Buchrezension: Nina MacKay – Plötzlich Banshee

Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, welches ein Touch Fantasy beinhaltet, relativ viel Humor, Spannung ohne Ende und Lesevergnügen bis zum Schluss. Es handelt sich um das Buch von Nina MacKay – Plötzlich Banshee, aus dem Genre Fantasy.

 

Worum geht es in dem Buch?

Alana, ihrerseits Privatdetektivin, kontinuierlich Pleite und wohnhaft in einer WG mit ihrem besten Clay in Santa Fe, scheint anders zu sein als andere.

Sie sieht über den Köpfen der Menschen rote rückwärts laufende Leuchtziffern, die noch die verbleibende Zeit des jeweiligen Menschen auf der Erde angeben. Manchmal kann Alana das Unglück noch abwenden und manchmal kommt sie zu spät. Denn ihre Trefferquote liegt bei 50:50.

Doch das alleine reicht natürlich nicht aus, denn jedes Mal, wenn sie einem Menschen begegnet, der nur noch wenige Tage zu leben hat, fängt sie an wie eine Sirene zu kreischen. Sie kann diesen Drang nicht unterdrücken, sondern muss sich diesem Schrei hingeben und zieht damit mehr als nur einen Schaulustigen an. Dieser Schrei alleine reicht aber auch nicht aus, denn Alana zieht das Unglück förmlich an. Daher hat sie beschlossen alleine durchs Leben zu gehen, nur begleitet von Clay ihrem Seelenverwandten.

Alana muss einsehen, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt.

Was ist sie nur?! Dank ihrer Freunde, erfährt sie dass sie eine sogenannte Banshee ist, eine Todesfee der irischen Mythologie.

Alana hat keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn in Santa Fe geht ein Massenmörder um, der seine Opfer ausbluten lässt und ihre leblosen Körper entsorgt. Das schlimme ist, Alana kennt jedes einzelne Opfer oder stand kurz vor ihrem Tod mit diesen in Kontakt. Dies bringt sie ins Visier von Detective Dylan Shane. Kann sie seinem Sexappeal widerstehen? Kann sie den Mörder finden und vor allem kann sie all ihre Freunde vor diesem retten?! Denn anscheint macht er Jagd auf mystische Wesen!

 

Wer ist Nina MacKay?

Sie wurde in den 80er Jahren geboren und arbeitet als Marketing Managerin. Außerhalb der Arbeitswelt, widmet sie sich ganz ihren Büchern, dem Schreiben und natürlich ihren Charakteren. Schreiben ist und war schon immer ihre allergrößte Leidenschaft!

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich habe bereits den Debütroman von Nina MacKay gelesen „Queen on heels“, der mir damals sehr gut gefallen hat, daher war es ein absolutes Muss, in das neuste Buch von ihr einzutauchen.

Dieses Mal dreht sich alles um Wesen aus der irischen Mythologie. Um Feen, Elfen, Kobolde usw. , die allerdings nicht in einer Fantasie Welt leben, sondern im beschaulichen Santa Fe. Dadurch, dass die Geschichte in einer Stadt spielt, die real ist, kann sich der Leser schneller und besser mit allem identifizieren und in das Geschehene eintauchen. Denn die Stadt lässt das ganze plastisch wirken und vor allem so, als ob es diese mystischen Wesen unter uns wirklich gibt. Dadurch entsteht eine Verknüpfung von real und Fantasy, die sehr gut gelungen ist und die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit wird Zunehmens kleiner.

Alana, ist eine liebenswerte, leicht chaotisch, tollpatschige Hauptprotagonistin. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und würde für ihre Freunde und vor allem für ihren besten Freund alles geben, sogar ihr Leben, um die anderen retten zu können. Ihre Gabe, die Lebenszeit der Menschen sehen zu können, macht sie zudem zu etwas besonderem. Denn sie versucht die Menschen, deren Zeit abgelaufen ist zu retten. Natürlich gelingt ihr dies nicht immer, aber manchmal schon, was ihr wiederum reicht, denn allmächtig ist auch sie nicht. Nina MacKay hat eine tolle Persönlichkeit erschaffen, mit vielen Ecken, Kanten, spitzen Bemerkungen und einem ganz leichten Hang zu einem Detective. Ich mochte von Anbeginn Alana und ihre eigene Art die Dinge anzugehen, die Welt zu sehen und ihre eigene Art mit dem Unglück umzugehen, welches sie anscheint magisch anzieht.

Clay, ihr bester Freund, ihr Seelenverwandter, ist in seiner Art nicht minder liebenswert, aber er ist bedeutend vorsichtiger, will Alana immer wieder auf den rechten Weg weisen und ihr versuchen zu vermitteln, dass sie etwas Besonderes ist. Dass sie nicht einfach nur Alana ist, die Privatdedektivin sondern eher Alana die Banshee. Gelingen tut es ihm nicht wirklich. Dennoch sind die beiden unzertrennlich und geben ein wunderbar sich ergänzendes Gespann ab. Denn auch Clay ist mehr als sympathisch und ein toller Wegbegleiter von Alana.

Detective Dylan Shane, ist genau das, was man sich unter einem vorbildlichen Polizeibeamten vorstellt. Korrekt, stets pünktlich und immer Alana eine kleine Nasenlänge voraus. Nicht verwunderlich, dass er sich zu ihr hingezogen fühlt und ihre Nähe genießt. Auch wenn er nicht genau weiß, wieso sie das Unglück anzieht, wieso sie ständig markerschütternde Schreie ausstößt und warum er gerade diese chaotische Person so mag. Achtung, mehr verrate ich nicht! Sonst würde ich spoilern! Aber, soviel zu Dylan Shane, ein weiterer Protagonist, der das Bild rund um Alana und den Geschehnissen ergänzt, sich hervorragend in das Puzzle einfügt und abrundet.

Die Geschichte selber, beinhaltet zwar Figuren aus dem Bereich der Mythologie und der Fantasy, aber eigentlich hat es mit diesen nicht viel gemein, denn im Vordergrund steht hier ganz klar der Serienmord, an mehreren Personen, wo es gilt den Mörder zu finden und dingfest zu machen, bevor noch mehr Unschuldige sterben müssen. Ich selber hätte gar nicht mit dieser Art von Story gerechnet, denn sie ist bedeutend spannender als man vielleicht vermuten würde. Was aber auch daran liegt, weil natürlich alles mit einer tollpatschigen Banshee beginnt und dann langsam zu einem wahren Kriminalfall wird, den es gilt aufzuklären. Bis zum Schluss, war mir selber nicht klar, wer der Mörder ist, da Nina MacKay den Leser doch des Öfteren auf eine falsche Fährte geführt hat. Die Spannung die sich dadurch aufbaut ist perfekt und wird bis zum letzten gehalten, denn auch wenn der vermeintliche Mörder gefunden wurde, ist das Drama nicht beendet und spitzt sich zu. Es gipfelt in einem Berg aus Glück, tiefster Trauer und Erleichterung. Alle drei Sachen liegen so nah beieinander, dass ich am Ende ein wenig schlucken musste und gleichermaßen erleichtert sowie gerührt und tief betroffen war. Für mich ein grandioses Ende, welches so nicht vorhersehbar war und welches daher umso überraschend gekommen ist.

Der Schreibstil von Nina MacKay, ist flüssig, locker, leicht, unverschnörkelt, gradlinig und auf den Punkt. Dadurch lässt sich das Buch in einem schwupps herunterlesen und gilt als absolute Schmökerlektüre für jeden heißen/ kalten Tag.

Eine absolute Leseempfehlung, für jeden der einen Hang zu Fantasy, Kriminalistik, Witz, Humor und Charme hat. Der es mag sich verzaubern zu lassen und in eine Welt einzutauchen, die fesselt und dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag ist hier genau richtig.

Also, kaufen… lesen… schmökern… begeistert sein!

 

  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: ivi (1. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492703933
  • ISBN-13: 978-3492703932
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 15,00 € (Broschiert)
Überblick der Rezensionen
Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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