, als es am Ende dann durch Nina umgesetzt wurde. Mag sein, dass ich hier ein bisschen sehr pingelig bin, aber… bei dieser Titelwahl, hätte es in meinen Augen stärker in den Fokus gemusst. Natürlich und dass darf man nicht vergessen, sind die Szenen, in denen die Erbsen Phobie ausgelebt wird ganz klare Schlüsselmomente. Momente in denen entschieden wird, für wenn das Herz nun schlägt! *PS… mehr verrate ich nicht*

Trotz dieser Kritik, hat Nina alle meine Wünsche erfüllt.

Taucht ein in die phantastische Welt der Märchen und solche die es vielleicht noch werden wollen!

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  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Drachenmond-Verlag (Nova MD); Auflage: 1. Auflage 2017
  • Sprache: Deutsch Fantasy.
  • ISBN-10: 3959919905
  • ISBN-13: 978-3959919906
  • Preis: 14,90 € (Taschenbuch)