Cryptos

Cryptos ist das neuste Buch der Erfolgsautorin Ursula Poznanski.

Ich gestehe, ich habe bis dato noch keines ihrer Bücher gelesen, obwohl ich es mir immer vorgenommen habe. Aber irgendwie ist es nie dazu gekommen, bis jetzt.

Dieses Buch kann dem Genre dystopische Science-Fiction Erzählungen für junge Erwachsene zugeordnet werden.

 

Worum geht es in Cryptos?

Die Welt ist nicht mehr wie wir sie kennen. Hitzewellen, keine Ernte, kaum noch Wasser, Waldbrände, Flutwellen, Erdbeben. Eine Welt, die dem Klimawandel zum Opfer gefallen ist. Die es kaum ermöglicht auf ihr zu Leben und zu existieren.

Doch wohin mit all den Menschen?

Sie flüchten sich in virtuelle Welten, um dort ein normales Leben führen zu können.

Und Jana Pasco ist solch eine Weltendesignerin, die Träume wahr werden lässt. Sie erstellt an ihrer Designstation Welten, die alternative Realitäten abbilden. Sie fühlen sich komplett echt an, wie das wahre Leben.

Man kann abtauchen in Fantasy Länder, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte und in diesen Leben oder auch nur einen kurzen Besuch abstatten.

Janas ganzer Stolz ist die Welt Kerrybrook. In kleines idyllisches Fischerdorf mit viel Grün, wunderschönen kleinen malerischen Häuschen und einer Brise kühlem Wind vom Meer. Ein Ort, an dem man verweilen kann und möchte.  In Kerrybrook scheint die Sonne… aber es kann auch regnen oder winden. Ein Ort, an dem niemals etwas schreckliches passieren würde, oder?

Doch als genau dort ein Verbrechen passiert und immer mehr Menschen spurlos mit einem Exit verschwinden, wird Jana hellhörig und beginnt nach der Ursache zu forschen. Allerdings wird auch Mastermind auf sie aufmerksam, ihr Arbeitgeber und schickt sie in einen Zwangsurlaub. Doch, Jana kann dieses nicht wirklich genießen und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Bis zu dem Tag als eine weiße Taube mit einem Sperr durchbohrt vom Himmel fällt und vor ihren Füßen landet.

Nun ist Jana alarmiert und auf der Flucht, den Mastermind fängt an ihre Weltenpässe zu sperren und macht Jagd auf sie. Jana, scheint in etwas hineingeraten zu sein, was sie zu diesem Zeitpunkt nicht greifen kann. Sie weiß nur, es muss etwas Großes sein!

 

Wer ist Ursula Poznanski?

Ursula Poznanski wurde in Wien geboren. Über zehn Jahre lang war sie als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher „Erebos“ und „Saeculum“ landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller „Fünf“ auf den Bestsellerlisten. Bei Wunderlich folgten „Blinde Vögel“, „Stimmen“ und „Schatten“; gemeinsam mit Arno Strobel „Fremd“ und „Anonym“. 2019 veröffentlichte sie mit „Vanitas – Schwarz wie Erde“ ihren ersten Thriller bei Knaur. Seit 2013 widmet sich Ursula Poznanski ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

 

Wie hat mir Cryptos gefallen?

Ich sage es so wie es ist, ich liebe dieses Buch und bedauere es sehr, dass ich bis dato nicht mehr von Ursula Poznanski gelesen habe. Wird direkt nachgeholt!

AN diesem Buch hat mich zu allererst angesprochen, dass es sich um eine Dystopie handelt. Genau mein Genre, denn für mich gibt es keine schöneren Bücher als diese.

Die Story spielt in der Zukunft, in einer Welt, die mit der heutigen nicht mehr Vergleichbar ist, Eine Erde, fast verlassen von Menschen, denn die meisten leben in den virtuellen Welten, die für sie erschaffen werden. Nur durch Geburtenregelung und natürliche Auslese kann das Populationswachstum einigermaßen im Griff behalten werden. Doch eine Handvoll Menschen lebt in der normalen Welt, die Weltendesigner.

Die Story ist aus der Perspektive von Jana erzählt. Wir erleben eine junge Protagonistin, die es geschafft hat mit viel Ehrgeiz und Kreativität sich einen Platz bei Mastermind als Designerin zu sichern. Sie ist eine Kämpferin und taff. Eine Protagonistin, die ich von Anfang an mochte. Die vor allem keinen Wert auf Verschönerungen gelegt hat, wenn sie in eine virtuelle Welt eingetaucht ist, sondern stets sie selbst war. Mit Jana zusammen begibt sich der Leser auf eine Reise in die unterschiedlichsten Welten. Wir kehren ein ins London von 1622, begeben uns auf Vampirjagd, tauchen ab nach Venedig oder finden uns wieder bei Ritterkämpfen. Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und so plastisch beschrieben und dargestellt werden, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein.

Jana ist nicht die einzige Protagonistin, aber die, die wir am stärksten von allen begleiten und die dieses Buch prägt. Eine Frau, die stark ist, die weiß was sie will und die kämpft um ihre Ziele zu erreichen. Sie gibt nicht auf und beschützt vor allem die, die ihr am Herzen liegen.

Mir hat der Schreibstil unsagbar gut gefallen. Man war vom ersten Moment an direkt drin im geschehen und wurde mit allem konfrontiert. Die einzelnen und wichtigen Informationen kamen nach und nach und haben sich ziemlich schnell als Puzzle zusammengesetzt, damit man verstehen konnte, wie die Welt ist, in der Cryptos spielt. Dies ist Ursula Poznanski wunderbar gelungen. Ein Buch, welches dauerhaft vor Spannung knistert und bei dem diese kleinen Funken auch in keinem Moment erlischen. Vor allem aber zieht sie einen hinein in ihre virtuelle Welt und man wird ein Teil von dieser. Einer, der sich kaum mehr von den anderen unterscheidet. Der Weltenaufbau steigt sukzessiv an und wird von Seite zu Seite plastischer. Dadurch hat man das Gefühl in diesen hineinzuwachsen.

Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Es werden keine verschachtelten Sätze genutzt, sondern es ist alles auf den Punkt.

Der Inhalt ist erschreckend. Denn es zeigt wie die Welt wirklich einmal sein könnte. Was passiert, wenn wir weiterhin mit unserer Umwelt und das Klima so umgehen, wie wir es bisher tun. Müssen wir uns dann alle in virtuelle Welten flüchten um möglichst wenig die Erde zu belasten? Ost es das was uns blüht?

Ein Buch welches zum Nachdenken anregt und welches eine wichtige Message transportiert. Eine, die mehr ist als nur ein Hinweis, es ist wie ein Warnschuss an uns, um zu zeigen… was passieren kann, was die Auswirkungen sind, was die natürliche Auslese überhaupt bewirkt oder ob nachgeholfen werden muss. Mehr verrate ich nicht… denn ihr müsst es lesen!

 

Danke an den Loewe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Eintauchen in fremde Welten liebt ihr, dann solltet ihr unbedingt zu „War Cross“ greifen, denn dort taucht ihr ein in eine Cyber Welt des ESports. Unsagbar gut und nicht nur für Gamer ein Genuss.

 

  • ISBN-10: 3743200503
  • ISBN-13: 978-3743200500
  • Gebundene Ausgabe : 448 Seiten
  • Größe und/oder Gewicht : 14.2 x 4.3 x 21.6 cm
  • Herausgeber : Loewe Verlag GmbH; 1. Auflage (12. August 2020)
  • Leseniveau : 14 und Nach oben
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 19,95 € (gebundenes Buch)

Winstons geheimste Fälle

Winstons geheimste Fälle – Der Fluch der Wächterkatze, lautet der vollständige Titel des Buches aus der LOEWE WOW Reihe.

Ich liebe einfach die Bücher von LOEWE WOW. Liegt vielleicht daran, weil mein Sohn sie endlich alleine liest und wirklich viel Spaß damit hat.

Warum, dass verrate ich euch jetzt!

 

Worum geht es in Winstons geheimste Fälle?

Kater Winston hat es ganz und gar nicht leicht in seinem Katzenleben.

Wäre er nicht so verfressen, wäre das Unglück gar nicht erst passiert. Aber er konnte dem Gerich des Mettbrötchens einfach nicht widerstehen und musste in den Rucksack hüpfen.

Wie sollte er auch ahnen, dass er nun mitten in einer Ausstellung für ägyptische Mumien landen würde?

Nah ja, muss man sich halt der Situation anpassen. Aber was passiert, wenn dies alles doch kein Zufall war, sondern reines Glück… damit Winston den nächsten unsagbaren Kriminalfall lösen kann. Denn wenig später kommt es zu einem Diebstahl aus dem Museum.

Die goldene Totenmaske des Pharaos wurde gestohlen. Die Wächterkatze und zugleich Katzenmumie Miu benötigt dringend Hilfe. Sollte die Maske nicht bald wiederauftauchen, ist die Rache von Anubis fürchterlich und die 7 Plagen fallen über die Welt herein.

Gelingt es Winston die Maske zu finden?

 

Wer ist Frauke Scheunemann?

Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie arbeitete als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin und schreibt zusammen mit ihrer Schwester Wiebke Lorenz unter dem Pseudonym »Anne Hertz« sehr erfolgreich Romane. 2010 erschien ihr erster Solo-Roman Dackelblick, der auf Anhieb zum Bestseller und zum Startschuss einer beliebten Romanreihe wurde. Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.

 

Wie hat uns Winstons geheimste Fälle gefallen?

Winston selber kennen wir als Bücher nicht. Was nicht schlimm gewesen ist, denn es lässt sich trotzdem wunderbar lesen und viel wichtiger verstehen. Ohne jegliches Vorwissen!

Meinen Sohn hat es kein bisschen gestört, dass er die Winston Reihe nicht kennt, denn er fand es tausendmal spannender, auf die Suche zu gehen, nach der Totenmaske.

Was dieses Buch einfach auszeichnet, ist die Kombination aus Zeichnungen und Textpassagen. Diese sind wirklich gut dosiert, sowohl in ihrer Wortwahl wie auch Länge und werden untermal mit den passenden Bildern. Allerdings, ganz ohne Text kommt dieses Buch nicht aus.

Die Story selber ist spannend geschrieben, kniffelig und lädt eindeutig zum mitraten ein. Ich bin irgendwann draufgekommen, wer der Dieb war, mein Sohn nicht! Von daher hat dieses Buch alles richtig gemacht.

Der Schreibstil ist sehr jugendlich, einfach gehalten und leicht lesbar. Er lädt zum Schmunzeln ein und des Öfteren haben wir auch lautstark gelacht, denn Winston ist eine wirklich amüsante Katze, die ihrer Katzenehre in nichts nachsteht.  Dadurch das der Text von den Längen gut dosiert ist und zugleich verständlich und Kindgerecht, hat es meinen Sohn extrem viel Spaß bereitet dies zu lesen. Er hatte nie das Gefühl überfrachtet zu werden und der endlosen Text nicht Herr zu sein. Er war eher stolz, wenn er mir erzählen konnte, er habe mal spontan 30 Seiten gelesen!

Dies ist nicht zuletzt dem System hinter Loewe WOW zu verdanken! Eine Kombination aus Bild und Textgestaltung, ähnlich einem Comic, aber ohne Sprechblasen und nicht nur mit wörtlicher Rede, sondern auch diversen Sachverhalten und kleinen Textpassagen. Hier muss erwähnt werden, dass die Zeichnungen grandios sind und absolut ansprechend, auch wenn es sich um schwarz-weiß Illustrationen handelt.

Allerdings muss ich hierzu ein wenig Kritik äußern. Ich habe das Buch nach meinem Sohn gelesen und muss sagen, dass mich dieses Mal die Textgestaltung nicht glücklich gemacht hat. Ich hatte oftmals das Problem, die Sätze richtig anzuordnen, in der richtigen Reihenfolge zu lesen und den richtigen Bildern zuzuordnen. Hier wäre es hilfreich gewesen, die Textpassagen mit ausreichend Abstand darzustellen, um das lesen dieser zu vereinfachen und direkt beim ersten Mal die richtige Reihenfolge zu treffen.

Im Großen und Ganzen ist zu sagen, dass wir es hier mit einem spannenden Buch zu tun haben, mit einer Story… die zum mitraten einlädt und einer Paarung aus Witz, Humor und Spannung. Was will man mehr!

 

Wie hat MAXI „Winstons geheimste Fälle“ gefallen?

Ich fand es richtig gut. Es war spannend und ich habe etwas zusätzlich über die Pharaonen, Ägypten und die Plagen gelernt. Fand es richtig interessant und habe direkt angefangen ein wenig in anderen Büchern dazu zu blättern und mir Bilder anzuschauen. Winston fand ich mal richtig cool. Habe das Buch alleine und wirklich schnell gelesen.

 

Vielen lieben Dank an den LOEWE Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wer begeistert war, von der LOEWE WOW Reihe, sollte mal unbedingt einen Blick in Cornibus werfen. Mein ganz persönlicher Favorit!

 

  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3743206129
  • ISBN-13: 978-3743206120
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Preis: 10,00 € (gebundenes Buch)

Die Weltraumschule

Die Weltraumschule: Erste Stunde – Alienkunde, lautet der vollständige Titel des Buches.

Das Buch kann dem Genre Außerirdische Geschichten für junge Erwachsene zugeordnet werden.

Dieses Buch ist auch aus der Reihe von Loewe Wow. Uns erwartet als Leser ein fulminantes Text- Bild- Verhältnis, welches es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Es begeistert mit aufwendigen Illustrationen und einer wirklich einzigartigen Erzählweise, die es sonst noch in keiner Buchform gibt.

Lasst euch überraschen!

 

Worum geht es in die Weltraumschule?

Wir befinden uns im Jahr 2222.

Innerhalb der letzten Jahrhunderte hat sich wirklich vieles verändert und die Welt wie wir sie aktuell kennen, gibt es in dieser Form nicht mehr. Die Menschen leben nicht mehr auf der Erde, sondern im Weltraum.

Aber nicht nur dies hat sich verändert, sondern auch das Schulsystem.

Ned und Anna drücken im Weltraum die Schulbank. Auch im Weltraum gibt es jede Menge Hausaufgaben zu erledigen, nervige Lehrer, unsinnige Themen und pure Langweile. Wie sollte es auch anders sein.

Bis zu einem ganz bestimmten Tag… denn an diesem ändert sich wirklich alles.

Ein Raumschiff mit echten Aliens landet auf der Station!

Zum ersten Mal in ihrem Leben sehen Nes und Anna richtige Außerirdische. Sie stellen ziemlich schnell fest, die sind ja super nett und mega freundlich. Die Außerirdischen bitten um Asyl auf der Station, was ihnen auch gewährt wird. Doch nicht alle sind mit dieser Entwicklung einverstanden und heißen es gar nicht gut, nun mit Außerirdischen zusammen zu wohnen.

Ned und Anna finden schnell neue Freunde in den Aliens Ypsilon, Pimm und Örks. Bei ihren Streifzügen durch das Raumschiff, stoßen sie auf eine wahre Intrige, die es nun heißt aufzudecken.

Wird es ihnen gelingen den Drahtzieher zu finden und den Kommandanten der Raumstation davon zu überzeugen, dass etwas mit ganz und gar nicht rechten Dingen zugeht?

Nun heißt es… schnell sein!

Wer ist Sonja Kaiblinger?

Sonja Kaiblinger wurde 1985 in Krems geboren. Sie hat als Eisverkäuferin, Museumsführerin, Werbetexterin, Nachtwächterin, Flughafen-Mitarbeiterin und Werbespot-Darstellerin gearbeitet, bevor sie als Lehrerin ihre Brötchen verdiente. In jeder freien Minute bringt sie die Geschichten zu Papier, die ihr im Kopf herumspuken. Sie lebt zusammen mit ihrem Freund in der Nähe von Wien.

 

Wie hat mir die Weltraumschule gefallen?

Ich liebe das neue Buchprogramm des Loewe Verlages, weil es so unsagbar anders ist.

Man weiß nie was man bekommt, wenn man ein neues Buch aus der LOEWE WOW Reihe aufschlägt, man wird gänzlich überrascht.

Was mich besonders daran begeistert, mit einem sehr Lesefaulen Kind daheim, dass die Texte kurz sind, mit knappen feinen Sätzen und viel Bildmaterial mitgeliefert wird, um die Geschichte direkt in zwei Varianten erzählen zu können.

Zum einen in der Form des Textes. Der relativ gut auch ohne Bilder auskommen würde, weil er so zielgerichtet Formuliert ist, dass es mit den wenigen Worten auskommt und jeder Leser ihn auch so versteht. Und natürlich zum anderen nur durch die Bilder, die so grandios illustriert sind, dass sie mehr sagen als tausend Worte. Genau diese Paarung macht ein LOEWE WOW Buch aus und begeistert immer wieder aufs Neue meinen Sohn.

Die Story dieses Mal, hat uns sehr gut gefallen. Allerdings hatte ich mit etwas mehr Lesestoff gerechnet, da das Buch ab 10 Jahren ist und man hier schon ein wenig Lesekenntnis erwarten kann. Aber dieses kleine Manko hat den Lesespaß trotzdem nicht getrübt. Für meinen Sohn war es genau richtig, für mich gerne ein Schüppchen mehr. Der Schreibstil war angenehm, flüssig und absolut kindgerecht, so dass es verständlich war. Passend zum Buch und auch die Wortwahl komplett passend zur Story.

Das Setting ist wunderbar beschrieben und mehr als kreativ. Vor allem, das ganze drumherum, macht dieses Abenteuer zu etwas besonderem. Denn die Menschen wurden komplett weg verbannt von der Erde, hinauf auf eine Raumstation, auf der man ohne Ende Abenteuer erleben kann. Genau das passiert dann ja auch.

Es passieren immer wieder lustige, humorvolle und zum Totlachen ulkige Dinge. Oder aber es kommen neue Außerirdische ins Spiel, die dem ganzen noch ein bisschen Salz für die Suppe liefern. Es war ein stetiges lachen auf unseren Gesichtern, denn das Örks ist einfach zu knuffig und lustig, dass selbst da die letzte Spaßbremse lachen muss. Die Story ist gut durchdacht und hat Hand und Fuß. Alle offenen Fragen wurden beantwortet und es bleiben keine Schnipsel offen, die für Verwirrung sorgen. Die Story ist nicht wirklich spannend, denn sie endet einfach viel zu schnell. Hier hätte ich mir ein wenig mehr erhoffet. Gerade das Ende, wo wirklich viel Potenzial drinsteckt, wäre Ausbaufähig.

Für mich als Mama, ist dies aber noch ein wenig mehr… als nur ein Buch über eine Weltraumschule. Es geht vor allem auch um Akzeptanz von anderen, Toleranz gegenüber Personen die anders sind, Freundschaft, Integration von neuen in eine Gruppe und natürlich Zusammenhalt von allen in Situationen, wenn es brenzlig wird. In meinen Augen sind diese Themen sehr schön innerhalb der Story verpackt und werden den jungen Lesern liebevoll nähergebracht. Ein gelungenes Rund um Paket mit kleinen Schwächen.

Bin gespannt, wie es mit Anna und Ned weitergehen wird und ihren intergalaktischen Freunden.

Wie hat Maxi Die Weltraumschule gefallen?

Ich liebe das Örks… es ist der Knaller. Ich finde auch die Idee mit der Schule im All super und die Unterrichtsfächer sind grandios. Besser als Mathe und Deutsch. Mir hat es sehr gut gefallen. Schade fand ich allerdings, dass die Zeichnungen in schwarz-weiß waren und nicht in bunt.

Vielen lieben Dank an den Loewe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wenn euch dieses LOEWE WOW Buch begeistert hat, dann taucht ein in die Welt von LOEWE WOW und lest unser absolutes Lieblingsbuch „Vincent“.

 

  • Gebundene Ausgabe : 176 Seiten
  • ISBN-13 : 978-3743206755
  • ISBN-10 : 3743206757
  • Größe und/oder Gewicht : 15.2 x 2 x 21.6 cm
  • Leseniveau : 10 und Nach oben
  • Herausgeber : Loewe Verlag GmbH; 1. Auflage (22. Juli 2020)
  • Sprache:  Deutsch
  • Preis: 10,00 € (gebundenes Buch)

City Spies

City Spies – Gefährlicher Auftrag, lautet der vollständige Titel dieser neubeginnenden Buchreihe von James Ponti.

Mein großer Sohn hat die Vorankündigung auf der Carlsen Instagram Seite entdeckt und war sofort Feuer und Flamme. Für ihn gab es kein NEIN, er wollte dieses Buch unbedingt haben und lesen.

Gesagt getan…

So viel sei verraten, wir haben es nicht nur gelesen… wir haben es mittlerweile auch schon gehört.

 

Worum geht es in City Spies?

Sara Maria Martinez steht vor Gericht, ihr drohen mehrere Jahre Jugendhaft.  Ein Termin am New Yorker Familiengericht, der ihr ganzes Leben beeinflussen kann. Wenn sie Pech hat ist nichts mehr wie zuvor.

Wieso glaubt ihr keiner? Sie hat das System der New Yorker Justizbehörde doch nur gehackt, um ihre kriminellen Pflegeeltern zu entlarven. Ist das etwa ein Verbrechen, wenn man versucht eines aufzuklären? Anscheint schon.

Doch es gibt jemanden, der sich doch für Sara und ihren Fall interessiert. Ein Mann namens „Mother“, der urplötzlich und wie aus dem Nichts auftaucht. Durch seine Hilfe, entgeht Sara der Strafe und wird in seine Obhut gegeben. Was Sara nicht ahnt, Mother ist ein Agent!

Fortan ist sie die neuste Agentin der „City Spies“.

Ein Team bestehend aus 5 Kindern, aus aller Welt, deren Stützpunkt in Schottland ist. Getarnt als schottisches Internat, denn keiner ahnt, dass diese Kinder in Wahrheit für den britischen Geheimdienst MI6 arbeiten.

Wenn das nicht nach Abenteuer klingt. Sara kann nicht anders als sofort JA zu sagen und ein festes Mitglied im Team zu werden.

Sie erwartet ein völlig neues Leben, neue Freunde, eine neue Schule an der sie zur Agentin ausgebildet wird und ein Team welches mit unterschiedlichen Tricks und Finessen aufwartet.

Doch das wäre alles noch nicht genug, denn Sara stolpert mitten hinein in eine heikle Mission, eine bei der ihre Computerhacks gefragt sind… es geht zum Jugendumweltgipfel nach Paris.

 

Wer ist James Ponti?

James Ponti wurde in Italien geboren und ist in den USA aufgewachsen. Nach seinem Studium begann er eine Karriere als Drehbuchautor und Produzent für verschiedene Fernsehserien, unter anderem für Nickelodeon und den Disney Channel. Außerdem schreibt er Kinderbücher und ist Gewinner des Edgar Award. Mit Band 1 der City Spies schaffte er es aus dem Stand auf die New-York-Times-Bestsellerliste. James Pontis Hobbys sind Schreiben, Reisen und die Boston Red Sox. Er lebt mit seiner Familie und einem Rettungshund namens Lucy in Maitland, Florida.

 

Wie hat uns City Spies gefallen?

Ein grandioser Auftakt ist James Ponti mit diesem Band gelungen.

Wir haben es zusammen verschlungen. Ein Buch, welches einen durch seinen actionreichen Schreibstil komplett packt und fesselt. Welcher einen durch das Buch trägt, von einem spannenden Abenteuer zum nächsten katapultiert und mit seinen ganzen Ideen gefangen nimmt.

Der Schreibstil ist super für junge Erwachsene (ab 11 Jahre) hervorragend zu lesen, aber auch zum vorlesen eignet es sich ganz gut.

James Ponti, schreibt sehr gradlinig, sehr klar, unverschnörkelt, aber auch sehr schön umschreibend und bringt immer wieder neue Ideen mit ein. Er überrascht den Leser immer wieder aufs Neue und schafft es damit, eine grundlegende Spannung an den Tag zu legen. Diese gipfelt natürlich am Ende ins unermessliche, aber das Buch lebt von einem gewissen Knistern. Das macht den Reiz aus und hat meinen Sohn auch mehr als nur gefesselt.

Das Ganze paart er mit 5 smarten, mehr als liebevoll und sympathetisch gestalteten Protagonisten. Hier können wir noch nicht einmal sagen, wer es mehr in unser Herz geschafft hat. Wir finden sie alle prima. Denn eines haben sie gemeinsam, sie haben das Herz auf dem rechten Fleck und würden ihre Freunde niemals verraten.

Hier ein kleiner Spoiler…. Die 5 haben Namen, nach den Städten benannt aus denen sie stammen. So treffen wir auf eine taffe Sidney, eine kombinierende Kat, einen Anführer namens Paris und Rio, der die besten Tricks draufhat. Wie wohl Sara heißen wird? Manches Erwachsene wird schmunzeln, denn das mit den Namen ist nicht ganz unbekannt und begegnet eingesottenen Serienfans bei „Haus des Geldes“. Coole Idee, mit einer exzellenten Umsetzung.

Auch Mother, der eine wichtige Rolle spielt und von dem man im Verlauf des Buches doch mehr erfährt als nur sein Agenten Dasein. Eine für mich perfekt ausgearbeitete Person, mit allem was dazu gehört.

Diese doch sehr unterschiedliche Truppe ergänzt sich hervorragend, denn den Kids wird schnell klar, dass sie den Auftrag nur zusammen erfüllen können. Denn durch ihre unterschiedlichen Talente, ergänzen sie sich wie ein Puzzle, bei dem ein Teil ins andere greift.

Doch nicht alleine Protagonisten machen ein Buch aus, auch natürlich die Story. Diese ist sehr gut umgesetzt und ausgeklügelt, denn James Ponti hat es geschafft mich immer wieder auf eine falsche Fährte zu führen. Und wenn ich dachte, jawohl, ich habe es …. Kam es stets anders! Dies liegt vor allem an den ganzen Wendungen und Überraschungen die im Verlauf des Buches auf den Leser warten.

Die wichtigsten Fragen wurden geklärt, es bleibt in dieser Story nichts offen. Allerdings endet das Buch nicht komplett, denn es endet mit einem Mini Cliffhanger, der mit Mothes Vergangenheit zu tun hat. Hier bleibt vieles offen und macht Hoffnung auf mehr….

… hoffentlich müssen wir nicht zu lange warten.

Wer gerne Hörbücher mag, sollte sich unbedingt dieses anhören. Eine sehr angenehme Lesestimme und ich finden die Action, das schnelle und der Auftrag kommen noch einmal ganz anders zur Geltung. Sehr gelungen und sehr zu empfehlen!

 

Wie hat Maxi City Spies gefallen?

Mega gut… bin hin und weg und fand es mehr als schade, als der Fall gelöst und das Buch zu Ende war. Hat mich ein wenig an James Bond erinnert und seine geheimen Aufträge, vor allem als vom MI6 die Rede gewesen ist. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band, kann es kaum abwarten… und mein geheimer Agentenname ist natürlich Iser. 😊

 

Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wer Agenten Gechichten liebt, sollte zu der William Wenton Reihe greifen. Sie ist futuristischer, abgehobener und für alle geeignet, die gerne etwas mit Robotern zu tun haben wollen, oder auch nicht!

 

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Carlsen; Auflage: 2. (30. Juli 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551557667
  • ISBN-13: 978-3551557667
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
  • Originaltitel: City Spies
  • Preis: 15,00 € (gebundenes Buch)

Meat Market

Meat Market ist ein Buch, welches durch seinen Titel polarisiert.

Wenn man sich dann den Klappentext anschaut, weiß man worum es geht und kann sich grob vorstellen, wieso genau dieser Titel gewählt wurde.

Ein Buch, mit einer großen Message und einem wahrscheinlich zu hohem Wahrheitsgehalt.

Dieses Buch kann dem Genre Modedesign zugeordnet werden.

 

Worum geht es in die Meat Market?

Jana Novak ist ein durchschnittliches Mädchen. Alles was sie von anderen unterscheidet ist vor allem ihre Größe. Sie wirkt schlaksig, ist nicht übermäßig hübsch, kleidet sich unauffällig und steht gar nicht gerne im Mittelpunkt.

Und genau dieses Mädchen wir mitten auf der Straße entdeckt.

Jana hält dies erst für einen Witz, denn wer würde auf die Idee kommen, sie als Model buchen zu wollen? Doch anscheint gibt es dort sehr viele. Denn Jana wird über Nacht zum Star der Modebranche.

Sie ist fasziniert von der neuen Welt. Von all dem Glitzer, Glamour, den Partys, den Promis und die vielen reisen. Eine Welt, die sich ihr offenbart, zu Füßen legt, was sie niemals für möglich gehalten oder erträumt hätte. Aber das wichtigste für Jana ist die Möglichkeit ihr eigenes Geld zu verdienen, welches sie für ein Studium zur Seite legen möchte.

Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, es gibt auch Schattenseite. Jana lernt diese leider ziemlich schnell kennen. Denn die Fassade ist nur für all diejenigen da, die nicht dahinter schauen. Die nur das schöne Antlitz sehen und bestaunen. All diejenigen die dahintergucken müssen, erfahren schnell, dass das Business hart ist und die jungen Models leichte Beute. Denn für ihren Traum vom Supermodel würde sie einfach alles tun.

Jana ist zunehmend erschöpft, müde, ausgelaugt. Doch sie findet einen Weg dies zu betäuben und einfach weiter zu machen.

Denn nur die Schwachen in dem System werden zugrunde gehen. Die Starken die sich wehren, habe wirklich eine Chance erfolgreich zu werden.

 

Wer ist Juno Dawson?

Juno Dawson veröffentlicht regelmäßig Beiträge in verschiedenen Magazinen und Zeitungen wie dem Guardian oder der Glamour. Vor allem aber schreibt sie packende Romane und engagierte Sachbücher für Jugendliche. Ihre Geschichten wurden mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt.

Juno Dawson lebt und schreibt in Brighton, UK.

 

Wie hat mir Meat Market gefallen?

Das dieses Buch anders sein wird, verrät schon das Cover.

Es beginnt auch anders. Denn wir erhalten einen Hinweis darauf, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt, die Themen wie sexuelle Gewalt, Essstörung und Abhängigkeit zum Thema hat. Jetzt kann der Leser noch entscheiden, ob er weiterlesen will, oder ob es ihm unter Umständen zu viel sein könnte.

Dieses Buch ist keine leichte Kost, auch wenn man bei dem Schreibstil von Juno Dawson darauf schließen könnte. Denn er ist locker, leicht, schnell lebig, flüssig, unverschachtelt und lässt sich flott lesen. Dieses Buch wird von einer dunklen Wolke begleitet, die ein Schatten auf das Geschehen wirft. Spannung ist hier nicht wirklich vorhanden, denn dafür schreibt sie zu punktiert und betrachtet das Gesamte aus einer gewissen Nüchternheit heraus, ohne zu emotional zu werden. Das Buch wird aus der Sicht von Jana geschrieben. Wobei jedes Kapitel mit einem Interview eingeleitet wird. Dieses findet statt zwischen Jana und einem Unbekannten. Das Buch wird rückblickend erzählt, dadurch ist auch der gewählte Schreibstil passend. Klar und unaufgeregt!

Die Story selber ist nicht ganz einfach. Man liest es Wort für Wort, Satz für Satz, Kapitel für Kapitel und stellt mit zunehmendem Lesefortschritt fest, dass der Inhalt welcher dem ganzen zugrunde leinen nicht kalt lässt. Man gerät ins Stocken, schluckt, liest weiter schüttelt ungläubig den Kopf und kann nicht begreifen wie so etwas passieren kann und das es Menschen gibt, die nach wehrlosen Opfern suchen. Fündig werden sie bei jungen Mädchen und Jungen, die nur ihren Traum leben wollen und bereit sind dafür alles zu tun.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war das Ende! Nach dem ganzen „Vorgeplänkel“ erwartet man etwas Großes, etwas Fulminantes. Am Ende hat es etwas von Friede Freude Eierkuchen. Dies hat mich stutzig gemacht. Natürlich ist es ein Happy End, eines welches man nicht erwartet hätte. Dennoch hätte ich hier persönlich das unschönere vorgezogen, weil es in meinen Augen besser dazu passt! Wobei dies absolut Geschmackssache ist!

Dieses Buch lebt aber nicht nur von der Story, sondern auch von seinen Protagonisten.

Jana ist als Hauptprotagonisten, komplett der Glitzerwelt ausgesetzt. Aber, sie wankt… bleibt sich dennoch komplett treu. Natürlich macht sie innerhalb des Buches verschiedene Phasen durch, solche die wahrscheinlich viele Jugendliche durchmachen und in denen sie mit dem wahren Leben konfrontiert werden. Das nicht alles Gold ist, was glänzt muss jeder für sich alleine erfahren und daraus seinen Nutzen ziehen und sich entwickeln. Nur so kann ein Erwachsener geformt werden. Durch Erfahrungen die man macht und daraus lernt. Genau an diesen Erfahrungen wächst Jana.

Selbst die Nebenfiguren sind erwähnenswert. Jeder von ihnen ist eine kleine Persönlichkeit und hat verschiedene Eigenarten, nur kleine feine, die man aber erwähnen muss. Sie sind Janas Freunde und sie sind nicht perfekt. Dennoch sind sie so gut, dass Jana sie mehr als schätzt, trotz kleiner Makel und ihrer Unperfektheit. Lernt sie kennen!

Die Story hat mich mitgerissen, mich gefesselt und das obwohl sie nicht einfach ist. Sie hat mich schockiert, sie hat zweifeln zurückgelassen, da sie schonungslos zeigt, was es heißt ein Model zu sein. Man ist nur ein Stück Fleisch auf dem Markt, nicht mehr wert als das und nur so lange etwas wert, wie das Fleisch gut ist. Der schöne Schein trügt! Denn man hat ein Verfallsdatum, eines was schneller kommt, als man vielleicht denkt.

Danke an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wer Bücher mag, die etwas vermitteln sollte unbedingt „Unter dem Zelt der Sterne“ lesen.

 

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Carlsen; Auflage: 1. (30. April 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551584184
  • ISBN-13: 978-3551584182
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Meat Market
  • Preis: 15,00 € (broschiert)

When we were lost

When we were lost ist ein Buch, welches mich aufgrund des Klappentextes angesprochen hat. Das Coverbild hat mich allerdings ein wenig irritiert und ich konnte es anfänglich nicht dem Buch zuordnen. Wobei sich dies relativiert, wenn man weiß, was im Buch passiert.

Das Buch kann dem Genre Thriller Abenteuer für junge Erwachsene zugeordnet werden.

 

Worum geht es in When we were lost?

Eine Gruppe von Schülern macht sich auf den Weg nach Costa Rica um dort ein soziales Projekt zu unterstützen.

Doch dort werden sie nicht ankommen.

Denn ihr Flugzeug stürzt ab und nur 19 von Ihnen werden überleben.

Irgendetwas an diesem Absturz ist komisch. Denn sie scheinen nicht entlang ihrer Route abgestürzt zu sein, sondern im süßamerikanischen Dschungel.

Sie sind von nun an auf sich alleine gestellt. Nur 19 Kinder, kein Erwachsener und ein riesengroßer Dschungel.

Keiner von ihnen hat wirklich eine Ahnung was nun das Beste wäre, aber… jeder kann etwas an Wissen beisteuern um daraus eine Expedition zu machen, ohne Chance aber mit nur einem Ziel… rauszukommen und zu überleben.

Welche Gefahren wirklich auf sie warten, kann sich keiner von ihnen im Traum ausmalen. Sie treffen auf eine unsagbare Hitze, wilde Tiere, giftige Reptilien und Insekten. Jede Entscheidung kann über Leben und Tod entscheiden.

Doch sie haben nur ein Ziel… kein weiterer darf sterben.

 

Wer ist Kevin Wignall?

Kevin Wignall ist ein britischer Autor, der 1967 in Brüssel geboren wurde. Er verbrachte viele Jahre in einer Soldatenfamilie in verschiedenen Ländern Europas und studierte Politik und internationale Beziehungen an der Lancaster University. Seit der Veröffentlichung seines ersten Romans »People Die« im Jahr 2001 ist er hauptberuflicher Schriftsteller.

 

Wie hat mir When we were lost gefallen?

Dieses Buch beginnt und endet mit dem sogenannten Schmetterlingseffekt. Nichts ist vorhersehbar, wie sich beliebig kleine Änderungen der Anfangsbedingungen des Systems langfristig auf die Entwicklung des Systems auswirken.

Dadurch erfahren wir, wie es dazu kam, dass Tom der Hauptprotagonist zu den Vollwaisen wurde und zum anderen warum der Pilot des Fluges sich dazu entschieden hat, die Maschine abstürzen zu lassen. Für mich ein sehr cleverer Schachzug, denn dadurch ergeben Anfang und Ende des Buches einen Sinn.

Tom der Hauptprotagonist hat mich persönlich vor ein großes Rätzel gestellt. Ich bin mit ihm überhaupt nicht warm geworden. Er war für mich auch zu keiner Zeit wirklich greifbar. Anfänglich dachte ich, dass Tom ein Außenseiter ist, einer der gerne alleine ist, der sich von allen anderen abkapselt. Aber irgendwie hat sich dieses Bild gewandelt, denn Tom hat viele Ansätze, viele Gedanken und Ideen die dazu beitragen im Dschungel zu überleben und die vermeintlich richtigen Entscheidungen zu treffen. Er wird zum stillen Anführer, denn alle anderen zählen auf seine Meinung und seine Einschätzung. Was ihn vor allem auszeichnet ist sein Mut, sein Kampfeswille und das Ziel, alleine lebend hier rauszubringen.

Die anderen Protagonisten, die im wahren Leben eher die Nerds sind, die Eigenbrötler, werden im Verlauf des Buches zu Helden. Denn sie sind es, die wirklich etwas draufhaben und mit ihrem Wissen Leben retten, mit ihrem Geschick Dinge bauen oder Wissen besitzen wie man sich in der Natur verhält.

Die Story wird aus Toms Sicht erzählt. Sie ist relativ neutral, wenig emotionsgeladen und hat eine düstere Stimmung, die immer wieder wie ein Nebel über dem geschriebenen schwebt. Es herrscht eine Grundspannung. Diese resultiert vor allem daraus, dass immer wieder Entscheidungen getroffen werden, die oftmals Falsch waren und einen Schmetterlingseffekt nach sich ziehen. Das es stets heißt wachsam zu bleiben, wohlüberlegt zu handeln und nicht überstürzt.

Dieses Buch ist einfach geschrieben, simple Worte, wenig Ausschmückungen und relativ neutral. Es hat keinerlei verschachtelte Sätze und kommt mit einer extremen Nüchternheit aus. Dadurch ist es aber noch plastischer, noch überzeugender und lässt den Leser noch verstärkter in das Drama eintauchen. Selbst die Toten, werden nur kurz und knapp erwähnt, selbst der Verlust von Personen wird nicht episch breitgetreten, sondern knapp in den Erzählungen gehalten. Ihnen wird kein großer Stellenwert eingeräumt. Ich mochte diesen Stil sehr, denn er zeigt einfach wie dramatisch die Situation wirklich ist.

Das Setting ist bedrohlich, wobei gar nicht wirklich ins Detail gegangen wird, denn der Dschungel wird in keiner epischen Breite skizziert, sondern relativ klar. Dadurch erhalten wir als Leser die Möglichkeit, uns unsere eigenen Gedanken dazu zumachen und uns in Dschungel so zu kreieren, wie wir glauben, dass er sein könnte. Man spürt trotzdem die Hitze, die ständigen Insektenangriffe und die lauernde Gefahr.

Die Story hat mir gut gefallen. Ich hätte es gerne an der einen oder anderen Stelle ein wenig ausführlicher gehabt, aber selbst dieser Wunsch ändert nichts daran, dass das Buch am Ende komplett rund ist. Es bleiben keine Fragen offen und man hat als Leser das Gefühl alle Informationen erhalten zu haben. Mir hat die Umsetzung sehr gut gefallen und ich war überrascht, dass ein Buch mit einem klaren, strukturierten Schreibstil mich dennoch so fesseln kann. Denn es wurde kein Wort Zuviel eingesetzt um diese Story zum Leben zu erwecken. Eine punktgenaue Dosierung, die dieses Buch ausmacht und es dadurch noch erdrückender wirken lässt.

Nun stellt sich die Frage: Schaffen es alle 19 heraus aus dem Dschungel?

 

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

Direkt bei AMAZON kaufen.

Welches Buch, ebenfalls eine absolte Leseempfehlung meinerseits ist, ist „Dark Charm“. Keine Reise in den Dschungel, sondern nach New Orleans!

 

  • Originaltitel : When we were lost
  • Taschenbuch : 352 Seiten
  • ISBN-10 : 3570313298
  • ISBN-13 : 978-3570313299
  • Herausgeber : cbt; Deutsche Erstausgabe Auflage (10. August 2020)
  • Leseniveau : 14 und nach oben
  • Preis: 13,00 € (Taschenbuch)

Dark Charm

Dark Charm von Alex Bell ist eine Reise nach New Orleans.

Man spürt die Hitze, die Wärme und die Musik von allen Seiten auf der Haut. Ein Buch, welches einen gefangen nimmt und nicht mehr loslässt.

Dieses Buch kann dem Genre Dark Fantasy für junge Erwachsene zugeordnet werden.

 

Worum geht es in Dark Charm?

Ivory Monette, die Voodoo Queen von New Orleans wurde ermordet.

Jude spielt auf dem Trauerzeug für Ivory Jazztrompete, als plötzlich der Geist der Magierin von ihr besitz ergreift.

Um die ehemalige Voodoo Queen loszuwerden, muss Jude ihr helfen ihren Mörder zu finden, doch diese Aufgabe ist schwerer als ursprünglich gedacht. Diese Aufgabe bringt mehr Probleme mit sich, als Jude je für möglich gehalten hätte und so langsam ahnt sie, worauf sie sich eingelassen hat.

Um Ivorys geist loszuwerden, sucht sie gefährliche und dunkle Orte, verwunschene Sümpfe und dunkelste Ecken in New Orleans auf. Auch vor einem Vampirclub macht sie nicht halt. Denn den Geist loszuwerden, ist ihre Größte Aufgabe!

Doch in einer Stadt voll dunkler Magie und Voodoo droht Gefahr von allen Seiten.

Wie viel ist Jude bereit zu opfern um sich von dem Geist zu befreien?

Wer treibt hier ein falsches Spiel und wem kann sie am Ende noch trauen?

 

Wer ist Alex Bell?

Alex Bell ist eine erfolgreiche britische Kinder- und Jugendbuchautorin und lebt in Hampshire. Sie hat sich außerdem entschieden, ihren Jura-Abschluss für etwas Gutes einzusetzen, und arbeitet als Rechtsberatung für ein Bürgerbüro. Den Großteil ihrer Freizeit verbringt sie damit, den Launen ihrer Siamkatze nachzukommen. Auf Deutsch ist von ihr bisher die Kinderbuchreihe »Der Polarbären-Entdeckerclub« erschienen.

 

Wie hat mir Dark Charm gefallen?

Dieses Buch hat mir unsagbar tolle Stunden im Urlaub beschert und komplett gefesselt.

Das Buch hat das Thema Voodoo als Grundelement und natürlich den Zauber der Stadt New Orleans. Themen, die schwierig umzusetzen sind, weil man diverse Einblicke in diese geben muss, damit der Leser manche Aspekte nachvollziehen kann. Dies ist Alex Bell sehr gut gelungen. Sie verpackt die wichtigsten Informationen und relevantesten Dinge so, dass sie sich als harmonisches Ganzes in die Story einfügen. Sie lässt es leicht und locker rüberkommen und man bekommt alles was man braucht um manche Voodoo Riten besser nachvollziehen und verstehen zu können.

Wir lernen als Leser die Welt des Voodoo kennen. Vor allem Treffen wir auf verschiedenste Formen der Magie. Angefangen natürlich bei den Voodoo Puppen, die am Anfang der Geschichte eine zentrale Rolle spielen. Dann aber auch etwas über Charm, kleine Anhänger für Armbänder oder Ketten, die man tragen kann um beschützt zu werden, die aber auch anderen zeigen, wohin man gehört. Gehört man dem Cajou Adel an, oder ist etwas ein Untertan dieser oder aber gehört man zum Lumpenpack. Dies ist die Bezeichnung für die ganz normale Bevölkerung. Zusätzlich stoßen wir auf dunkle Rituale, werden Zeuge von Opfergaben oder Zaubertränken, tauchen ein in eine wundersame, spirituelle Welt und lassen uns in dieser treiben und mitreißen.

Alex Belle hat die Welt rund um den Voodoo Zauber und die Stadt New Orleans so wunderbar umgesetzt, dass man die Ganze Zeit das Gefühl hatte, mittendrin zu sein. Selbst Jazztrompete zu spielen und in einem der Züge mitzulaufen. Man spürt die ganze Zeit dieses leise Summen, der Musik im Ohr…

Das Setting alleine überzeugt komplett.

Doch das reicht bei weitem nicht, um ein Buch zu dem zu machen, was es ist. Denn dieses Buch lebt natürlich von seinen Protagonisten. Jude ist eine wunderbare und großartige Protagonistin. Wir treffen auf eine junge Frau, die das Herz am rechten Fleck hat. Die sich seit dem Tod ihres Bruders um ihren Vater kümmert, der stark eingeschränkt ist und kaum den Alltag alleine bewerkstelligen kann. Hätte sie nicht ihren besten Freund und ihre Trompete wäre ihr Alltag ziemlich trist und einsam. Jude hat nichts mit Voodoo am Hut und ist einfach nur eine talentierte Bürgerliche, die sich de liebe zur Musik verschrieben hat. Eine Protagonistin, die man einfach lieben muss, weil sie alles verkörpert was einen grandiosen Hauptcharakter auszumachen hat.

Wir treffen allerdings auf viele weitere tolle Protagonisten, die dieses Buch zum leben erwecken. Sie sind alle in ihrer Ganzheit wunderbar ausgearbeitet.

Der Schreibstil von Alex Bell ist sehr gradlinig, unverschnörkelt, unverschachtelt und das ganze lässt sich schnell und flüssig lesen. Sie erschafft mit Adjektiven eine neue Welt und lässt uns als Leser an dieser teilhaben. Durch den Mordfall, schwebt eine gewisse düstere Atmosphäre über dem Buch, welche eine dauerhafte Spannung erzeugt. Das Buch ist relativ Temporeich und hat kaum ruhige Passagen in denen man zu Atem kommen könnte. Dadurch ist es knackig und auf den Punkt. Was mir sehr gut gefällt, denn Alex Bell redet nicht drum herum, sie macht einfach.

Ein Buch voller magischer Highlights, Erlebnisse und Ausflüge in eine Welt, die einen packt und nicht mehr loslässt. Ein Mord, der mir Rätsel aufgegeben hat und den ich nicht lösen konnte. Ein Überraschungseffekt am Ende mit vielen Irrungen und Wirrungen, die zu einem großen ganzen geführt haben und zu einem Ende, was dennoch die eine oder andere Frage offenlässt. Das wichtigste ist beantwortet und geklärt, alle Puzzleteile liegen an ihrem Platz… aber dennoch hoffe ich das es weitergeht. Denn, es ist definitv nicht komplett abgeschlossen! Die Hoffnung stirbt zu Letzt!

So viel sei verraten… am Ende kommt alles anders, als gedacht und hier wird der Wort Überraschungseffekt wirklich großgeschrieben.

 

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag für dieses wunderbare Rezensionsexemplar.

 

Direkt bei AMAZON kaufen.

Wer Storys mag die nichtalltäglich sind, die einen auf die falsche Fährte locken, dann greift unbedingt zu „Two can keep a secret“ von Karen M. Manus . Es hat mich gefesselt und mindestens genauso positiv überzeugt wie Dark Charm.

 

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: cbt; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. Juli 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570313344
  • ISBN-13: 978-3570313343
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Music and Malice in Hurricane Town
  • Preis: 13,00 € (Taschenbuch)

The Haven

The Haven, Im Untergrund lautet der vollständige Titel von diesem Buch.

Dieses Buch liegt schon ein wenig länger bei uns und hat die ganze Zeit darauf gewartet, endlich gelesen zu werden. Es handelt sich um den Auftaktband einer neuen Actionreihe.

Ursprünglich war es für meinen Sohn gedacht… aber der fand es dann doch zu gruselig, so dass ich es alleine gelesen habe.

Das Buch kann dem Genre, Krimi & Thriller für Jugendliche zugeordnet werden.

 

Worum geht es in The Haven?

The Haven, ein Zufluchtsort versteckt unter den Straßen Londons, ganz im Verborgenen, direkt vor den Augen der Erwachsenen und doch nicht sichtbar für diese.

Ein Zufluchtsort für Flüchtlings-, Straßenkinder und Waisen. In der sich diese eigenständig organisieren und versuchen eine geschlossene Gesellschaft zu bilden.

Genauso ein Kind ist auch Ollie.

Bis gerade eben war sein Leben noch völlig in Ordnung, soweit es halt in Ordnung sein kann, doch als es schlagartig anders wird, ist er plötzlich Teil einer geheimen Untergrundorganisation „The Haven“.

Das Ermittlungsteam und Ollie haben nur 24 Stunden Zeit, um gemeinsam den Sohn des berüchtigten Gangchefs Danny Hunter zu finden. Sollte ihnen dies nicht gelingen, wird einer von ihnen sterben. Die Zeit läuft…. Den 24 Stunden sind nicht viel!

Schnell wird ihnen klar, dass 24 Stunden verdammt kurz sein können.

Ein Rennen gegen die Zeit beginnt.

Doch je näher sie ihrem Ziel kommen, desto klarer wird ihnen, dass eine noch größere Bedrohung dort auf sie wartet, als bloß der Tod eines einzigen.

Wer ist Simon Lelic?

Simon Lelic ist Krimi- und Thrillerautor. Für seine Thriller für Erwachsene wurde er bereits ausgezeichnet und stand mehrfach auf der Shortlist verschiedener Preise. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Brighton. Anders als seine Familie liest Simon leidenschaftlich gerne und besitzt außerdem einen schwarzen Gürtel in Karate.

 

Wie hat uns The Haven gefallen?

Was an diesem Buch besonders hervorsticht ist das Setting. Es handelt sich um eine eigenständige Welt, unterhalb von London. Eine zweite Stadt, verborgen im dunklen. In dieser leben all diejenigen Kinder und Jugendliche, die im sozialen Gefüge keinen Platz finden und übersehen werden. Um die sich scheinbar niemand kümmern will. Dieses Netz, verteilt sich über die ganze Stadt und die Jugendlichen sind in verschiedenen Gangs integriert.

Eine zweite Stadt erschaffen, um all denen zu helfen, die sonst von niemanden Hilfe zu erwarten haben.

Sehen wir einmal von dem grandiosen Setting haben, hat dieses Buch einiges zu bieten. Es ist nicht nur actionreich und erinnert an einen Blockbuster, sondern es behandelt auch noch ernste Themen, die aus der Welt kaum wegzudenken sind.

Wir als Leser erfahren etwas über die einzelnen Schicksale der Kinder und Jugendlichen, die in keiner heilen Familie aufwachsen können, das Kinderleid immer noch ein topaktuelles Thema ist, was nicht wegdiskutiert werden kann, weil es präsent vor uns liegt.

Der Hauptprotagonist in diesem Buch ist ganz klar Ollie. Er ist ein mehr als sympathischer Junge. Man würde meinen, mit seiner ruhigen Art, seinem angenehmen Wesen, sei er überall beliebt und habe ohne Ende Freunde, doch dem ist nicht so. Er ist eher schüchtern, zurückhaltend, fast unscheinbar. Ollie ist so, weil er schon einmal alleine im Leben gestanden hat und nun noch ein zweites Mal damit konfrontiert wird. Man erkennt in ihm genau das Kind, welches durch jedes Raster fällt, weil er zu normal ist.

Zur Story lässt sich sagen, dass sie natürlich mit der Realität nicht viel zu tun, außer wenn es um das Schicksal der Kinder geht. Daher darf es auch am Ende des Buches zu einem übertriebenen fulminanten Finale kommen. Das gehört einfach dazu, denn wer es schafft ein Setting zu erschaffen, was an Blockbuster Filme erinnert, darf auch ganz nach Hollywood Manier das Buch abschließen.

Dieses Buch ist nichts für zarte Seelen, denn neben der Action wird es auch Brutal, denn wir müssen uns leider von ein paar Protagonisten verabschieden, die im Verlauf des Buches sterben. Leider sind es meist nicht die bösen, so dass es einem beim Lesen richtig ans Herz geht und man sich wünschen würde, es wäre anders.

Dennoch ist die Idee hinter „The Haven“ mehr als gut und in meinen Augen sehr gut umgesetzt. Das Ganze ist sehr schlüssig und trotz aller Action kommen die ernsten Themen nicht zu kurz. Sie werden mit viel Respekt, großen Herzen und wahrscheinlich ganz viel Realität präsentiert und machen beim Lesen einen selbst sehr betroffen. Wenn man nur ansatzweise darüber nachdenkt, dass es so etwas wie „The Haven“ wirklich geben könnte      ; ist mehr als erschreckend und zeigt auf, welche Defizite es in unserem System gibt.

Ist die Mischung gut? Definitv, denn sie ist ein kleiner Pageturner (hier verrate ich nicht mehr), welcher mit Witz, Charme, Spannung, Adrenalin und ganz viel Sympathie gepaart wird. Eine neue Buchreihe, die definitv ihre Leser finden wird.

 

Vielen lieben Dank an den Loewe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

Direkt bei AMAZON kaufen.

Wer dieses Buch mochte und auf Action steht, sollte sich einmal die Reihe rund um William Wenton anschauen. Dort geht es um ein kleines Genie, welches in der Lage ist Codes zu knacken, die kein anderer lösen kann.

 

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag GmbH; Auflage: 1 (15. Januar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3743205505
  • ISBN-13: 978-3743205505
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Preis: 9,95 € (broschiert)

Darker Things

Darker Things: eine Liebe zwischen zwei Welten, lautet der vollständige Buchtitel.

Lasst euch entführen in eine Welt. Eine Parallelwelt, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. Die sogenannte Dunkelwelt. Was es mit dieser auf sich hat und was Lejla alles dort erlebt, lest selbst.

Dieses Buch kann dem Genre Fantasy Jugendbuch zugeordnet werden.

 

Worum geht es in Darker Things?

Ist unsere Welt die Einzige, die existiert? Oder gibt es da draußen noch andere?

Lejla ist 17 Jahre alt und verbüßt Sozialstunden. Sie muss zur Strafe Graffitis von Wänden schrubben. Doch was passiert, wenn sich das Graffiti nicht entfernen lässt sondern zu einer düsteren Vision einer zerfallenen Welt wird? Ab diesem Moment verändert sich alles für Lejla und ihr unbekümmertes Leben ist auf einen Schlag vorbei. Denn sie hat es geschafft versehentlich einen Riss zwischen den Welten zu erschaffen.

Sie stellt Nachforschungen an und stößt dabei auf Informationen über die Dunkelwelt, eine Parallelwelt, die eine Gefahr für die Menschen darstellt. Und dabei findet sie heraus, dass sie eine Wandlerin ist, eine die es schafft, die beiden Welten wieder ein Einklang miteinander zu bringen.

Irgendetwas scheint sie mit dieser Welt zu verbinden, nicht umsonst wird sie von diesen Visionen heimgesucht. Doch bevor Lejla reagieren kann, wird sie zu einer Gejagten einer mysteriösen Gesellschaft, die nur ein Ziel verfolgt… die Menschen vor dem bösen zu schützen.

Das alleine wäre nicht schon schlimm genug. Denn sie schenkt einem Jungen, Dorian, ihr Herz, lässt diesen an sich heran und genau dieser soll sie nun töten, denn er ist ein Wächter. Kann es noch schlimmer kommen?

Auf der Suche nach der Wahrheit, stellen sie fest, dass sie weder in der einen noch in der anderen Welt sicher sind und ein gefährliches Versteckspiel beginnt.

Wer ist Katja Ammon?

Katja Ammon wurde 1977 in Basel geboren, wo sie, nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Edinburgh, auch heute wieder mit ihrer Familie lebt. Schon als Kind hat sie Geschichten lieber selbst erfunden, als sie nur zu lesen. Heute ist das Schreiben ihre große Leidenschaft. Die Legenden um ihre geschichtsträchtige Heimatstadt haben sie schon immer fasziniert und sie schließlich zu ihrem Debütroman „Herz aus Gold und Asche“ inspiriert.

 

Wie hat mir Darker Things gefallen?

Der Klappentext erinnert von seinen Grundzügen her, an viele andere Jugendbücher, denn er bietet erst einmal nichts Neues. Eine Heldin, nicht unbedingt der klassische Mädchentyp, eher mit Ecken und Kanten, trifft auf einen Helden mit einer geheimen Herkunft und einem Ziel welches er verfolgt. Klingt nach vielen aktuell auf dem Markt erschienen Büchern, aber dennoch ist dieses Buch anders.

Man muss das stereotypische ausblenden und dieses Buch ohne eventuelle parallelen zu anderen lesen und anfangen in dieses und sein Setting einzutauchen.

Mir haben die Protagonisten relativ gut gefallen.

Lejla ist eine kleine Rebellin, die allerdings durch ihren Mut hervorsticht und dadurch an Sympathie gewinnt. Lejla wird am Anfang des Buches als leicht aufsässig beschrieben, als eine Person die sich nicht immer an Regeln hält. Im Verlauf des Buches wandelt sich dieser Eindruck sehr und man lernt eine sympathische Person kennen, die für ihre Prinzipien einsteht.

Dorian fand ich am Anfang sehr schlecht zu greifen, aber je weiter man in dieses Buch eintaucht, desto mehr lernt man seine Entschlossenheit kennen. Seine innere Stärke aber auch die Zerrissenheit in ihm, seinem Auftrag zu folgen oder eher seinen Gefühlen. Er schützt mit seiner ruppigen Art, nur sein Herz um es nicht zu verletzten und angreifbar zu werden.

Die Liebesgeschichte der beiden, ist sehr zart und süß erzählt, sie strotzt nicht vor kitsch und überlagert auch nicht, die Story komplett. Sie läuft nebenher und unterstützt das Ganze eher, als das sie dadurch das Ganze in eine falsche Richtung lenkt. Gerade dadurch gewinnen beide Protagonisten sehr stark an Kraft und Macht, weil sie so unterschiedlich sind und deswegen perfekt füreinander.

Neben den Protagonisten, hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig, relativ schnell und ohne große Probleme lösen. Adjektive werden wunderbar eingesetzt um die beiden Welten zu skizieren und dem Leser vor Augen zu führen. Wir finden keinerlei verschachtelten Sätze vor, die zu einer Lesefalle werden könnten.

Einzig die Spannung und Action hat ein wenig auf sich warten lassen. Da musste man schon die Hälfte des Buches lesen um damit belohnt zu werden. Ich mochte vor allem die Stellen, die temporeich, Action geladen und spannend waren. Das Warten auf diese hat mich nur ein wenig gestört, gerne hätte ich dies ein wenig früher gehabt.

Mir wird dennoch ein wenig besänftigt, durch das tolle Setting, welches für dieses Buch erschaffen wurde. Eine Parallelwelt zu der unsrigen, eine Dunkelwelt. Die Welten bilden Gegensätze zueinander… Gut & Böse, Hell & Dunkel, doch ist dies wirklich so? Oder trügt der Schein? Das verrate ich natürlich nicht… aber die Welten sind so wunderbar beschrieben, dass man als Leser sich diese mehr als realistisch und plastisch vorstellen kann.

Zur Story muss gesagt werden, sie lebt vom Setting und den beiden Protagonisten, denn es gibt nicht wirklich etwas Neues. Vorhersehbar finde ich es nicht, aber auch nicht nur erfunden. Dennoch ist dieses Buch anders, als die am Anfang erwähnten eventuellen parallelen zu anderen, denn wir werden ein wenig in die Irre geführt. Denn nicht alles scheint so wie angenommen… Dies ist der Unterschied, denn ich hier aber nicht weiter verraten werde! Für mich gibt es am Ende keine offenen Fragen mehr und alle Fäden laufen komplett zusammen, so dass es in sich rund und abgeschlossen ist.

 

Vielen lieben Dank an Planet! für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Ein Buch von Planet! welches mich restlos begeistert hat, ist „The Belles“. Eine Dilogie, die vor lauter Adjektiven nur so strotzt, die blumiger nicht sein könnten und eine traumhafte, spannende, actionreiche Story.

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Planet!; Auflage: 1. (13. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522506103
  • ISBN-13: 978-3522506106
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Preis: 17,00 € (gebundenes Buch)

12

12 – Das zweite Buch der Mitternacht, lautet der vollständige Titel dieser abgeschlossenen Reihe von Rose Snow.

Dieses Buch kann dem Genre Fantasy für Jugendliche zugeordnet werden.

Ich durfte bereits den 1 Teil dieser Dilogie lesen und war komplett begeistert, wie gerne würde ich mal Noctaris sehen… ihr auch?! Dann lasst uns zusammen eintauchen in diesen Band und herausfinden, was es noch so alles in der träumenden Welt zu entdecken gibt!

 

 Worum geht es in 12?

Harper Bennet hat endgültig ihr Herz verloren. Sie liebt Cajus! Doch Cajus ist nicht irgendjemand, er ist der Erbe der „Fantastic Shoe Company“ und zugleich Mitglied der Gesichtslosen Familie die über Noctaris, der träumenden Stadt wacht.

In Noctaris gehen Geheimnisse und Sehnsüchte Hand in Hand. Eine Stadt der Träume, dunkel, unheimlich und gleichzeitig magisch. Noctaris, in der man die Träume und Sehnsüchte ausleben kann, die man tagsüber in der wachen Welt verbergen muss. Jede Nacht bis um Schlag Mitternacht hat man dafür Zeit.

Doch Noctaris wird bedroht, ein dunkler Schatten hat sich über die Stadt gelegt, einer der die gesichtslose Familie stürzen will.

Eine Gruppe fanatischer Rebellen verfolgt dieses Ziel. Sie wollen die Macht an sich reizen und das Lux der Träumenden.

Doch was hat Harpers Ex Freund Phoenix damit zu tun? Wieso kann er ohne Probleme in Harpers Gedanken eindringen und sie manipulieren. Er lässt sie nicht los, seine Kraft die er über sie ausübt ins grenzenlos und gefährlich.

Doch wie es scheint ist Noctaris nicht die einzige Traumwelt, es gibt noch Luxera. Luxera, in der es nicht Nachtschwarz ist, sondern Taghell! Der komplette Gegensatz zu Noctaris… doch welche Geheimnisse verbirgt diese Traumwelt und was haben die Rebellen mit dieser zu tun?

 

Wer ist Rose Snow?

Hinter den Pseudonymen Rose Snow und Anna Pfeffer stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 75 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und drei Katzen. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow Romantasy, darunter die vierteilige Bestsellerreihe „17 – Die Bücher der Erinnerung“. Im Herbst 2016 ist mit „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj erschienen. Seitdem veröffentlichen wir regelmäßig neue Jugendbücher und Romantasy-Reihen, wie zuletzt „19 – Die Bücher der magischen Angst.“ Im September 2018 ist außerdem der Auftakt unserer neuen Reihe „Ein Augenblick für immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit“ bei Ravensburger erschienen.

 

Wie hat mir 12 gefallen?

Wie ich diese träumende Stadt Liebe. Aber allen voran, liebe ich die grandiosen Protagonisten in diesem Buch.

Wir treffen auf alte Bekannte.

Harper: Ist für mich eine schöne wunderbare Blume, die von Mal zu Mal authentischer, sympathischer, kämpferischer und grandioser wird. Sie hat ihr Herz am rechten Fleck und geht für ihre Freunde über Leichen.

Cajus: Für mich ist er nicht immer unbedingt greifbar, eher arrogant und teilweise unsympathisch. Zum Ende des Buches wandelt sich dieses Bild gänzlich, denn Cajus hat wahrhaft Humor und er ist selbstlos. Sein Leben steht hinter dem der anderen an und er hört auf sein Herz.

Laetitia, Cajus Schwester: Sie mausert sich in diesem Band vom eher zurückhaltenden Mäuschen zu einer taffen und cleveren Persönlichkeit. Sie tritt aus dem Schatten ihres Bruders und verfolgt straight ein Ziel, welches sie nicht aus den Augen verliert.

Scott, Harpers bester Freund: ist kein Träumender, steht aber mit Rat und Tat immer zur Seite und ist ein wahrer Freund.

Doch, wir treffen auch auf neue Protagonisten. Von denen verrate ich allerdings nichts, denn diese müssen innerhalb des Buches neu entdeckt werden.

Protagonisten alleine machen das Buch noch nicht zu einem wahren Schatz, sondern auch das Setting, in welchem wir uns als Leser bewegen. Neben Noctaris, bewegen wir uns in der neuen Traumwelt Luxera. Eine absolute Überraschung, dass wir eine zweite Traumwelt kennenlernen, denn auch diesen war den Protagonisten gänzlich unbekannt. Luxera, ist anders als Noctaris, aber auch in dieser gibt es Geheimnisse, Menschen die ein falsches Spiel spielen, andere die ihre Sehnsüchte ausleben und wieder andere die ihren Gelüsten freien Lauf lassen. Eine Stadt, anders als Noctaris, aber mit genauso vielen Vorzügen und Geheimnissen.

Wieder einmal ein Setting, welches einen als Leser komplett umhaut und in welches man direkt eintauchen will.

Der Schreibstil ist wunderbar lesbar, einfach, gradlinig, unverschnörkelt und unverschachtelt. Die Sätze lassen sich grandios herunterlesen und man kann dieses Buch schnell und zügig lesen. Die Adjektive sind wunderbar punktuell eingesetzt um die Settings und Geschehnisse blumig auszuschmücken, um dem ganzen Leben einzuhauchen.

Das Buch selber baut Spannung nach und nach auf. Es wartet mit vielen Überraschungen auf, Szenen wechseln, Geheimnisse werden gelüftet und es wird spannend. Eine Spannung, die im Finale ins unermessliche gipfelt und in einem grandiosen Showdown mündet. Spannung, die stets vorhanden ist und sich über das gesamte Buch nach oben arbeitet… Das Ganze wird wunderbar untermalt von Überraschungen, Wendungen und Windungen. Die Spannung steht nicht alleine, sie wird mit einem Hauch Romantik, Fantasy und Magie begleitet. Diese Mischung macht es zu etwas ganz besonderem und einer unvergleichlichen Story. Doch, die Romantik ist gut dosiert, nimmt keine überhand und fügt sich wunderbar in die gesamte Story ein. Was dieses Mal noch hinzukommt ist, die Emotion… die dem Buch eine zusätzliche Komponente an Grandiosität und Glückseligkeit verleiht. Momente in denen man gerne mitweinen würde, weil sie einem ans Herz gehen und mitten hinein treffen. Ein Buch, welches alles vereint und zusammenfügt, zu einem großen Ganzen.

Am Ende kann man sagen, dass alles in sich geschlossen ist. Alle Fäden zueinander laufen und selbst Neuerungen abgeschlossen sind. Das Netz einer Spinne ist geschlossen, keine losen Fäden, keine offenen Enden, alle Fragen sind beantwortet und abgeschlossen.

Das es sich um einen zweiten Band handelt, merkt man nicht wirklich, denn die Vorgeschichte und alles was im ersten Teil passiert ist, fügt sich wunderbar ein und erschafft mit seinen Grundzügen ein tolles zweites Buch, mit einer fast autarken neuen Story.

 

Vielen lieben Dank an den Ravensburger Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wenn ihr nun neugierig geworden seid, dann lest unbedingt Band 1 von „12 – Das erste Buch der Mitternacht“ und taucht ein, in die magische Welt von Noctaris.

 

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Verlag GmbH; Auflage: 1 (19. Mai 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3473401935
  • ISBN-13: 978-3473401932
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 17,99 € (gebundenes Buch)