Happy ever after

Buchrezension Werbung unbezahlt

Happy ever after – Wo das Glück zu Hause ist, lautet der vollständige Titel dieses Buches von Jenny Colgan.

Mittlerweile habe ich viele Bücher von ihr gelesen und sie ist auch die einzige die ich in diesem Genre lese. Denn eigentlich ist der Frauenroman nicht unbedingt meine bevorzugte Lektüre, da ich sie oftmals zu kitschig finde. Aber Jenny Colgan schafft es, selbst mich zu begeistern und zu überzeugen.

Dieses Buch kann dem Gerne Frauenroman zugeordnet werden.

 

Worum geht es in Happy ever after?

Nina ist Bibliothekarin aus Leidenschaft. Sie weiß immer ganz genau womit sie ihre Leser begeistern kann. Welches Buch hilft gegen Liebeskummer, welches gegen Trübsal. Was braucht es um Kinder zu begeistern und zu fesseln.

Doch als die Bibliothek in der sie arbeitet geschlossen wird, ist Nina von jetzt auf gleich arbeitslos. Hier können selbst Bücher nicht weiterhelfen.

Oder vielleicht sind gerade sie der Schlüssel zum Glück?

Nina eröffnet ihre eigene kleine Buchhandlung. Eine auf vier Rädern, einen Bücherbus!

Allerdings kommt es am Anfang zu vielen Problemen, den in England ihrer Heimat kann sie mit ihrem Bus nicht bleiben, denn die Städte bietet keinen Platz dafür.

Daher macht sie sich auf den Weg in die schottischen Highlands, um dort ihre Bücher an die Leute zu bringen. Und wie es scheint ist dies besonders notwendig, denn dort gibt es schon sehr lange keine Bibliotheken oder Buchhandlungen mehr.

Ninas Geschäft fängt an zu florieren und ihr Traum scheint in Erfüllung zu gehen.

Doch nicht alles ist vorhersehbar wie in manchen Büchern, oftmals spielt das Leben sein eigenes Buch ab. Glücklicherweise gibt es den mürrischen, aber extrem attraktiven Farmer Lennox, der sie aus mehr als nur einer gefährlichen Situation rettet.

Und Marek den lettischen Zugführer der Nina nicht mehr aus dem Kopf geht! Was soll sie bloß tun? Alle Warnungen in den Wind schreiben oder auf den Richtigen hören?

Was wird sie tun?

 

Wer ist Jenny Colgan?

Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem Marineingenieur Andrew hat sie drei Kinder, und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich. Ihre Romane um »Die kleine Bäckerei am Strandweg« und »Die kleine Sommerküche am Meer« waren internationale Erfolge und standen wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

 

Wie hat mir Happy ever after gefallen?

Ich habe das Buch schon eine ganze weile bei mir liegen und immer auf den richtigen Zeitpunkt gewartet es zu lesen. Ich brauchte das Gefühl von Sommer auf meiner Haut, von Wärme in meinem Herzen um dieses Buch lesen zu können. Und am Ende hat es mich bestätigt zu warten.

Wir treffen auf Nina, eine ganz wunderbare liebevolle, herzensgute aber leicht naive Protagonisten. Sie liebt Bücher über alles und gerät in einen inneren Konflikt als ihr Traumjob von jetzt auf gleich aufhört. Doch sie beweist Mut, trotz aller Warnungen von Freunden und sucht sich ihren eigenen Weg, in einem fremden Land. Dank ihrer Offenheit, ihrem Mut und ihrer liebreizenden Art ist dies auch kein Problem. Nina ist eine Frau, die man direkt gerne haben muss. Sie ist der Typ Mensch, den man gerne in seinem Leben hätte, weil sie Verlässlichkeit und Freundschaft ausstrahlt.

Marek, der lettische Zugführer hat mir anfänglich Probleme bereitet, weil ich nicht wusste, wohin die Reise geht. Doch er ist mir immer sympathischer geworden. Nach der anfänglichen Beschreibung, dachte ich, er sei Älter… habe mich da wohl getäuscht.

Lennox, der mürrische Bauer, der gutaussehende Retter in der Not, ist genau mein Fall. Ich mag Protagonisten die nicht aalglatt sind, ihre Ecken und Kanten haben, an denen man sich reiben kann und die das lesen interessant machen.

Wir lernen im Verlauf des Buches noch weitere Protagonisten kennen, die man aber selber erleben muss, im Kontext, im Dialog, im großen Ganzen. Dennoch kann ich behaupten, war keiner dabei, der mir nicht gefallen hat.

Neben den Protagonisten spielt das Setting eine ganz große Rolle. Dieses Mal verschlägt es uns in die schottischen Highlands und ich muss sagen, dieses Buch hat Lust darauf gemacht, diese in einem Urlaub für sich zu entdecken. Jenny Colgan schafft es einfach, eine triste Wiese zu einer wahren Blumenoase entstehen zu lassen, das schlechteste Wetter in einen kleinen Regenschauer zu verwandeln und den Leser mit ihren Beschreibungen der Landschaft zu fesseln. Ich habe angefangen Schottland mit ganz anderen Augen zu sehen und es als Reiseziel wirklich in Betracht zu ziehen.

Doch was die Bücher von Jenny eigentlich ausmachen, ist ihr Schreibstil. Die Leichtigkeit, die Lieblichkeit, das zarte flüstern von gut genutzten Adjektiven und das bildliche Wort. Ihr Stil ist gradlinig, wunderbar umschreibend, leicht und locker zu lesen. Ein Schreibstil in den man direkt eintauchen kann und der einen absolut großen Wiedererkennungswert hat.

Ist das Buch spannend? Eine Frage die ich mir öfters gestellt habe und nicht genau beantworten kann. Es passieren verschiedene Ereignisse in diesem, die immer wieder mal dafür sorgen, dass es ein wenig an Spannung zunimmt, aber eigentlich ist keine Dauerhafte Spannung vorhanden, wie in anderen Büchern. Hat es mir gefehlt? Eigentlich nicht… denn zentraler ist hier das Miteinander. Die Nachbarschaftshilfe der Schotten, ihre eigenartigen Feste, ihre Traditionen die sie pflegen, das gute regionale Essen und die längste Nacht des Jahres.

Das parallel eine Liebesgeschichte erzählt wird, ist eigentlich zweitrangig, denn viel mehr zählt die Entwicklung die Nina macht. Vom stillen leisen Mäuschen zu einer wirklichen Schottin, die auch mal mit ihrem Wort nicht hinter dem Berg hält und ganz klar sagt was Sache ist.

Wenn man dies berücksichtigt, dass man hier ein Buch in Händen hält, welches von der persönlichen Weiterentwicklung eines Menschen erzählt, der sich verliebt und gleichzeitig an einen neuen Ort zieht, ist die perfekte Story geboren. Es braucht nicht immer Spannung… oftmals reichen auch andere Dinge aus.

In meinen Augen ist diese Story in sich komplett abgeschlossen und lässt am Ende keine Fragen mehr offen.

 

Danke an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Ihr wollt mehr von Jenny Colgan lesen, dann nichts wie ran. Taucht ein in ihre „Die kleine Sommerküche am Meer“.

 

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 3. (2. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492316344
  • ISBN-13: 978-3492316347
  • Originaltitel:The Little Shop of Happy-Ever-After
  • Preis: 11,00 € (Taschenbuch)
Überblick der Rezensionen
Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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