#LondonWhisper

Buchrezension Werbung unbezahlt

London Whisper – Als Zofe ist man selten online, lautet der vollständige Titel dieses Buches.

Auf dieses Buch wurde ich aufmerksam, weil es relativ viele gehypt haben und ich immer wieder auf Werbung von diesem gestoßen bin. Ob es halten kann, was es verspricht?

Das Buch kann dem Genre Science- Fiction Zeitreisegeschichte für junge Erwachsene zugeordnet werden.

 

Worum geht es in London Whisper?

Zoe ist überglücklich, denn sie darf für ein Austauschjahr nach London, in das berühmte Dunwick- House. Was kann es Besseres geben?

Doch, irgendetwas läuft schief.

Nach einer Mitternachtsparty auf dem Dachboden wacht Zoe auf und befindet sich nicht mehr im London der Neuzeit, sondern im Jahr 1816. Dort wird sie als Dienstmädchen an die schüchterne Miss Lucie vermittelt. Die wahrlich kein leichter Umgang ist, denn sie hat seit Jahren ihr Zimmer nicht mehr verlassen.

Doch Miss Lucie soll auf die kommende Ballsaison vorbereitet werden und dort ihr Debüt geben.

Gut, dass Zoe immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Sie sorgt dafür das Miss Lucie an ihrem ersten Ball erstrahlt und direkt einen Verehrer abstaubt.

Zoe unterdessen trifft den jungen Lord- Falcon Smith. Irgendetwas scheint an ihm anders zu sein. Seine Sprachweise, seine Ausdrücke, etwas stimmt auch mit diesem nicht.

Wie sich herausstellt, ist auch er ein Zeitreisender genau wie Zoe.

Doch wie kommen die beiden zurück in ihre Zeit? Ihnen wird wohl nichts anderes übrigbleiben, als zusammen zu arbeiten und herauszufinden, wie sie es schaffen zurück ins London der Neuzeit zu kommen, zurück in ihr altes Leben.

Wird es ihnen gelingen?

 

Wer ist Aniela Ley?

Aniela Ley war von Kindesbeinen an einen Bücherwurm, getrieben von der Hoffnung, dass sich zwischen den Buchdeckeln ein Tor in eine fantastische Welt öffnet. Nachdem sie als Autorin viele solcher Buchwelten selbst schöpfen durfte, weiß sie, dass dieses Tor immer dort ist, wo gelesen wird.

 

 

Wie hat mir London Whisper gefallen?

Ich muss es vornweg nehmen, ich kann diesen Hype um dieses Buch nicht nachvollziehen. Irgendwie hat es mich nicht getouched.

Lange habe ich überlegt, woran es gelegen haben könnte und bin dann darauf gekommen, dass es wahrscheinlich für jüngere Mädchen ist und nicht zwingend in die Kategorie Jugendbuch hineinfällt.

Aber mal von Anfang an.

Dieses Buch hat interessante Protagonisten.

Natürlich vorne weg Zoe. Diese ist ganz klar für das Jahr 1816 extrem flippig und modern. Sie hat einen gut laufenden Instagram Kanal, denn sie „ZoeHerzFreundin“ getauft hat. Dort steht sie ihren Leserinnen mit Rat und Tat zur Seite, daher ist es für sie ein leichtes die schüchterne Miss Lucie aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen. Sie ist witzig, lustig, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und merkt schnell, dass den Ladies im Jahr 1816 eindeutig etwas fehlt. Daher ruft sie die WhsiperWhisper Kettenbriefe ins Leben und versucht so, allen Ladies heimliche Ratschläge zu geben und allen eine Freundin zu sein. Ich fand Zoe von Anfang an, sehr sympathisch wobei ich trotzdem finde, dass sie für ihre 15 Jahre irgendwie zu Altklug wirkt, manche Dinge kann sie einfach noch nicht wirklich wissen.

Miss Lucie ist da schon ein wenig anders. Sie ist gebildet, aber schüchtern, da sie sich die meiste Zeit in ihrem Zimmer einschließt und nicht rauskommt. Sie hat Angst vor allem. Immer an ihrer Seite ist der Spitz Pickelton, der mich ein wenig verwirrt hat. Miss Lucie ist eine ganz feine Seele und sehr zurückhaltend. Doch an Zoes Seite taut sie auf und lässt sich auf deren Vorschläge ein.

Der dritte im Bunde ist Hayden mit seinem französischen Akzent. Er ist extrem gutaussehend und heiß, verdreht mancher Dame der Gesellschaft den Kopf. Er ist smart, charismatisch, charmant und führt Zoe ein wenig an der Nase herum. Ihn fand ich sehr interessant, weil er Ecken und Kanten hat.

Die Protagonisten waren gut ausgearbeitet, allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie alle sehr jung sind und versuchen mit ihrer Denkweise groß zu punkten und Älter zu wirken. Irgendwie konnte mich dies nicht berühren.

Der Schreibstil selber ist sehr einfach, sehr simpel und gradlinig. Etwas, was das Lesen extrem einfach gemacht und mich teilweise fast an ein Kinderbuch erinnert hat. Es war eine einfache Wortwahl, ohne großartige Umschreibungen, ein Satzbau, der ebenfalls recht simpel war und mich daher immer mehr an meiner Buchwahl hat zweifeln lassen. Habe es daher auch öfters zur Seite gelegt, weil ich für mich irgendwie den Spagat, zwischen dem Schreibstil und dem altklugen Verhalten der Protagonisten nicht in Einklang bringen konnte.

Das Buch wird aus der ICH- Perspektive von Zoe geschrieben, dadurch erhält man einen wirklich guten Einblick in ihr Innerstes, in ihr Denken und Fühlen.

Das Setting wiederum hat mir sehr gut gefallen und mich ein wenig an Bridgerton erinnert. Hier mochte ich einfach, dass es wirklich die Atmosphäre dieser Zeit wiedergegeben hat, etwas das für dieses Buch und die Geschichte wichtig ist, da es nicht authentisch wäre, wenn man nicht dieses Gefühl vermittelt bekommt. Dazu wurde auch noch die altertümliche Sprache gewählt, die ebenfalls in ihrer Umsetzung gelungen ist. Man hat sich beim Lesen wirklich gefühlt, als sei man im Jahr 1816. Hört die rauschenden Ballkleider, stolziert zum Tee, tuschelt vor vorgehaltener Hand und lebt das Leben einer Dame.

Dennoch ist es so, dass man die Story selbst nicht packen konnte. Zoe ist für ihr Alter extrem altklug, was man an den Whisper Whisper Brief merkt. Sie versucht den Damen eine Freundin zu sein, sozusagen das Instagram von 1816. Auch war die Sprache sehr kindlich gewählt, zwar blumig umschrieben um dieser Epoche gerecht zu werden, aber es war zu einfach. Mich hat die Story auch eher an ein Märchen erinnert, als an eine Zeitreisegeschichte.

Es bleiben am Ende viele Fragen offen, die wahrscheinlich im nächsten band beantwortet werden. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich diesen lesen werde. Wenn ihr ehrlich bin, interessiert mich nicht unbedingt das Ende dieses Buches. Schon komisch, aber wahrscheinlich bin ich einfach zu alt für dieses extrem frühe Jugendbuch Genre.

Vielen lieben Dank an Netgalley und den dtv Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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Zwar keine Zeitreise, aber eine Story, mit ganz viel Fantasy und Legendelementen ist die „Legend Academy“ von Nina MacKay.

  • Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (16. Februar 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 336 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423763698
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423763691
  • Lesealter ‏ : ‎ 12 Jahre und älter
  • Preis: 15,00 € (gebundenes Buch)
Überblick der Rezensionen
Meine Bewertung
Welcome to my colourful world... Ich heiße Maren, bin verheiratet und Mama von zwei Jungs! Ich liebe es zu lesen und zu backen! Und meine Leseerfahrungen mit euch zu teilen... Follow up and enjoy!
Ich glaube das dieses Buch seine Liebhaber finden wird. Vor allem junge Mädchen werden es garantiert lieben und suchten. Denn es ist auf eine einfache, aber schöne Art und Weise geschrieben und die Protagonisten sind so angelegt, dass sich wahrscheinlich viele mit ihnen Vergleichen können und manches besseren nachvollziehen werden als ich. Deswegen, sollte man sich immer seine eigene Meinung bilden und schauen, ob es einen touched, oder nicht?! londonwhisper

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