Buchrezension: Anna Pfeffer – Für dich soll´s tausend tode regnen

Ich durfte dieses wirklich sympathische Schreiber Duo auf der Leipziger Buchmesse kennenlernen und musste daher einfach dieses Buch lesen.

Mich hat sofort der Titel angesprochen und alleine das hat mich dazu bewogen es zur Hand zu nehmen und wahrlich zu verschlingen.

Denn, nur Autoren mit einem gewissen Hang zum schwarzen Humor können ihr Buch so taufen: Anna Pfeffer – Für dich soll´s tausend Tode regnen, aus dem Genre Jugendbuch.

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: cbj (12. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570171558
  • ISBN-13: 978-3570171554
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Preis: 14,99 € (kartoniert)

 

Worum geht es in dem Buch?

Emi, nicht gerade der Sonnenschein unter den Hamburger Schülern, aber trotzdem mit einem ganz großen Herzen, frönt ihrer Leidenschaft nur zu gern. Sie sammelt Berichte von skurrilen Todesarten.

Den Emi, verpasst jedem, der ihr auf die Nerven geht in Gedanken eine Todesart. Jeder stirbt dramatisch, unaufhaltsam und in ihrer Vorstellung mehr als abgefahren.

Seit dem Umzug nach Hamburg wird es immer schlimmer. Die neue seines Vaters, die versucht in die Mutterrolle hineinzuschlüpfen, nervt einfach nur. Ihr Bruder, der Strahlemann vor dem Herren, wird irgendwann auf seiner eigenen Schleimspur ausrutschen und elendig krepieren. Oder Erik, der Adonis und das Alphatier der Schule macht ihr mit seinen doofen Sprüchen jeden Tag zunichte. Er wird definitiv an zu viel Handykonsum sterben.

Doch es könnte nicht schlimmer kommen. Emi und Erik sollen in Chemie eine Arbeitsgruppe bilden. Nicht nur zwischen den beiden knallt es heftig, sondern auch der Versuch geht gewaltig in die Hose. Die Strafe für beide bedeutet: 8 Wochenenden lang Graffitis von den Wänden schrubben.

Emis Leben könnte nicht beschissener werden. Daher schlägt sie ihm einen Wettkampf vor… denn sie will nur weg von ihm!

Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringen muss und je abgefahrener seine Todesarten werden, desto mehr stellt Emi fest, Erik ist gar nicht so übel… oder doch?!

 

Wer ist Anna Pfeffer?

Hinter den Pseudonymen Anna Pfeffer und Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy. Und am 12. September erscheint unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj.

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Der Titel dieses Buches ist ja mehr als verheißungsvoll und daher liegt die Buchlatte und die Erwartungshaltung schon sehr hoch.

Entweder gibt man einem Buch diesen Namen, weil man echt Eier in der Hose hat oder weil man so durchgeknallt ist, dass es einem egal ist und man selbst jeden Tag Menschen in seinem Umfeld dramatische Todesarten zukommen lässt.

Wer weiß… dieses Rätzel wird wohl ungelöst bleiben!

Aber, das Rätzel um Emi, das ist lösbar!

Emi, eine wirklich strange und urkomische Hauptprotagonistin. Eine junge Schülerin, die die Farbe schwarz sehr erfrischend findet und die Artikel über Todesursachen sammelt, die nicht alltäglich sind. Diese werden in ihrem, wie soll es schon anders sein, schwarzen Buch aufbewahrt! Seitdem Emi mit ihrem Vater und ihrem Sonnenscheinbruder nach Hamburg ziehen musste, gerät ihr Leben ein wenig aus dem Gleichgewicht. Emi ist eher das Gewitter mit den dunklen Wolken in der Familie und knüpft weder schnell Bekanntschaften, noch hat sie Interesse daran. Sie ist lieber alleine und wünscht jedem, der ihr auf die Nerven geht, eine skurrile Todesart an den Hals. Vielleicht ist auch das der Grund, warum sie Erik auf der einen Seite interessant und auf der anderen unendlich nervig und ätzend findet. Emi, ist eine kleine negative Heldin, doch eine, die so viel sympathisch mitbringt, dass man sie als Leser einfach gerade wegen ihrer negativen Art unendlich gerne haben muss. Den unter diesem harten und negativ eingestellten Kern, verbirgt sich eine liebenswerte und großherzige Person.

Erik, der leicht negative Gegenpart zu Emi, ist kein Deut besser. Auch er geht eher negativ als positive durch die Gegend. Wünscht zwar niemandem Todesarten an den Hals, aber kann ohne sein Handy nicht leben und legt dieses seltenste aus der Hand. Er ist ein Einzelgänger und gerade das macht ihn zu etwas ganz besonderem in der Schule. Deswegen sehen alle zu ihm auf, denn nur Typen wie Erik werden von der Schule für 4 Wochen suspendiert. Daher heißt es, Vorsicht mit wem man sich anlegt!

Diese beiden Protagonisten ergeben ein tolles Ganzes. Denn sie sind so wunderbar negativ, so sarkastisch und zynisch, dass es eine wahre Wonne ist, die Passagen mit den beiden zu lesen.

Als weitere Protagonisten werden noch angeführt Emis sportlicher Bruder, dem die Sonne anscheint jedem Tag aus dem Hintern strahlt und der so wunderbar positiv eingestellt ist, dass manche es zum kotzen schön finden.

Der gleiche Gegenpart dazu, bildet die Schwester von Erik. Denn auch sie ist völlig anders als ihr Bruder. Sie ist sehr sportlich, sehr auf ihren Körper und ihre Nahrung fixiert und postet was das Zeug hält all diese Dinge im Internet. Daher ergänzt sie sich hervorragend mit Emis Bruder. Ob es da wohl funkt… ich weiß es nicht!

Auch sehr strange ist die Kombination Emis Vater und seine neue Freundin. Er ist Therapeut und sie ist Ärztin. Schön sind immer die Szenen, in denen Emis Vater anfängt sein Therapeutenrepertoire zu entpacken und mit seinen Kindern diverse Handlungen zu besprechen und diese aus Fachsicht zu deuten. Herrlich!

In meinen Augen ist dieses Buch gespickt von Protagonisten die herzlich und gleichzeitig urkomisch sind. Alle waren mir von Anfang an, mehr als sympathisch und dies hat sich durch das Buch durchgezogen. Es gab keinen Moment in diesem, in dem ich eine der Figuren verflucht habe oder sie nicht mehr mochte. Ein ineinandergreifen von Charakteren, die dann ein tolles Ganzen ergeben und die Story zu etwas herausragendem machen. Alle unterschiedlich, aber doch auch alle wieder gleich! Wirklich toll!

Kernpunkt der Geschichte ist das Zusammenspiel zwischen Emi und Erik. Sie tough und er Stur. Zwei Dickköpfe treffen aufeinander und wollen definitiv nicht zusammen die Strafarbeit die sie aufgehalst bekommen haben absolvieren. Daher beginnt ein Wettstreit zwischen den Beiden, in denen sie sich gegenseitig Aufgaben stellen, die der andere lösen muss. Und genau hier, also jetzt… werde ich schweigen und keine einzige Aufgabe verraten! Nur so viel sei gesagt… ich habe mich köstlichste amüsiert! Lauthals gelacht und manche Szenen laut vorlesend meinem Sohn zum Besten gegeben.

Die Geschichte spielt in Hamburg. Das schöne ist, jeder von uns kann sich in diese Stadt hinein versetzen. In das oftmals triste Wetter, das norddeutsche Feeling und die ganz eigene Art der Hamburger mit ihrer Mentalität. Für mich ein Buch, welches ich sofort fühlen und auch gleichzeitig die einzelnen Gefühle von Emi nachvollziehen konnte.

Der Schreibstil von Anna Pfeffer ist ganz toll. Ich mag ihn total, da er sehr gradlinig ist. Ganz klar und gleichzeitig hervorragend auf den Punkt. Für mich, keine unnötigen Ausschmückungen, kein in die Länge ziehen, sondern ein Schreibstil der durch seine Gradlinigkeit besticht und gleichzeitig durch sein punktuelles ausschmücken von Situationen aufgrund von Adjektiven. Der Stil ist jugendlich, aber nicht zu sehr, so dass es auch wunderbar von Erwachsenen gelesen werden kann. Ich finde man ist nie zu alt, für so ein tolles Buch!

Mein Fazit: Das Gefühl von Verliebtheitskribbeln, Gänsehaut am ganzen Körper… gepaart mit zwei herzergreifenden Protagonisten, die mit ihrem schwarzen Humor das Buch zum Leben erwecken und das obwohl hier sehr oft vom Tod gesprochen wird. Eine schwarze Komödie mit viel Humor, vielen Gefühlen, viel Jugendlichkeit und ganz viel Empathie.

Von daher muss ich einfach ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ von 5 Herzen vergeben!

Wer schon immer einmal etwas über skurrile Todesarten wissen wollte, wer schon immer einmal erfahren wollte, was es heißt zu wetten, wer schon immer einmal wissen wollte, wie es sich anfühlt Prüfungen zu absolvieren um einer Strafe zu entgehen, muss dieses Buch zur Hand nehmen.

Egal ob Jugendlich oder Erwachsen, dieses Buch begeistert beide Sparten und versüßt mit leicht exzentrischer Todessucht den Tag!

XoXo

 

Schokoladen Biskuitkuchen mit weißer Schokoladencreme

Heute präsentiere ich euch ein Rezept, welches nicht auf meinen Mist gewachsen ist, sondern von Sally stammt. Also nicht von Sally direkt, da auch sie diesen Artikel lediglich beworben hat, aber ich habe ihn auf ihrem Kanal gesehen und war sofort begeistert. Das soll schon mal was heißen!

Denn eigentlich begeistern mich Sachen nicht so schnell und bevor ich etwas kaufe, überlege ich drei bis vier Mal, ob ich es brauche. Aber ja, ich habe diese Form gebraucht.

Und ja, ich gebe zu… ich schaue mir auch Videos von Sally an!

Sie hat diesen Kuchen in einem ihrer Videos präsentiert und ich musste im Anschluss direkt in ihrem Shop danach stöbern.

Es handelt sich um eine Backform bestehend aus zwei Hälften. Einem Oberteil und einem Unterteil mit kleinen geheimen verstecken. Dort lassen sich lustige Dinge einfüllen, wie z.B. eine Creme, Schokolinsen, Gummibärchen vielleicht aber auch einen flüssigen Kern.

Im ersten Moment dachte ich, dass kann nichts werden, aber… es hat tatsächlich funktioniert und ich kann nur sagen, grandios! Er ist super angekommen und die Backform ist von einer hervorragenden Qualität.

Von daher bereue ich weder den Kauf, noch bin ich unzufrieden was da Ergebnis betrifft. Demnach, für mich eine gelungene Investition in dieses Produkt.

Das unten aufgeführte Rezept ist das Originalrezept zur Kuchenform. Aber, es lässt sich auch für normale Formen nutzen, den der Teig ist absolut göttlich und nur zu empfehlen.

Also, seit kreativ und schaut euch unbedingt diese Form an…

Füllbarer Schokoladen – Biskuitkuchen

Zutaten:

  • 375 g Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 60 g Kakaopulver
  • 335 g weiche Butter
  • 600 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 5 Eier (Gr. M)
  • 250 ml Vollmilch
  • 1 Päckchen Paradiescreme „weiße Schokolade“
  • 200 g Zartbitter Kuvertüre
  • 30 Smarties

 

  1. Das Mehl, Salz, Backpulver und den Kakao in eine Schüssel geben und miteinander vermischen.
  2. In einer zweiten Schüssel die Butter und den Zucker mit dem Mixer des Handrührgeräts cremig hellgelb aufschlagen. Die Mischung wird leicht schaumig.
  3. Die Eier einzeln hinzugeben und jeweils gründlich unterschlagen, dann den Vanilleextrakt beigeben.
  4. Nun abwechselnd die Mehlmischung und die Milch zugeben und jedes Mal gut einrühren.
  5. Dir obere und untere Form gut einfetten und mit Mehl ausstäuben.
  6. Den Teig auf beide Formen verteilen. Die Form ist dann ca. ¾ gefüllt.
  7. Im vorgeheizten Backofen (Ober-/ Unterhitze 150 C°) für 30 – 40 Minuten backen. Vor dem rausnehmen mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen gut durchgebacken ist.
  8. Den Kunden mindestens 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen.
  9. Komplett erkalten lassen!

  1. In der Zwischenzeit die Paradiescreme nach Packungsanweisung zubereiten und in einen Spritzbeutel füllen und kalt stellen.
  2. Sobald der Kuchen komplett erkaltet ist, die Paradiescreme in die geheimen Fächer füllen, mit der restlichen Creme den Kuchen bestreichen und die obere Kuchenhälfte aufsetzen.
  3. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, leicht abkühlen lassen und dann auf dem Kuchen verteilen. Zum Schluss mit Smarties dekorieren und bis zum Verzehr kalt stellen.

Bon Appetit!

Hokuspokus Kuchen mit Beeren

Ich habe bereits diese Art von Kuchen schon einmal gebacken. Allerdings dort als Blechvariante und war mega angetan von dieser Art der Kuchenoptimierung während des Backens.

Der Kuchen besteht am Ende aus drei Schichten. Einer oberen leichten, die ein wenig an luftigen Baiser erinnert. Dann eine etwas lockere Puddingvariante und dann eine stichfeste Puddingvariante. Das Ganze ergibt im Mund, eine echte Geschmacksexplosion und ist einfach nur himmlisch.

Aber und das ist das wirklich tolle… es wird für all das nur ein einziger Teig benötigt.

Das wichtigste dabei ist allerdings, die Zubereitung des benötigten Teiges. Man sollte sich her ganz strickt ans Rezept halten, da die Reihenfolge der Zutaten von großer Wichtigkeit ist und für das Gelingen des Teiges sorgt.

Hier sind aber der Kreativität keine Grenzen gesetzt, was das zufügen der Obstsorten angeht. Ich habe mich für Tiefkühlbeeren entschieden, da ich diese noch im Froster hatte. Er könnt sie komplett gefroren hinzugeben. Durch den Backvorgang werden sie weich, aber nicht komplett matschig, was ihnen am Ende noch eine schöne und angenehme Konsistenz verleiht!

Auf los geht´s los!

Zutaten: (Kastenkuchen form 1,8 l)

Formularende

  • 200 g TK-Beerenmischung  (gefroren)
  • 125 g Butter
  • 4 Eier (Gr. M)
  • 150 g Zucker
  • 115 g Mehl
  • 500 ml  Milch

 

Zubereitung

  1. Kastenkuchenform am Boden einfetten und mit Backpapier auslegen. Anschließend erst einmal zur Seite stellen, bis diese benötigt wird.
  2. Inzwischen Butter schmelzen und im Anschluss vom Herd nehmen.
  3. Die Eier trennen.
  4. Die Eigelbe sowie 1 EL Wasser und Zucker mit dem Schneebesen des Handrührgeräts cremig schlagen. Solange bis eine hellgelbe Färbung entsteht und sich die Masse verdoppelt hat.
  5. Die flüssige Butter im dünnen Strahl einrühren.
  6. Mehl und 1 Prise Salz zugeben und ca. 2 Minuten weiterrühren.
  7. Im Anschluss die Milch unter Rühren zugießen.
  8. Nun das Eiweiß steif schlagen und mit einem Schneebesen nur kurz unter den Teig heben. WICHTIG !!! Der Teig darf nicht glatt und homogen sein. Eischneeflocken sollen bleiben!
  9. Nun die Beeren auf dem Boden der Kuchenform verteilen und den Teig darauf geben. ACHTUNG!!! Die Form wird relativ voll. Keine Panik, da der Kuchen kaum aufgeht sollte auch nichts übertreten und an der Form hinunterlaufen.
  10. Im vorgeheizten Backofen (Ober-/ Unterhitze 150 °C) für ca. 1 ¼ Stunde backen.
  11. Den Kuchen nach dem backen herausnehmen und ca. 30 Minuten abkühlen lassen, dann ca. 1 Stunde kalt stellen.
  12. Aus der Form heben und in Scheiben schneiden.

Mir persönlich schmeckt der Kuchen eisgekühlt am besten!

 

Bon Appetit!

 

Buchrezension: Veronica Roth – Rat der Neun „Gezeichnet“ Band 1

Dieses Buch habe ich schon länger auf meinem Reader und irgendwie immer wieder vergessen. Nun habe ich die Gelegenheit genutzt und zugegriffen.

Ob meine Wahl die Richtige war, dass verrate ich euch in der unteren Rezension.

Es handelt sich um das erste Buch einer Buchreihe von Veronica Roth – Rat der Neun „Gezeichnet“ Band 1, aus dem Genre Fantasy.

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: cbt (17. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570164985
  • ISBN-13: 978-3570164983
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel:Carve the Mark
  • Preis: 19,99 € (gebundene Ausgabe)

 

Worum geht es in dem Buch?

Eine Galaxie, nicht annährend wie unsere, wird beherrscht von Gewalt und Rache unter den einzelnen Völkern. Jeder Planet wird von einer anderen Menschenart bewohnt und dient einem anderen Zweck. Untereinander herrscht Missgunst, Wut, Ärger und den Wunsch zu vernichten.

Jeder Mensch besitzt eine besondere Lebensgabe, eine Art einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch diese Gabe kann Glück und Fluch zugleich sein.

Cyra Noavek, ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek Noavek. Ihre Lebensgabe, die sie erhalten hat, bedeutet Schmerz. Schmerz für sich und für andere. Sie kann ihre Gabe gezielt einsetzen und damit Menschen foltern und töten. Ryzek setzt sie daher gezielt gegen seine Feinde ein, doch Cyra hat mehr drauf als er denkt. Denn sie ist klug, wenn nicht sogar klüger als er.

Akos Kereseth entstammt einem friedliebenden Volk und steht seiner Familie loyal gegenüber. Doch ein einziger Tag bringt die Wendung. Sein Bruder Eijeh und er werden von Ryzek gefangen genommen, gefoltert und verprügelt. Doch dann trifft er Cyra. Er weiß nicht ob sie sich gegenseitig helfen oder besser zerstören sollen. Denn er will fliehen, doch nicht ohne seinen Bruder.

Wird ihm dieses Vorhaben gelingen?

Wer ist Veronica Roth?

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später „Die Bestimmung“ wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie bildet.

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich bin sehr verwöhnt von der Beststeller Reihe „Die Bestimmung“ und hatte daher sehr hohe Erwartungen. Haben sich diese erfüllt … leider nein.

Ich muss dies einfach vorneweg nehmen, auch wenn jetzt der ganze Spannungsbogen hin ist, aber es wäre nicht fair, euch dies nicht am Anfang mitzuteilen, damit meine Kritik verständlicher ist.

Im Nachhinein habe ich viele Rezensionen dazu gelesen und die geteite Meinung dieser, zu dem Auftaktbuch einer Buchreihe. Denn, viele haben die gleichen Probleme geschildert, die auch ich hatte.

Ob ich es weiter empfehlen würde, lasse ich mal ein wenig offen.

Es geht in diesem Buch um eine fremde Galaxie und vielen Protagonisten, mit stellenweise schweren Namen und noch viel komplizierteren Charakteren.

Protagonistin Cyra, ist eine weibliche Heldin. Eine mit einem wirklich starken Charakter und einer Lebensgabe, die gleichzeitig ihr Fluch ist. Denn sie trägt Stromschatten in sich, die ihr Schmerzen bereiten, die sie aber auch gegen andere einsetzen kann. Sie kann Menschen foltern und töten, nur mit einer bloßen Berührung ihrer Hand. Eine Lebensgabe, die Cyra fordert und sie zu einer Außenseiterin macht. Denn ihr Bruder Ryzek setzt sie gezielt gegen seine Feinde ein und benutzt Cyra als Waffe. Er missbraucht ihre Lebensgabe für seinen Ruhm. Doch sie wächst daran und wird stark. Sie hat einen unglaublichen Willen. Doch ganz tief in ihrem Inneren, hat sie nur einen einzigen Wunsch, akzeptiert zu werden und liebe zu empfangen. Cyra ist kein wirklicher Sympathieträger, aber mit der Zeit und mit dem Verlauf des Buches wächst sie und wird zu einer wahren Kämpferin. Dieser Wandel hat mich begeistert und zu einem kleinen Fan von ihr gemacht.

Akos, der von Ryzek gefangen und eingesperrt wurde, wird im Laufe des Buches zu Cyras Begleiter. Denn seine Gabe ist es, Cyra Linderung zu verschaffen und die Stromschatten für einen kurzen Moment einzudämmen. Er ist von Anbeginn des Buches an, ein wunderbarer Protagonist. Er hat einen sehr positiven Charakter und eine sehr schüchterne, gleichzeitig aber auch sympathische Art. Er bildet den Gegenpol zu Cyra und weil sie so ein ungleiches Paar sind, ist das Gegenseitige Machtspiel zwischen diesen beiden Menschen sehr gelungen und authentisch. Den Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

Der Bösewicht unter den Protagonisten ist eindeutig Ryzek Noavek Cyras Bruder. Er ist kalt, herzlos und nur auf sich besinnt. Um sein Ziel zu erreichen und die daraus resultierende Macht, geht er über Leichen und lässt Menschen töten. Nur um seine Machtposition noch mehr zu unterstreichen und auszubauen. Er schürt Angst, aber gleichzeitig ist er derjenige der schwach ist. Er kann sich nur über andere Menschen profilieren, kann aber selber wenig. Seine Gabe ist die Weitergabe von Erinnerungen. Er löscht unliebsame eigene Erinnerungen, indem er diese an andere weitergibt. Dadurch ist er stets frei von Schuld, frei von Angst und Schmerz.

Es gibt noch viele weitere Charaktere, die zu der Geschichte beitragen. Eine Vielzahl von Ihnen, mit noch fragwürdigen Namen, vielen Facetten und in meinen Augen auch nicht immer zwingend mit tragenden Rollen. Irgendwo tragen sie zwar alle zum entstehen dieser Geschichte bei, doch ihr Platz in dieser wird nicht sofort erkennbar und es dauert mitunter ein wenig um das als Leser herauszufinden. Dennoch ist jeder einzelne von Ihnen, liebevoll ausgearbeitet und dargestellt. Doch, keiner konnte mich so wirklich erreichen, außer die oben erwähnten drei Protagonisten. Zudem könnte ich darauf wetten, würden zwei drei von Ihnen fehlen, würde dies der ganzen Geschichte keinen Abbruch tun.

Das Buch spielt in einer Fantasiewelt. Diese hat mich sehr viel Zeit gekostet, sie zu begreifen, zu verstehen und sie mir ein wenig bildlich vor Augen zu führen. Eine Galaxie, mit vielen unterschiedlichen Planeten und wohl nur einer Spezies. Dem Menschen! Denn jeder Planet ist unterschiedlich und hat eine ganz bestimmte Ausprägung. Sei es das Wasser oder die Kälte, den Kampf bzw. die Brutalität. Mir persönlich ist der Einstieg in dieses Buch sehr schwer gefallen, denn für mich hat sich diese Galaxie nicht direkt erschlossen, sondern ich musste sie als Leser erarbeiten. Die nicht wirklich geläufigen Namen, die unterschiedlichen Bezeichnungen von Planeten oder Teilbereichen dieser, hat mich an manchen Tagen zur Verzweiflung getrieben.

Es war kein Buch, welches sich so herunterlesen ließ. Es war ein Buch, welches meine ganze Aufmerksamkeit gefordert hat und was ich nicht mal ebenso zur Hand nehmen konnte. Ein Buch, was voller Fantasy steckt, mit einer Geschichte, die gut durchdacht und stimmig ist, aber in einem Weltraumszenario spielt, was für mich sehr schwer nachzuvollziehen war.

Ich mag den Schreibstil von Veronica Roth sehr, denn er ist flüssig, gradlinig, an den richtigen Stellen verschnörkelt und nicht übertrieben. Doch dieses Buch hat an manchen Stellen, diverse Längen, die das lesen nicht einfacher machen.

Es ist dennoch spannend geschrieben, hat immer wieder kleine Höhepunkte und Aha- Momente, aber auch traurige Szenarien, die einem ans Herz gehen. Doch, hätte man die eine oder andere Szene verkürzt, wären es bestimmt 50 Seiten weniger gewesen und dies hätte dem Lesen keinen Abbruch getan.
Mein Fazit:

Ein Buch, welches seine Tücken hat. Angefangen beim Schauplatz über die verschiedenen Namen, bis hin zur eigentlichen Geschichte. Für nicht hartgesottene Science Fiction Fans eine Herausforderung und nicht ganz einfach zu meistern. Dennoch, hat dieses Buch auch Highlights, die das negative etwas aufwiegeln. Mich konnte es dennoch nicht ganz überzeugen, da es mich schon ein wenig zur Verzweiflung getrieben hat und ich oftmals aus dieser heraus, das Buch zur Seite legen musste.

Daher habe ich mich für die goldene Mitte entschieden und vergebe           ♥♥♥  von 5 Herzen.

In meinen Augen ein Buch für Science Fiction Liebhaber und natürlich für jeden der es spannend findet einfach mal in eine andere Welt einzutauchen. Dennoch mein Tipp,  heran wagen und schauen was es mit einem macht!

Vielleicht überzeugt es, vielleicht aber auch nicht!

XoXo

Maren

Buchrezension: Bildermaus – Der kleine Drache rettet einen Freund

Vielen lieben Dank an den Loewe Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar. Mein Sohn Maxi (6Jahre alt, wird in ein paar Tagen eingeschult) ist schon ganz aus dem Häuschen. Er freut sich riesig darauf euch mitzuteilen, wie ihm das Buch gefallen hat.

Es geht heute um das Buch von der Serie Bildermaus „Der kleine Drache rettet einen Freund“ für 5-7 jährige, was bedeutet vom Vorschulkind bzw. zur 1. Klasse als Erstleser.

  • Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
  • Verlag: Loewe (19. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785585713
  • ISBN-13: 978-3785585719
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre
  • Preis: 7,95 € (gebundene Ausgabe)

 

Worum geht es in dem Buch?

Es geht um den kleinen rot geschuppten Drachen Düsbert. Er ist der einzige Drache im großen weiten Wald, der nicht grüne sondern rote Schuppen hat. Die anderen Drachen lachen ihn ständig aus, deswegen und lassen ihn nicht mitspielen. Düsbert ist traurig, denn er wünscht sich nichts sehnlicher, als mit den anderen verstecken spielen zu können.

Feuermelder, nennen sie ihn!

Doch als sein Freund Feuermaul entführt wird, wittert Düsbert seine Chance, allen zu zeigen was in ihm steckt. Gelingt es Düsbert Feuermaul aus den Fängen der Meerhexe zu retten?

 

Wer ist Maja von Vogel und Dorothea Ackroyd?

Maja von Vogel wurde 1973 geboren und wuchs im Emsland auf. Sie studierte Deutsch und Französisch, lebte ein Jahr in Paris und arbeitete mehrere Jahre als Lektorin in einem Kinderbuchverlag, bevor sie sich als Autorin und Übersetzerin selbständig machte. Heute lebt Maja von Vogel in Norddeutschland.

Dorothea Ackroyd wurde 1960 in Herford geboren. Sie studierte Visuelle Kommunikation und Grafikdesign und arbeitet heute freiberuflich als Illustratorin, seit der Geburt ihrer Tochter hauptsächlich für Kinder- und Jugendbuchverlage.

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Das Buch aus der Reihe Lesemaus, finde ich optisch sehr ansprechend gestaltet. Es hat die Größe DinA5 und lässt sich wunderbar in Händen halten. Selbst für kleine Tatzen stellt dies überhaupt kein Problem dar.

Es ist hochwertig verarbeitet, damit es auch das immer und immer wieder gelesen werden kann und das durchblättern gut überlebt und dem Kind lange Freude bereitet. Die Seiten sind vom Papier etwas dicker und lassen sich sehr gut Händeln.

Die Geschichte aus Mama Sicht ist wirklich gut. Es ist eine Geschichte über die Freundschaft und das man auch mal anders sein darf. Dies kann man auf verschiedene Beispiele herunterbrechen. z.B. andere Hautfarbe, andere Haarfarbe, andere Sprache

Anhand solcher Geschichten lassen sich für Kinder unterschiedliche Aspekte erklären und vor allem die Botschaft die dahintersteckt ist viel wichtiger. Nicht das Aussehen alleine zählt, sondern das was in einem ist. Das Herz auf dem rechten Fleck, die Gewissheit sich auf einen Freund verlassen zu können und das anders sein, manchmal gar nicht so verkehrt ist.

Besonders schön finde ich die kleinen gestalteten Bilder. Das Buch ist dadurch sehr ansprechend und lädt die Kinder ein, dabei sein zu wollen, wenn es gelesen wird. Denn etwas anschauen und dabei zuzuhören ist oftmals schöner, als nur zuzuhören.

In der ersten Runde, haben wir das Feld on hinten aufgerollt. Wir haben uns auf den letzten Seiten die Bedeutung der einzelnen Symbole angesehen. Denn mitunter waren diese gar nicht so einfach. Daher war das unser erster Schritt um dann loslegen zu können.

Daher habe ich zuerst das Buch komplett vorgelesen. Maxi hat zugehört. Ist dann aber doch aufgesprungen und wollte schauen, weil er den roten Drachen sehen wollte, der der so anders aussieht. Da kamen dann auch schon die ersten Fragen zum anders sein.

In der zweiten Runde haben wir gemeinsam gelesen. Denn das tolle an diesem Buch ist, dass die Schrift zum einen sehr groß ist, die sogenannte Fibelschrift für Erstleser und das jedes Hauptwort durch ein Bild ersetzt wurde. Ich habe dann die ganzen Wörter gelesen und Maxi hat das Wort zum Bild genannt. Gut das wir diese zuerst gelesen haben, da es mitunter schwer gewesen ist.

In der dritten Leserunde, habe ich die Sätze begonnen, bis zum Bild und Maxi hat diese mit Nennung des Bildes in seinen eigenen Worten beendet. Dadurch ist mein Leseanteil bedeutend kleiner geworden und er war mächtig stolz. Das dies so ohne weiteres machbar ist, liegt vor allem an den kurzen Sätzen. Maxi hat aber nicht nur die Sätze beendet, sondern immer noch dazu gesagt, wie schön er den roten Drachen findet. Er war direkt auf der Seite von Düsbert.

Mein Fazit: Ein tolles Buch für Vorschulkinder und Erstleser. Sie werden spielerisch ans lesen herangeführt und es ist schon grandios zu sehen, wie selbstständig sie mit den Wörtern umgehen und das schon nach zweimaligem lesen. Aber, dieses Buch hat eine ganze besondere Aussage, solch eine, die meinen Sohn lange beschäftigt hat und seitdem ist für ihn das Thema anders sein als andere, sehr wichtig und er nimmt vieles intensiver und aufmerksamer war. Die Kernaussage dieses Buches wurde wunderschön transportiert und dem Kind auf eine anschauliche Art und Weise näher gebracht!

Daher vergebe ich ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ von 5 Herzen.

 

Was sagt MAXI?

Um es in den Worten meinen Sohnes zu sagen: „Mama, anders sein ist gar nicht so schlimm! Wenn ich das nächste Mal ein Kind sehe was anders ist, frage ich es ob es mit mir spielen möchte!“

Diese Reaktion hat mich selbst sehr gewundert aber gleichzeitig auch stolz gemacht und gefreut! Die Idee hinter diesem Buch und das was es transportieren will, scheint angekommen zu sein.

„Aber, Mama… manche Bilder waren echt schwer!“ Von daher, liebe Bildermaus… das Verzeichnis an den Anfang des Buches setzen und die Frustrationsgrenze singt drastisch!

Ansonsten hat Bildermaus alles richtig gemacht…

 

Von uns beiden eine absolute Leseempfehlung!!!

Mehr über die Bildermaus, spannende Spiele und Leseproben unter www.bildermaus.de.

 

XoXo Maxi & Maren

 

Buchrezension: Frank M.Reifenberg – House of Ghosts „Das verflixte Vermächtnis“ Band 1

Vielen lieben Dank an NetGalley für dieses tolle Rezensionsexemplar.

Habe es abends meinem 6 jährigen Sohn zum Einschlafen vorgelesen. Er hat sich total gegruselt und das einschlafen ist ihm doppelt schwer gefallen. Aber, als er wusste dass es morgen weitergeht, war dies natürlich der perfekte Anreiz doch schnell ins Land der Träume zu kommen.

Von daher geht es heute um das Buch von Frank M.Reifenberg – House of Ghosts „Das verflixte Vermächtnis“ Band 1, aus dem Genre Jugendbuch Fantasy.

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Ars Edition (16. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3845817127
  • ISBN-13: 978-3845817125
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre
  • Preis: 12,99 € (gebundene Ausgabe)

 

Worum geht es in dem Buch?

Nicht jedes Erbe ist ein Hauptgewinn, doch wenn man eine Villa erbt, geht man davon aus… das ganz große Los gezogen zu haben.

Allerdings, wenn die Villa dann keine Villa ist sondern eine Bruchbude sieht die Welt schon anders aus. Vor allem dann, wenn diese auch noch so aussieht als würde sie jeden verdammten Moment  drohen, einzustürzen. Diese Erbschaft scheint kein Glückstreffer zu sein.

Doch zurück nach New York City kann Familie bower nicht, denn sie sind pleite. Daher bleibt ihnen nichts anders übrig, in diesem deutschen Kaff zu sitzen und abzuwarten. Sie ziehen mit Sack und Pack in die Villa ein und versuchen das Beste aus dieser Situation zu machen.

Pamela, aber Melli genannt merkt schon in der ersten Nacht, das etwas ganz und gar nicht in diesem Haus zu stimmen scheint. Immer wieder ist es kalt und sie hört Laute aus dem Gebälk kommen. War da nicht sogar ein Seufzen?

Hotte der Nachbarsjunge hilft Melli zu verstehen, was die Geräusche sein könnten  und lüftet mit ihr ein gut gehütetes Geheiminis ihrer Urgroßschwiegercousine Emilie. Die beiden schlittern mitten rein in das größte Geisterabenteuer ihres Lebens, oder auch nicht?

 

Wer ist Frank M. Reifenberg?

Er absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und arbeitete danach als Presse- und Öffentlichkeitsreferent. Er besuchte die Int. Filmschule Köln und schreibt seit dem Jahr 2000 Romane und Drehbücher. Seit 2008 engagiert er sich in der Leseförderung von Jungen. Die Universität zu Köln berief ihn als Lehrbeauftragten für die Leseanimation von Jungen. 2012 wurde er vom Luxemburger »Centre national de littérature« mit einem Stipendium ausgezeichnet.

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich habe meinem Sohn jeden Abend aus dem Buch vorgelesen und war sehr positiv überrascht, dass er so aufmerksam zugehört hat. Vor allem, weil er bedeutend jünger ist als die Altersempfehlung!

Dieses Buch ist der Auftakt einer ganzen Reihe und ich muss sagen, dieser Auftakt ist sehr gelungen.

Es geht um Melli, die aus den USA aufgrund eines Erbes nach Deutschland ziehen musste. Doch sie tritt mit ihrer Familie nicht nur das Erbe an, sondern  auch gleichzeitig den „Job“ ihrer verstorbenen Urgroßschweigercousine.

Um was genau es dabei geht, lasse ich ein wenig offen, um nicht zu viel zu Spoilern. Aber, zumindest verrate ich so viel, dass es sich um Geister handelt. Um Geister, deren Seelen unruhig hin und her wandern und keine Ruhe zu finden scheinen.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Melli und einmal aus der Sicht der Untoten Seele, die durch die Villa, die Melli mit ihren Eltern geerbt hat spuckt. Doch was genau es damit auf sich hat und was der Beruf von Mellis Tante war, wird erst ziemlich spät im Buch gelüftet und preisgegeben.

Daher ist es eine gelungene Abwechslung, beide Perspektiven zu lesen. Wobei die Perspektive von Melli überwiegt.

Die Protagonisten, sind unendlich liebevoll und sympathisch dargestellt. So, wie es in einem Kinderbuch sein muss. Die bösen, der Anwalt z.B. ist etwas düsterer und unfreundlich beschrieben. Wobei dies wahrscheinlich auch mit seinem Eigeninteresse zu tun hat, denn er möchte gerne de Villa kaufen. Jeder Protagonist bekommt ein eigenes kleines Charakteristikum und wird diesem auch gerecht. Melli ist ein wenig stoffelig, weil sie einfach nicht in Deutschland sein will und ihre Freundinnen vermisst. Ihre Mutter hingegen, bei der ich immer wieder lachen musste, findet alles toll toll und nochmals toll. Sie ist ein unendlich positiver Mensch und wirbelt nur so herum, dass es eine Freude ist die Passagen mit ihr zu lesen. Mellis Vater ist ein Handwerker, wie er im Buche steht. Ein wenig chaotisch aber versucht alles zu regeln und alles im DIY Verfahren zu meistern. Manchmal klappt es, manchmal nicht! Und kleine Brüder sind natürlich immer lästig und seltenste erwünscht. Hotte der Nachbarsjunge ist ein wenig strange und seltsam, aber fügt sich in die Geschichte grandios ein, weil dieser irgendwann eine zentrale Rolle spielt und ich glaube, Melli ihn mag! Auch wenn er seltsam ausschaut.

Das Buch spielt wie schon erwähnt in Deutschland. In einem kleinen Kaff, welches viele deutsche Komponenten aufweist und das urdeutsche, was Amerikaner wahrscheinlich mit unserem Land verbinden, in einem winzigen Ort vereint. Von Amerika selber, wo Melli vorher gelebt hat, bekommen wir nichts mit und dies wird dem Leser auch nicht näher gebracht.

Der Schreibstil ist simpel, einfach, gradlinig und lässt sich hervorragend lesen. Er ist unverschnörkelt, kindgerecht und eignet sich zum selber lesen, aber auch zum Vorlesen. Denn gerade das Thema Vorlesen, ist ein wichtiger Aspekt bei Kinderbüchern, denn ist das geschriebene Wort zu kompliziert, können die kleinen Kinderohren, dem was wir vorlesen nicht folgen und findet etwas schnell uninteressant. Daher ist es von großer Wichtigkeit, dass dieses Element par excellence umgesetzt wird. Das ist hier der Fall!

Das Buch ist spannend geschrieben und natürlich auch ein ganz kleines bisschen gruselig. So wie es sich für ein Geisterbuch gehört.

Wir als Erwachsene würden sagen, dass Ende war voraussehend, Kinder hingegen sehen es anders und finden es überraschend und gelungen. Mein Sohn war ganz hingerissen und ich musste die letzten entscheidenden Kapitel zwei Mal vorlesen, weil es ihn so gefesselt hat. Also, Spannung… definitiv!

Mein Fazit: Ein wunderbares Buch, zu einer wirklich tollen Idee und einer bestimmt guten Buchreihe. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich fand es sehr schön, dass mein Sohn sich mit dem Buch identifizieren konnte, somit hatten wir ein wunderschönes Einschlafritual, weil er schon ganz neugierig war, wie die Geschichte wohl weitergeht.

Für einen Autoren kein besseres Kompliment!

Von daher vergeben wir ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ von 5 Herzen.

Habt ihr Lust mit euren Kindern gemeinsam, ein spannendes Abenteuer zu erleben und in dieses einzutauchen, dann seid ihr hier genau richtig!

Lese Vergnügen bis zum Ende!

XoXo Maren

Buchrezension: Jenny Colgan – Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Vielen lieben Dank an Pure Online und dem Piper Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar.

Es handelt sich um die Fortsetzung von dem Buch „Die kleine Bäckerei am Strandweg“. Dieses habe ich übrigens nie gelesen und konnte trotzdem wunderbar in den jetzigen Teil eintauchen.

Daher lasst euch berauschen und mitreißen, von der kleinen Gezeiteninsel Mount Polbearne (die es wirklich gibt), einem zuckersüßen Papageientaucher und dem Geruch von selbstgebackenem Brot.

Heute geht es um das Buch von Jenny Colgan – Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg, aus dem Genre Gegenwartsliteratur.

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (2. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492311296
  • ISBN-13: 978-3492311298
  • Originaltitel: Summer at Little Beach Street Bakery
  • Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

 

Worum geht es in dem Buch?

Endlich ist er da, der Sommer an der Küste von Cornwall und die Touristen sind auf dem Weg um sich die Gezeiteninsel Mount Polbearne anzuschauen. Für Polly Waterford in ihrer kleinen Bäckerei, könnte es nicht besser laufen. Endlich fängt sie wieder an Geld zu verdienen und das muss sie auch. Denn in ihrem Leuchtturm ist einiges zu tun. Dort lebt sie mit der Liebe ihres Lebens, Huckle dem Bienenzüchter.

Doch plötzlich ist die Bäckerei in Gefahr. Die alte Besitzerin stirbt und verebt alles was sie besessen hat ihrer Schwester und den beiden Söhnen dieser. Doch einer der beiden, der sich nun um dieses vermeintlich schreckliche Erbe kümmern soll, ist alles andere Geschäftstüchtig und sieht in der Bäckerei so wie Polly sie führt keinen Profit…

Kann Polly ihn überzeugen, dass sie bleiben darf oder muss sie sich nach einer Alternative umsehen?

Huckle kann sein Leben in Amerika noch nicht ganz vergessen und seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Haben er und Polly eine gemeinsame Zukunft oder schlägt sein Herz für Amerika höher?

 

Wer ist Jenny Colgan?

Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie hat drei Kinder und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Es passiert ganz selten, dass ich mal aus einer Reihe, das erste Buch nicht gelesen habe, sondern mit dem zweiten beginne. Aber, und das habe ich mich beim Lesen ganz oft gefragt, ob mir etwas fehlt. Dies kann ich definitiv verneinen. In meinen Augen sind beide Bücher anscheint sehr autark, so dass ich keinerlei Probleme hat in die Geschichte einzutauchen. Jenny Colgan streut zwar immer wieder kleine Brotkrumen ein, aber diese werden schnell erklärt und man kann als Leser dem Geschehen trotzdem sehr gut folgen.

Demnach, ein Buch auch für jemanden, der Band 1 nicht kennt.

Eigentlich fängt man ja nicht unbedingt mit den Haustieren an, wenn es um Protagonisten geht… aber hier kann ich nicht anders.

Ich habe mich verliebt. (Darf mein Mann nicht hören) Verliebt in einen kleinen wunderbaren Vogel namens Neil, seinerseits ein Papageientaucher. Er ist ein wunderbarer kleiner Geselle, der mich des Öfteren zum Lachen gebracht hat und der diesem Buch ein grandioses Auf und Ab an vielen Gefühlen ermöglicht. Zum einen bringt er einen zum Lachen, zum Schmunzeln, zum dahinschmelzen… im nächsten Moment schlägt das Herz des Lesers höher weil etwas dramatisches passiert und dann erwischt man sich dabei, wie eine kleine Träne weg geblinzelt wird. Neil bereichert mit seiner Art das Buch ungemein und die Szenen mit ihm, verleihen der ganzen Geschichte viel Frische und einen gewissen Witz und Charme.

Polly Waterford, die eigentliche Protagonisten finde ich manchmal etwas einfältig. Es gibt Situationen, in denen ich sie am liebsten nehmen und schütteln würde. Sagen würde, „Mädchen, jetzt wach mal auf und höre mit der Bemitleidung deiner selbst auf!“ Fand sie daher leider etwas anstrengend und ganz oft langweilig. Polly hat wenig Ecke und wenige Kanten. Sie ist das liebe Mädchen von nebenan, welches sich in das herstellen ihrer Teige verträumt, welche wunderbare Kreationen mit Liebe und Hingabe backt, aber als Mensch, fehlt mir das gewisse Etwas. Polly fehlt eigentlich der Kniff zum Hauptprotagonisten Dasein. Sie ist für mich nicht greifbar genug und durch ihre ganze Art zu glatt.

Huckle, ihr Freund… Polly bezeichnet ihn als Liebe ihres Lebens. Ein Mann wahrscheinlich zum Pferde stehlen, warum sonst würde er freiwillig in einem Leuchtturm leben, tut alles für Polly. Er geht zurück in die USA, um dort auf einer Farm zu arbeiten, die sein Bruder Dubose mit seiner Freundin Clemmie versucht hat zu bewirtschaften und eher das Gegenteil erreicht hat. Mir wird noch nicht ganz klar, wieso er diesen Schritt geht. Nur des Geldes wegen um Polly zu unterstützen, oder weil er selber mit seinem Leben dort noch nicht abgeschlossen hat. Schwierig! Dennoch finde ich ihn als Protagonisten ganz gut, da er wenigstens Ecken und Kanten hat und nicht so still ist wie Polly, die oftmals alles nur über sich ergehen lässt. Er kann zumindest auch mal auf den Tisch hauen!

Es gibt noch ganz wunderbare andere Charaktere, die beiden Mitarbeiter von Polly Jayden und Flora, der Tierarzt Patrik, ihre beste Freundin Kerensa mit ihrem prolligen Ehemann Reuben (der mir übrigens echt sympathisch ist) und die Witwe Selina, deren Mann im ersten Band verstorben ist und kurzzeitig Pollys Liebhaber war.

Diese Mischung macht das Buch so wunderbar interessant. Reuben, der eigentlich keine wirkliche Hauptfigur ist, hat mich mit seiner prolligen Art immer wieder zum Lachen gebracht. Er ergänzt ganz wunderbar das Bild um Polly und ihre ruhige Art. Endlich mal jemand, der wirklich ungeschliffen ist und das Buch mit seiner unangepassten Art bereichert.

Mir gefällt das Zusammenspiel der gesamten Charaktere sehr gut.

Als Ort des Geschehens hat sich Jenny Colgan für die Gezeiten Insel Mount Polbearne entschieden, die vor der Küste Cornwalls liegt. Diese Insel gibt es wirklich… ein kleines malerisches Fischerdorf, welches nur bei Ebbe zu Fuß zu erreichen ist. Jenny schafft es mit ihrem Stil, diesen Ort stets in einem wunderbaren Licht erscheinen zu lassen. Ein Licht, welches direkt einlädt dort hinzufahren und Urlaub zu machen. Es lädt zum Träumen ein und passt wunderbar zu diesem Buch.

Die Geschichte an sich, ist auch in ihrer Grundform sehr simpel. Was mir aber besonders gut gefällt, ist das Jenny Colgan aus der typischen Bäckereikulisse ausbricht und den Fuß in ein Terrain hineinsetzt, was nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre. Sie stattet den Food Trucks einen Besuch ab und lässt sogar Foodies, Menschen die auf der Suche nach neuem, selbsthergestelltem, qualitativ hochwertigem Essen sind, mit einfließen. Dadurch bekommt das Buch eine neue Wendung. Raus aus dem alten und rein ins neue! Dennoch würde ich diese Geschichte schon der Rubrik, Liebesroman, Romantik zuordnen. Denn der Kitschfaktor ist einfach da!

Es lässt sich leicht lesen. Hat keine verschachtelten Sätze und ist relativ einfach und simpel geschrieben. Es lebt ganz klar von den umschreibenden Adjektiven, die dem Text das bildliche verleihen. Ein Buch welches zum Schmökern einlädt. Welches gerne mal schnell zur Hand genommen werden möchte. Besonders an tollen Sommertagen ist dies ein wahrer Genuss und die Zeit verfliegt wie im nichts. Dennoch, finde ich manche Abschnitte einfach zu lang. An manchen Stellen hätte ich es mir gewünscht, dass es kürzer und prägnanter ist. Da werden manche Abhandlungen in epischer Breite erzählt, wenn das Kürzere in meinen Augen das Bessere gewesen wäre. Öfters Mal direkt auf den Punkt kommen.

Aufgrund dessen und weil mir Polly als Protagonisten nicht ganz so gut gefällt vergebe ich ♥♥♥♥ von 5 Herzen.

Mein Fazit: Ein Buch, welches jedes Backherz höher schlagen lässt. Ein Buch, was durch seine Liebe zum Detail, gerade in Bezug auf das backen besticht und einfach Lust und Hunger macht. Man kann oftmals förmlich die Leckereien riechen. Ein Buch, welches ideal für den Sommer ist und den Tag am Strand, See, Meer oder Pool versüßen wird.

In meinen Augen ist es eigentlich für jeden geeignet. Aber besonders für die, die gerne backen und sich daher umso mehr in die Liebe, die Polly ihren Leckereien zukommen lässt, hineinversetzen kann.

Nun, muss ich erst einmal etwas essen… denn das schreiben alleine darüber macht großen Hunger!

Ich persönlich bin gespannt auf Band 3, der im Oktober erscheint und hoffe das Neil dort einen größeren Auftritt erhält.

XoXo

Maren