Vortex

Buchrezension Werbung unbezahlt

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss (Band 1) lautet der vollständige Titel von Anna Bennings neustem Buch.

Dadurch, dass dieses Buch in einer Empfehlungsliste von Amazon, direkt neben den Tributen von Panem erscheint, stand es außer Frage, dass es genau mein Geschmack sein muss.

Dieses Buch kann dem Genre Science-Fiction für Jugendliche zugeordnet werden.

 

Worum geht es in Vortex?

„Die Vortexe zerstörten unsere Welt. Wir lernten in ihnen zu laufen. Doch niemand ahnte, was sie in uns entfachen würden …“

Elaine, eine Vortex Läuferin, erlebt den wichtigsten Tag ihres Lebens.

In Neu London, findet das jährliche spektakuläre Vortexrennen statt. Am Ende wird dieses Rennen über ihre Zukunft entscheiden. Wird sie eine der 10 Auserwählten sein, die am Ende ihren Traum als Vortex Läuferin leben dürfen?

Hunderte Jugendliche jagen an diesem Tag, in einem Wettkampf um die Welt. Ihre Aufgabe ist es, in die Energiewirbel zu springen, die die Welt im Jahr 2020 beinahe zerstört hätten. Der Sprung in solch einen Wirbel ist lebensgefährlich, doch wenn er gelingt, bringt er einen von einem Ort zum anderen. Er lässt sich nicht lenken, nicht steuern… man weiß nie, wohin man gebracht wird.

Ziel ist, schnellst möglich nach Hause zu finden und das Ziel vor allen anderen zu erreichen.

Elaine will die erste sein, sie will ihren Traum leben. Eine Vortex Läuferin sein und Vermengte einfangen und in die Zonen zurückbringen. Sie will die Megacitys säubern.

Doch mitten in einem Vortex erwacht eine Macht in Elaine… eine die sie gar nicht haben dürfte. Sie schafft es den Vortex zu lenken, der sie dahin bringt, wohin sie will. Damit ist Elaine nun für Neu London die wichtigste Springerin! Doch will sie das überhaupt?

Und der Einzige, der Elaine nun helfen kann, ist Bale.

Doch eigentlich ist dieser schon seit Jahren Tod. Wie kann es sein, dass er nun vor ihr steht … Wird er ihr helfen? Oder überlässt er Elaine ihrem Schicksal?

 

Wer ist Anna Benning?

Anna Benning wurde 1988 als jüngstes von drei Kindern geboren. Die Leidenschaft für Geschichten bestimmt seit vielen Jahren ihren Weg: Nach einem Studium der Literaturwissenschaft und Stationen als Buchrezensentin und Aushilfsbuchhändlerin arbeitet sie seit 2013 in einem Verlag. Eines Tages fasste sie sich ein Herz und brachte ihre eigenen Geschichten zu Papier. Die “Vortex”-Trilogie ist ihr Debüt.

 

Wie hat mir Vortex gefallen?

Ich gestehe, ich brauchte zwei Anläufe um dieses Buch komplett zu lesen.

Der Klappentext hat mich total an die Tribute von Panem erinnert und da ich diese Reihe liebe, stand es außerfrage, dass es genau mein Geschmack ist. Doch irgendwie, bin ich am Anfang nicht wirklich in die Lesefluss reingekommen und habe es daher noch einmal für mehrere Tage zur Seite gelegt um dem Buch ein paar Tage später erneut eine Chance zu geben.

Woran es gelegen hat, kann ich noch nicht einmal genau sagen, aber die zweite Chance hat es gebraucht, damit ich mich komplett in dem geschriebenen verlieren konnte.

Das Buch spielt 80 Jahre nach 2020. Ist am Anfang ein wenig verwirrend, doch man kommt ziemlich schnell dahinter und versteht auch, warum das Jahr 2020 der Ursprung von allem ist. Wir befinden uns daher in der Zukunft.

Der Urvortex, der im Jahr 2020 stattfand, verändert die Welt. Die Welt kann sich ein Stück weit dadurch regenerieren und erobert sich ihre eigene Umwelt zurück. Häuser werden von dieser eingenommen und die Menschen suchen sich einen neuen Lebensraum in Form von futuristischen Häusern und bedienen sich verschiedener Techniken, dass sie in diesen geschützt sind.

Die Menschen haben sich kein Stück verändert. Sie sind weiterhin machthungrig, verabscheuen alles was andersartig und fremd ist, führen Experimente mit denen durch, die von der Norm abweichen, ohne Rücksicht auf Verlust. Die Unnormalen „Vermengten“ sind die, die sich mit den Elementen verbunden haben und nun ein stückweit anders sind.

Beim lesen schämt man sich, man schämt sich dafür ein Mensch zu sein und nicht die Lage zu erkennen, dass andersartig nicht unbedingt mit schlecht zu vergleichen ist. Andersartig ist manchmal sehr gut, doch das erkennen wir nicht. In diesem Buch werden wir immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass das was wir anerzogen bekommen, unser Leben prägt.

Bis wir Elaine, die Hauptprotagonisten kennenlernen. Elaine ist eine Springerin und bei den Menschen in einer Megacity aufgewachsen. Sie kennt nur das was man ihr von klein auf beigebracht hat und danach lebt sie. Sie ist unsagbar mutig, wird im Buch immer weltoffener und trifft dann auf Bale.

Bale, er verändert alles. Er zeigt ihr, wo die abtrünnigen leben, zeigt ihr, was wirklich hinter der Macht der Megacity steckt und was es heißt, dieser zu trotzen und den Rücken zuzukehren. Er zeigt ihr die Welt der Vermengten und was sie in der Lage sind zu tun.

Elaines Welt gerät aus den Fugen und sie weiß nicht mehr, was Richtig oder Falsch ist. Daher hört sie auf ihr Herz und handelt danach!

Mir hat die Idee mehr als gut gefallen und ich war gefesselt, von den was sich dort vor meinem leserischen Auge aufgebaut hat.

Dieses Buch hat alles verbunden, von Spannung, über Liebe, Traurigkeit, Herzschmerz, Verlust und Action. Viele Fragen bleiben komplett unbeantwortet und die Story hat noch ein wenig Luft nach oben. Denn manche Stellen sind zu schwach ausgearbeitet, bei denen ich mir einfach mehr erhofft hätte, vor allem weil das Potenzial dafür vorhanden ist. Das Ende des Buches ist ein Mini Cliffhanger, der erahnen lässt, womit es im zweiten Teil losgeht.

Dennoch lässt es sich trotz der Kritik wunderbar lesen. Ist flüssig, einfach, gradlinig und unverschnörkelt geschrieben. Wunderbar ausgeschmückt mit Adjektiven, wenn wir die unterschiedlichen Welten kennenlernen, die der Menschen und die der Vermengten. Tolle Settings, wunderbar phantasiereiche erschaffen und wirklich gut durchdacht.

Ein Buch, welches Spaß macht, zu lesen, vor allem wenn man sich am Ende die Zeit nimmt und darüber nachdenkt, wie viel wir mit den Menschen gemein haben, die in diesem Buch erwähnt werden. Wie wir sind!

 

Vielen Dank an den Fischer KJB Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wem dieses Buch gefallen hat und nach weiteren tollen Alternativen sucht, mit einer grandiosesn Kulisse und wunderbaren Protagonisten, wird auf jedenfall fündig bei “Beast Mode” von Rainer Wekwerth.

 

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1. (4. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737341869
  • ISBN-13: 978-3737341868
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Preis: 17,00 € (gebundenes Buch)
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Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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