Buchrezension: Lauren Rowe – The Club „Flirt“ Band 1

Vielen lieben Dank erst einmal an die Plattform „lovelybooks“. Denn dort habe ich mich um ein Rezensionsexemplar beworben und tatsächlich eines bekommen. Ich durfte an den größten Leserunde ever… mit 100 Teilnehmern, teilnehmen und euch nun heute von diesem Buch berichten. Es handelt sich um Band 1 einer Trilogie von Lauren Rowe – Theclub „Flirt“, aus dem Genre Erotik.

 

Worum geht es in dem Buch?

Jonas, erfolgreicher Unternehmer, reich, gut aussehend, Single und wohnhaft in Seattle hat sich eine einjährige Mitgliedschaft im teuersten Club überhaupt gesichert. Es handelt sich um die Dating Agentur „The Club“, die verspricht, dass dies sein heißestes Jahr überhaupt werden wird. Das keine Wünsche offen bleiben und sie die idealen Partnerinnen für ihn finden werden. So, wie er es in seinem Anmeldebogen geschrieben und beschrieben hat.

Das ist genau das was Jonas möchte. Er ist nicht für eine Frau alleine bestimmt, sondern er will viele Frauen unendlich glücklich machen. Gerade die Abwechslung, das Neue, das Unbekannte und seine unendliche Freiheit liebt er und möchte diese auch nicht aufgeben.

Doch das Blatt wendet sich, als Jonas am nächsten Morgen, nachdem er seine Anmeldung abgeschickt hat, eine private E-Mail von der Mitarbeiterin erhält, die seine Anmeldeunterlagen bearbeitet und ausgewertet hat.

Doch diese Mail ist keine Aufnahmebestätigung, sondern eher eine Mail die das Ego von Jonas stark in den Keller zieht. Denn sie lässt die Lobeshymnen die Jonas auf sich selber gesungen hat im Regen stehen und offenbart ihm anonym ihr tiefstes Geheimnis. Denn sie ist eine 10 Prozentlerin und der potenzielle Mountain Everest. Jonas Kletterwut ist gepackt! Er muss sie finden, sie darf nicht anonym bleiben, er will sie haben und er will klettern. Denn seine Passion ist, jeder Frau den perfekten Orgasmus zu schenken… Koste es was es wolle!

 

Wer ist Lauren Rowe?

Lauren Rowe ist das Pseudonym einer amerikanischen Bestsellerautorin und Singer-Songwriterin, die sich für »The Club« ein Ego zugelegt hat, damit sie sich beim Schreiben dieser heißen Liebesgeschichte nicht zurückhalten muss.

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich habe mich bei Lovelybooks auf die Leserunde zu dem Buch beworben, weil mir der Klappentext sehr gut gefallen hat. Die Story, liegt zwar ganz klar im Genre, der Erotik… aber nach „Fifty Shades of Grey“ erschüttert mich so schnell nichts mehr.

Das Buch selber wird aus zwei Sichtweisen erzählt. Es geht dabei um die Hauptprotagonisten Jonas und Sarah.

Jonas ist ein erfolgreicher, selbstverliebter, gut aussehender, reicher, sozial engagierter, Unternehmer und hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeder Frau mit der er ins Bett steigt einen Orgasmus zu besorgen. Er will sie „ans Licht führen“. Ein geht nicht gibt es nicht für ihn. Er liebt seine Freiheit, er liebt den ungezwungenen Sex und was er auf gar keinen Fall will, ist sich zu binden und die große Liebe zu finden. Deswegen tritt er „The Club“ bei. Denn dort, wird ihm versprochen, er bekomme alles was er wolle und seine Wünsche würden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt werden, ohne das am Ende die Frauen mit ihm Nachmittage bei IKEA verbringen möchten. Einvernehmlichen Sex ohne weitere Verpflichtungen.

Sarah, Jura Studentin lebt ebenfalls in Seattle wie Jonas und arbeitet nebenbei als Aufnahmeassistenten für „ The Club“. Sie zählt zu den 10 Prozent der Frauen die noch nie einen Orgasmus hatten. Sie ist quasi der Olymp eines jeden Mannes, der es versuchen will. Der Sex ist für sie ein netter Zeitvertreib, doch insgeheim wünscht sie sich Nähe und Geborgenheit. Jemanden an ihrer Seite, der ihr Single leben beendet. Doch ihr oberstes Ziel ist es, ihr Semester Best möglich abzuschließen um sich einen der begehrten Stipendiumsplätze zu sichern. Doch alles ändert sich als sie Jonas Anmeldung liest und seine Bilder sieht!

Soweit so gut!

Um es direkt vorne weg zu nehmen, dieses Buch hat mich alle meine Nerven gekostet, denn ich bin leider überhaupt nicht mit diesem warm geworden.

Die vermeintlichen Protagonisten, die ich grob umrissen habe, machen in den knapp 400 Seiten eine Wandlung durch, das man am Ende das Gefühl von zwei liebeskranken und tollwütigen Teenagern hat, die ihr Leben lang nach der großen Liebe gesucht haben, damit sie gemeinsame Nachmittage im Ikea verbringen können. Diese Wandlung ist so plump und platt beschrieben und abgehandelt, dass mir beide, anfänglichen Protagonisten mit der Zeit mehr als unsympathisch geworden sind. Leider entwickelt sich besonders Sarah in die Richtung, dass es mehr als nervig ist ihre Absätze zu lesen und sie ein mehr als kindisches, zickiges Verhalten an den Tag legt.

Ihre Dialoge sind mitunter sehr abgestumpft, sehr einfach und völlig flach. Was ich sehr schade fand, denn das Buch hat am Anfang wirklich vielversprechend begonnen. Ein E-Mail Verkehr, der geistig anspruchsvoll war und gleichzeitig eine gewisse Erotik in sich hatte und das gewisse I-Tüpfelchen. Doch all dies ist mit jeder Seite komplett in den Hintergrund geraten.

Der vermeintliche Club, weswegen dieses Buch auch seinen Namen trägt, rückt komplett in den Hintergrund und wird erst im letzten Drittel noch einmal angesprochen und zu einem wichtigen Bindeglied dieser kommenden Trilogie. Doch, das was das Buch ausmacht bleibt vom Club zumindest in diesem Band komplett auf der Strecke. Andeutungen, eventuelle Ideen und die eine oder andere Mutmaßung aber mehr auch nicht. Dennoch kann man sich als Leser denken, in welche Richtung dies gehen wird.

Diese Buch basiert komplett auf zwei „notgeilen“ Protagonisten die nichts anderes im Kopf haben als Sex mit einander zu haben, sei es egal wo, egal wie und vor allem egal wann. Ob Jonas sein Ziel erreicht, verrate ich nicht… falls es doch gerne noch jemand lesen möchte.

Lauren Rowe hat es schlüssig, einfach und simpel runtergeschrieben. Es lässt sich rein von der Wahl der Worte mehr als gut lesen und ist ein netter Zeitvertreib für verregnete Tage. Man muss sein Gehirn wenig anstrengen, sondern kann Wort für Wort aufsaugen, wirken lassen und weiterziehen! Es gibt weder verschachtelte Sätze, noch Stolperfallen, sondern einfach nur Wörter, die sich zu einem Buch formen lassen.

Ich glaube man merkt, dass ich sehr enttäuscht bin. Das liegt zum einen daran, dass ich gerne mehr von „The Club“ erfahren hätte, denn dann hätte das Buch mehr Spannung bekommen und wäre seinem Namen gerecht geworden und zum anderen fehlt mir die Tiefe in diesem. Auch Erotikbücher können eine gewisse Tiefe haben und eine Story erzählen, die fesselnd und packend ist.

Leider ist hier beides komplett ausgeblieben.

Ich habe lange überlegt ob ich Band 2 & 3 lesen werde. Bin aber nun zu dem Entschluss gekommen, dass es mir nicht so wichtig ist mehr von „The Club“ zu erfahren, dass es wohl bei Band 1 bleiben wird. Zwar mehr als Schade, doch ausschlaggebend waren am Ende die Protagonisten die mich von Mal zu Mal genervt haben.

Natürlich muss ich einfach zum Schluss diesen Vergleich ziehen. Für mich hat es an manchen Stellen eine gewisse Ähnlichkeit mit „Shades of Grey“. Nun werden alle schreien… oh mein Gott nein! DOCH! Denn die Protagonisten sind sich an manchen Stellen sehr ähnlich. Ihr Leben und was sie erlebt haben, zeigt auch hier eine gewisse Ähnlichkeit. Doch alleine die Worte, Sex, Geld, Freiheit, sind eigentlich die springenden Punkte. Sowie das Wort, welches Jonas Sarah gegenüber erwähnt… „Er sei verkorkst!“ hat auch schon Christian Grey vor ihm in den Mund genommen…

Von daher… ein Buch ohne große Überraschung und mit ganz viel Luft nach Oben!

Dennoch, wer es lesen mag sei herzlich dazu eingeladen um sich seine eigene Meinung zu bilden.

 

  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Piper Paperback (1. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492060412
  • ISBN-13: 978-3492060417
  • Originaltitel: The Club
  • Preis: 12,99 € (broschiert)
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Meine Bewertung
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