Knochendiebin

Buchrezension Werbung unbezahlt

Knochendiebin, die zwölf Kasten von Sabor, lautet der vollständige Titel des Buches, welcher der Auftakt einer Dilogie ist.

Ein Buch an dem man nicht vorbeikommt, wenn man sich die Neuerscheinungen anschaut. Vor allem für Fans von Throne of Glass und die rote Königin ein absolutes Muss.

Ich gestehe, ich habe keines von beidem gelesen, daher lasse ich mich nun einmal überraschen was da auf mich zukommen mag.

Das Buch ist dem Genre, Paranormal Fantasy Jugendbuch zuzuordnen.

 

Worum geht es in Knochendiebin?

Es geht um Stur, eine 16-jährige jungen Magierin.

Sie ist der Kaste der Krähen angehörig. Sie wurde in diese hineingeboren und ist dort aufgewachsen. Ihr oberstes Gesetz ist: Beschütze die Deinen. Die Krähen bilden die niedrigste Kaste, sie stehen ganz unten und haben keinerlei Geburtsrecht. Krähen erlösen die Kranken von ihrem Leid, indem sie sich um diese kümmern und versorgen. Sie lassen Barmherzigkeit walten und gelten dennoch als Vogelfrei und werden von den anderen Kasten gejagt. Und dies zu Zeiten in denen die Sündenseuchte im Land tobt.

Alle anderen Kasten stehen über ihnen.

Die Phönixe regieren das Land und haben diplomatisches Geschick und sind sehr belesen.

Die Habichte sind die Kämpfer des Landes. Sie verteidigen ihre Herren bis aufs Blut.

Die Krähen sind den anderen dennoch von Nutzen, weil nur sie immun sind gegen die Sündenseuche. Daher können sie die Toten verbrennen, die an der Seuche gestorben sind.

Stur wird mit ihrer Rotte zu einer Beerdigung in den Königspalast gerufen um dort den verstorbenen Prinzen Jasimir und seinen Beschützer Tavin zu beerdigen.

Doch, die beiden sind nicht tot!

Jasimir, der angeblich tote Prinz will ihre Hilfe. Er und Tavin wollen die böse Herrscherin stürzen. Doch dies ist nur möglich, wenn Stur und ihr Anführer Pah Verbündete des Prinzen werden. Nur unter ihrer Obhut sind Treffen möglich. Pah geht mit ihnen einen Eid ein. Einen den sie vielleicht alle bald bereuen werden!

Wer ist Margaret Owen?

Margaret Owen wuchs in Oregon City auf. Sie hat in vielen Bereichen gearbeitet, vom Secondhandladen bis zur Wahlkampagne, und immer etwas dazugelernt. Inzwischen konzentriert sie sich aufs Schreiben und darauf, ihre zwei Monsterkatzen im Zaum zu halten. Sie liebt Reiseziele, vor denen alle warnen, und sammelt mit eigenen Illustrationen Gelder für gemeinnützige soziale Einrichtungen. Margaret Owen lebt zurzeit in Seattle.

 

Wie hat mit die Knochendiebin gefallen?

In meinen Augen ist dies ein Fantasy Epos größter Güte.

Wir werden als Leser komplett hineingezogen in eine neu erschaffene Welt, in das Land Sabor, Sabor ist kein ungewöhnliches Land, von seiner Aufmachung her, eher von dem daraus resultierenden Weltenaufbau. Die Erschaffung von Kasten, die Gaben die jeder einzelnen Kaste innewohnen, die Eigenschaften der Protagonisten und natürlich die Hierarchien der Kasten.

Es wurden komplett neue Rituale, Begrifflichkeiten und hexerische Einflüsse erschaffen. Diese Neuerungen fließen so selbstverständlich in die Story mit ein, dass man als Leser das Gefühl hat, ja… genauso muss es einfach sein. Genauso und nicht anders.

Selbst der Buchtitel Knochendiebin hat eine besondere Bedeutung. Die Hauptprotagonistin Stur ist eine solche, eine besondere Hexe. Sie kann aufgrund der Zähne und Knochen von Menschen aus den verschiedenen Kasten, vor allem natürlich höheren, deren Geburtsrechte magisch hervorrufen und kurzfristig stehlen. Alleine dies, eine Symbiose zu bilden zwischen Titel und Ereignis im Buch, ist einfach gigantisch und hat mich komplett geflasht.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Stur in der 3. Person erzählt. Leider ein Stil, den ich nicht unbedingt bevorzuge, da ich ihn immer sehr anonym finde und ich nicht genügend Einblicke in das Innerste des Protagonisten erhalte. Hier wahrscheinlich bewusst gewählt, weil es den Leser wie eine Krähe aus der Flugperspektive auf alles hinabschauen lassen will.

Ansonsten lässt sich das Buch wunderbar lesen, es ist sehr schlüssig geschrieben und verzichtet komplett auf verschachtelte Sätze. Was ein eintauchen in das Geschriebene wunderbar möglich macht, vor allem aufgrund der Verwendung von umschreibenden Adjektiven, die Welten entstehen lassen.

Ein zusätzliches Gimmick ist die Karte im Inneren und das jedes Kapitel eine eigene Überschrift hat. Nun am Rande zur optischen Gestaltung!

Aber, selbst wenn ein Buch eine wunderschöne Gestaltung hat, kommt es letztendlich auf die Protagonisten an, die das Buch zum Leben erwecken.

Stur ist die Hauptprotagonistin. Sie gehört der Kaste der Krähen an. Jede Krähe so heißt es, hat in einem früheren Leben Mist gebaut, so schlimm und nicht verzeihbar, dass sie von der Korona zuerst mit der Seuche geschlagen und danach dazu verdonnert werden, diese als Buße ein Leben lang einzudämmen, indem sie die Toten erlösen. Eine schwere Bürde, die diese Kaste zu tragen hat, mit einer starken Protagonistin.

Sie ist anfänglich sehr zurückhaltend, ihrer Kaste gegenüber mehr als loyal, doch anderen gegenüber eher kalt und zurückhaltend. Doch im Verlauf des Buches macht sie eine Wandlung durch. Wird stärker, hat Ecken und Kanten, ist manchmal zart wie Seide und dann wieder hart wie Stein. Sie hat mich komplett überzeugt!

Die anderen Protagonisten lasse ich bewusst außen vor, da man diese eigenständig entdecken muss.

Die Story selber ist sehr komplex in ihrer Ausgestaltung. Angefangen bei dem System der Kasten und was sich alles dahinter verbirgt. Eine Story, die man nicht einfach mal so liest, weil sie sehr düster, sehr packend ist, man sich aufgrund der ganzen Ereignisse stark konzentrieren und auch mal bei einem Durchhänger dranbleiben muss. Man darf nicht einfach aufgeben… man muss dranbleiben und wird am Ende belohnt. Ein Buch welches Durchhaltevermögen abverlangt.

Die Story ist düster, vor allem wenn man erfährt was den Krähen alles wiederfährt. Man leidet mit ihnen, mit Stur und verliert bildlich gesprochen die Nerven. Auch der Schluss, wie sollte es sein endet mit einem Cliffhanger. Alles andere würde diesem Buch nicht gerecht werden.

 

Vielen lieben Dank für dieses kostenlose Rezensionsexemplar an den Carlsen Verlag.

 

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Wer es gerne düster mag, gerne Fantasy und abgefahren, sollte zu Monsters of Verity greifen, aus dem Loewe Verlag. Fantasy Fans werden nicht enttäuscht.

 

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Carlsen; Auflage: 1. (31. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551584052
  • ISBN-13: 978-3551584052
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: The Merciful Crow
  • Preis: 19,99 € (gebundenes Buch)
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Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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