Veronica Roth – Rat der Neun “Gezeichnet” Band 1

Buchrezension

Rat der Neun, ist das Auftaktbuch einer neuen Reihe von Veronica Roth.

Dieses Buch habe ich schon länger auf meinem Reader und irgendwie immer wieder vergessen. Nun habe ich die Gelegenheit genutzt und zugegriffen.

Ob meine Wahl die Richtige war, dass verrate ich euch in der unteren Rezension.

Es handelt sich um das erste Buch einer Buchreihe von Veronica Roth – Rat der Neun „Gezeichnet“ Band 1, aus dem Genre Fantasy.

 

Worum geht es in Rat der Neun?

Eine Galaxie, nicht annährend wie unsere, wird beherrscht von Gewalt und Rache unter den einzelnen Völkern. Jeder Planet wird von einer anderen Menschenart bewohnt und dient einem anderen Zweck. Untereinander herrscht Missgunst, Wut, Ärger und den Wunsch zu vernichten.

Jeder Mensch besitzt eine besondere Lebensgabe, eine Art einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch diese Gabe kann Glück und Fluch zugleich sein.

Cyra Noavek, ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek Noavek. Ihre Lebensgabe, die sie erhalten hat, bedeutet Schmerz. Schmerz für sich und für andere. Sie kann ihre Gabe gezielt einsetzen und damit Menschen foltern und töten. Ryzek setzt sie daher gezielt gegen seine Feinde ein, doch Cyra hat mehr drauf als er denkt. Denn sie ist klug, wenn nicht sogar klüger als er.

Akos Kereseth entstammt einem friedliebenden Volk und steht seiner Familie loyal gegenüber. Doch ein einziger Tag bringt die Wendung. Sein Bruder Eijeh und er werden von Ryzek gefangen genommen, gefoltert und verprügelt. Doch dann trifft er Cyra. Er weiß nicht ob sie sich gegenseitig helfen oder besser zerstören sollen. Denn er will fliehen, doch nicht ohne seinen Bruder.

Wird ihm dieses Vorhaben gelingen?

 

Wer ist Veronica Roth?

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie bildet.

 

Wie hat mir Rat der Neun gefallen?

Ich bin sehr verwöhnt von der Beststeller Reihe „Die Bestimmung“ und hatte daher sehr hohe Erwartungen. Haben sich diese erfüllt … leider nein.

Ich muss dies einfach vorneweg nehmen, auch wenn jetzt der ganze Spannungsbogen hin ist, aber es wäre nicht fair, euch dies nicht am Anfang mitzuteilen, damit meine Kritik verständlicher ist.

Im Nachhinein habe ich viele Rezensionen dazu gelesen und die geteite Meinung dieser, zu dem Auftaktbuch einer Buchreihe. Denn, viele haben die gleichen Probleme geschildert, die auch ich hatte.

Ob ich es weiter empfehlen würde, lasse ich mal ein wenig offen.

Es geht in diesem Buch um eine fremde Galaxie und vielen Protagonisten, mit stellenweise schweren Namen und noch viel komplizierteren Charakteren.

Die Protagonisten:

Cyra:

Protagonistin Cyra, ist eine weibliche Heldin. Eine mit einem wirklich starken Charakter und einer Lebensgabe, die gleichzeitig ihr Fluch ist. Denn sie trägt Stromschatten in sich, die ihr Schmerzen bereiten, die sie aber auch gegen andere einsetzen kann. Sie kann Menschen foltern und töten, nur mit einer bloßen Berührung ihrer Hand. Eine Lebensgabe, die Cyra fordert und sie zu einer Außenseiterin macht. Denn ihr Bruder Ryzek setzt sie gezielt gegen seine Feinde ein und benutzt Cyra als Waffe. Er missbraucht ihre Lebensgabe für seinen Ruhm. Doch sie wächst daran und wird stark. Sie hat einen unglaublichen Willen. Doch ganz tief in ihrem Inneren, hat sie nur einen einzigen Wunsch, akzeptiert zu werden und liebe zu empfangen. Cyra ist kein wirklicher Sympathieträger, aber mit der Zeit und mit dem Verlauf des Buches wächst sie und wird zu einer wahren Kämpferin. Dieser Wandel hat mich begeistert und zu einem kleinen Fan von ihr gemacht.

Akos:

Akos, der von Ryzek gefangen und eingesperrt wurde, wird im Laufe des Buches zu Cyras Begleiter. Denn seine Gabe ist es, Cyra Linderung zu verschaffen und die Stromschatten für einen kurzen Moment einzudämmen. Er ist von Anbeginn des Buches an, ein wunderbarer Protagonist. Er hat einen sehr positiven Charakter und eine sehr schüchterne, gleichzeitig aber auch sympathische Art. Er bildet den Gegenpol zu Cyra und weil sie so ein ungleiches Paar sind, ist das Gegenseitige Machtspiel zwischen diesen beiden Menschen sehr gelungen und authentisch. Den Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

Ryzek Noavek:

Der Bösewicht unter den Protagonisten ist eindeutig Ryzek Noavek Cyras Bruder. Er ist kalt, herzlos und nur auf sich besinnt. Um sein Ziel zu erreichen und die daraus resultierende Macht, geht er über Leichen und lässt Menschen töten. Nur um seine Machtposition noch mehr zu unterstreichen und auszubauen. Er schürt Angst, aber gleichzeitig ist er derjenige der schwach ist. Er kann sich nur über andere Menschen profilieren, kann aber selber wenig. Seine Gabe ist die Weitergabe von Erinnerungen. Er löscht unliebsame eigene Erinnerungen, indem er diese an andere weitergibt. Dadurch ist er stets frei von Schuld, frei von Angst und Schmerz.

Es gibt noch viele weitere Charaktere, die zu der Geschichte beitragen. Eine Vielzahl von Ihnen, mit noch fragwürdigen Namen, vielen Facetten und in meinen Augen auch nicht immer zwingend mit tragenden Rollen. Irgendwo tragen sie zwar alle zum entstehen dieser Geschichte bei, doch ihr Platz in dieser wird nicht sofort erkennbar und es dauert mitunter ein wenig um das als Leser herauszufinden. Dennoch ist jeder einzelne von Ihnen, liebevoll ausgearbeitet und dargestellt. Doch, keiner konnte mich so wirklich erreichen, außer die oben erwähnten drei Protagonisten. Zudem könnte ich darauf wetten, würden zwei drei von Ihnen fehlen, würde dies der ganzen Geschichte keinen Abbruch tun.

Spielort des Buches:

Das Buch spielt in einer Fantasiewelt. Diese hat mich sehr viel Zeit gekostet, sie zu begreifen, zu verstehen und sie mir ein wenig bildlich vor Augen zu führen. Eine Galaxie, mit vielen unterschiedlichen Planeten und wohl nur einer Spezies. Dem Menschen! Denn jeder Planet ist unterschiedlich und hat eine ganz bestimmte Ausprägung. Sei es das Wasser oder die Kälte, den Kampf bzw. die Brutalität. Mir persönlich ist der Einstieg in dieses Buch sehr schwer gefallen, denn für mich hat sich diese Galaxie nicht direkt erschlossen, sondern ich musste sie als Leser erarbeiten. Die nicht wirklich geläufigen Namen, die unterschiedlichen Bezeichnungen von Planeten oder Teilbereichen dieser, hat mich an manchen Tagen zur Verzweiflung getrieben.

Der Schreibstil:

Es war kein Buch, welches sich so herunterlesen ließ. Es war ein Buch, welches meine ganze Aufmerksamkeit gefordert hat und was ich nicht mal ebenso zur Hand nehmen konnte. Ein Buch, was voller Fantasy steckt, mit einer Geschichte, die gut durchdacht und stimmig ist, aber in einem Weltraumszenario spielt, was für mich sehr schwer nachzuvollziehen war.

Ich mag den Schreibstil von Veronica Roth sehr, denn er ist flüssig, gradlinig, an den richtigen Stellen verschnörkelt und nicht übertrieben. Doch dieses Buch hat an manchen Stellen, diverse Längen, die das lesen nicht einfacher machen.

Es ist dennoch spannend geschrieben, hat immer wieder kleine Höhepunkte und Aha- Momente, aber auch traurige Szenarien, die einem ans Herz gehen. Doch, hätte man die eine oder andere Szene verkürzt, wären es bestimmt 50 Seiten weniger gewesen und dies hätte dem Lesen keinen Abbruch getan.

Mein Tipp:

In meinen Augen ein Buch für Science Fiction Liebhaber und natürlich für jeden der es spannend findet einfach mal in eine andere Welt einzutauchen. Dennoch mein Tipp,  heran wagen und schauen was es mit einem macht!

Vielleicht überzeugt es, vielleicht aber auch nicht!

 

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  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: cbt (17. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570164985
  • ISBN-13: 978-3570164983
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel:Carve the Mark
  • Preis: 19,99 € (gebundene Ausgabe)
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Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

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