Die Marveller

Die Marveller – Magie aus Licht und Dunkelheit, lautet der vollständige Titel des Buches von Dhonielle Clayton.

Sie ist die Autorin, die mich mit ihrem Schreibstil am meisten begeistert. Daher habe ich auch ihre „The Belles“ Dilogie gesuchtet, denn niemand erschafft die Welt so wie sie.

Dieses Buch kann dem Genre Fantasy für junge Erwachsene zugeordnet werden.

 

Worum geht es in Die Marveller?

Fünf Sinne – fünf Paragone. Drei Freunde, zwei Welten und eine Magie so vielfältig wie das Leben.

Ella Durand ist eine Fabuliererin. Sie entstammt einer alteingesessenen Familie und liebt ihre Fabuliertechniken abgöttisch.

Sie kann sich zudem sehr glücklich schätzen, denn sie hat es als erste Fabuliererin geschafft, einen Platz am Arkanum, dem magischen Marveller- Internat über den Wolken zu bekommen.

Alles wäre so schön, wenn es nicht diese alten Vorurteile gegen die Fabuliertechniken geben würde. Sie wird eine Außenseiterin und das obwohl sie doch die Wogen zwischen den beiden Völkern gleiten soll.

Jedem Internatsschüler wird ein Meister zugewiesen, der sich ins besondere um seine Schützlinge kümmern soll. Doch Ellas Meister verschwindet auf mysteriöse Art und Weise. Sofort sind alle der Meinung der Gemeinschaft der Fabulierer hätte damit etwas zu tun.

Diesen Vorwurf kann Ella nicht auf sich sitzen lassen und macht sich mit ihren neu gewonnen Freunden Jason und Birgit auf die Suche nach ihm. Eine Suche zwischen Licht und Dunkelheit… eine Suche, die noch viel mehr zu Tage bringt, als alle für möglich gehalten hätten. Doch Ella muss die Unschuld ihrer Familie beweisen und ist gewillt, dafür alles zu tun.

Kann sie ihren Mentor noch retten, bevor es zu spät ist?

Wer ist Dhonielle Clayton?

Dhonielle Clayton ist die New York Times-Bestsellerautorin der »Belles«-Serie und Mitautorin von »Blackout« sowie der Dilogie »Tiny Pretty Things«, die auf Netflix verfilmt wurde. Auch für ihr erstes Kinderbuch »Die Marveller. Magie aus Licht und Dunkelheit« ist eine solche Verfilmung geplant. Dhonielle Clayton stammt aus einem Vorort von Washington, D.C. und ist die COO der Nonprofit-Organisation »We Need Diverse Books« und Co-Gründerin der CAKE Literary-Agentur.

Wie hat mir Die Marveller gefallen?

Oh mein Gott… Dieses Buch kommt zu meinen Lesehighlights 2022.

Auch wenn die Protagonistin Ella erst „11“ Jahre alt ist, konnte sie mich komplett begeistern. Man könnte nun meinen, dass dieses Buch sich an jüngere Leser richtet, weit gefehlt. Denn dieses Buch ist so magisch, dass einfach alle davon profitieren sollten. Es ist grandios und wird Jung sowie alt begeistern.

Dieses Buch führt uns in die Welt der Magie ein. Es gibt zum einen die Fabulierer, die bereits vorhandenes manipulieren, Dinge bewegen, wachsen lassen können und zum anderen die Marveller, die den 5 Paragonen zugeordnet werden. Die Paragone lassen sich wiederrum in viele einzelne Untergruppierungen aufteilen, so dass es für jeden Marveller auch wirklich eine passende Zuordnung für seine Fähigkeiten gibt.

Dieses System zu durchschauen, braucht Zeit und am Anfang des Buches kräuselt man ziemlich oft die Stirn und wird nachdenklich, weil man es noch nicht ganz begriffen hat, doch je mehr man in diese Welt eindringt, desto klarer werden die Strukturen und Abgrenzungen dieser zwei Magiezweige.

Ich sage nur fabelhaft! Dies so zu umschreiben, so in die Tiefe zu gehen und eine komplett neue und in sich geschlossene Welt zu erschaffen ist ganz großes Kino und gelingt nicht jedem Autoren so exzellent wie Dhonielle Clayton.

Ich hoffe das in den Folgebänden noch mehr von den beiden Magiearten mitgeteilt wird und man als Leser einen vertieften Einblick in diese bekommt. Zumindest ist der Grundstein gelegt und man kann sich auf weiteres freuen.

Je tiefer man in dieses Buch eindringt, merkt man, dass es eine Art Zweiklassengesellschaft gibt. Zum einen die mächtigen Marveller, die sich eindeutig für das Beste halten und dann die „bösen“ Fabulierer. Hier bleiben zum Ende hin viele Fragen offen, auch wenn es erste Anspielungen gibt, auf Gut und Böse…und was eventuell in der Vergangenheit passiert ist, dass diese beiden Magiezweige sich so extrem voneinander distanziert haben.

Ella ist trotz alledem, der Negativität die ihr entgegengebracht wird, die Streiche die sie zu spüren bekommt, aber auch der Buhmann für alles zu sein, recht positiv. Sie will den Marvellern zeigen, dass das was sie machen keine Hexerei ist, sondern ebenfalls Magie, nur auf eine andere Art und Weise. Das sie weder böse noch gemein ist und das Ella niemals lügen würde oder anderen Schaden zufüge will.

Von Anfang an, mochte ich sie…sie ist eine wahnsinnig liebenswürdige, zuvorkommende kleine Person. Sie ist Aufmerksam, neugierig, aufgeweckt, tapfer und mutig. Sie hat ein klares Ziel vor Augen und dieses verfolgt sie. Spätestens jetzt, wenn man Ella kennengelernt hat, wird klar, nicht alles was die Marveller von sich geben, kann so richtig sein. Denn wenn Ella anfängt zu fabulieren, habe selbst ich beim lesen große Augen bekommen und war ganz verzückt.

Was diese Protagonisten aber wahrlich auszeichnet, ist ihr schlaues Köpfchen. Denn jede erdenkliche Situation wird von ihr analytisch angekommen, niemals überstürzt und sie stellt somit Verbindungen her, auf die ich beim lesen niemals gekommen wäre. Dadurch ergeben sich immer wieder neue Perspektiven und Sichtweisen. Nicht nur schwarz oder weiß, sondern bunt. So bunt, wie Ella und ihre Welt. Denn nur wenn wir es aus Ellas Augen betrachten, können wir Dinge viel besser sehen und verstehen.

Eine Sache verrate ich noch…es gibt auch das Böse! Es gibt immer wieder Kapitel in denen aus der Sicht einer Frau berichtet wird. Anfänglich kann man wenig damit anfangen, doch wenn sich die ersten Puzzleteile an ihren Platz bewegen, hat man eine ungefähre Vorstellung davon, was es mit dieser Person auf sich haben könnte. Sie ist auch der Schlüssel zur Spannung!

Ihre Kapitel bringen Spannungsausschläge, die dann gestützt werden mit der Suche nach Ellas Meister. Eine unglaubliche Paarung, die den Leser auf Spannungswellen durch das Buch trägt. Aber…verraten wer diese Person ist und was sie mit der Story zu tun hat, werde ich nicht, da ich sonst spoilern würde.

Dieses Buch lebt aber nicht nur von seiner Story, sondern vor allem von seinem grandiosen und atemberaubenden Setting. Ich kenne keine Autorin, die mit so viel Fantasie, mit dieser Art der Selbstverständlichkeit, eine Welt erschafft, die ihres gleichen sucht. Denn sie stellt dies so dar, als würde es all ihre neuen Wortschöpfungen wirklich geben. Als wäre es normal, dass Marveller und Fabulierer existieren, denn sie stellt es dem Leser nicht zur Wahl, sondern präsentiert es auf einem Goldtablett, welches uns komplett in Verzückung bringt.

Gepaart wird das mit einem Schreibstil, der locker leicht ist. Schnell lesbar, unverschachtelt aber es ausschmückend und bildlich allumfassend beschrieben. Etwas, was das Setting zusätzlich unterstützt, in dem sie uns Bilder in den Kopf zaubert, die ihres Gleichen suchen. Dies ist mir bei The Belles bereits aufgefallen und auch hier schafft sie es einfach mich komplett in ihren Bann zu ziehen.

Es gibt Wendungen, Twists, Wortbildung, kleine feine eingeschobene Kapitel mit Zeitungsartikeln und Interviews die das Buch nicht aus Ellas Sicht präsentieren, sondern in diesem Fall sehen und nehmen wir Ella aus einer anderen Perspektive wahr. Das Ganze paaren wir mit Spannung und voila, ein magisches Buch mit fulminantem Inhalt ist geboren.

Ihr seht… ich bin begeistert!

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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  • Herausgeber ‏ : ‎ cbj; Deutsche Erstausgabe Edition (26. April 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 480 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3570179664
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3570179666
  • Lesealter ‏ : ‎ 10 Jahre und älter
  • Originaltitel ‏ : ‎ The Marvellers #1
  • Preis: 16,00 € (gebundenes Buch)