Nikolas Stoltz – Marionetten Dream on

Marionetten ist das zweite Buch von Nikolas Stoltz aus seiner Reihe Dream on. Es scheint aber auch der finale Band zu sein, ohne weitere Fortsetzung.

Selten gebe ich Hinweise darauf, allerdings ist hier Band 1 ein absolutes Muss. Ohne dieses Vorwissen ist dieses Buch schwer verständlich bzw. die meisten Handlungsabläufe nicht unbedingt klar.

Die Rezension zu Buch 1, gibt es >HIER< !

In der heutigen Rezension dreht sich alles um das Werk von Nikolas Stoltz – Marionetten, aus dem Genre Thriller.

 

Worum geht es in Marionetten?

Lena Delago, hat sich als Ermittlerin selbstständig gemacht. Da die Geschäfte zurzeit schlecht laufen, muss sie alles an Jobs annehmen, was nur geht. Daher ist es ihre Aufgabe, auf einer Wahlkampfveranstaltung, als Security tätig zu sein und Senator Howard Jackson zu bewachen.

Doch Jackson wird von den Augen, von Lena und ihren Kollegen erschossen. Ohne das einer von Ihnen eingreift. Der Täter kann ungehindert entkommen.

Irgendetwas stimmt nicht! Lena konnte alles sehen, verfolgen allerdings nicht eingreifen.

Zusammen mit dem Traumdesigner Nick Quentin und der Reporterin Christina Porter fängt sie an die Spur des Killers aufzunehmen, um herauszufinden, wieso dieser Mord so wie er abgelaufen ist, passieren konnte.

Die drei stoßen auf eine Verschwörung, die nicht größer sein könnte. Können sie diesen Koloss von Großmacht überlisten und ausschalten, oder wird alles aus den Angeln gerissen und in einem Desaster enden?

 

Wer ist Nikolas Stoltz?

Nikolas Stoltz arbeitet seit knapp zwanzig Jahren im Marketing und Innovationsmanagement eines internationalen Telekommunikationskonzerns. In dieser Zeit hat er exzentrische Charaktere kennengelernt und irrwitzige Situationen in der modernen Arbeitswelt erlebt, die es wert waren, aufgeschrieben zu werden. Die Vorliebe des Autors für spannende Krimis und technische Innovationen hat zum Erstlingswerk „DREAM ON – Tödliche Träume“ geführt, einem temporeichen Thriller mit Elementen aus Science Fiction, Wirtschaftskrimi und Politdrama. Nikolas Stoltz richtet ein besonderes Augenmerk auf die kontroverse Diskussion rund um den „gläsernen Bürger“ und die allgegenwärtige elektronische Überwachung. Er wurde 1973 in Lübeck geboren und lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Bonn.

 

Wie hat mir Marionetten gefallen?

Es handelt sich um den zweiten und finalen Teil dieser kurzen Reihe von Nikolas Stoltz.

Wie bereits eingangs erwähnt sollte Band 1 im Vorfeld gelesen werden, auch wenn beide Bücher zwei unabhängige Geschichten erzählen und getrennt gelesen werden können. Dennoch bauen viele Sachverhalte auf Band 1 auf und nicht alle Rückblicke sind so detailliert, dass diese plausibel und zugleich verständlich sind, um die komplette Dreamsphere zu verstehen. Beide Geschichten sind dennoch autark erzählt und in sich abgeschlossene Handlungen.

Der Inhalt:

Lena Delago, wird Augenzeugin eines Morde an Senator Jackson. Doch sie konnte nicht eingreifen, sondern war wie erstarrt. Wieso stand sie stocksteif da, wieso hat sie Stimmen in ihrem Kopf gehört und wieso, konnte der Mörder entkommen ohne aufgehalten zu werden?

Fragen, die Lena beschäftigen und das obwohl, sie als Hauptverdächtige gilt, diesen Mord angezettelt zu haben. Lena muss herausfinden, was wirklich passiert ist und wieso es so abgelaufen ist, wie es war. Wieso konnte jemand Senator Jackson einfach hinrichten, vor aller Augen.

Niemand glaubt Lena, nur einzig alleine Nick Quentin. Er ist sofort bereit sie zu unterstützen und ihr zu helfen.

Doch alles wird noch komplizierter und verwirrender, als plötzlich die Reporterin Christina Porter auftaucht und erzählt, dass sie verfolgt wird. Wie hängt das Ganze mit dem Mord zusammen und einem alten Fall von Lena. Dem Fall, bei dem ihr Partner ums Leben gekommen ist.

Laufen hier alle Fäden zusammen und ist dies erst der Anfang vom Ende?

Die Protagonisten:

Lena Delago:

Für mich war sie eine sehr sympathische Protagonisten, die eine ambitionierte FBI Agentin im ersten Teil abgegeben hat. Im jetzigen Teil konnte ich sie stellenweise schwer greifen. Vielleicht lag es daran, dass sie nicht mehr beim FBI ist, sondern auf sich gestellt und dadurch viele emotionale Gegebenheiten durchmacht. Existenzängste, die sie erschüttern und ständig die Angst im Nacken, kein Geld mehr zu besitzen, da ihre Selbstständigkeit schwerfällig anläuft. Dieses Mal, erfahren wir mehr über den Tod von ihrem Partner und wie es dazu kam. Durch Flashbacks, wird der Leser mit diesen konfrontiert und erfährt nach und nach mehr über Lena. Dennoch sind viele Handlungen unüberlegt, vorschnell und impulsiv. Dadurch gerät die Geschichte manchmal ins Stocken, da ich als Leser nicht direkt nachvollziehen konnte, warum sie so entschieden hat.

Nick Quentin:

Nick kann ich schwer als Charakter greifen. Es ist wie immer charmant, sympathisch aber auch ein wenig voller Rätsel, aalglatt und stets hilfsbereit. Manchmal ist er zu stürmisch in seinen Handlungen und dann wiederrum zu langsam. Er ist keine wirkliche Konstante, sondern handelt stets im Affekt. Trotzdem versucht er alles, um seinen Freunde zu schützen.

Christina Porter:

War mir von Anfang an ein Rätsel, da sie aus dem Nichts aufgetaucht und relativ schnell wieder verschwunden ist. Was sehr untypisch ist, als Reporterin. Aber sie war immer auf der Hut, hat sich immer versteckt und konnte aufgrund dessen schwer Kontakt knüpfen und sich Menschen anvertrauen. Die Angst, verfolgt zu werden war zu groß. Trotzdem hat sie in Lena eine Verbündete gefunden, die ihr geglaubt hat und helfen wollte.

Wir lernen noch andere Protagonisten kennen und es werden viele Lösungen präsentiert und die einzelnen Puzzleteile fallen an ihren Platz. Vor allem, wird zum Ende hin aufgelöst, wer welche Rolle in diesem ganzen Szenario gespielt hat und was seine Aufgabe gewesen ist.

Der Schreibstil:

Der Stil von Marionetten ist flüssig, modern, facettenreich und wenig verschnörkelt geschrieben. Dadurch bleibt die Spannung auf einem gewissen Niveau immer erhalten, dadurch wird es temporeich und nicht langweilig. Nikolas Stoltz, schafft es den Leser für sich einzunehmen und durch seinen Stil mit zerreißen, damit dieser am Ball bleibt und mitfiebert. Sich hineingezogen fühlt in die Dreamsphere und alles gut nachvollziehen kann.

Der Handlungsort:

Was ich besonders mag, sind die detaillierten Ausarbeitungen der Dreamsphere und der einzelnen Schauplätze. In diesen Ausführungen kommen viele Adjektive zum Tragen, die dafür sorgen, dass man sich als Leser direkt hineinversetzen kann, in die einzelnen Handlungsorte, in die einzelnen Szenarien und Abhandlungen. Sei es die Ausarbeitung der Dreamsphere selbst, wie aber auch der neunen Unterwasserwelt, dem Jahrmarkt mit dem Geisterhaus oder aber die Reise in das Elternhaus von Nick. Es wird großartig beschrieben, umschrieben und skizziert, dass man das Gefühl hat, dies nicht nur zu lesen, sondern direkt mittendrin zu sein.

Meine Meinung:

Marionetten habe ich mindestens genauso verschlungen wie Tödliche Träume. Dennoch war es in manchen Punkten ein wenig schwacher, da die Basis politischer Natur war und nicht zwingend eine Zerstörung der Dreamsphere. Es wurde mehr in der realen Welt abgehandelt als in der virtuellen, was mir als Leser ein wenig gefehlt hat.

Dennoch sehr positiv ist, dass wirklich viele offene Handlungen abgehandelt werden und zum Abschluss kommen. Der Tod von Nicks Schwester wird komplett aufgelöst und Nick, kann endlich mit diesem für sich abschließen. Lena verarbeitet den Tod ihres Partners. Handlungen, die offen waren und nun zu einem Abschluss finden um die Geschichte komplett rund werden lassen.

Im Vordergrund dieser Geschichte stehen vor allem der Verrat, Verschwörungstheorien, Manipulation durch die Politik und verschiedene Großmachten und die Angst, dass dies nicht nur im Buch so sein könnte, sondern in Wirklichkeit.

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  • Taschenbuch:340 Seiten
  • Verlag:FeuerWerke Verlag (31. Mai 2018)
  • Sprache:Deutsch
  • ISBN-10:3945362377
  • ISBN-13:978-3945362372
  • Preis: 13,99 € (Taschenbuch)

Lisa Rosenbecker – Monstermagie

Monstermagie ist ein Buch, auf das ich bei Instagram aufmerksam geworden bin. Alleine der Titel „Monstermagie“ hat mich angesprochen, so dass ich zu diesem Buch greifen musste.

Daher geht es in der heutigen Rezension um das Werk von Lisa Rosenbecker – Monstermagie, aus dem Genre Jugendbuch.

 

Worum geht es in Monstermagie?

Die 19 jährige Leah, leitet ein Heim für Monster. Eines, in dem man Monster mit magischen Fähigkeiten adoptieren kann. Oder besser gesagt, eines in dem verlassene und abgegebene Monster leben, weil ihre magischen Fähigkeiten nicht richtig funktionieren oder sie einen Defekt haben.

Leah hat Monsters & Glue von ihrem Mentor übernommen, kurz bevor er starb.

Leah und ihre Monster leben friedlich in ihrem kleinen Heim, bis zu dem Tag, als zwei Fremde dies aufsuchten und sich nach Monstern mit ganz besonderer Magie erkundigten. Leahs Monster haben alle eine besondere Magie, doch ist das damit gemeint?

Als dann auch noch Blake in ihrem Leben auftaucht, wird es noch viel komplizierter. Denn er scheint irgendwie mehr über sie und ihre Monster zu wissen, als ihr lieb ist. Vor allem kommuniziert er mit ihnen, er versteht sie. Aber wie soll das funktionieren. Es sei denn, Blake hat ebenfalls Monster Gene in sich! Doch, als Mensch undenkbar! Oder doch?

Was hat es mit Blake und den mysteriösen Fremden auf sich und vor allem, wie kann Leah ihre kleinen Monster beschützen?

 

Wer ist Lisa Rosenbecker?

Ich erinnere mich leider nicht mehr an den Titel meines ersten gelesenen Buches, aber es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Bücher haben schon immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Nach dem reinen Lesen kam das Blogge, dann das Schreiben, ohne dass ich nicht mehr sein möchte.

 

Wie hat mir Monstermagie gefallen?

Monstermagie hat alles an Gefühlen zu Tage gefördert was nur geht. Von lachen, über mitfiebern bis hin zum Weinen. Ein Buch, welches so lustig begann und dass so herzzerreißend endet. Lisa, wie konntest du mir das als Leser antun.

Aber nun erst einmal von Anfang.

Die Story:

Leah ist eine Waise und hat bei Mr. Lambers in seinem kleinen Heim Monsters & Glue endlich ein zu Hause gefunden. Einen Platz an dem sie sicher endlich sicher, geborgen, beschützt und geliebt fühlt. Daher beginnt sie für Mr. Lambers zu arbeiten und unterstützt ihn bei der Adoption von Monstern. Die kleinen magischen Monster, mit ihren magischen Fähigkeiten, wachsen ihr schnell ans Herz. Genauso wie Mr. Lambers, denn er ist eine Seele von Mensch und opfert alles auf, für seine Monster und ihr Wohlergehen. Doch leider verstirbt Mr. Lambers sehr früh und hinterlässt Leah alles was er hat. Natürlich auch Monsters & Glue. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, als plötzlich Mr. Waystone, Leiter der geheimnisvollen Privatschule Bwystfilwood Hall und ehemaliger Arbeitgeber von Mr. Lambers sich bei Leah meldet. Dieser ist sehr daran interessiert, ob Mr. Lambers außer dem Heim etwas hinterlassen hat. Aufzeichnungen oder vielleicht ein Tagebuch?! Leah ist irritiert und verspricht sich zu melden, sobald sie etwas finden sollte. Und ab diesem Moment nimmt alles seinen Lauf….

Die Protagonisten:

Leah ist eine so sympathische kleine Person, dass ich sie direkt in mein Herz schließen musste. Sie legt keinen Wert auf das neuste technische Equipment, ihr sind die kleinen Dinge im Leben wichtig. Nähe, Freunde, Geborgenheit und viel wichtiger Familie. Diese hat sie in Mr. Lambers und seinen Monstern gefunden. Deswegen ist es auch so wichtig für sie, sich um diese besonders gut zu kümmern. Leah ist mit ihren 19 Jahren sehr jung, sehr unerfahren aber sie hat das Herz auf dem rechten Fleck. Sie wünscht sich nur eins, tolle Familien für ihre Monster zu finden und Zufriedenheit für sich. Doch ganz geheim träumt sie von einem kleinen Café.

Blake, der Schüler an der Privatschule Bwystfilwood Hall ist, ist ein Rebell. Er ist anders als Leah, aber gleichzeitig doch so gleich. Auch er sehnt sich nach Familie, nach Wärme, nach Nähe… doch sein Geheimnis, welches er mit sich herum trägt lässt all dies nicht zu. Bis er auf Leah trifft. Ab diesem Moment ist alles anders.

Diese beiden Protagonisten sind wunderbar und ergänzen sich einzigartig gut. Es ist toll, ihre Entwicklung mitverfolgen zu können.

Zudem treffen wir auf Mr. Tottori, einen technikaffinen und begeisterten Kommissar. In seinem nächsten Leben wäre, er gerne ein Geheimagent und hätte unsagbar viel Budget für Technisches Equipment, welches er bei der Polizei gut einsetzen könnte.

Die Monster:

Doch die eigentlichen Stars sind Monty, Pebbles, Nuvo, Glue und Robbie. Kleine süße Monster, jedes anders, jedes wunderbar ausgestaltet und einzigartig in seiner Art. Ich kann noch nicht einmal sagen, welches der Monster mein Favorit ist, da Lisa Rosenbecker es geschafft hat, jedes einzelne mit so viel Herzlichkeit zu entwickeln, wie es nur geht. Dies ist ihr hervorragend gelungen und allen gehört mein Herz.

Der Schreibstil:

Lisa Rosenbecker, hat einen leicht lesbaren und wunderbar einfach geschriebenen Stil. Das ermöglicht es dieses Buch zu verschlingen. Sie setzt hervorragend umschreibend und ausschmückend Begriffe ein, wenn es nötig ist, ansonsten ist sie sehr gradlinig und unverschnörkelt. Dies ist für mich als Leser wunderbar, da ich nie, dass Gefühl hatte das es langweilig wird. Denn auch innerhalb des Buches, ist ein Spannungsbogen erhalten, der immer wieder für AH- Momente sorgt und es somit niemals langweilig wird. Doch dieses Buch nimmt eine fatale Wendung, die mich zur Verzweiflung und zum Weinen gebracht hat Etwas, womit ich niemals gerechnet hätte, was aber dennoch sehr schön ins große Ganze passt. Auch wenn mein Herz geblutet hat! Die Story ist sehr schlüssig und es bleiben keine Fragen offen.

Meine Meinung:

Eine wunderschöne Geschichte, die sehr rund ist und grandios geschrieben. Eine Story, die mich direkt in ihren Bann gezogen und dafür gesorgt hat, dass ich das Buch verschlingen musste. Ich konnte nicht anders, als es sehr stetig lesen zu müssen. Mich haben die Protagonisten, Mensch und Monster gefangen genommen und total vereinnahmt. Irgendwann habe ich mir gewünscht, dass es Monsters & Glue wirklich gibt und ich jedes einzelne davon adoptieren würde. Für mich war es so, als das Buch vorbei war, als würde etwas fehlen. Als wäre plötzlich eine große Leere da, die es erst einmal zu füllen galt. Lisa, hat mich völlig in den Bann gezogen und dafür gesorgt, dass ich dieses Buch einfach lieben musste. Danke dafür!

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  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2023 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 362 Seiten
  • Verlag: Impress (4. Januar 2018)
  • Verkauf durch:Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07662M718
  • Preis: 3,99 € (Kindle)

Silbengeschichten Polizei

Silbengeschichten Polizei habe ich auf der Leipziger Buchmesse 2018 entdeckt und war direkt begeistert. Endlich ein Silbengeschichten Buch, mit farblich unterlegten Silben für die Erstleser. Grandios.

Daher geht es in der heutigen Rezension um Silbengeschichten Polizei zum Lesen lernen, vom Loewe Verlag aus dem Genre Kinderbücher.

 

Worum geht es in Silbengeschichten Polizei?

In dem Buch begegnen uns viele Geschichten rund um den Einsatz der Polizei.

Sirene an und los geht´s! Kati darf ihre Mutter im Streifenwagen begleiten und wird Augenzeugin eines Überfalls. Toni, muss sich ebenfalls beeilen, denn seine Fußballmannschaft hat gleich ein Spiel. Wird er noch rechtzeitig kommen oder muss der Polizist auf dem Motorrad helfen? Pepe der Dackel, will sich im Rhein abkühlen, doch leider schafft er es nicht zurück ans Ufer. Kann die Wasserschutzpolizei ihn retten?

Und viele tolle Geschichten rund um die Arbeit der Polizei sind in diesem Buch zu finden.

 

Wer ist Alexandra Fischer – Hunold und wer ist Katharina Wieker?

Mit der Lektüre von Mary Poppins begann für Alexandra Fischer-Hunold die Liebe zu Büchern. Folgerichtig studierte sie später Deutsche und Englische Literatur. Seitdem liest sie nicht nur, sondern schreibt auch erfolgreich Vorlesegeschichten und Kinderbücher.

Katharina Wieker hat schon brömpfhundertwümpfzig Kinderbücher geschrieben und illustriert und ihr fällt immer noch etwas Neues ein. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

 

Wie hat mir Silbengeschichten Polizei gefallen?

Lange war ich auf der Suche nach einem Buch, welches für meinen Erstleser passend sein könnte. Mit erschrecken musste ich feststellen, es gibt viele, aber meist zu Themen die ihn nicht interessieren und die das Lesen dann natürlich erschweren. Mit Interesse geht alles viel besser und schneller.

Dieses Buch hat das typische DIN A5 Format, mit einem dicken Umschlag und festeren Seiten, die auch das Lesen lernen von kleinen Tatzen ermöglichen und sehr robust sind. Sie halten einiges aus und das Leselineal gleitet wunderbar über sie hinweg.

Der Stil:

Der Unterschied zu anderen Büchern ist, dass es nach der Silbenmethode, welche in der Schule gelehrt wird vorgeht. Die einzelnen Silben eines Wort sind farblich (rot/ blau/ grün) markiert und sorgt somit für eine bessere Erkennbarkeit und unterstützt beim  Lesen.

Die Sätze in den einzelnen Geschichten sind kurz gehalten und in großer Fibelschrift gestaltet. Laut Empfehlung ist dies ein Buch für die 2. Klasse. Meiner besucht gerade die 1. Klasse und kann damit auch schon wunderbar umgehen. Das eine oder andere Wort fällt ihm noch schwer, aber ansonsten ist er ganz eifrig dabei es zu lesen.

Die einzelnen Geschichten umfassen zwischen 6 und 7 Seiten, die aus Text und wunderschön illustrierten Bildern bestehen. Dadurch wird das Ganze aufgelockert und das Kind wird nicht durch zu viel Text überfrachtet.

Positiv zu erwähnen ist: dass die Geschichten motivieren und das er selber den Ehrgeiz entwickelt hat, auch mal 3, 4, 5 oder 6 Seiten zu lesen, weil es ihm einfach gut gefällt.

Mein Feedback:

Ich persönlich begrüße dieses farbliche Konzept sehr. Da es an das Lehrmaterial der Schule angepasst ist, muss sich das Kind zu Hause nicht großartig umstellen, sondern kann das erlernte direkt anwenden. Da es sich bei diesem Buch auch noch um das Lieblingsthema handelt, flutschen die Geschichten nur so herunter. Ich finde dieses Buch sehr gelungen, sowohl im haptischen wie auch in der Umsetzung der Geschichten sowie des Layouts. Ein Buch in meinen Augen, in das man auf jeden Fall investieren sollte und was kleine Polizisten absolut zum Lesen anregt.

Meine Empfehlung:

Voraussetzung um das ganze Buch lesen zu können, sollte mindestens 4/3 des ABC sein und der Besuch der 1. Klasse 2. Halbjahr. Dann lässt es sich schon recht gut mit Hilfe lesen.

 

Was sagt Maxi dazu?

Mir gefällt besonders gut, dass ich es alleine lesen kann. Das es mich beim Lesen lernen unterstützt und natürlich das es um die Polizei geht. Ich finde die Geschichten toll! Mama und ich lesen jeden Tag aus dem Buch und manche Geschichten sogar zwei Mal, weil ich sie gut finde.

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  • Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (15. Januar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785589778
  • ISBN-13: 978-3785589779
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 – 9 Jahre
  • Preis: 7,99 €

Nikolas Stoltz – Dream on Tödliche Träume

Dream on Tödliche Träume  ist ein Thriller, der mir empfohlen wurde. Eigentlich stehen Thriller nicht an erster Stelle meiner Lieblingsgenres, daher war es mal wieder ein Experiment, ob der Thriller und ich zusammen passen. Ich glaube dieses Mal, ist es absolut geglückt.

Daher geht es heute in der heutigen Buchrezension um das Werk Dream on Tödliche Träume von Nikolas Stoltz, aus dem Genre Thriller.

 

Worum geht es in Dream on Tödliche Träume?

Die US- Firma Dream on, hat 60 Autominuten von Las Vegas entfernt, mitten in der Wüste ihren Firmensitz erbaut. Dort entstehen auf Knopfdruck virtuelle Träume. Eintauchen in eine vernetzte und virtuelle erschaffene Welt, die Lebensecht erscheint und in der man sich wohlfühlt. Eine Parallelwelt, zum Erleben und Leben.

Doch irgendetwas geht vor sich. Kurz vor der Markteinführung, wird ein Mitarbeiter tot aufgefunden. Getötet im Traum oder durch den Traum? Rätsel beginnen… und eine gnadenlose Jagd gegen die Zeit beginnt, denn der Termin des großen Rollout steht kurz bevor.

Der Traumdesigner Nick Quentin, vermutet hinter alledem einen Virus. Einer der Ängste hervorruft und den Träumenden mit diesen konfrontiert und foltert bis das Gehirn kollabiert. Entweder sind sie tot oder im Koma gefangen.

Doch aufgrund seiner Recherche gerät er direkt ins Visier des Gegners und wird zum Hauptverdächtigen des FBI. Irgendwie scheint ihm sein Gegner immer einen Schritt voraus zu sein und eine Jagd zwischen Traum und Realität beginnt. Kann Nick seinen Gegner fassen, bevor es zu spät ist?

 

Wer ist Nikolas Stoltz?

Nikolas Stoltz arbeitet seit knapp zwanzig Jahren im Marketing und Innovationsmanagement eines internationalen Telekommunikationskonzerns. In dieser Zeit hat er exzentrische Charaktere kennengelernt und irrwitzige Situationen in der modernen Arbeitswelt erlebt, die es wert waren, aufgeschrieben zu werden. Er wurde 1973 in Lübeck geboren und lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Bonn.

 

Wie hat mir Dream on Tödliche Träume gefallen?

WOW…. Ich bin geflasht. Ich habe dieses Buch verschlungen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es hat mich gefesselt und sogar in meinen Träumen begleitet.

Die Story:

Dream on, schafft es Träume wahr werden zu lassen. Träumen auf Knopfdruck in einer virtuell erschaffenen Welt, in der man alles sein kann. Man bewegt sich an Orten, von denen man in der realen Welt nur träumt. Man kann sein Aussehen verändern um Attraktiver zu werden. Dem Träumenden stehen alle Wege offen. Eine Welt erschaffen, um parallel etwas zu erleben und aus dem Alltag abzutauchen. Eine absolute Innovation die Dream on dort entwickelt hat.

Doch es steckt viel mehr dahinter. Mitmischen bei dieser neuen Markeinführung will jeder, vor allem die Wirtschaft und die Politik.

Daher geht es nicht nur darum, seinen Gegner dingfest zu machen, der von Nick Quentin gejagt wird, sondern auch zu verstehen, was die Politik und Wirtschaft von dieser Neueinführung hätte. Nick wird daher vom Jäger zum Gejagten. Gelingt es ihm den Mörder von seinem Kollegen zu finden oder kommt er zu spät und der Virus, welcher sich bereits in der Dreamsphere befindet, aktiviert wird. Kann Nick diesen Massenmord an den Träumenden verhindern?

Die Protagonisten:

Nick Quentin ist in meinen Augen der absolute Hauptprotagonist in Dream on Tödliche Träume. Er ist eigentlich ein Niemand, hat in seinem Leben nichts erreicht, außer zig Jobs gemacht, die ihm alle nichts gebracht haben. Daher war er umso erstaunter als ein alter Freund der Familie Jack Cumberland ihm einen Job bei Dream on angeboten hat. Er hat dort die Möglichkeit Traumdesigner zu werden. Nick schliddert sozusagen von Null auf Hundert, in ein neues Leben. Nick ist eine Person, die Äußerlich nicht unbedingt beschrieben wird, allerdings scheint er stets Probleme anzuziehen. Daher wird er direkt ins Visier des FBI genommen, als Jack Cumberland tot aufgefunden wird. Nick, ist ein Protagonist, der sehr facettenreich zu sein scheint. Er lebt seine virtuelle Identität völlig in der Traumwelt aus. Anders wahrscheinlich als im realen Leben. Mir persönlich hat es gut gefallen, dass man noch ein wenig Raum für Spekulationen hat, wie Nick aussieht, was ihn ausmacht etc. Es ist nicht alles komplett vorgegeben.

Uns begegnen eine Vielzahl von weiteren Protagonisten, die ich hier gar nicht wirklich detailliert angehen will, da allen anderen nicht die gleiche Wichtigkeit zukommt, wie Nick.

Dennoch gefallen mir alle sehr gut und es handelt sich um ein wunderbares Zusammenspiel dieser einzelnen Parteien. Es findet eine harmonische Ergänzung statt, die das Buch lesenswert macht.

Der Inhalt:

Der beschriebene Inhalt ist sehr aktuell. Es geht um die totale Überwachung des Menschen, die in Form von einer virtuellen Traumwelt daherkommt. Dream on entwickelt eine Maschine, die es ermöglicht mit Hilfe eines Sprays, in einen hypnoseähnlichen Zustand abzudriften und in einer Traumwelt wieder aufzuwachen. Eine Welt, die mehr als Real erscheint. Während dessen tastet ein Gehirnscanner das Unterbewusstsein ab und passt die Traumwelt der eigenen Vorstellung genau an. So das jeder sein ganz eines und persönliches Traumerlebnis hat. Dort in der Dreamsphere, spürt man sich selber, nimmt Bewegungen, Berührungen alles war. Kann mit anderen kommunizieren, agieren und sich mit anderen in dieser Traumwelt treffen.

Doch diese Welt birgt Gefahren, denn die Politik und natürlich die Wissenschaft interessieren sich sehr für die Ergebnisse aus dem Unterbewusstsein des Menschen.

Daher ist das Thema welches dieses Buch erzeugt mehr als aktuell und gleichzeitig beängstigend wie faszinierend.

Der Schreibstil:

Die Handlung wechselt zwischen der Realen und der Traumwelt hin und her. Dies wird dem Leser durch eine kursive Schrift kenntlich gemacht. Daher ist es einfacher nachvollziehbar, wo man sich gerade befindet. Das Buch ist einfach geschrieben, lässt jede Leseschwierigkeit hinter sich und ermöglicht ein schnelles und gradliniges lesen. Es ist unverschnörkelt, aber sehr plastisch. Dennoch schafft es Nikolas Stoltz, die Dreamsphere sehr bildlich darzustellen und erweckt sie mit seiner umschreibenden Ausdrucksweise zum Leben.

Daher befinden wir uns in Venedig, der Stadt der Kanäle, faszinierender Häuser und Gondeln.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben und nimmt den Leser schnell gefangen. Technische Hintergründe werden einfach erklärt, so dass klar wird, dass Dream On schon bald Realität werden könnte.

Meine Meinung:

Ein Buch, was mich sofort gefesselt hat. Welches mich in seinen Bann zog und nicht mehr losließ. Ich bin dankbar, dass nicht alle Fragen geklärt wurden und somit Band 2 Aufschlüsse über diese geben wird. Dream on ist in meinen Augen ein Buch, welches dem Menschen vor Augen führt, was eventuell bald auf uns zukommen könnte. Ein Buch, was faszinierend und beängstigend zu gleich ist. Dream on Tödliche Träume wurde im Ablauf der Handlung immer spannender und immer plastischer. Nikolas Stoltz hat es wahrlich geschafft mich zu begeistern und mich davon zu überzeugen, dass ich sofort in die Dreamsphere würde eintauchen wollen.

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  • Taschenbuch: 380 Seiten
  • Verlag: FeuerWerke Verlag (27. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3945362318
  • ISBN-13: 978-3945362310
  • Preis: 13,99 € (Taschenbuch)

Jenny Colgan – Die kleine Sommerküche am Meer

Die kleine Sommerküche am Meer, ist das neuste Buch von Jenny Colgan.

Jenny Colgan ist vor allem bekannt durch ihre Reihe „Die kleine Bäckerei am Strandweg“, die wunderschön und wirklich sehr gut zu lesen ist.

Daher hat es mich wahnsinnig gefreut, dass ich die Chance bekommen habe, das neuste Werk von Jenny Colgan ebenfalls lesen zu dürfen. Besonders gut fand ich, dass es mal kein Ebook sondern ein Paperback war, was ich mit auf die Terrasse genommen und mit diesem meinen persönlichen Sommer eingeleitet habe.

In der heutigen Rezension geht es um „Die kleine Sommerküche am Meer“ von Jenny Colgan – aus dem Genre Erwachsenenliteratur Frauen.

 

Worum geht es in Die kleine Sommerküche am Meer?

Flora, ist auf der Insel Mure aufgewachsen. Eine Insel, irgendwo in Schottland, weit weg von jeder Zivilisation und nur von London aus mit dem Flugzeug zu erreichen.

Flora, hat bewusst dieser Insel den Rücken gekehrt und ist nach London gegangen um eine Chance zu bekommen. Eine Chance, aus ihrem Leben etwas zu machen und als Frau etwas erreichen zu können.

Doch Flora, die in einer großen Londoner Anwaltskanzlei arbeitet, muss ausgerechnet für einen Fall zurück in ihre Heimat. Ihre Kenntnisse vor Ort werden benötigt.

Nur mit ganz viel Widerwille und wenig Lust kehrt Flora zurück. Weder die unberührte Landschaft noch das Meer, noch die Luft und das taghelle Licht können sie glücklich machen. Vor allem nicht, als sie merkt, was wirklich in ihrer Abwesenheit auf dem Hof ihrer Familie passiert ist. Das weder ihr Vater noch ihre drei Brüder sich um diesen gekümmert haben. Flora trifft im Haus der Schlag und sie braucht lange um zu verstehen, dass hier eine Frau von Nöten ist.

Beim Aufräumen entdeckt sie das alte Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter und fängt an in diesem zu blättern, Rezepte auszuprobieren und nach zu kochen. Es geschieht ein Wunder, denn etwas verändert sich. Das Leben auf dem Hof, Floras Innerstes, aber noch viel wichtiger.. sie lernt zu verstehen!

Doch, was passiert wenn ihr Chef, für den sie schwärmt auf die Insel kommt. Wenn der Klient ganz andere Pläne hat und Flora sich entscheiden muss?

 

Wer ist Jenny Colgan?

Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie hat drei Kinder und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.

 

Wie hat mir die kleine Sommerküche am Meer gefallen?

Ein wunderschöner Sommerroman, der natürlich in der Sonne und der Wärme noch besser daher kommt, als normal.

Die Story:

Flora ist Mitte 20 und arbeitet als Rechtsanwaltsgehilfin in einer großen Londoner Kanzlei. Heimlich schwärmt sie für ihren Chef Joel. Aufgewachsen ist sie auf einer kleinen schottischen Insel namens Mure, die weit weg von allem ist und ein kleines Eiland für sich alleine. Doch Flora hat diesem malerischen Plätzchen den Rücken gekehrt, da diese Insel für sie keine Zukunft bereitgehalten hat. Sie wollte etwas in ihrem Leben erreichen und konnte dies nicht auf Mure umsetzen. Das letzte Mal war sie zur Beerdigung ihrer Mutter auf der Insel, was schon ein paar Jahre her ist.

Der Milliardär Colton Rogers ist Klient der Kanzlei und beauftragt Joel und insbesondere Flora ihn bei einem schweren Fall von „Aussichtsproblemen“ zu vertreten. Rogers baut auf Mure ein Hotel, welches durch seine Aussicht geradezu besticht. Doch nun plant der Stadtrat von Mure, genau in das Blickfeld von diesem, einen Windkraftpark zu eröffnen. Dies missfällt Rogers komplett und er benötigt fachkundige Hilfe. Flora soll ihn unterstützen und bei den Bewohnern ein gutes Wort für ihn einlegen.

Doch mit dem Widerstand, auf den Flora trifft, hätte sie nicht gerechnet. Anscheint liegt ein ganzes Stück Arbeit vor ihr! Doch, was passiert, wenn Flora selbst nicht wirklich gut angesehen ist und daran arbeiten muss, die Bewohner nicht nur von Rogers sondern auch von sich erneut zu überzeugen? Wird ihr dies gelingen?

Der Inhalt:

Die kleine Sommerküche am Meer, besticht nicht nur durch eine tolle Story, mit viel Gefühl, kulinarischem Geschick sondern auch mit einer wirklich guten Geschichte. Es geht um die Bewältigung von Trauer, aufgrund des Todes von Annie, Floras Mutter. Flora entdeckt, dass ihre Mutter etwas Kostbares hinterlassen hat, ihr Rezeptbuch und sie schafft es, ihre Mutter wieder auferstehen zu lassen, indem sie anfängt diese Sachen nach zu kochen. Ihre Mutter hatte einen unverwechselbaren Stil, den sofort jeder Bewohner erkennt und liebt.

Die kleine Sommerküche am Meer, ist ein Stück Heimat, zeigt auf was diese bedeutet, was es heißt diese zu haben, zudem eine Familie, Freunde und Wurzeln. Man spürt als Leser die Wandlung die sich vollzieht, als Colton Rogers sich in die Gemeinschaft der Insel einbringt, dieser etwas gibt und von den Bewohnern anerkannt, akzeptiert wird und etwas zurück erhält. Das WIR- Gefühl stellt sich ein.

Eine entscheidende Rolle spielt auch die Kulinarik, die dem Leser schmackhaft nahe gebracht wird und die allein beim Lesen schon klingt, als würde man dort hineinbeißen wollen.

Jenny Colgan, verpasst jeder Reihe ein eigenes Tier. In diesem Fall ist es Brumble, ein großer schwerer alter Hund. Aber, auch er spielt eine wichtige Rolle und ist am Ende für eine Schlüsselszene verantwortlich, die zum einen in Flora alles verändert und gleichzeitig Joel dazu bewegt, über seinen Schatten zu springen.

Nicht die Liebesgeschichte von Flora und Joel steht im Vordergrund. Sie plätschert seicht mit, aber wird niemals zum Hauptthema gemacht. Dadurch bekommt das Buch keinen Kitschfaktor, sondern setzt seine Prioritäten anders und bleibt spannend. Denn bis zum Schluss weiß man nicht, ob aus der Schwärmerei, Liebe wird und es eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht!

Die Protagonisten:

Flora:

Flora ist eine junge Frau, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt hat, um in London ihr berufliches Glück zu finden. Eigentlich beschreitet sie den Weg, den ihre Mutter ihr geebnet hat. Nach ihrem Tod will Flora dies umso mehr. Annie ihre Mutter wollte stets für Flora das Beste und hat sie in allem angetrieben, unterstützt und motiviert. Sehr zum Missfallen ihrer drei Brüder. Flora ist erfolgreich in einer großen Kanzlei in London als Rechtsanwaltsgehilfin untergekommen. Allerdings versinkt sie in Arbeit, hat wenige Freunde dort und das Leben ist sehr teuer. Sie lebt mehr oder weniger anonym in einer WG, wo die Bewohner kommen und gehen. Man merkt ihr zu diesem Zeitpunkt an, dass sie gehetzt ist, dass sie noch blasser ist als von Natur aus und das das Leben in London an ihr zehrt. Sobald sie sich allerdings auf Mure befindet, eher unfreiwillig als freiwillig, blüht sie auf. Sie liebt die Natur, sie liebt ihre Brüder, ihren Vater aber vor allem liebt sie es zu kochen und zu backen. Diese Gabe scheint sie von ihrer Mutter geerbt zu haben und diese ist der Schlüssel zum Glück. Denn ihre Arbeit in London vermisst sie urplötzlich wenig!

Joel:

Joel, der gut aussehende sexy Chef von Flora, hat diese in London nicht wahrgenommen. Für ihn war Flora nicht existent und unscheinbar. Er hat sich stets mit gutaussehenden Frauen umgeben und sie meist nach einer Nacht wieder abserviert. Dies hängt vor allem mit Joels Vergangenheit zusammen, die innerhalb des Buches zum Vorschein kommt und stückchenhaft Joel verändert. Ihn Dinge bewusst werden lässt und aus dem arroganten Anwalt, einen Menschen macht, den Mure verändert.

Colton Rogers:

Er ist derjenige, der Flora zurück auf die Insel geholt hat. Als er das erste Mal auf Mure war, hat er sich in diese Landschaft und in diese Gegensätzlichkeit verliebt. In die meist taghelle Insel, die unberührte wilde Natur, das Meeresrauschen und die frische Luft. Deswegen will er auch, diesen abstrusen Fall gewinnen und anderen Menschen Mure zugänglich machen, durch sein Hotel. Colton als Milliardär, hat schon viel erlebt und gesehen, doch nur auf Mure findet er seine Liebe. Für mich eine ganz tolle Figur, mit viel Herz und dennoch einem gewissen Grad an Arroganz.

Floras Brüder:

Drei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die mich lange beschäftigt haben. Denn erst nach und nach merkt man, dass sie Flora es übel nehmen, dass sie die Insel verlassen hat. Der Hof, der früher gut lief, wurde stark heruntergewirtschaftet, es sind kaum noch Einnahmen zu verzeichnen und die drei bewegen sich in unterschiedliche Richtungen und haben verschiedenartige Vorstellungen vom Leben. Deswegen sind sie neidisch auf Flora und ihre Unabhängigkeit in London. Doch, sie wissen nicht, wie hart das Leben dort ist.

Die Bewohner von Mure:

Sie sind genauso, wie man sich Inselbewohner vorstellt. Eine eingeschworene Gemeinschaft und vor allem, Fremden gegenüber stets voreingenommen. Sie erwarten, dass man sich einbringt, dass jeder die Insel so liebt wie man selbst. Wenn jemand Mure den Rücken kehrt, stößt dies auf Unverständnis und man muss sich hart das Vertrauen erneut aufbauen und die Bewohner für sich gewinnen.

Der Schauplatz:

Es handelt sich um eine kleine Schottische Insel, die komplett fiktiv und erfunden ist. Sie verkörpert bestimmte Attribute, die Jenny Colgan wichtig sind und sie selbst an ihre Heimat denken lassen. Eine abgelegene Insel, namens Mure, mit eigenbrötlerischen Bewohnern, dem unberechenbaren Wetter, welches sich durch die Konstellation der Wolken zeigt und nicht zu vergessen den mythischen Erzählungen und Sagen über Wesen aus dem Meer.

Der Schreibstil:

Es hat ein wenig gedauert, bis ich in das Buch hineingefunden habe, dass es für mich auf den ersten Seiten sehr zäh und nicht wirklich greifbar gemacht hat. Erst als wir London verlassen habe, ist die Geschichte aufgeblüht und ich konnte in diese komplett eintauchen und relativ zügig lesen. Jenny Colgan verzichtet auf verschachtelte Sätze, lässt unnötige Lückenfüller weg und schafft es, das dieses Buch zum Ende an Leichtigkeit gewinnt, den Leser mitreißt und nicht loslässt. Es ist nicht unbedingt spannend, aber sehr unterhaltsam und gut geschrieben, womit es zu einer angenehmen und schönen Lektüre wird. Sie passt mit allem zum Sommer und versüßt das schöne Wetter.

Eine ganz klare Leseempfehlung….

 

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Auch sehr schöne, ist das Buch „Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ von Jenny Colgan.

  • Taschenbuch:448 Seiten
  • Verlag:Piper Taschenbuch (1. Juni 2018)
  • Sprache:Deutsch
  • ISBN-10:349231323X
  • ISBN-13:978-3492313230
  • Originaltitel:The Summer Seaside Kitchen
  • Preis: 11,00 € (Taschenbuch)

Beate Boeker – Mord all´ arrabbiata

Mord all´ arrabbiata ist mittlerweile das dritte Buch aus Beate Boekers Reihe florentinische Morde. Ich habe sie alle gelesen und verschlungen. Was das angeht, bin ich ein riesengroßer Fan.

Deswegen hat es mich so wahnsinnig gefreut als ich auch dieses Exemplar Mord all´ arrabbiata in meinem E-Mail Postfach hatte.

Beate Boeker schreibt wunderbare Krimis, die man verschlingen muss.

 

Worum geht es in Mord all´ arrabbiata?

Valentino, Carlinas Cousin, nicht gerade in der Familie beliebt kommt nach einem längeren Auslandsaufenthalt zurück nach Florenz. Seine Heimkunft kann nichts Gutes bedeuten. Wie schlimm sie allerdings wirklich ist, wird erst allen Mantonis klar, als Valentino tot aufgefunden wird.

Doch leider liegt er erstochen in Carlinas Wohnung. Der Mantoni Clan beschließt daraufhin, Carlina zu entlasten und wählt einen anderen Mordschauplatz aus, ganz zum Unbehagen von Commissario Stefano Garini. Der würde lieber flüchten als noch einen weiteren Mord im Hause Mantoni zu lösen.

Stefano versucht seinen Chef davon zu überzeugen, dass ein Kollegen besser geeignet wäre, da er ja inoffiziell Carlinas Freund ist und somit zu sehr voreingenommen. Doch sein Chef hat kein Erbarmen.

Die Mantonis setzen alles daran, einen Teil der Wahrheit zu vertuschen und mischen sich bewusst in die Mordermittlungen ein. Selbst Carlina schweigt dazu und erzählt Stefano nicht die Wahrheit und gerade diese wäre von großer Wichtigkeit.

Stefano begreift dies erst sehr spät, der Mörder läuft noch immer frei herum und Stefano zweifelt an seiner Beziehung zu Carlina. Ist nun alles aus?

 

Wer ist Beate Boeker?

Der erste Roman der USA Today Bestseller-Autorin Beate Boeker wurde im Jahr 2008 von dem Verlag Avalon Books in New York veröffentlicht. Heute ist eine große Auswahl ihrer romantischen Komödien, Krimis und Kurzgeschichten online auf Englisch verfügbar. Ihre Bücher wurden für viele Auszeichnungen nominiert, z.B. dem Golden Quill Contest, dem National Readers‘ Choice Award, und den Best Indie Books. Obwohl sie Deutsche ist, entschied sie sich, zunächst nur auf Englisch zu schreiben, weil sie in den USA mehr Hilfe bei der Entwicklung ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten fand. Jetzt übersetzt sie ihre Bücher auch ins Deutsche. Beate Boeker ist Betriebswirtin mit internationalem Schwerpunkt. Sie spricht Englisch, Französisch und Italienisch, ist weit gereist, arbeitet heute im Marketing und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Deutschland.

 

Wie hat mir  Mord all´ arrabbiata gefallen?

Wie eingangs bereits erwähnt, liebe ich die Krimis von Beate.

Deswegen könnte ich es auch kurz machen und direkt sagen: 5 Sterne plus, aber dies würde meinen Ansprüchen einer Rezension nicht nachkommen.

Bei Mord all´ arrabbiata, handelt es sich um den dritten Band einer Krimireihe. Ich persönlich finde es wichtig, die anderen Bücher zu kennen, da der Einstieg dann keinerlei Probleme darstellt. Quereinsteiger könnten es mitunter ein wenig schwerer haben. Allerdings könntet ihr die passenden Rezensionen dazu lesen. Band 1 und Band 2

Der Schauplatz:

Wie immer befinden wir uns im wunderschönen Florenz. Allerdings erfahren wir in diesem Band mehr über das Wohnhaus der Familie Mantoni, den dieses steht gezwungenermaßen im Mittelpunkt. Nicht nur wegen dem Mord der dort passiert ist, sondern auch, weil die Familie Mantoni es eventuell verliert. Daher bekommen wir als Leser mehr Details geliefert, was ich wunderbar und sehr passend finde. Dadurch wird die Familie noch lebendiger und griffiger. Man lernt von Mal zu Mal mehr über diese Familie kennen und erfährt stetig mehr über ihre kleinen Vorlieben oder auch Ticks.

Die Protagonisten:

Carlina, unsere Hauptprotagonistin, ist einfach wunderbar. Ich liebe sie von Mal zu Mal mehr, da sie einfach so unendlich sympathisch, authentisch und weiblich ist. Sie betreibt ihr Dessousgeschäft mit so viel Liebe, dass ich am liebsten dort Stammkundin werden würde. Man merkt einfach, dass ihr die Beziehung zu Stefano mehr als gut tut. Wobei sie natürlich stets Angst hat, er könnte sie wegen ihrer skurrilen Familie verlassen.

Stefano, der andere Part, wird von Mal zu Mal lockerer und verliert seine Steifheit. Allerdings bewahrt er stets Haltung wenn es um seinen Job geht. Dort trennt er ganz klar, Privat und Beruf. Daher will er den jetzigen Fall nicht bearbeiten, da er seine Beziehung zu Carlina nicht gefährden will. Er schätzt Carlinas Art, muss zumindest über den Mantoni Clan schmunzeln und findet sie alle gar nicht so skurril. Allerdings bekommt er graue Haare, wenn er hört, es gibt ein Mord und der Mantoni Clan ist mittendrin.

Die Story:

Dieses Mal, wird es hart für uns Fans, denn Stefano trifft eine folgenschwere Entscheidung um an dem Fall arbeiten zu können. ACHTUNG SPOILER! Er trennt sich von Carlina und legt erst einmal deren Beziehung auf Eis, bis der Mord aufgeklärt ist. Dem Mantoni Clan passt dies gar nicht und sie versuchen zum einen beim Mordfall zu helfen und natürlich die Beziehung der beiden wieder zu kitten. Ob das gelingt wer weiß?! Auf jeden Fall erwarten den Leser, lustige Szenen in denen der Mantoni Clan zum Liebeshelfer wird.

Wie immer lässt sich dieses Buch, fantastisch herunterlesen, da Beate Boeker es einfach schafft, den Leser mit Leichtigkeit in dieses hineinzuziehen, zu verwickeln und nicht mehr loszulassen. Sie schreibt keine verschachtelten Sätze, ist sehr gradlinig in ihrem Stil und setzt genau richtig dosiert die umschreibenden Beschreibungen ein, um dem Leser das jeweilige vor Augen zu führen. Deswegen liest man dieses Buch wie im Flug.

Meine Meinung:

Wie immer ein grandios gelungener Krimi mit den liebevollen Mantonis. Entweder liebt man diese Familie oder man hasst sie. Ich mag sie einfach, weil sie warmherzig, herzlich und schon ein wenig verschroben sind. Aber in guten Familien muss anscheint so etwas vorkommen. Die Story gliedert sich wunderbar an die vorherigen Bände an und baut die Geschichte rund um Carlina und Stefano aus. Eine süße kleine Liebesgeschichte, zweier wunderbarer Protagonisten, ummantelt von einem Mord, der die beiden auf  eine harte Probe stellt.

Trotz, das der Mantoni Clan wieder mitmischt, bin ich nicht auf den Mörder gekommen. Alles war sehr stimmig, durchgehend war ein Spannungsbogen erhalten und Herzschmerz, denn man konnte das Leiden von Carlina fast mitspüren.  Aber viel wichtiger, es sind keine Fragen offen geblieben und der Mord mit den späteren Ermittlungen war sehr schlüssig und stimmig. Ich hatte nie das Gefühl, dass ein Ergebnis an den Haaren herbei gezogen ist, sondern eher das es sich wunderbar in die Handlung einfügt.

Da ich sowieso großer Fan dieser Reihe bin, finde ich keinerlei Kritik, die dazu führen sollte, dass man es nicht liest.

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Mona Kasten – Coldworth City

Coldworth City ist das erste Buch aus einem artfremden Genre, welches Mona Kasten veröffentlicht hat.

Coldworth City ist eher ein Superhelden Roman und im Bereich Science Fiction zu finden, ihre vorherigen und bekannteste Reihe „Again“, entstammt eher dem Genre New Adult.

Wahrscheinlich eine Exkursion um sich neu zu finden, von daher ein spannendes Experiment, welches getestet werden muss.

 

Worum geht es in Coldworth City?

Raven ist eine Mutantin.

Vor drei Jahren hat sie ihren Tod vorgetäuscht um aus einem Labor, welches von der Forschungsorganisation AID geleitet wird, zu flüchten.

Seitdem ist sie mit ihrem Bruder Knox auf der Flucht.

Raven hat nicht irgendeine Mutation, sondern eine außergewöhnliche. Sie besitzt gleich mehrere Fähigkeiten, was sie quasi zum Super- Mutanten macht. AID würde alles tun um sie wieder in ihre Gewalt zu bekommen und an ihr zu experimentieren.

Raven ist untergetaucht und lebt seitdem unter falschen Namen, irgendwo versteckt in Coldworth City.

Allerdings nur bis zu dem Tag, als Wade auftaucht und ihr anbietet, ihr zu helfen. Helfen dabei ihre Fähigkeiten zu steuern, gezielt einzusetzen und sie im Umgang mit diesen zu unterrichten. Ab diesem Moment ist Raven nicht mehr unbekannt, ab diesem Moment muss sie sich entscheiden ob sie Wade vertraut oder nicht.

Raven flüchtet mit Knox zu Wade in ein als Hotel getarntes Quartier, indem sich Mutanten jeder Gattung aufhalten und Pläne schmieden AID zu stürzen. Raven soll dabei helfen.

Doch ziemlich schnell sehen sich die beiden einer Verschwörung gegenüber, die dafür sorgt, dass sich auf der Welt alles verändern kann und dass nicht nur die Menschen in Gefahr sind, sondern auch alle Mutanten.

Können die beiden die Pläne von AID durchkreuzen?

 

Wer ist Mona Kasten?

Mona Kasten wurde 1992 in Hamburg geboren und studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Katzen sowie unendlich vielen Büchern in Niedersachsen, liebt Koffein in jeglicher Form, lange Waldspaziergänge und Tage, an denen sie nur schreiben kann.

 

Wie hat mir Coldworth City gefallen?

Ich bin wahrscheinlich die Einzige, die vorher noch nichts anderes von Mona Kasten gelesen hat. Daher bin ich wahrscheinlich auch unvoreingenommen an dieses Werk herangegangen.

Superhelden oder Mutanten, sind nicht unbedingt mein favorisiertes Genre, aber mich hat der Klappentext angesprochen, so dass ich es einfach lesen musste.

Ich verrate einfach mal so viel, ich war vom ersten Moment an gefesselt und musste es innerhalb von drei Tagen lesen. Das Buch ließ sich einfach nicht mehr aus der Hand legen und innerlich habe ich angefangen mit zu fiebern.

Vergleiche mit Filmen oder anderen Büchern aus diesem Genre kann ich nicht anstellen, da es mein erstes Science Fiction Erlebnis ist.

Die Protagonisten:

Raven ist für mich eine wahre Heldin. Sie ist selbstlos, unendlich taff und ihr Bruder steht für sie an erster Stelle. Für sie gilt stets, Knox muss beschützt werden und darf niemals mit den Grausamkeiten von AID konfrontiert werden. Ich mochte sie als Protagonistin von Anfang an. Sie kämpft bis zum bitteren Ende und trainiert hart dafür, um Knox und sich beschützen zu können. Aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Raven kann niemandem vertrauen und hat wahnsinnige Probleme sich Fremden gegenüber zu öffnen, sie hat stets Angst dass derjenige ihr etwas Schlechtes will. Innerhalb des Buches, kann man die Entwicklung von Raven beobachten die von einer Einzelkämpferin zur wahren Teamplayerin wird.

Knox ist hingegen ein Eigenbrötler. Er scheint kein Mutant zu sein, denn bis dato hat er keine Fähigkeiten entwickelt. Er ist ruhig, in sich gekehrt und verbringt am liebsten die Nachmittage mit seinem Nachbarn um Computerspiele zu spielen. Vormittags lernt er eifrig für seinen Abschluss via einem Internetschuldienst, den Raven für ihn bezahlt. Er scheint das komplette Gegenteil von Raven zu sein und kann nichts den ständigen Wohnort wechseln, der Flucht und der Angst in der sie leben müssen abgewinnen. Er will einfach nur Zeit mit seinem Freund verbringen. Ein kleiner Bruder, wie man ihn sich vorstellt!

Wade, der dritte Protagonist ist ebenfalls Mutant. Er hat im Gegensatz zu Raven seine Fähigkeiten unter Kontrolle und kann mit diesen gezielt umgehen. Er ist mysteriös, er ist interessant und er macht ein großes Geheimnis um seine Vergangenheit. Eigentlich ist er wie Raven. Verschlossen, lässt niemanden an sich heran, mimt aber nach außen hin den gelassenen, super coolen Typen. Vielleicht ergänzen sich die beiden deswegen so gut.

Im Großen und Ganzen für mich wunderbare Protagonisten, die dieses Buch zu etwas besonderem machen und sehr lesenswert.

Die Story:

Mir hat die Geschichte, die Mona Kasten hier zugrunde gelegt hat, super gefallen. Natürlich ist es nach dem Motto, Superhelden retten die Welt. Wobei in diesem Fall Superhelden die Mutanten sind, die die von den Menschen verstoßen werden, weil sie anders sind. Es handelt sich um einen ganzen klassischen Aufbau einer Story – Gut gegen Böse, oder besser Anders gegen Böse. Es gilt eine böse Organisation zu stürzen. Dies ist aber nur durch die Mutanten möglich, die zu Rebellen werden, die einen Bösewicht mit einem fiesen Plan stoppen wollen und eine unscheinbare Nebenperson immer mehr in den Vordergrund rückt und aus dem vermeintlichen schwarz weiß bunt wird. Also, eine Story, die wahrscheinlich in diesem Genre, Gang und Gebe ist. Dennoch finde ich Coldworth City als fiktiven Schauplatz sehr interessant. Eine Stadt, die erschaffen wurde um Gut und Böse zu vereinen. Düster, Groß und böse! Perfekt, als Kulisse gemacht. Man würde vermuten, dass das Ende schon vorhersehbar ist, das man einfach weiß das Gut gewinnt. Aber man kommt immer wieder beim Lesen ins Wanken und ist sich nicht sicher. Es kommen ständig neue Wendungen, die man nicht vorausahnen kann und die eine stetige Spannung aufrechterhalten. Eine Spannung die kaum abfällt sondern bis zum letzten Satz vorhanden bleibt.

Den Schreibstil von Mona Kasten fand ich sehr gut. Er ist leicht, gut und flüssig zu lesen und man ist nur so durch die Seiten geflogen. Sie benutzt keine verschachtelten Sätze und man kann das Buch ohne lange nachdenken zu müssen einfach so herunterlesen. Ihr Stil hat mich komplett überzeugt und das Buch komplett abgerundet.

Leider wird es kein zweites Buch geben, was ich sehr schade finde!

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  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426520419
  • ISBN-13: 978-3426520413
  • Preis: 12,99 € (Taschenbuch)

Erin Watt – Paper Paradise „Die Sehnsucht“ (Teil 5)

Paper Paradise, ist Band 5 aus der bekannten Paper Reihe von Erin Watt. Paper Paradise ist anscheint der letzte Schlüssel um alle Geheimnisse um die Royal Boys lösen zu können.

Daher geht es in der heutigen Rezension um den finalen Band von Erin Watt – Paper Paradies, aus dem Genre Gegenwartsliteratur.

 

Worum geht es in Paper Paradise?

Bei einem schrecklichen Autounfall wird Eastons Bruder Sebastian lebensgefährlich verletzt. Schuld daran hat anscheint Hartley. Eastons Freundin oder auch nicht?!

Hartley hat Easton, den attraktiven, reichen und wilden Royal Jungen in der Astor Park Prep kennengelernt und sich in ihn verliebt. In ihrem Leben scheint daraufhin alles gut zu werden, trotz  der Probleme zu Hause und der Sorge ihre Miete nicht zahlen zu können.

Easton hingegen hat keinerlei von diesen Probleme und bandelt daher völlig unbedarft mit Hartley an. Doch auch wenn beide so unterschiedlich sind, dieser Unfall stellt ihre Liebe auf eine harte Probe.

Denn auch Hartley kommt nicht ganz ohne Beschwerden aus diesem Unfall heraus. Sie verliert ihr Gedächtnis und leidet seitdem an Amnesie. Sie hat die letzten 3 Jahre ihres Lebens vollständig vergessen. Auch Easton?

Sie spürt etwas, wenn sie Easton sieht, sie merkt, dass dort eine Anziehungskraft zwischen ihnen beiden herrscht aber sie kann ihm noch nicht vollständig vertrauen.

Wird Easton um Hartley kämpfen? Um ihre Liebe? Wird Hartley sich ein zweites Mal in ihn verlieben?

Was ist mit Sebastian? Wird er diesen Unfall überleben?

 

Wer ist Erin Watt?

Erin Watt ist das Pseudonym zweier amerikanischer Bestsellerautorinnen, die ihre Begeisterung für großartige Bücher und ihre Schreibsucht verbindet. Beide sind sehr erfolgreiche Autorinnen in den Bereichen Young und New Adult. Die »Paper«-Serie um die Protagonistin Ella war ihr erstes gemeinsames Projekt, das die SPIEGEL-Bestsellerlisten im Sturm eroberte.

 

Wie hat mir Paper Paradise gefallen?

In meinen Augen ist es sehr wichtig Band 4 zu kennen. Ohne diesen, werden viele Handlungsabläufe und Veränderungen bei den Protagonisten nur schwer nachvollziehbar sein.

Paper Paradiese setzt an der Stelle an, an der Band 4 endet. Genau nach dem schrecklichen Unfall der passiert ist als Hartley überstürzt bei ihren Eltern losfährt und dabei Rückwärts den Jeep von Sebastian, Sawyer und Lauren rammt, der genau in diesem Moment um die Ecke schießt.

Dabei wird Sebastian durch die Windschutzschreibe geschleudert und bleibt bewusstlos mehrere Meter entfernt auf der Straße liegen.

Der Inhalt:

In dem Moment wenn das Buch einsetzt befinden wir uns als Leser im Krankenhaus, erfahren dort das Sebastian im Koma liegt, Hartley sich an allem die Schuld gibt und wahrscheinlich aufgrund dessen und aufgrund der Gesamtumstände umkippt und ihr Bewusstsein verliert. Doch das ist nicht alles. Hartley kommt erst ein paar Tage später wieder zu sich und kann sich kaum an etwas erinnern. Die letzten 3 Jahre ihres Lebens sind wie weggeblasen. Als wäre dort nichts passiert und sie erst 14 Jahre alt. Der Arzt attestiert ihr eine Amnesie. Eine, die nicht dauerhaft sein muss, aber kann.

Sebastian Royal liegt weiterhin im Koma und es ist unklar, ob er jemals wieder aufwachen wird.

Der Verlauf der Geschichte:

Hartley kämpft sich zurück in ihr Leben. Doch sie kann vieles nicht verstehen, wieso der Umgang zu Hause bei ihren Eltern so kühl ist. Warum ihr Vater sie ignoriert, warum ihre Schwester sie nur beschimpft und anschreit, wieso ihre Mutter kein Interesse an ihr zeigt. In der Schule weiß sie auch nicht wirklich, wer Feind oder Freund ist. Wie gut das es Easton gibt. Denn er löst etwas in ihr aus, dass ihr sagt, ihn kennt sie aus der Vergangenheit. Ihre Sonne!

Aber nicht nur das wird dem Leser dargelegt, sondern auch der Prozess um Ellas Vater, der in den ersten Büchern einen Mord begangen hat. Zudem kommt die Schmiergeldaffäre von Hartleys Vater erneut auf den Tisch. Doch, was wenn Hartley sich an nichts mehr erinnern kann und keine wirkliche Hilfe ist? So…. und ab jetzt würde ich spoilern, daher Pssstttttttt!

Die Protagonisten:

Hartley Wright, die im vorherigen Band, stellenweise sehr kühl und abweisend war, hat sich sehr gewandelt. Resultierend aus der Angst verletzt und ausgenutzt zu werden, hat sie nun aufgrund ihrer Amnesie keine andere Chance als sich zu öffnen und den Menschen zu vertrauen, die ihr helfen wollen. Wir lernen eine Hartley kennen, die sich ins Leben zurück kämpft. Ein Mensch der will, ein Mensch dem es egal ist ob er die letzten drei Jahre in seinem Kopf wiederfindet oder nicht. Eine Person, die nur leben und lieben möchte, aber viel wichtiger Liebe erfahren will.

Easton Royal, der stets von Alkohol, Drogen und Frauen umgeben war, wird geläutert. Der Unfall von Sebastian und Hartley haben ihn ein stückweit aufgerüttelt und wach werden lassen. Easton erkennt, dass Hartley für ihn alles ist und dass er sie begleiten will. Er fängt an, an seinen Aufgaben zu wachsen und opfert sich auf. Er will dass es ihr gut geht und nimmt dafür viel in Kauf, auch Streit mit seinen Brüdern. Man merkt, das Easton erwachsen wird und sich nicht nur um sich, sondern auch um andere kümmert. Nicht er ist die Sonne, der sich alle zuwenden, sondern er lässt seine Strahlen leuchten um andere glücklich zu machen.

Der Schreibstil:

Paper Paradise, ist sehr gradlinig geschrieben, ohne großartige Schnörkel und Ausschmückungen. Es lässt sich wunderbar leicht, schnell und flüssig lesen. Die 368 Seiten vergehen quasi wie im Flug. Spannend ist es eigentlich nicht, aber dennoch recht unterhaltsam. Es ist ein Buch, was man wunderbar zum Schmökern, verweilen und ausruhen zur Hand nehmen kann… da die Seiten nur so dahinfliegen.

Die Kritik:

Was ich leider Gottes an Paper Paradise kritisieren muss, ist das ich ab Seite 300 das Gefühl hatte Erin Watt will fertig werden und hat eigentlich die wichtigste Handlung auf ein paar Seiten komplett abgehandelt und abgehakt. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich hätte gerade das Wichtige, den Prozess und natürlich die Schmiergeldaffäre etwas ausführlicher dargelegt und nicht in der dargebotenen Kürze. Dadurch rückt beides sehr stark in den Hintergrund obwohl ich finde, dies gerade zu einem wichtigen Wendepunkt in der Geschichte geführt hat, der dadurch ebenfalls untergeht und nicht den Stellenwert erhält, den er eigentlich bekommen müsste. Schade!! Man hätte an anderen Stellen, die gesamte Story kürzen können, um den Fokus verstärkter darauf zu legen.

Dennoch glaube ich, dass mit diesem Band die Paper Reihe abgeschlossen ist. Wobei natürlich immer noch Spielraum für weitere Geschichten bleibt, aber ich gehe mal nicht davon aus. Im Großen und Ganzen hat mir der Abschluss ganz gut gefallen, aber natürlich auch ein wenig vorhersehbar, wenn man die gesamte Buchreihe kennt.

Eine Reihe die ich trotz Kritik absolut empfehlen kann.

 

Die Rezension zu Band 4. Paper Passion „Das Begehren“

Die Rezension zu Band 3. Paper Palace „Die Verführung“

Die Rezension zu Band 2. Paper Prince „Das Verlangen“

Die Rezension zu Band 1. Paper Princess „Die Versuchung“

 

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  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: Piper Paperback (3. Juli 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492061176
  • ISBN-13: 978-3492061179
  • Originaltitel: Cracked Kingdom
  • Preis: 12,99 € (brochiert)

Rebecca Ross – Die fünf Gaben

Die fünf Gaben von Rebecca Ross stand ganz oben auf meiner Bücherwunschliste.

Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, als ich mir dies von der Leipziger Buchmesse 2018 als Leseexemplar mitbringen durfte.

Allerdings habe ich es erst jetzt geschafft, zur Hand zu nehmen und mit dem lesen zu beginnen. Aus der Hand legen, konnte ich es allerdings nicht mehr.

 

Worum geht es in Die fünf Gaben?

Brienna ist das sechste Mädchen in Magnalia, welches dort in einer der 5 Gaben unterrichtet wird.

Das Größte für die Mädchen dort ist die Sommersonnenwende. Denn an dieser Feierlichkeit, werden sie in ihrem jeweiligen Fach zur Berufenen erklärt und von einem Gönner erwählt. Ab diesem Moment beginnt ein neues Leben für sie, im Hause ihrer neuen Schutzherren.

Brienna lernt nicht an der Sommersonnenwende ihren Gönner kennen, sondern später. Ein Mann, den sie nicht kennt, der sie mitnimmt in sein Haus, für den sie Magnalia und ihren geliebten Master Cartier verlässt. Brienna wagt diesen Schritt, doch wirklich einfach ist er für sie nicht.

Denn sie vermisst Cartier!

Doch ihr Gönner hat Größeres mit ihr vor. Er nimmt sie mit in das Reich Maevana. Dort soll sie mit Hilfe ihrer außergewöhnlichen Gabe, den jetzigen König stürzen und helfen die rechtmäßige Königin auf den Thron zu heben.

Doch als sie Cartier plötzlich wiedersieht und erkennt, dass auch er ein Teil des Puzzles ist, in dem sie sich befindet, muss sie sich entscheiden. Steht sie hinter ihrem Gönner und seiner Familie oder gibt sie sich der Liebe hin? Wem wird sie die Treue schwören?

 

Wer ist Rebecca Ross?

Ist das Pseudonym der Übersetzerin Susanne Klein für das Genre der romantischen und phantastischen Kinder- und Jugendliteratur, zu der auch „Die fünf Gaben“ von Rebecca Ross zählt. Susanne Klein fand über ihre langjährige Arbeit als Kinder- und Jugendbuchlektorin zum Übersetzen, ihre Übersetzungen wurden bereits zweimal ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

 

Wie hat mir Die fünf Gaben gefallen?

Was für eine tolle Buchentdeckung!

Ein Buch, welches ich nicht mehr zur Seite legen konnte. Welches nachdem ich gestartet bin, süchtig gemacht hat. Es hat mich für sich eingenommen und wollte schnellst möglich gelesen werden.

Im vorderen Teil des Buches befindet sich eine Auflistung der Häuser und Gebiete, um die Geschichte zu unterstützen und dem Leser eine Hilfestellung zu bieten. Die Stammbäume lassen darauf schließen, dass es etwas mit diesen auf sich hat, dass anscheint die Rangfolge eine große Wichtigkeit spielt. Eine die einem Türen und Tore öffnet. Hier sollte nicht zu genau geschaut werden, da man ansonsten ziemlich schnell den Namen des Vaters von Brienna findet, der offiziell erst später preis gegeben wird.

Brienna, die Hauptprotagonisten ist im Hause Magnalia eine Schülerin, die dort in einer der fünf Gaben ausgebildet wird. Der Unterschied zu den anderen Mädchen ist, dass Brienna dort ist, nicht weil sie eine Begabung gezeigt hat, die geschult werden soll, sondern weil ihr Großvater sie dort versteckt hält. Warum wird am Ende des Buches verraten. Brienna kennt ihren Vater nicht, um diesen und ihre Herkunft rangt sich ein großes Geheimnis.

Doch Brienna nutzt ihre Zeit in Magnalia und erprobt sich an allen 5 Gaben. Hierbei handelt es sich um nichts Magisches. Vielmehr geht es dabei um ein großes Talent in einem der Bereiche Kunst, Musik, Schauspiel, Wissen und Esprit, das ausgebaut werden soll. Doch erst die Letzte, die Gabe die Master Cartier unterrichtet, die Gabe des Wissens scheint wie für sie gemacht zu sein. Das Brienna nun alle 5 Gaben kennt, scheint ihr im Verlauf der Geschichte nicht zum Nachteil zu werden. Sie setzt ihr Wissen gekonnt ein.

 

Die Protagonisten:

Brienna ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist sehr anmutig, mutig, gut aussehend und sehr sympathisch. Sie war mir vom ersten Moment an Wohlgesonnen und ich mochte die Art wie Rebecca Ross Brienna zum Leben erweckt hat. Man merkt, dass Brienna einen emotionalen Rückschlag erleidet, als kein Gönner sie erwählt. Doch dies macht sie nur noch stärker. Sie wächst an ihren Aufgaben und nimmt auch die ihr zugetragene durch ihren neuen Gönner an. Eine Protagonisten die mit den reisenden Seiten des Buches wächst und zu einer wahren Heldin wird. Sie ist gütig und dankbar, sie erwählt weise ihre Freunde und schätzt das was sie bekommt. Eine Protagonistin, wie sie nicht hätte besser sein können.

Cartier als zweiter großer Protagonist, hat mir anfangs Rätsel aufgegeben, da ich ihn nicht richtig greifen konnte. Ich war mir nie sicher, ist er jung, ist er alt, sieht er gut aus. Erst im Verlauf des Buches konnte ich mir ein besseres Bild von ihm machen. Er ist ein wunderbarer Gegenpart zu Brienna. Genauso gütig, genauso respektvoll und voller Achtung, wie sie. Ein Couplet was dieses Buch zu etwas besonderem macht.

 

Die Story:

Wir befinden uns weit vor unserer jetzigen Zeit, denn die Kleidung, die eingeschnürten Frauen in ihren Kleidern sind ein Indiz dafür. Rebecca Ross hat eine Kulisse erschaffen, die seiner gleichen Sucht. Sie hat Magnalia, das Haus in dem die fünf Gaben unterrichtet werden, zu einem imposanten Gebäude mit vielen Ländereien und Gärten wachsen lassen.

Der Weltenbau dennoch ist nicht wirklich komplex und ich mochte die beiden gegensätzlichen Reiche Maevana und Valenia sehr. Um alles gut nachvollziehen zu können, muss man aber genau aufpassen, die Abstammungslinien verfolgen und sich Namen und Decknamen merken. Das kann schon einmal zu Komplikationen führen.

Während die Geschichte im ersten Drittel eher ruhig und erklärend aufgebaut ist, beginnt es ab dem zweiten Drittel schon spannender und schnelllebiger zu werden. Im letzten Drittel begeben wir uns dann in den Bereich des Kampfes, der Hoffnung und der vielen Entscheidungen. Mehr werde ich nicht verraten, es sei nur so viel gesagt, es geht darum eine Frau an die Macht zu befördern!

 

Der Stil:

Der Schreibstil und die Art, wie die Menschen sprechen, passt in die mittelalterlich angehauchte Fantasywelt, was alles sehr authentisch macht. Ich empfand den Schreibstil als sehr angenehm zu lesen und konnte Briennas Gefühle sehr gut nachvollziehen, vor allem da alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wurde. Ich finde den Schreibstil sehr gut lesbar, da er klar, deutlich aber dennoch ein wenig verspielt rüberkommt. Ohne Probleme konnte ich in dieses Buch eintauchen und mich mitreißen lassen.

Ich bin gespannt wie es weitergeht, den anscheint war dieser Band bloß der Auftakt.

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  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Carlsen (28. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551583633
  • ISBN-13: 978-3551583635
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 19,99 € gebundene Ausgabe

Anselm Rodenhausen – Zernetzt

Zernetzt ist das Erstlingswerk von Anselm Rodenhausen, aus dem Genre Thriller.

Das ich dieses Buch gelesen habe, basiert auf einer Empfehlung von meiner Freundin Claudia, ihrerseits selbst Autorin. Sie hat aufgrund des extremen Schneefalls bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse 2018 Anselm Rodenhausen in ihrem Auto mitgenommen. Dort hat er angefangen laut aus seinem Thriller vorzulesen. Claudia war so begeistert, dass sie ihn mir empfohlen hat.

Anselm war so lieb mir Zernetzt  als Rezensionsexemplar zu übersenden.

 

Worum geht es in Zernetzt?

Spannwerk ist das neue Berliner Start Up Unternehmen. Es handelt sich dabei um ein soziales Netzwerk welches bereits die Macht des Silicon Valleys gebrochen hat.

Philipp, ist dort Berater und will nach den letzten stressigen Jahren eine Auszeit nehmen und Philosophie in Oxford studieren. Doch sein Sabbat Jahr beginnt anders als gedacht. Er landet mittendrin im neusten Projekt von Spannwerk. Einem undurchsichtigen Projekt, den hierbei geht es um das Auslesen von Gehirnströmen. Das System speichert jeden Gedanken, verbindet die Menschen untereinander.

Doch das ist nicht alles, elektronische Sekretäre organisieren den eigenen Alltag. Sie greifen ein ins Geschehen und managen alles so, als ob es von einem selber kommt. Aber nicht nur das ist möglich. Den über das Netzwerk hinaus, kann Philipp nun in das Leben von allen anderen abtauchen und sich ihre virtuellen Bilderbücher ansehen. Solche die von den eigenen Sekretären erstellt wurden.

Eines davon hat Phillips Aufmerksamkeit erregt, das von Monia. Sein Sekretär hat nun den aberwitzigen Plan erschaffen, ihn mit Monia zu verkuppeln. Doch während Philipp in Träumen über Monia schwelgt, kommt einer seiner Kollegen ums Leben. Ein Tod der mysteriöser nicht sein könnte.

Als Philipp anfängt nachzufragen und immer tiefer in das neuste Projekt von Spannwerk hineingleitet, beginnen seine Erinnerungen von Mal zu Mal zu schwinden. Die Lücken in seinem Kopf werden immer Größer.

Was passiert mit ihm?

 

Wer ist Anselm Rodenhausen?

Dr. Anselm Rodenhausen, geboren 1980, ist Jurist und spezialisiert auf Kartellrecht in der Technologiebranche. Als Anwalt in einer deutsch-britischen Wirtschaftskanzlei hat er internationale Netzwerkbetreiber und Tech-Unternehmen beraten. Daneben veröffentlichte er eine Vielzahl von Fachbeiträgen zu rechtlichen Aspekten der digitalen Revolution. Der Wissenschafts-Thriller ‚Zernetzt‘ ist seine erste nicht-juristische Auseinandersetzung mit den Fragen der vernetzten Gesellschaft. Anselm Rodenhausen lebt und arbeitet in Brüssel.

 

Wie hat mir Zernetzt gefallen?

Ich muss einfach vorneweg nehmen, dass ich wenige Thriller lese und daher meist große Erwartungen an die habe, die dann bei mir landen.

Ich gestehe, ich hatte arge Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden.

Aber vielleicht von Anfang. Wir befinden uns in Berlin. Ein Berlin was etwas abgeändert ist, um es den Gegebenheiten im Buch anzupassen. Häuser die enorm groß sind, selbstfahrende Autos und alles digitalisiert. Quasi ein Silicon Valley in der Hauptstadt. Berlin wird hier als Schauplatz für die Spannwerk Zentrale erwählt.

Spannwerk ist die neuste social Media Plattform, Made in Germany, die es mit den ganz Großen aus Übersee aufgenommen und ihnen binnen kürzester Zeit den Rang abgelaufen hat. Soweit so gut. Ab hier fingen meine ersten Schwierigkeiten an.

Anselm hat mit vielen Fachbegriffen um sich geworfen, die meist für das Buch und die Geschichte wichtig gewesen sind. Heißt, ein elektronischer Sekretär z.B. hat mir als absoluter Laie nichts gesagt. Das Rätsel um diese mysteriöse Person wurde während des weiteren Lesens erklärt und gelöst. Allerdings ist mir dieser Stolperstein noch des Öfteren zwischen die Füße gekullert und jedes Mal hat es meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt. Zu spät habe ich die Erklärungen am Ende des Buches gefunden, die das eine oder andere Problem hätten lösen können. Hier hätte ich mir persönlich mehr Informationen erhofft, um manches direkt von Anfang an, besser verstehen zu können.

Dennoch dreht sich hier alles um die sozialen Medien und was diese mit einem machen. Was man bereit ist als User aufzugeben und wie man zum gläsernen Menschen wird. Das die Technik einem quasi auf diktiert was man zu tun hat und wie der Alltag von einem virtuellen Sekretär geleitet wird. Das man vieles an Eigenständigkeit abgibt.

 

Die Protagonisten:

Daher war es Philipp als Hauptprotagonist sehr wichtig diese Welt zu verlassen und für sich eine Auszeit zu nehmen. Philosophie in Oxford studieren und sich mit nicht virtuellen Dingen auseinander setzen. Leider erfahren wir nicht wirklich viel über Philipp. Er ist zwar die Hauptperson neben Monia, der dieses Buch zum Leben erweckt, aber er bleibt immer ein wenig transparent und öffnet sich dem Leser nicht gänzlich. Philipp hat es mir in manchen Momenten sehr schwer gemacht, mit ihm Sympathien zu entwickeln. Eher hatte ich das Gefühl, dass er mit seiner gesamten Art das Gegenteil bewirkt. Ein Protagonist, der viele Fragezeichen bei mir offen lässt. Vor allem weil er nicht greifbar ist und in meinen Augen nicht das wiederspiegelt, was er angeblich gewesen ist. Der taffe Unternehmensberater der plötzlich zum Weichei mutiert. Diese Wandlung kann ich als Leser schwer nachvollziehen.

Monia als weiblicher Gegenpart, ist genau das Gegenteil. Ich mochte sie vom ersten Moment an. Sie wurde stets mit Grübchen im Gesicht beschrieben, mit kleinen Fältchen, mit einem Gesicht was nicht makellos ist, was aber Herzlichkeit und Sympathie ausstrahlt. Sie selber war ziemlich schnell griffig und ich konnte in manchen Situationen mit ihr empfinden. Sie hat Herz, sie hat Freude und sie hat Gefühle zugelassen, die den Leser in die Situationen mitgenommen. Gerade deswegen ist bei ihr das lesen einfacher gewesen, als bei Philipp.

 

Die Story:

Die Geschichte um die sich Zernetzt dreht, könnte aktueller nicht sein. Es geht um die Tech Welt, die immer mehr und immer schneller wachsen, immer transparenter sein möchte und neue Innovationen erschaffen will. Wir befinden uns in einer fiktiv erschaffenen Welt, die allerdings gar nicht so abwegig sein könnte. Mitunter ist es heutzutage nur noch eine Frage der Zeit, bis uns all die Dinge erwarten, die Anselm Rodenhausen in seinem Thriller erschaffen hat. Von daher eine Story, die sich greifen lässt, weil sie uns unter Umständen einen Teil der Zukunft, auf die wir zusteuern zeigen kann. Ob mich diese Zukunftsvision anspricht, ich weiß nicht…. Ob sie mir Angst macht, definitiv!

Allerdings geht Anselm noch einen Schritt weiter. Er paart die Visionen der technischen Welt, mit philosophischen Fragen, mit denen sich die Menschheit von jeher beschäftigt. Eine Kombination die nicht unbedingt jedermanns Sache ist, da dies beim lesen ein wenig Raffinesse und Interesse voraussetzt.

Von daher gebe ich neidlos zu, es ist mir stellenweise schwer gefallen. Nicht alle philosophischen Ansätze konnte ich eins zu eins nachvollziehen. Nicht alle technischen Raffinessen haben sich mir erschlossen. Dennoch lässt sich dieses Buch sehr gut lesen. Es ist mit Abstand das Buch, welches am unverschnörkelsten ist. Es ist sehr klar, sehr punktiert auf seinen Inhalt und absolut präzise in der Ausführung. Hier wird kein Wort zu viel gesprochen, sondern genauso so, dass der Text, der Inhalt und alles was dieses Buch transportieren will widergibt. Es kommt ohne Lückenfüller und Geschwafel aus. Erst hatte ich meine Probleme damit, weil ich dachte, mir würde etwas fehlen. Aber im Nachhinein und im Revue passieren lassen, ist es so genau richtig. Es unterstützt somit zusätzlich noch einmal die Handlung und die Story, die Anselm für dieses Buch zugrunde gelegt hat.

Dennoch konnte mich dieses Buch nicht gänzlich überzeugen. Die Geschichte am Anfang des Buches ist sehr langatmig, stellenweise zu ausschweifend. Dann passieren Unfälle, die jeweils einem Menschen das Leben kosten. Hier hätte ich zum einen mehr Details erwartet, mehr Recherchearbeit und vor allem mehr Spannung. Ich hatte das Gefühl, dass diese irgendwann auf der Strecke geblieben ist.

Ich weiß nicht ob dies gewollt ist, oder ob dies dem Erstlingswerk zuzuschreiben ist. Diese Frage, wird sich wahrscheinlich nicht so schnell klären lassen.

Eine Leseempfehlung für all die, die eine neue Welt kennenlernen möchte, herausfinden wollen, was Zernetzt alles kann und ob dies mit unter unsere Zukunft ist?

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  • Taschenbuch: 382 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426216663
  • ISBN-13: 978-3426216668
  • Preis: 14,99 € (Taschenbuch)

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