Annina Safran – Die Spiegelwächter: Die Saga von Eldrid

Buchrezension

Die Spiegelwächter ist ein Buch, welches mir empfohlen wurde. Habe dieses daher bei NetGalley angefragt und als Rezensionsexemplar erhalten. Eine Empfehlung kann manchmal gut sein und manchmal trifft sie nicht den Geschmack des Anderen. Daher bin ich sehr gespannt!

In der heutigen Rezension geht es um das Buch von Annina Safran – Die Spiegelwächter: Die Saga von Eldrid, aus dem Genre Jugendbuch.

 

Worum geht es in die Spiegelwächter?

Eldrid, das Land und zu Hause der Spiegelwächter ist in Gefahr. Das Licht, welches Eldrid und dessen Bewohner am Leben erhält wird Zunehmens weniger und das Land versinkt in Dunkelheit.

Schuld an diesem Debakel ist ganz alleine Zamir, der Schöpfer der Dunkelheit, der das Licht und die Schatten der Bewohner von Eldrid stielt. Begleitet wird er von Godal, dem übermächtigen Schatten. Dieser scheint aber sein ganz eigenes Ziel zu verfolgen.

Doch dies können die fünf Spiegelwächter nicht zu lassen. Sie bewachen die 5 Spiegel, die zu den 5 Häusern führen, die die magische Welt mit der Realen verbindet.

Ludmilla wird vom Spiegel im Haus ihrer Großmutter gerufen. Immer und immer wieder, bis sie diesem Ruf folgt. Sie soll helfen den mächtigen Schatten einzufangen.

Doch dies wäre zu einfach. Denn Zamir bekommt davon Wind und fängt an diesen Plan zu durchkreuzen. Sein Interesse an Ludmilla wächst und er hat nur einen Wunsch, er will ihren Schatten Dafür ist er bereit einiges zu tun. Doch was passiert, wenn sich sein stetiger Begleiter Godal plötzlich gegen ihn wendet?

Der Kampf gegen die nahende Dunkelheit beginnt.

Kann Ludmilla Eldrid helfen?

 

Wer ist Annina Safran?

Annina Safran wurde 1974 in Offenbach am Main geboren. Nach Jurastudium und Promotion, war sie jahrelang in einer internationalen Großkanzlei im Wirtschaftsrecht tätig, bevor sie sich vollständig dem Schreiben zuwandte. Die Idee zur Saga von Eldrid entstand nach der Geburt ihrer ersten Tochter. Nun erscheint der erste Band der mehrteiligen Fantasy-Saga.
Annina Safran lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in der Nähe von Frankfurt am Main.

 

Wie hat mir die Spiegelwächter gefallen?

Ich bin ein wenig hin und her gerissen. In meiner Meinung war ich noch nie so Zwiegestalten!

Die Story:

Wir lernen Eldrid, das Land hinter den 5 Spiegeln kennen. Die Spiegel stehen in 5 Häusern, bei 5 angesehenen und alteingesessenen Familien und dienen als Portal um nach Eldrid zu reisen. Sie verbinden die Welt der Lebenden, mit der Welt von Eldrid.

Eldrid ist ein magischer Ort, ein Ort voller Geheimnisse, von verschiedenen Wesen die dort leben und er ist zum Teil bunt und zum anderen sehr Dunkel. Ein Ort, der nur hinter den Spiegeln existiert. Wesen mit magischen Fähigkeiten leben dort, die zum einen aus Formwandlern, Hexen, Unsichtbaren, Riesen, Feen und verschiedenen Geistern bestehen. Eine Welt voller Fantasy. Doch diese Welt droht in Dunkelheit zu versinken.

Denn sie wird beherrscht von Zamir, der die Dunkelheit über Eldrid bringt, begleitet wird er von dem mächtigen Schatten Godal. Ein Schatten, der insgeheim die Fäden in der Hand hat und alle gegeneinander aufbringt. Ist er der wahre Bösewicht?

Eldrid kann gerettet werden, wenn Zamir gestürzt und Godal an seinen Rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben wird. Wenn sich der Schatten wieder mit dem Menschen verbindet, zu dem er einmal gehört hat. Doch die Bewohner von Eldrid können dies nicht alleine schaffen.

Sie benötigen dafür Ludmilla. Die Hilfe einer Sterblichen, die dafür durch den Spiegel reisen muss. Sie hat das nötige Potenzial, die Dunkelheit zu vertreiben und Eldrid zu retten. Doch was passiert, wenn Ludmilla nicht weiß, ob sie wirklich helfen kann und wenn plötzlich alles anders wird als ursprünglich gedacht.

Die Protagonisten:

Ich beschränke mich hier auf die Hauptprotagonisten, die in diesem Buch zu finden sind. Es gibt viele Figuren, die diese Geschichte begleiten, viele die nur kleine Auftritte haben, manche die für Wendungen in der Geschichte sorgen und zu viele um hier erwähnt zu werden. Leider aber auch, weil manche von Ihnen nicht wirklich griffig waren und keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Ludmilla:

Sie ist in meinen Augen die Hauptprotagonistin. Ludmilla ist Schülerin und lebt bei ihrer Oma, da ihre Eltern geschäftlich zu oft unterwegs sind, dass sie keine Zeit für Ludmilla hätten. Sie befindet sich in einem Alter, in dem Kinder aufmüpfig sind, ihren eigenen Kopf versuchen durchzusetzen und wenig auf den Rat von Anderen geben.

Ich hatte meine absoluten Schwierigkeiten mit ihr. Sie ist mir leider gar nicht sympathisch. Angefangen bei dem Namen, der sehr arrogant wirkt, wenn man ihn ausspricht und nicht für einen Sympathieträger steht. Ich mag ihre gesamte Art nicht, wie sie sich gegen alles währt, durchsetzt, frech und aufbrausend ist. Sie gibt Widerworte und lässt sich selten etwas sagen, denn sie setzt ihren Kopf immer durch. In meinen Augen ist sie ein ganz schwieriger Charakter, mit dem ich nicht zurechtgekommen bin.

Mina, Ludmillas Oma:

Anfangs habe ich sie für sehr kaltherzig und arrogant gehalten. Doch im Verlauf des Buches merkt man, dass diese Haltung nur zum Schutz von Ludmilla gewesen ist. Zum Schutz vor dem Spiegel und natürlich Eldrid. Sie ist sehr sanft, sehr liebevoll und zeigt ihrer Enkelin viel Zuneigung. Sie ist das komplette Gegenteil von Ludmilla und leidet stellenweise unter der Art ihrer Enkelin. Doch Mina ist zugleich ein großer Wendepunkt in der gesamten Geschichte. Denn die Situation die in Eldrid vorherrscht, hat leider auch mit ihr und ihrer Vergangenheit zu tun.

Der Schreibstil:

Annina Safran hat einen schönen und wirklich gut zu lesenden Schreibstil. Man kann dieses Buch einfach, schnell und zügig lesen, ohne große Stolpersteine. Das Buch selber wurde in angenehm lange Kapitel unterteilt, die meistens mit der Handlung oder dem Ort, auf den wir treffen betitelt wurden. Dadurch konnte man als Leser der Handlung und der jeweiligen Situation besser folgen. Lange habe ich überlegt, ob ich es spannend fand. Ob die ganze Zeit ein gewisser Spannungsbogen vorhanden war oder nicht? Ich bin mir nicht sicher. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Spannung ständig, sobald sie vorhanden war, durch das Ende eines Kapitels auch komplett abgeflacht ist und wieder von neuem aufgebaut werden musste. Dies hat meinen persönlichen Lesefluss leider etwas getrübt, da ich es besser gefunden hätte, wenn eine kontinuierliche Spannung vorhanden gewesen wäre, auf die dann am Ende der Cliffhanger noch einen drauf setzt.

Der Inhalt:

Eldrid, erinnert mich ein wenig an „Herr der Ringe“, „Die unendliche Geschichte“ etc. Eine wirklich fantasievoll erschaffene Welt, die aber nicht komplett zu Ende gedacht wurde. An manchen Stellen fehlen mir Details, größere Ausschmückungen und vor allem mehr Farbe und mehr Adjektive um manches zu umschreiben. In Eldrid steckt bedeutend mehr Potenzial, welches nicht gänzlich ausgeschöpft wurde. Manche Szenen blieben komplett auf der Strecke, die ich mir einfach nicht vorstellen konnte.

Dennoch, ist die Story, die sich Annina Safran überlegt hat, wirklich sehr gut und hat großes Potenzial. Sie setzt auf eine Protagonistin, die nicht unbedingt „Everbodys Darling“ ist und schickt diese in eine Parallelwelt um diese zu retten. Klingt erst einmal wie viele andere Storys auch, hat aber mehr Fantasie als Grundlage.

Und genau deswegen, müsste das Buch an manchen Stellen mehr Tiefe bekommen und noch verstärkter in die Fantastiebeschreibungen eintauchen. Mehr Um- und Beschreibungen um den Leser komplett in das Reich von Eldrid zu entführen.

Leider sind am Ende ein paar Fragen offen geblieben. Ob diese im nächsten Band geklärt werden oder nicht, ist fraglich!

 

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Wer gerne in neue Welten eintaucht und fremde Länder bereist, sollte unbedingt von Anca Sturm den Weltenexpress lesen.

 

  • Taschenbuch: 292 Seiten
  • Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 1 (7. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374074667X
  • ISBN-13: 978-3740746674
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 – 12 Jahre
  • Preis: 10,99 € (Taschenbuch)
Überblick der Rezensionen
Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

2 Kommentare

    • Hallo Sarah..
      Ja, bei diesem Buch habe ich so meine Schwierigkeiten gehabt. Hoffe das dies sehr wertneutral rüber gekommen ist, denn Geschmäcker sind einfach wahnsinnig unterschiedlich. Was dem einen gefällt, findet der andere nicht so gut! Daher… sollte man vielleicht trotz meiner Kritik dieses Buch lesen. XoXo Maren

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