The Haven

Buchrezension Werbung unbezahlt

The Haven, Im Untergrund lautet der vollständige Titel von diesem Buch.

Dieses Buch liegt schon ein wenig länger bei uns und hat die ganze Zeit darauf gewartet, endlich gelesen zu werden. Es handelt sich um den Auftaktband einer neuen Actionreihe.

Ursprünglich war es für meinen Sohn gedacht… aber der fand es dann doch zu gruselig, so dass ich es alleine gelesen habe.

Das Buch kann dem Genre, Krimi & Thriller für Jugendliche zugeordnet werden.

 

Worum geht es in The Haven?

The Haven, ein Zufluchtsort versteckt unter den Straßen Londons, ganz im Verborgenen, direkt vor den Augen der Erwachsenen und doch nicht sichtbar für diese.

Ein Zufluchtsort für Flüchtlings-, Straßenkinder und Waisen. In der sich diese eigenständig organisieren und versuchen eine geschlossene Gesellschaft zu bilden.

Genauso ein Kind ist auch Ollie.

Bis gerade eben war sein Leben noch völlig in Ordnung, soweit es halt in Ordnung sein kann, doch als es schlagartig anders wird, ist er plötzlich Teil einer geheimen Untergrundorganisation „The Haven“.

Das Ermittlungsteam und Ollie haben nur 24 Stunden Zeit, um gemeinsam den Sohn des berüchtigten Gangchefs Danny Hunter zu finden. Sollte ihnen dies nicht gelingen, wird einer von ihnen sterben. Die Zeit läuft…. Den 24 Stunden sind nicht viel!

Schnell wird ihnen klar, dass 24 Stunden verdammt kurz sein können.

Ein Rennen gegen die Zeit beginnt.

Doch je näher sie ihrem Ziel kommen, desto klarer wird ihnen, dass eine noch größere Bedrohung dort auf sie wartet, als bloß der Tod eines einzigen.

Wer ist Simon Lelic?

Simon Lelic ist Krimi- und Thrillerautor. Für seine Thriller für Erwachsene wurde er bereits ausgezeichnet und stand mehrfach auf der Shortlist verschiedener Preise. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Brighton. Anders als seine Familie liest Simon leidenschaftlich gerne und besitzt außerdem einen schwarzen Gürtel in Karate.

 

Wie hat uns The Haven gefallen?

Was an diesem Buch besonders hervorsticht ist das Setting. Es handelt sich um eine eigenständige Welt, unterhalb von London. Eine zweite Stadt, verborgen im dunklen. In dieser leben all diejenigen Kinder und Jugendliche, die im sozialen Gefüge keinen Platz finden und übersehen werden. Um die sich scheinbar niemand kümmern will. Dieses Netz, verteilt sich über die ganze Stadt und die Jugendlichen sind in verschiedenen Gangs integriert.

Eine zweite Stadt erschaffen, um all denen zu helfen, die sonst von niemanden Hilfe zu erwarten haben.

Sehen wir einmal von dem grandiosen Setting haben, hat dieses Buch einiges zu bieten. Es ist nicht nur actionreich und erinnert an einen Blockbuster, sondern es behandelt auch noch ernste Themen, die aus der Welt kaum wegzudenken sind.

Wir als Leser erfahren etwas über die einzelnen Schicksale der Kinder und Jugendlichen, die in keiner heilen Familie aufwachsen können, das Kinderleid immer noch ein topaktuelles Thema ist, was nicht wegdiskutiert werden kann, weil es präsent vor uns liegt.

Der Hauptprotagonist in diesem Buch ist ganz klar Ollie. Er ist ein mehr als sympathischer Junge. Man würde meinen, mit seiner ruhigen Art, seinem angenehmen Wesen, sei er überall beliebt und habe ohne Ende Freunde, doch dem ist nicht so. Er ist eher schüchtern, zurückhaltend, fast unscheinbar. Ollie ist so, weil er schon einmal alleine im Leben gestanden hat und nun noch ein zweites Mal damit konfrontiert wird. Man erkennt in ihm genau das Kind, welches durch jedes Raster fällt, weil er zu normal ist.

Zur Story lässt sich sagen, dass sie natürlich mit der Realität nicht viel zu tun, außer wenn es um das Schicksal der Kinder geht. Daher darf es auch am Ende des Buches zu einem übertriebenen fulminanten Finale kommen. Das gehört einfach dazu, denn wer es schafft ein Setting zu erschaffen, was an Blockbuster Filme erinnert, darf auch ganz nach Hollywood Manier das Buch abschließen.

Dieses Buch ist nichts für zarte Seelen, denn neben der Action wird es auch Brutal, denn wir müssen uns leider von ein paar Protagonisten verabschieden, die im Verlauf des Buches sterben. Leider sind es meist nicht die bösen, so dass es einem beim Lesen richtig ans Herz geht und man sich wünschen würde, es wäre anders.

Dennoch ist die Idee hinter „The Haven“ mehr als gut und in meinen Augen sehr gut umgesetzt. Das Ganze ist sehr schlüssig und trotz aller Action kommen die ernsten Themen nicht zu kurz. Sie werden mit viel Respekt, großen Herzen und wahrscheinlich ganz viel Realität präsentiert und machen beim Lesen einen selbst sehr betroffen. Wenn man nur ansatzweise darüber nachdenkt, dass es so etwas wie „The Haven“ wirklich geben könnte      ; ist mehr als erschreckend und zeigt auf, welche Defizite es in unserem System gibt.

Ist die Mischung gut? Definitv, denn sie ist ein kleiner Pageturner (hier verrate ich nicht mehr), welcher mit Witz, Charme, Spannung, Adrenalin und ganz viel Sympathie gepaart wird. Eine neue Buchreihe, die definitv ihre Leser finden wird.

 

Vielen lieben Dank an den Loewe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wer dieses Buch mochte und auf Action steht, sollte sich einmal die Reihe rund um William Wenton anschauen. Dort geht es um ein kleines Genie, welches in der Lage ist Codes zu knacken, die kein anderer lösen kann.

 

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag GmbH; Auflage: 1 (15. Januar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3743205505
  • ISBN-13: 978-3743205505
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Preis: 9,95 € (broschiert)
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Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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