Sandra Grauer – Clans of London

Buchrezension Werbung unbezahlt

Clans of London, Hexentochter lautet der vollständige Titel dieser zweiteiligen Reihe von Sandra Grauer.

Ich bin ja schon ein Fan von dem Genre, Jugendbuch mit Dystopie und kann daher vielen neuen Werken einfach nicht wiederstehen. Dieses Mal auch so, der Klappentext hat mich komplett angesprochen und ich musste einfach zugreifen.

 

Worum geht es in Clans of London?

Die 17- jährige Caroline hat nur einen Traum, sie will unbedingt Pilotin werden. Diesen versucht sie sich durch einen Job in einer Bar zu ermöglichen. Ein fast schier unmöglicher Traum, aber alles was sie hat!

Sie lebt zusammen mit ihrer besten Freundin Megan in einer WG. Diese sorgt für ein bisschen Abwechslung zwischen all den Schichten im Hound Dog, die Caroline unbedingt machen will, damit sie sich ihren Traum verwirklichen kann.

Eines Abends lernt sie Ash kennen. Gutaussehend und sehr geheimnisvoll, denn Ash ist ein Magier und wie sich herausstellt Caroline eine Hexe. Deren Hexenkraft nie aktiviert wurde, weil sie als Waise aufgewachsen ist.

Diese Aktivierung muss dringend nachgeholt werden, ansonsten wird sie an ihrem 18. Geburtstag sterben. Ash macht sich mit ihr auf den Weg eine Lösung zu finden und das Schicksal welches Caroline sonst ereilt aufzuhalten.

Sie gerät in eine Welt voller Magie und rivalisierenden Hexenclans.  Denn die beiden mächtigsten Clans machen Jagd auf sie, nicht unbegründet, sondern weil sie Teil einer uralten Prophezeiung ist.

Sollte sich diese Prophezeiung erfüllen, sind alle Clans dem Untergang geweiht.

Ash setzt alles daran, Caroline zu beschützen… dabei kommen sie sich näher!

Werden sie am Ende das Rätsel um die Prophezeiung lösen und das Ritual noch vor dem 18. Geburtstag vollenden können?

Wer ist Sandra Grauer?

Sandra Grauer wurde 1983 im Ruhrgebiet geboren. Schreiben, Lesen und in die Welt fremder Geschichten eintauchen war schon immer ihre Leidenschaft. In Heidelberg studierte sie Sprach- und Übersetzungswissenschaften, später absolvierte sie ein fachjournalistisches Fernstudium und ein Volontariat in einer PR-Agentur in Karlsruhe. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie im Ruhrgebiet. Sie schreibt, teils unter Pseudonym, Romane für Jugendliche und Frauen, außerdem Krimis.

Ihr Fantasy-Roman »Schattenspiel« wurde im März 2015 für den Indie Autor Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Mit ihrem humorvollen Liebesroman »Wo das Chaos hinfällt« landete sie bei Amazon auf Platz 1. Im Juni 2019 erscheint mit »Clans of London – Hexentochter« Band 1 des magischen Zweiteilers bei Ravensburger.

 

Wie hat mir Clans of London gefallen?

Ich war so angefixt vom Klappentext und wurde dann leider enttäuscht. Vielleicht war meine Erwartungshaltung einfach zu hoch, wer weiß.

Eine Story, die mich vom Klappentext mehr als überzeugt hat und die dafür gesorgt hat, dass ich zu diesem Buch greife. Doch, leider wurde die alles in meinen Augen nicht ideal umgesetzt, trotz dem großen Potenzial, welches sich der Story bietet. Mir ist im Großen und Ganzen zu wenig auf die Clans eingegangen worden und der Hexerei. Selbst die Suche nach Carolines Eltern hat sich am Ende als eher langweilig offenbart, da es dort kein AH Erlebnis gab.

Das einzige, was die Spannung in diesem Buch aufbaut ist die stetige Frage nach den Träumen die Caroline hat. Man will als Leser wissen, was sich dahinter verbirgt und was sie am Ende bedeuten. Dies ist ein kleiner Faden an den man sich klammert, denn alles andere wird mir persönlich zu wenig ausgearbeitet, trotz dem vorhandenen Potenzial die diese Geschichte bietet. Eine Auflösung gibt es am Ende nicht. Nur ein Ende, welches für mich kaum Sinn ergibt und was mich sehr überrascht hat. Dieser Schluss hat mich komplett verwirrt zurück gelassen. Hier kann man nur auf die Fortsetzung hoffen die alles aufklärt.

Oftmals kann man Defizite in der Story durch überzeugende Protagonisten ausgleichen, doch leider überzeugen mich diese auch nicht wirklich.

Caroline als Hauptprotagonistin bleibt sehr schwammig. Sie bildet das typische Klischee ab, Waise, mit großen Träumen, am Anfang eine recht starke Persönlichkeit, selbstständig und taff nimmt von Mal zu Mal ab und wird nicht richtig lebendig. Wäre ich dem Tode geweiht, würde ich alles daran setzen dies aufzuklären und mein Leben zu retten, doch sie verbringt lieber verliebte Stunden mit Ash! MMh… komisch!

Ash bildet das zweite typische Klischee ab. Sexy, Waschbrettbauch und das wars. Der typische Frauenheld, der aber gar keiner sein will, sich seiner Ausstrahlung auch nicht bewusst ist und jedem Liebesgehabe trotzt.

Megan die beste Freundin war erquickend nett, sympathisch, lustig, bis sie zum Hausweibchen mutiert ist und für alle Essen gekocht hat. Etwas, dass so gar nicht in mein Bild von diesem Protagonisten gepasst hat. Dennoch beweist sie Herz und wahre Freundschaft, als sie Caroline helfen will, obwohl sie selbst eine Nichtmagierin ist.

Henri, war mir am Anfang sehr unsympathisch. Er ist Franzose, was mich komplett irritiert hat und so wirklich konnte ich die Figur in der Story nicht einordnen, vor allem als sich dann noch herausgestellt hat, dass er Voodoo betreibt.

Die Protagonisten werden nur oberflächlich angerissen, es fehlt bei allen an Beschreibungen, dass man als Leser eine bessere Vorstellung von Ihnen bekommt, dass man in sie eintauchen kann. Sie haben keine Tiefe, keine Ecken und Kanten, sie schwimmen komplett in seichtem Wasser.

Der Schreibstil an sich ist einfach, simpel und unverschnörkelt. Das Buch lässt sich relativ gut lesen, man kann dieses ohne große Probleme in einem runterlesen, da komplett auf verschachtelte Sätze verzichtet wird. Hier wird keine wirkliche Kulisse erschaffen, keine neuen Wortschöpfungen kreiert, daher bleibt es komplett schwarz-weiß. Eine wirkliche Spannung konnte nicht aufgebaut werden, da es hier an der Umsetzung der Story hapert und man als Leser kaum mit ins Boot genommen wird.

Sehr schade, da die Idee sehr viel Potenzial bietet. Das lesen ist mir irgendwann sehr schwergefallen, da ich nie wirklich den direkten Zugang gefunden habe. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass das Buch und ich nicht Eins sind. Trotz das es sich gut lesen ließ. Da ich aber einfach wissen wollte, was passiert, bin ich kurzerhand auf das Hörbuch umgestiegen und habe den Rest nicht gelesen, sondern gehört.

Hier kann ich zumindest sagen, hat es wunderbar geklappt. Man konnte zuhören, versuchen einzutauchen und Teil der Geschichte werden. Für mich hat das Hörbuch daher besser funktioniert als das Buch selbst.

Nachdem ich all dies geschrieben habe, werde ich wohl nicht den finalen Teil lesen. Es hat mich nicht gepackt und nicht gefixt. Leider hat mich die Geschichte um Caroline nicht so angesprochen, dass ich heiß darauf bin, zu erfahren ob sie am Ende gerettet werden kann und ob die Prophezeiung in Erfüllung geht. Hier fehlt einfach der Hunger, nach dem Ende des Buches.

 

Vielen lieben Dank an den Ravensburger Verlag für dieses kostenlose Rezensionsexemplar.

 

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Wer Klischees mag, wer gerne ein wenig Herzschmerz bevorzugt, tolle Protagonisten in einer wunderbaren Landschaft, muss zur „Ein Augenblick für immer“- Reihe von Rose Snow greifen.

 

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Verlag GmbH; Auflage: 1 (15. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3473401803
  • ISBN-13: 978-3473401802
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 16,99 €
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Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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