The Upper World

Buchrezension Werbung unbezahlt

The Upper World ist der Debütroman von Femi Fadugba.

Dieses Buch hat mich zufällig erreicht, denn es wurde falsch gepackt. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, war es zumindest so, dass dieses Buch anscheint bewusst den Weg zu mir gesucht hat, denn der Text hat mich direkt angesprochen.

Das Buch kann dem Genre Thriller für junge Erwachsene zugeordnet werden.

 

Worum geht es in The Upper World?

Gegenwart:

Esso ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Kann passieren!

Er ist ein afrikanisch stämmiger Teenager aus dem Süden von London. Esso gehört keiner Gang an, doch leider wurde er Zeuge, wie ein berüchtigtes Gangmitglied zusammengeschlagen wurde. Nun muss er selber um sein Leben fürchten.

Um einen kleinen Jungen zu retten, läuft er unbewusst vor ein Auto und verliert das Bewusstsein. Dadurch erhält er Zugang zu einer anderen Welt und sieht dort Szenen seines zukünftigen Lebens.

Auch etwas, dass er unbedingt verhindern will.

 

London 2035, Zukunft:

Rhia Black ist ohne Eltern aufgewachsen und hat ihr Leben in einer Pflegefamilie verbracht. Doch sie hat ein Talent: Fußball spielen. Dies ist die Möglichkeit, sich die Chance auf eine bessere Zukunft zu sichern.

Als sie einen neune Schultutor bekommt, wird es immer mysteriöser. Denn es handelt sich um Esso. Doch niemand weiß, woher er kommt und wieso er ein Bild von Rhias leiblicher Mutter bei sich trägt.

Er bittet Rhia um Hilfe. Denn sie ist der Schlüssel, um sein Leben, das seiner Freunde und seiner großen Liebe Nadia zu retten. Doch da ahnen die beiden noch nicht, dass ihnen die Zeit davonläuft.

Wer ist Femi Fadugba?

Femi Fadugba, ein in Togo geborener Nigerianer, hat einen Master in Quantenphysik von der University of Oxford und hat für die Huffington Post und die Financial Times geschrieben. Sein Debüt »The Upper World« bringt nicht nur zwei Erzählstränge, sondern sehr unterschiedliche Welten zusammen, die er selbst gut kennt: die der Straßengangs in Londons Süden und die der Physik. Er lebt zurzeit im Londoner Stadtviertel Peckham und in Baltimore, USA.

 

Wie hat mir The Upper World gefallen?

So überzeugt ich vom Klappentext war, umso niedergeschlagener bin ich nun. Denn dieses Buch konnte mich gar nicht überzeugen.

Was mich angesprochen hat, waren die beiden Handlungsstränge und davon habe ich mir sehr viel versprochen. Leider war es so, dass ich von Anbeginn Schwierigkeiten hatte in das Buch hineinzufinden. Es hat lange gedauert, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe und zumindest vorangekommen bin.

Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Esso und Rhia, im Ich- Stil erzählt. Normalerweise findet man bei diesem Stil schneller und einfach Zugang zu den Protagonisten, doch dem war nicht so. Denn der Stil beinhaltetet viele umgangssprachliche Worte aus dem Straßenjargon, Bandensprache und ein wenig Slang. Normalerweise macht mir dies nichts aus, aber dieses Mal konnte es mich gar nicht begeistern und mitreizen. Ich hatte die Ganze Zeit beim lesen einen fahlen Geschmack im Mund, so als würde etwas nicht stimmen.

Die beiden Hauptprotagonisten, hätten vieles wettmachen können. Hätten!

Bei Esso dreht sich alles um Gangs, seine Liebe zu Mitschülerin Nadia und seine Kumpels. Hier konnte ich gar keinen Zugang aufbauen, denn es blieb wirklich viel an der Oberfläche und hat keinerlei Tiefe gezeigt.

Bei Rhia war es etwas besser, denn bei ihr haben wir zumindest Einblicke in die Zukunft bekommen, die das Leser interessanter gemacht haben. Aber leider auch nicht so, dass dadurch das Buch gerettet werden kann.

Beschwerend zu dem Stil und dem nicht wirklichen Zugang zu den Protagonisten kam, noch der wissenschaftliche Anteil hinzu.

Man merkt in diesem Teil komplett, dass der Autor Quantenphysik studiert hat und dieses Wissen unbedingt in sein Buch einfließen lassen wolle. Raum, Licht und Energie spielen eine große Rolle und das Buch ist gespickt von zahlreichen, viel zu detaillierten und graphischen Erklärungen. Leider ist dies genau mein Thema, was ich in der Schule schon nicht mochte und spätestens bei diesen Themen hat er mich komplett verloren.

Daher habe ich diese Passagen komplett überblättert, da ich leider nicht die Muse hatte, mich mit diesen doch sehr komplizierten Themen auseinander zu setzen. Womöglich habe ich dabei auch das eine oder andere komplett überlesen und nicht wahrgenommen, aber dies habe ich in Kauf genommen.

Dennoch habe ich das Buch beendet, denn irgendwie ist in vielen Dingen mein Ehrgeiz dann doch größer, als das Bedürfnis, dass Buch zur Seite zu legen.

Selten passiert es, dass ich dankbar bin, dass es vorbei ist.

Ich werde leider nicht zum Leser des zweiten Teils, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dieser großartig ändern wird vom Stil. Schade, eigentlich… denn der Klappentext war extrem vielversprechend und die ursprüngliche Idee auch. Die Umsetzung konnte mich nicht begeistern.

 

 

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Wer gerne in fremde Welten eintaucht, sollte daher lieber zu „Night of Crowns“ greifen!

  • Herausgeber ‏ : ‎ cbj; Deutsche Erstausgabe Edition (27. September 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3570166228
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3570166222
  • Lesealter ‏ : ‎ 14 Jahre und älter
  • Originaltitel ‏ : ‎ The Upper World #1
  • Preis: 20,00 € (gebundenes Buch)

 

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