James Frey – Endgame “Die Entscheidung”

Buchrezension

Die Entscheidung, ist Band 3 von der Trilogie Endgame. Endlich ist sie da!

Lange musste ich warten, doch nun endlich ist die Trilogie um „Endgame“ vollständig. Ein Buch, welches gleichzeitig ein kryptisches Rätsel beinhaltet und welches virtuell im Netz das Geschehen begleitet.

Kommt mit auf die Reise, welche ihr Ende finden wird, in dem Buch von James Frey – Endgame „Die Entscheidung“ , aus dem Genre Jugendbuch.

 

Worum geht es in Die Entscheidung?

Nur 5 Spieler, haben bis dato Endgame überlebt. Die anderen wurden Opfer. Denn Endgame ist tödlich und am Ende wird es nur einen Gewinner geben und ein Geschlecht wird überleben. Doch welches wird es sein?

Endgame rückt immer näher, denn die Dunkelheit, Kälte, verwüstete Landschaften und Staub sind die Vorboten, die die Menschheit auf das Ende der Welt vorbereiten sollen.

Kann Endgame gestoppt werden, oder ist es dafür zu spät?!

Was, wenn die Spieler aufhören würden zu spielen? Wäre alles vorbei? Was wird aus den beiden bis dato gefundenen Schlüsseln? Und was ist das Geheimnis hinter dem dritten Schlüssel?

Spielen alle für das Leben oder spielt einer für den Tod?

Endgame bekommt sie alle.

 

Wer ist James Frey?

James Frey wurde 1969 in Cleveland, Ohio, geboren. Seine ersten drei Bücher “A Million little peaces”, “My Friend Leonard” und “Bright Shiny Morning” standen in den Vereinigten Staaten auf Platz 1 der Bestsellerlisten und waren auch international äußerst erfolgreich. James Freys Werke wurde bereits in 42 Sprachen übersetzt und in 118 Ländern veröffentlicht.

 

Wie hat mir Die Entscheidung gefallen?

Teil 1 hat mich wahrlich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Teil 2 hat mich ein wenig überrascht und nicht in allen Punkten überzeugt, daher war ich ganz gespannt auf Teil 3, Die Entscheidung.

Die Story:

Wie befinden uns noch immer im Endgame. Mittlerweile sind nur noch 5 Spieler übrig. Alle anderen sind Tod oder verschwunden. Wobei verschwunden, dann doch ganz klar auf den Tod hindeutet. Die Spieler haben mittlerweile verstanden, was Endgame bedeutet und es sinnvoller wäre dies zu stoppen, als dieses zu gewinnen. Doch dies funktioniert nur, wenn sie als Team zusammen arbeiten und gemeinsam den Feind Kepler22b vernichten. Doch alleine vernichten reicht nicht aus, denn die beiden gefundenen Schlüssel müssen dabei gerettet werden.

Wir befinden uns in einer Situation, die so nicht absehbar war. Denn eigentlich heißt es, nur einer kann gewinnen und sein Geschlecht vor dem Untergang retten. Nun befinden sich die Jugendlichen in der Situation, dass sie ihren Feinden vertrauen müssen. Vertrauen, dass diese am gleichen Strang ziehen und genauso wie man selber für das Leben spielt und nicht für den Tod der anderen. Können die Jugendlichen diese Grenzen klar abstecken und gleichzeitig ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren?!

Ich finde James Frey ist es sehr gut gelungen, wieder in das Buch und das Geschehen einzusteigen und die Geschichte spannend fortzusetzen. Er macht wenige Rückschritte und lässt sehr wenig aus den beiden anderen Büchern einfließen. Bedeutet, nur Leser der ersten beiden Bände, haben die Chance, dieses Buch komplett verstehen und dem Ablauf der Geschichte und den Geschehnissen wirklich folgen zu können. Manchmal macht es das Ganze etwas schwer, denn wenn das lesen der beiden Bände etwas länger zurück liegt, braucht man doch eine gewisse Zeit um in alles wieder hineinzufinden, wieder die Zusammenhänge neu erfassen zu können und den Faden erneut aufzunehmen.

Die Protagonisten:

Was allerdings sehr präsent ist, ist das veränderte Verhalten der Protagonisten. Denn jeder einzelne von Ihnen macht im Laufe des Buches eine Wandlung durch. Sei es in eine positive Richtung oder in eine negative. Charaktere, von denen man dachte, sie wären diejenigen, die nur für das eigene Leben spielen, werden im Laufe des Buches weich, zeigen Herz und zeigen dem Leser eine ganz neue Seite von sich. Diese Veränderung wächst von Mal zu mal. Dennoch gibt es auch Spieler, die sich diesem Vertrauensvotum nicht anschließen und ganz klar für den Tod spielen. Die niemals Kepler2b stoppen wollen würden, sondern nur ihr eigenes Geschlecht retten wollen.

James Frey hat mich allerdings tief getroffen, als er meinen persönlichen Favoriten hat sterben lassen. Dann auch noch auf eine so makabere und schnelle Art und Weise, dass ich es im ersten Moment nicht verstanden habe. Doch im Verlaufe des weiteren Lesens ist mir bewusst geworden, da fehlt etwas und jemand. Komisch, wie man als Leser Sympathien für einzelne Protagonisten entwickeln kann und wie sich das Ganze dann im Verlaufe des Buches darstellt und manifestiert. Ich muss ehrlich sagen, mit diesem Tod hätte ich nicht gerechnet und James Frey hat mich damit auch ziemlich kalt erwischt. Leider!

Der Schreibstil:

Sein Schreibstil ist wie immer grandios. Er ist sehr gradlinig, kurz und knapp, wenig angebunden und stets auf den Punkt. Er beschönigt nichts, spielt dennoch mit vielen Bildern und versucht dies bildhaft in unverschnörkelten Sätzen dem Leser zu präsentieren. Dadurch finde ich das lesen unendlich leicht, weil es keine Stolperfallen gibt, die einem zum einhalten bzw. noch einmal lesen zwingen. Dieses Buch lässt sich daher in einem Rutsch herunter lesen.

Der Inhalt:

Spannung ist wie immer vorhanden. Sie wird stets neu aufgebaut und flacht dann immer wieder ein wenig ab. Dies hängt damit zusammen, da das Buch in einzelne Kapitel gegliedert ist. Jedes Kapitel dient sozusagen immer wieder einem anderen Spieler, der sich gerade auf reisen befindet bzw. seinem Ziel näher kommt. Während der Kapitel baut sich die Spannung auf, flacht zum Ende hin ab und wird erneut aufgegriffen, wenn der Spieler in einem weiteren Kapitel zum Einsatz kommt. Dadurch werden die Spannungsbögen erhalten und gipfeln erst relativ am Ende  des Buches zu einem großen Finale.

Die Schauplätze dieses Buches, sind wie immer über die Welt verstreut und nicht in allen Punkten optimal nachvollziehbar. Bei dem einen oder anderen würde ich mir wünschen, er wäre präziser betitelt und etwas genauer beschrieben.

Wer bereits Band 1 & Band 2 gelesen hat, muss Band 3 zur Hand nehmen und erneut in die Welt von Endgame eintauchen.

Wer bis dato die Trilogie noch nicht zur Hand genommen hat, sollte dies spätestens jetzt tun. Eine Geschichte, die fesselt, die anders ist, die begeistert, die einen nicht mehr loslässt und die den Leser zum mitfiebern zwingt.

Irgendwann stellt sich die Frage, mit wem sympathisiere ich?

 

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  • Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
  • Verlag: Oetinger (14. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789104043
  • ISBN-13: 978-3789104046
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 – 17 Jahre
  • Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
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Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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