Buchrezension: Marie Lu – Legend “Berstende Sterne” Band 3

Heute stelle ich euch den finalen Band dieser Trilogie vor. Hier wird alles aufgelöst, aufgeklärt, das Geheimnis um alles gelüftet und vor allem fallen alle Puzzleteile an ihre entsprechenden Stellen um die Geschichte endgültig abzuschließen.

Möchte euch gar nicht länger auf die Folter spannen… Es geht um das Buch von Marie Lu – Legend „Berstende Sterne“ Band 3, aus dem Gerne Dystopie.

 

Worum geht es in dem Buch?

Day und June, haben alles geopfert, was ihnen nur möglich war, für sich selber und für die Republik. Beide hoffen nun auf einen Neubeginn. Weit weg voneinander, einen bei dem der andere keine Rolle spielt und vor allem einen, bei dem das Herz nicht vor Schmerz auseinander bricht.

Das Land scheint endlich vor einem Neubeginn zu stehen.

June arbeitet mit dem Elektor und führenden Politikern zusammen und ist gleichzeitig, trotz ihres jungen Alters, Anwärterin auf einen höheren Posten.

Day bekleidet einen hohen Rang beim Militär und lebt mit seinem Bruder Eden und dessen Pflegerin Lucy zusammen.

Beiden geht es finanziell gut, beide können nicht klagen und beide haben den Neubeginn bestmöglich für sich genutzt,

Doch was passiert, wenn man plötzlich unerwartet aufeinander trifft und wenn dieses Treffen anders als gedacht ist? Ist da noch Liebe?

Gerade als ein Friedensabkommen zwischen der Republik und den Kolonien geschlossen werden soll, bahnt sich eine neue Tragödie an. Eine Seuche, die die Kolonien befallen hat und deren Auslöser in der Republik liegt. Ein erneuter Krieg bricht aus und dieser ist schlimmer als jemals zuvor.

Day kann tausende von Menschenleben retten, wenn er nur ein einziges dafür opfert? Wird er dies tun? Wird er die Hilfe von June annehmen?

 

Wer ist Marie Lu?

Sie wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte anschließend für einige Zeit in Texas. Ihr Studium absolvierte sie an der University of Southern California. Nach Abschluss ihres Studiums ist sie dort geblieben und lebt mit ihrem Mann und 3 Hunden in Santa Monica.

 

Worum geht es in dem Buch?

Der dritte und somit letzte Teil von der Legend Trilogie. Ich bin mehr als gespannt, wie es weitergeht und vor allem was noch alles passiert!

Nach Teil 2, sollte dieser Teil nun noch eine Schippe oben drauf setzen um dieser Reihe ein würdiges Finale zu verpassen.

Marie Lu bleibt weiterhin ihrem Stil treu und erzählt die Geschichte aus zweierlei Sicht. Einmal aus der von June, die mittlerweile Princeps Anwärterin geworden ist und Day, der eine hohe Position beim Militär bekleidet.

Doch beide sind nicht mehr zusammen, sondern leben in unterschiedlichen Städten und versuchen das, was passiert ist, die schmerzliche Trennung zu vergessen. June tappt weiterhin im dunklen, was die Krankheit von Day betrifft und glaubt, dass die Trennung einen anderen Grund hat.

Day hingegen kämpft gegen seine Krankheit an und merkt, dass er von Tag zu Tag dieser anfängt zu erliegen. Doch das wichtigste ist für ihn, das Eden in Sicherheit ist und dieser die bestmögliche Versorgung erhält. Doch seine im letzten Teil bekannt gegebene Diagnose hält ihn gefangen und nimmt in diesem Buch eine bedeutende Rolle ein.

Doch, was passiert, wenn plötzlich festgestellt wird, dass das eigene Land von innen heraus an die Kolonien verraten wird? Was passiert wenn die Kolonien ein Virus verändern und der Republik dafür die Schuld zusprechen? Gibt es dann überhaupt noch eine Chance sein Land und sich selber zu retten?

In dem Buch wird der Konflikt zwischen den Kolonien und der Republik immer stärker und eskaliert schließlich in einem Krieg, der auch weitere Staaten einbezieht. Dieser Krieg wird von der Autorin gut und authentisch in ihre Geschichte integriert. Es gibt immer wieder spannende Stellen, die aber gleichzeitig auch sehr eindringlich die gesellschaftspolitische Situation in dieser zukünftigen Welt schildern.

All das müssen die beiden erfahren. Dass das Land in dem sie leben, für das sie leben von den eigenen Männern verraten wird. Das Eden anscheint der Schlüssel zum Virus ist und er erneut in die Labore der Republik soll, damit dort an seinem Blut herum experimentiert werden kann. Kann man seinen Bruder getrost diesen Menschen erneut anvertrauen, die ihm das Augenlicht genommen haben? Und ist Eden wirklich der Schlüssel zum Gegenmittel?

Viele spannende Ansätze, die im dritten Teil zusammen laufen. Für mich war es eine Wonne diesen Teil zu lesen, da dort alle Fäden zusammen kommen und viele ungeklärte Fragen aufgelöst werden. Dennoch gibt es einen Kritikpunkt. Die Stellen, in denen die einzelnen Gebiete gegeneinander kämpfen ist mir mitunter zu undurchsichtig, bzw. zu verwirrend, da ich nicht immer einwandfrei sagen konnte, um welche Partei es geht und wer gerade gegen wen Antritt. Zudem ist mir auch sehr schwergefallen, den Bau der Luftschiffe und das Dock bildlich vor meinen Augen sehen zu können, da gerade in diesem Bereich eine große, bedeutende Szene spielt. Hatte daher Schwierigkeiten die einzelnen Wege und Schritte von Day verfolgen zu können. Was ich im Nachhinein schon ein wenig schade fand. Denn diese Szenen machen einen Großteil des Buches aus und da hat mir dann einfach ein Stück „Bildnis“ gefehlt.

Marie Lu schreibt trotzdem sehr bildlich und anschaulich, wenig verschachtelt, klar und deutlich. Sie schafft es leider dieses Mal nicht alle relevanten Schlüsselszenen grafisch und bildlich so zu transportieren, dass man als Leser in diese eintauchen kann. Sie kratzt diese an, aber die Tiefe an sich fehlt in diesen Momenten und hat es mir daher etwas schwerer gemacht die Kapitel zu lesen. Denn, im Nachhinein sind einfach Fragen in meinem Kopf offen, die manchen Szenenablauf betreffen, den ich nicht direkt nachvollziehen kann. Was ich sehr schade finde!

Das Ende des Buches ist überraschender als gedacht. Wenn jemand mit einem wahnsinnigen Happy End gerechnet hat, dann wird dieser Wunsch eindeutig auf der Strecke bleiben. Das Buch endet eigentlich ziemlich zügig und was passiert dann? Man blättert weitert und stößt auf ein Kapitel von June, welches 10 Jahre später spielt. Man ist zuerst überrascht und dann dennoch freudiger Erwartung, denn jeder engagierte Leser hofft natürlich hier noch auf ein Happy End zu treffen. Ob dem so ist, dass verrate ich nicht… den sonst würde ich eindeutig Spoilern!

Für mich ist dieser dritte Teil ein würdiger Abschluss und vervollständigt in meinen Augen die Trilogie hervorragend. Es bleiben keine Fragen offen, außer, die von mir oben bereits angesprochene. Andernfalls wird alles aufgeklärt und die Geschichte kommt zu einem würdigen Ende. Eine rundum gut gelungene Reihe, welche sich definitiv zu lesen lohnt. Vor allem aber, eine Geschichte und eine Hintergrundstory, die es kein weiteres Mal gibt. Sie ist anders als die bekannten Dystopie Reihen, sie bedient sich anderen Schwerpunkten und Marie Lu hat eine grandiose Szenerie erschaffen, die düster, dunkel, geheimnisvoll und beängstigend zugleich ist. Je mehr das Ende des Buches heranrückt, desto schärfer wird das Bild der Republik und der Kolonien gestellt. Umso mehr Einzelheiten kommen zutage, die das Gesamtbild vervollständigen und dem Leser offenbaren, in welcher Welt Day und June wirklich leben. Eine Abwechslung zwischen Action im Kampf gegen die Kolonien, die Dramatik von Days Erkrankung, die schwierige Beziehung zwischen Day und June und eine interessante soziologische und sozioökonomische Betrachtung der geschaffenen Welt. Fantastisch kann ich da nur sagen!

Der gesamten Reihe gebe ich ♥♥♥♥♥ Herzen geben, denn sie ist mehr als nur lohnenswert zu lesen, mit ganz liebevoll gestalteten Protagonisten, die man als Leser schnell gerne hat und denen man daher auch ohne große Probleme auf Schritt und Tritt folgt.

Daher.. für mich hat sich mein Wunsch erfüllt und die der Reihe vorauseilenden guten Kritiken bewahrheitet.

Ich empfehle daher… Lesen, lesen, lesen!

 

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (15. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785583974
  • ISBN-13: 978-3785583975
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Preis: 9,95 € (Taschenbuch)
Überblick der Rezensionen
Meine Bewertung
Maren
Hallo.. Ich heiße Maren und bin Hausfrau und Mutter. Für meine Familie habe ich meine Bankkarriere an den Nagel gehängt und widme mich nun den schönen Dingen im Leben! Lest selbst...

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here