Nina MacKay – Dämonentage

Buchrezension

Dämonentage ist das neuste Werk von Nina Mackay. Es handelt sich um den ersten Band einer Trilogie. Dieses Buch ist dem Genre Fantasy zugeordnet.

Die Rezension wird am heutigen Release Day des Buches veröffentlicht und dieses ist ab sofort überall käuflich zu erwerben.

 

Worum geht es in Dämonentage?

Als Dämonentage werden die letzten 5 Tage eines jeweiligen Jahres bezeichnet. In diesen Leben die Menschen in ständiger Angst und verschanzen sich in gut gepanzerten Häusern oder halten sich auf geweihtem Boden auf.

Sobald die Sonne untergeht und das Tageslicht nicht mehr zu sehen ist, öffnen sich die Pforten zur Hölle und die Dämonen fallen über die Erde her.

Adriana, noch 17 Jahre alt, wird von ihrem ehemaligen Heimleiter in seine Villa eingeladen. Sie wird von drei Freunden begleitet unter denen sich auch ihr heimlicher Schwarm Eloy, ihr bester Freund Rico und ihre beste Freundin Dakota befindet. Das werden die besten Dämonentage, Ever!

Doch anscheint haben die Dämonen anderes vor. Denn die mächtigen Alpha – Dämonen schließen sich zusammen und wollen Adriana haben. Sie soll zu Luzifer in die Hölle gebracht werden, lebend. Adriana hat keine Vorstellung davon, warum sie so begehrt ist … und wieso der Halbdämon Cruz auf sie angewiesen ist. Hat das etwas mit ihrer Ballonförmigen Narbe zu tun? Schon nach der ersten Nacht, muss sie sich entscheiden welchen Weg sie einschlagen will. Denn Adrianas Weg bestimmt nicht nur ihr Schicksal, sondern auch das von allen Menschen. Kann sie diese Last tragen?

 

Wer ist Nina MacKay?

Nina MacKay hegt eine ausgesprochene Abneigung gegen Biographien und konnte nur mit Gewalt zu folgenden Angaben gebracht werden: Kaffeejunkie MacKay arbeitet als Marketing Managerin im Südwesten Deutschlands, außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich Geschichten und führt imaginäre Interviews mit ihren Protagonisten. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihr größtes Hobby. Ein Hoch auf Pseudonyme, weswegen nichts von dieser Biographie bewiesen werden kann.

 

Wie hat mir Dämonentage gefallen?

Dämonentag ist der Auftakt zu einer Trilogie. Ich durfte dieses Buch mal wieder im Vorfeld lesen und war so mega gespannt darauf, dass ich Nina bestimmt 1.000 mal nach dem Veröffentlichungstermin gefragt habe. Kann das Buch diesem Druck standhalten?

Die Story:

Wir befinden uns in Portland. Genau genommen 5 Tage vor dem Jahreswechsel. Diese Tage sind auch als Dämonentage bekannt. An diesen Tagen, fallen die Dämonen nach Einbruch der Dunkelheit über die Menschen her. Daher verschanzen diese sich in gepanzerten Häusern oder halten sich auf geweihtem Boden, in Kirchen oder Friedhöfen auf.

Adriana hat die Möglichkeit mit ihren drei Freunden in einer gesicherten Villa unterzukommen. Das klingt besser als alles, was sie die Jahre davor hatte durchmachen müssen.

Doch irgendetwas stimmt in dieser Villa ganz und gar nicht. Wieso versammeln sich ausgerechnet vor dieser ein ganzer Dämonenclan und schreit nach einem Halbblut, dem schmutzigen Blut und wieso meinen sie damit Adriana?

Irgendwie scheint Adriana ein halber Dämon zu sein, einer der zu viel Macht hat und somit eliminiert werden muss.

Nur einer kann sie retten und sie beschützen, das ist der Halbdämon und Alpha Cruz. Die beiden scheinen eine Verbindung zueinander zu haben und Cruz ist auf Adriana angewiesen und sie auf seinen Schutz. Nach der ersten Nacht muss Adriana feststellen, dass weiteraus mehr, als nur ihr Halbdämonen Gen interessant ist, den Luzifer plant etwas. Er will nicht nur an den letzten 5 Tage im Jahr die Erde bevölkern, sondern 365 Tage im Jahr. Adriana kann sich kaum die Ausmaße und die Gefahr, die davon ausgeht ausmalen und vorstellen.

Ihre Aufgabe ist es nun, die Welt zu retten. Dabei wird sie von einem Hund namens Tequila begleitet und von Cruz, dem Halbdämon. Der auch noch dummerweise einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn sie haben nur 5 Dämonennächte um die Welt und sich zu retten.

 

Die Protagonisten:

Wir lernen in diesem Buch einen ganzen Schwung an tollen Protagonisten kennen. Zum einen Menschen, zum anderen auch Dämonen.

Ich beschränke mich auf zwei von Ihnen, denn sie machen das Buch und die Geschichte am meisten aus. Trotzdem treffen wir zudem auf Rico, einen kleinen Computernerd und Adrianas bester Freund, einem Halbdämon namens Drym, der einen Taucheranzug sein Markenzeichen nennt, sowie auf eine angehende Nonne, einer Alpha- Dämonin, vielen anderen Dämonen und natürlich auf den Gott der Finsternis, Luzifer.

Adriana Astara:

Sie ist ein wunderschönes Mädchen, die vor mehreren Jahren ihre Mutter bei einem Dämonenangriff verloren hat und lange in einem Heim leben musste. Mittlerweile steht sie auf eigenen Beinen und ist dankbar für jeden Tag. Sie ist dankbar für ihre Freunde die sie hat und dafür, endlich einmal einen Dämonenangriff in Sicherheit verbringen zu dürfen. Ich habe sie die gesamte Zeit als ausgesprochen ruhige und nette Protagonisten kennengelernt, eine mit der man Pferde stehlen möchte. Sie ist vorsichtig in Bezug auf fremde Menschen, auf Gefühle, stürzt sich in nichts hinein und ist sehr sympathisch. Sie ist der Mensch, der man eigentlich selber gerne wäre.

Cruz, der Halbdämon:

Er ist leider Gottes wahnsinnig attraktiv, gutaussehend und ein Alpha Dämon. Cruz hat durch eine Markierung eine Verbindung zu Adriana und kann daher nicht anders, als sie beschützen zu müssen. Er ist nur durch einen dummen Zufall zu einem Dämon geworden und wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder ein Mensch zu werden. Dafür würde er jederzeit sein eigenes Leben opfern um das von anderen retten zu können. Er ist selbstlos, trotz seines Dämonendaseins sehr nett und wahnsinnig sexy, sowie charmant. Cruz verkörpert nicht das typische Bild eines Dämons, sondern eher die smarte Form von diesen.

 

Das Setting:

Wir befinden uns während des Buches innerhalb der 5 Dämonennächte. An sich ist die Stadt Portland nicht anders, als wahrscheinlich jede andere Stadt auch. Sie wird nur von Dämonen bevölkert und hat daher verschiedene technische Raffinessen in Form von einer Behörde, die Dämonenabwehrmechanismen entwickelt und verschiedene Apps, die den Bewohnern das Leben innerhalb dieser Tage vereinfachen soll. Eine rein technische Welt, weiter entwickelt und sehr detailliert wieder gegeben um sich als Leser davon eine Vorstellung machen zu können. Angefangen über verschiedene Kirchenportale, sei es intakte oder zerfallene, die Schutz bieten.

Hin zur Beschreibung der 5 Dämonenarten und ihrer Entstehung. Hier hat Nina wahre Kreativität bewiesen, den sie lässt jede Dämonenart als 3D Version entstehen und kann sie dem Leser somit besser beschreiben, damit ein jeder versteht, wie ein Dämon geboren wird und sich zum Alpha entwickeln kann. Anfangs dachte ich nicht, dass dies von Wichtigkeit sein könnte, aber im Verlauf des Buches merkt man, dass an der Geburt eines Dämons doch mehr dran ist, als gedacht!

 

Der Schreibstil:

Ich bin ja ein großer Fan von Nina MacKays Büchern und auch ihrem ganz eigenen Stil. Er lässt sich locker leicht runterlesen, ist an den richtigen Stellen mit Adjektiven gefüttert um dem Leser das geschriebene bildlich darzustellen. Was an manchen Stellen sehr angebracht und wirkungsvoll ist. Sie nutzt keine verschachtelten Sätze, eher solche die den Leser durch das geschriebene begleiten und am Ende keine gerunzelte Stirn übrig bleibt oder eine Seite, die noch einmal gelesen werden will. Dies schätze ich sehr an ihrem Stil, da ihre Bücher natürlich mit Dingen gespickt sind, die rein ihrer Phantasie entspringen.

Ein MacKay ist ein Buch, welches vor Witz, Charme, Einfallsreichtum und Kreativität strotzt. Dieses Mal begegnen uns zudem kleine gereimte Strophen, die die Prophezeiung wiedergeben, alleine dies ist so grandios geschrieben, dass ich mit dem Kopf schütteln musste, da sich sehr viel in dies hinein interpretieren lässt und das Ende des Buches nur offen bleiben kann.

 

Der Inhalt:

Dieses Mal ist es ein völlig anderer Stil, ein Buch, welches in der dunklen Welt spielt. Welches sich mit dem Teufel, Dämonen und Engeln beschäftigt. Mit der Rettung der Welt, der Rettung der Menschen und das stürzen von Luzifer. Eine taffe Aufgabe, die es nun gilt als Leser, zu bewältigen und zu leben.

Mir gefällt vor allem die Story. Auch wenn sie rein fiktiv ist, ist sie dennoch sehr schlüssig und nachvollziehbar. Ich glaube würde es Dämonen auf der Erde geben, dann wären sie genauso und die Nächte würden wahrscheinlich genauso ablaufen und nicht anders. Ich hatte kein Mal das Gefühl, dass irgendetwas unklar geblieben ist und nicht schlüssig zum Rest gepasst hat.

Es war eine Freude dieses Buch, auch wenn es sehr düster war, was natürlich vor allem daran liegt, dass es oft in der Nachts spielt und von Dämonen dominiert wird, zu lesen.

Das Ende ist sehr offen und endet eigentlich mit einem Cliffhanger, einer der vermuten lässt, dass es hier einfach spannend weitergehen muss. Es sind sehr viele Fragen offen geblieben, die wahrscheinlich in den nächsten beiden Bänden aufgelöst werden. Stellenweise sind es nur Kleinigkeiten, aber gerade solche, die bestimmt zum Bestehen der Geschichte beitragen und am Ende der Schlüssel zum Rätsel sind.

Allerdings habe ich eine kleine Kritik: Mitunter waren mir manche Abschnitte zu langatmig. Dadurch ist immer mal wieder die Spannung abgefallen und ich war etwas enttäuscht. Hier hätte ich mir etwas mehr Kürze gewünscht um den Spannungsbogen kontinuierlich oben zu halten. Diese Kritik sorgt aber nicht dafür, dass das Lesevergnügen gänzlich getrübt wird.

Dieses Buch ist einfach anders, ich bin nicht himmelhochjauzend und von Lachkrämpfen geprägt, sondern eher gedämpfter und grüblerischer. Mich beschäftigt, wie es weitergeht, was es mit den Engeln auf sich hat usw. (mehr kann ich nicht sagen, ohne zu spoilern). Dies ist bei einem Buch, welches aus mehreren Teilen besteht extrem wichtig, denn man sieht, es hat Spuren hinterlassen. Es hat genau das erreicht, was nötig war um es spannend zu halten und die Geschichte weiterverfolgen zu wollen. Eine extrem gute Basis, für Band 2. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf diese tollen Protagonisten zu treffen und zu erfahren, was nötig ist um die Welt vor den Dämonen zu retten oder ist es dafür schon zu spät?

 

Dämonentage kann direkt bei AMAZON bestellt werden.

Ebenfalls sehr zu empfehlen ist das Buch „Teenie Voodoo Queen“ von Nina MacKay.

 

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (2. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492281834
  • ISBN-13: 978-3492281836
  • Preis: 14,00 € (Taschenbuch)
Überblick der Rezensionen
Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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