Nina MacKay – Teenie Voodoo Queen

Buchrezension

Teenie Voodoo Queen, ein Buch welches mich zu Tränen gerührt hat. Eines, was mich fast wahnsinnig hat werden lassen, weil es mich so überracht hat. Teenie Voodoo Queen ist wie ein Knallbonbon.

Vielen lieben Dank an Nina MacKay und den Piper Verlag, für dieses immens große Vertrauen in mich, als Buchbotschafterin für dieses Werk fungieren zu dürfen.

Ich habe das Buch bereits knapp 3 Wochen vor Veröffentlichung erhalten und durfte dieses Lesen, mich mit Nina persönlich und den anderen Botschaftern dazu austauschen.

Und euch… ein wenig Geschmack auf das Buch machen.

Nun ist es da… und die heutige Rezension dreht sich daher natürlich um das neuste Werk von Nina MacKay – Teenie Voodoo Queen, aus dem Genre Jugendbücher Fantasy.

 

Worum geht es in Teenie Voodoo Queen?

Dawn Decent, die wohl mieseste Voodoohexe des Universums, soll ihre Heimatstadt New Orleans vor einer nahenden Naturkatastrophe retten.

Doch alles was sie zustande bringt sind Steckrüben und Frösche. Wie soll das helfen, New Orleans zu beschützen, vor dem was da kommen mag?

Dawn hatte sich das mit der Voodoo Hexen- Abendschule ein wenig anders vorgestellt und gehofft, dass ihr Handicap dort beseitigt werden könnte. Doch weit gefehlt!

Damit sie nicht ganz alleine ist, sieht sie sich gezwungen mit den Loas – den götterähnlichen Voodoo- Geistern zusammen zu arbeiten, allen voran Linto, auch Lin genannt,… der wahrlich gutaussehende Beschützer der Kinder.

Das alleine reicht nicht zur Rettung der Stadt aus, daher gesellt sich, gezwungenermaßen noch ein Ex- Alligator, namens Jax  hinzu, der ein großes Geheimnis mit sich herum trägt und dies versucht vor Dawn zu verstecken. Wird sie dahinterkommen und gefährdet dies mitunter die Mission?

Als hätte Dawn nicht genügend Probleme, sind ihre Mitschülerinnen schwer in beide Jungs an ihrer Seite verliebt und beneiden sie um jede Minute, die sie mit ihnen verbringen darf.

Wie es scheint zieht Dawn in einen aussichtslosen Kampf, den sie nur verlieren kann. Oder verliert sie mehr als das? Riskiert sie zusätzlich zu ihrem Leben auch ihr Herz?

 

Wer ist Nina MacKay?

Nina MacKay, irgendwann in den ausgeflippten 80er-Jahren geboren, arbeitet als Marketingmanagerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Romanfiguren. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihre größte Leidenschaft.

 

Wie hat mir Teenie Voodoo Queen gefallen?

Die Geschichte setzt ein am Tag von „Mardi Gras“ in New Orleans, ein Fest an dem Frauen bunte Ketten für einen Kuss geschenkt bekommen. Anhand der Anzahl der Ketten, kann man die Beliebtheit der Frau ablesen, oder aber auch ihre Schönheit.

Dort lernen wir auch das erste Mal Dawn Decent, die Hauptprotagonisten aus Ninas neuestem Buch kennen. Der Einstieg in dieses Buch, hat mich ein wenig geschockt, denn er ist alles andere als Angenehm für Dawn. Denn, so viel verrate ich, sie ist nicht gerade an ihrer Schule beliebt und dort ein wirklich gern genommenes Opfer für Streiche und Attacken. Ich konnte bei dem was Dawn wiederfährt, mitfühlen, es hat mich ganz arg in meinem kleinen Herz getroffen und eine Kullerträne ist auch noch über meine Wange gehuscht. Ein Einstieg in dieses Buch, mit dem ich alles andere als gerechnete hätte.

Ein Einstieg, der eher untypisch ist und so gar nichts mit dem fröhlichen Mardi Gras Fest gemein hat, welches gerade durch die Straßen der Stadt tobt.

Die Protagonisten:

Dawn:

Allerdings erfahren wir als Leser, in diesem Moment sehr viel von Dawn. Sie ist Hauptprotagonistin und eine kleine Voodoo Hexe, allerdings eine wahrlich schlechte, denn alles was sie zustande bringt sind Steckrüben und Frösche. Ihre Mitschüler in der Abendschule sind ihr um Längen voraus. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist Dawn nicht gerade mit Schönheit gesegnet. Sie hat eine Knollnase, passend zu ihrer pummeligen Figur und den roten Haaren. Daher zweifelt sie auch noch an sich  und versucht sich lieber zu verstecken, als im Mittelpunkt zu stehen. Einen Freund hatte sie noch nie, ungeküsst ist sie auch und wenn schöne Männer sie anschauen, dann wird sie rot!

Shannon:

Gut, dass sie ihre beste Freundin Shannon hat. Diese geht mit ihr ebenfalls zur Abendschule und mag Dawn so wie sie ist… Dawn, ist was das betrifft eher eine untypische Protagonistin. Denn, wenn man all dies liest, fragt man sich wirklich, was hat Dawn und was macht sie so besonders? Alles… denn sie hat ein unendlich großes Herz, einen wirklich lustigen und bissigen Humor und Aussehen spielt bei alledem keine Rolle.

Man merkt innerhalb des Buches, dass Dawn eine Wandlung durchmacht. Je mehr sie hineingezogen wird in die Rettung von New Orleans, je mehr sie Kontakt zu gutaussehenden Männern hat, desto offener und mutiger wird sie. Sie steht über den Anfeindungen ihrer Mitschüler, sie geht mit offenen Augen durchs Leben und genießt quasi den Trubel, der plötzlich in ihrer kleinen Hütte im Sumpf herrscht. Eine Protagonistin, die sich vom Frosch zur Königin wandelt und es macht wahnsinnig Spaß Dawn dabei zu begleiten!

Jax:

An Dawns Seite befindet sich Jax. Er ist ein ehemaliger Ex Alligator, der irgendwie irgendwann, von irgendwem verwandelt wurde und durch Zufall hat Dawn ihn gerettet. Jax ist sexy, gutaussehend, charmant, ein wenig durchgeknallt und süchtig nach Schokolade. Seitdem er vom Alligator Dasein erlöst wurde, geht nichts mehr ohne Minzschokolade… schon sehr lustig, wenn man dies so liest! Denn irgendwann überkommt einen das Gefühl, man will auch Minzschokolade und zwar sofort. Jax, gibt Dawn das Gefühl, weder hässlich, noch minderwertig zu sein… für ihn ist Dawn wie sie ist, alles ist wie es ist selbstverständlich! Allerdings hat Jax ein Geheimnis, denn er war mehr als 20 Jahre ein Alligator und die Frage was er vorher war,  hütet er wie einen Schatz. Ob Dawn sein Geheimnis lüften kann?

Linto:

Wäre ja zu schön, wenn dies alles wäre… nein, Dawn bekommt noch einen Loa zur Seite gestellt um New Orleans zu retten. Dabei handelt es sich um Linto, den Beschützer der Kinder. Linto, auch Lin genannt, ist gutaussehend, charmant, jung, sexy… also quasi ein zweiter Jax! Von seiner Art her anders, denn er steht nicht so auf Schokolade, aber dafür hat er nur Augen für Dawn. Allerdings ist Lin aktuell sterblich und muss eine selbstlose Tat bestreiten um wieder zum unsterblichen Loa Linto zu werden. Nutzt er daher Dawn nur aus, oder sind seine Gefühle echt?!

Eine strange Mischung aus Protagonisten, die uns über dieses Buch hinweg begleiten und das Lesevergnügen von Mal zu Mal steigern.

Das Thema:

Nina MacKay hat sich für dieses Buch ein Thema ausgesucht, welches nicht unbedingt alltäglich ist und was jeder spontan zuordnen kann. Daher hat es mir besonders gut gefallen, dass alle Voodoo Begrifflichkeiten einfach, simpel erklärt und in die Geschichte eingebunden wurden. So hatte ich als Leser nie das Gefühl, mir würden Informationen fehlen, etwas sei an mir vorbeigegangen und noch viel wichtiger… das theoretische Wissen hat sich wie ein Puzzleteil in die Geschichte eingefügt und hat den Ablauf weder gestört, noch hatte ich das Gefühl mit Informationen überfrachtet zu werden. Es war genau richtig dosiert und nach den letzten Zeilen kann ich sagen, ich weiß nun ein ganzes Quäntchen mehr über Voodoo, New Orleans und Loas.

Der Schreibstil:

Ich bin ein ganz großer Fan von Ninas Schreibstil. Ich liebe es, wie sie es schafft mit Witz und Humor Dinge und Sätze zu formulieren, dass man stetig laut loslachen möchte. Das sie Floskeln mit einfließen lässt, bei denen man nur den Kopf schütteln kann und sich fragt, wie kommt man bloß auf so etwas. Ich muss einfach ein Beispiel geben, denn dieses ist mir so präsent im Kopf, da kann ich nicht anders als zu rezitieren… „Heute habe ich keine Schokolade für dich!“ Nah… kennt ihr diesen Satz? Einfach genial… und genau das ist, was ich an ihren Büchern so mag.

Bildlich gesprochen:

Nina ist auch hier ihrem bildlich untermalenden Stil treu geblieben. Sie schreibt gradlinig, leicht lesbar, unverschnörkelt und genau so, dass es süchtig macht das Buch lesen zu wollen, denn man kann es nicht aus der Hand legen. Es fesselt einen und man will einfach mehr. Sie schafft es, dass man als Leser in das Buch hineintaucht, dass man nicht bloß an der Oberfläche schwimmt, sondern dass man Teil der Geschichte wird. Das Ganze wird noch dadurch verstärkt, dass diverse Kapitel aus der Perspektiv von einzelnen Protagonisten erzählt wird. So lernen wir ein wenig mehr über diese und ihr Innerstes kennen. Können als Leser manches besser nachvollziehen und haben nicht immer nur die Sichtweise von Dawn. Ein gut gewähltes stilistisches Mitteln um einzelne Szenen und Geschehnisse aufzuwerten!

Die Story:

Aber nun kommen wir zum wichtigsten, der Story! Eigentlich ist es ganz kurz und simpel erzählt, Dawn die eine grauenhafte Voodoo Hexe ist, soll New Orleans vor einer nahenden Naturkatastrophe warnen. Denn die Loas sind im Aufruhr, da ein Bokor, ein Meister der schwarzen Magie am Werke ist und New Orleans zerstören will. Die Mambo, die Meisterin der weißen Magie, der auch Dawn angehört wurde mit zwei ihrer Schützlinge dazu auserkoren die Bevölkerung zu retten. Und tatata eine davon ist Dawn! Eine Story, die sehr gut durchdacht ist, die wenige Fragen offen lässt und die plausibel in ihrer Erzählung rüber kommt. Uns begegnen stetig neue Loas, neue Zombies in jeder erdenklichen Ausführung und eine Dawn die alles daran setzt, den Bokor zu finden und fertig zu machen.  Aber… euch wird ein Ende erwarten, mit dem ihr definitiv nicht gerechnet habt und rechnen werdet.

Meine Meinung:

Mich hat es mehr als überrascht, positiv wie traurig und wenn ich darüber nachdenke, dann weiß ich zumindest, dass Nina mich die ganze Zeit auf eine falsche Fährte gelockt hat und ich zu keiner Minute mit dem gerechnet habe, was am Ende des Buches herauskommt. Ob es ein Happy End ist, muss jeder für sich ergründen und rausfinden. Ob New Orleans gerettet werden kann, ob der Bokor gefunden wird und welche Liebe Dawn trifft, lasse ich hier offen?! Aber alle offenen Fragen sind bis zum letzten beantwortet und geben ein wunderbares ganzes. Ein Buch was so endet wie es anfängt. Mein Kullertränchen und ein Lachen im Gesicht!

Ein gelungenes Werk und dies nicht nur für Fans von Nina MacKay, sondern für alle, die es lieben zu lachen, zu schmunzeln, lauthals loszuprusten und dann wieder Herzschmerz empfinden!

Wer mehr über Nina MacKay erfahren will, sollte sich unbedingt das Interview, welches ich mit ihr geführt habe, durchlesen.

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: ivi (1. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492704751
  • ISBN-13: 978-3492704755
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 15,00 € (broschiert)
Überblick der Rezensionen
Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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