Kulinarische Mallorca Reise: Sansibar, Port Adriano (Teil 5)

In unserem Mallorca Urlaub, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, jeden Abend lecker, phantastisch und unterschiedlich essen zu gehen. Wir wollten möglichst eine Vielzahl an Restaurants ausprobieren und vor allem in jedem kulinarisch verwöhnt werden. Sowohl fürs Auge, wie auch für den Gaumen. Wichtig war lediglich, dass wir rein spanisch bleiben und Abstand nehmen, von z.B. deutsch geführten Restaurants.

Wir haben es auf 5 phantastische Restaurants gebracht, die in ihrer Art und Weise nicht unterschiedlicher sein könnten.

Es gibt kein Ranking der Restaurants, weil ein Vergleich aufgrund der Unterschiedlichkeit nicht machbar wäre. Jedes einzelne Restaurant hat Stärken, die es ausspielt und die nicht miteinander vergleichbar sind.

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Unser letzter kulinarischer Stopp führt uns zum neuen absoluten Luxus Hafen Port Adriano. Dieser war lange ein kleiner und unscheinbarer Hafen, bis Philippe Starck, diesen für mehrere Millionen Euros neu gestaltet und zur absoluten Superlative für Jacht Besitzer gemacht hat. Denn dieser Hafen ist speziell ausgelegt für sogenannte Super Jachten und natürlich für ihre durch und durch verwöhnten Besitzer.

Ein langes, weißes, zum Meer hin geöffnetes Gebäude mit Bars und Shops, eine hellgraue, blank geputzte Promenade, gesäumt von Laternen, die sich auch im Wohnzimmer gut machen würden. Port Adriano ist eine Symbiose aus Shopping-Paradies, Bootssteg, gehobener Gastronomie und kühlem Design.

Da darf natürlich ein bekanntes Restaurant nicht fehlen. Richtig, die Sansibar! Denn wer eine Dependenz auf Sylt betreibt, auf der Insel der „Reichen und Schönen“, kann nicht mit geschlossenen Augen an dieser einmaligen Location in Port Adriano vorbeigehen.

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Urbanización el Toro, s/n, 07180 Calvià, Balearic Islands, Spanien

 

Wenn man Sansibar hört, dann denken viele an Promis, tolles essen, gute Weine und Sylt. Wenn ich mittlerweile an Sansibar denke, dann kommt mir als erstes in den Sinn, überteuerte Preise, schlechter Service und Essen von der Stange.

Wir sind keine Jäger von Promi Locations, sondern eher die Sorte Menschen, die auf „Understatement“ setzen und das zurückhaltende und exquisite lieben. Dennoch sind wir bei der Sansibar eingekehrt, weil das Restaurant einen atemberaubenden Blicke in 1 A Lage bietet und weil wir gehofft habe, dort einen Mittagstisch zu bekommen der so gut ist dass er uns über unseren Nachtflug bringt, ohne Hunger leider zu müssen. Leider, haben wir damit etwas danebengegriffen, denn wir wurden mehr als enttäuscht!

Der Service war mehr als schlecht. Bis überhaupt jemand zu uns gekommen ist, um uns Speisekarten zu reichen und die Getränke Bestellung entgegen zu nehmen, hat fast 15 Minuten gedauert. Dann kam auch nur die Hälfte der Getränke. Ein Teil musste nach geordert werden.

Beim Essen genauso. Ein Teil des Essens kam, das Essen für unseren Sohn, der am meisten Hunger hatte, musste ebenfalls nachgeordert werden. Als wir nachgefragt haben, bekamen wir zu hören, der Kellner dachte wir würden die Currywurst gerne als Hauptspeise essen wollen. 3 Personen, 3 Gerichte! Eigentlich logisch das jeder eines davon bekommt, oder?

Der Service muss mehr aufeinander abgestimmt werden. Wir konnten sehen, wie die Kellner des Öfteren zusammen standen und gequatscht haben während Gäste dasaßen, wartend zu ihnen hingeschaut haben. Der Servicegedanke und der Gedanke für den Kunden, werden hier nicht groß geschrieben. Man muss ebenfalls betonen, das Restaurant war nicht so ausgelastet, dass die Kellner dies nicht hätten bewältigen können.

Das was es zu essen gab, ist keine große Sterneküche. Der Salat mit den Hähnchenbruststreifen war okay, die Suppe aus getrockneten Tomaten auch, die obligatorische Currywurst war sehr groß und üppig, aber ihren stolzen Preis von über 12 € nicht wert. Die so hoch angepriesene Currysoße, fruchtig aber auch kein Renner. Also, nichts davon war so toll, dass wir es erneut bestellen würden.

Das Einzige was uns wirklich etwas gnädig gestimmt hat, war das tolle Sommerwetter, mit dem grandiosen Blick auf den Hafen, an welchem wirklich gigantische Jachten vor Anker liegen. Denn der Ausblick aus der 1 Etage hat einfach etwas für sich und macht Lust zu verweilen und in die Ferne zu schauen.

Bestimmt kommen wir wieder, aber dann nicht zum Essen. Eventuell auf einen Kaffee und Kuchen. Aber selbst die belgischen Waffeln würden wir für stolze 15 € nicht bestellen.

Unser Fazit: Mehr Schein als Sein! Keine herausragende Qualität, kein exzellenter Service der vieles wegmachen würde, keine Knaller auf der Karte, lediglich die Lage hat das gewisse Etwas. Wir kennen seit Jahren die Sansibar auf Sylt. Kehren dort ein, nach einem tollen Spaziergang, aber meist nur für eine kleine Erfrischung. Jetzt weiß ich auch, wieso ich dort noch nie etwas gegessen habe. Denn, „nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ In meinen Augen, hat die Sansibar sich dort platziert, nicht aufgrund ihrer herausragenden Küche, sondern um den deutschen Jacht Besitzern das Gefühl von einem Stück Heimat zu geben. Wo geht man in einem fremden Land hin, wenn man sich heimisch fühlen will? Dahin, wo einem das Heimatgefühl suggeriert wird.

Für mich, leider auch wenn ich keine Rankings vergeben möchte, das schwächste der 5 von uns besuchten Restaurants, aber… der Ausblick entschädigt für fast alles!!!

Definitiv besuchen, definitiv den Anblick von Port Adriano genießen, aber vielleicht ein anderes Restaurant ausprobieren!

XoXo

 

 

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